Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe sind diese Lerntheorien überall dort von Bedeutung wo es um Verhaltensformung bzw. Verhaltenskorrektur geht!?
Oder zu pauschal?
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe sind diese Lerntheorien überall dort von Bedeutung wo es um Verhaltensformung bzw. Verhaltenskorrektur geht!?
Oder zu pauschal?
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe sind diese
Lerntheorien überall dort von Bedeutung wo es um
Verhaltensformung bzw. Verhaltenskorrektur geht!?
Sie haben Lerntheorien entwickelt.
Oder zu pauschal?
Nicht doch.
Das sie sie entwickelt haben ist mir klar.
Beispiel:
Wenn eine Frau sich selbst verletzt um Aufmerksamkeit zu bekommen,ich das weiss,es natürlich nicht möchte und ihre Verletzungen „ignoriere“ spricht man vom „operanten Konditionieren“ mit negativer Bestärkung,richtig?
Wir sollen beschreiben in welchen Bereichen diese Theorien von Bedeutung sind und ich bin der Meinung überall dort wo Menschen ihr Verhalten ändern sollen also auch in jeder Therapie.
Wollt halt wissen ob es o.K. oder zu Pauschal formuliert ist.Kann ja auch sein das ich die Theorien nicht wirklich begriffen habe aber ich denke schon…fast:wink:
Hi,
Beispiel:
Wenn eine Frau sich selbst verletzt um Aufmerksamkeit zu
bekommen,ich das weiss,es natürlich nicht möchte und ihre
Verletzungen „ignoriere“ spricht man vom „operanten
Konditionieren“ mit negativer Bestärkung,richtig?
negative Verstärkung würde dazu führen, daß sich die Frau noch häufiger verletzt. Hier handelt es sich aber um negative Bestrafung.
Wir sollen beschreiben in welchen Bereichen diese Theorien von
Bedeutung sind und ich bin der Meinung überall dort wo
Menschen ihr Verhalten ändern sollen also auch in jeder
Therapie.
Ja, in der Verhaltensmodifikation, das ist schon richtig. Es kann sich dabei z.B. um Therapien handeln oder um pädagogische Interventionen oder um Interventionen im Arbeits- und Organisationsbereich.
Wollt halt wissen ob es o.K. oder zu Pauschal formuliert
ist.Kann ja auch sein das ich die Theorien nicht wirklich
begriffen habe aber ich denke schon…fast:wink:
Es gibt schon Unterschiede zwischen den Vorstellungen der drei Herren Pawlow, Skinner und Bandura.
Grüße,
Oliver Walter
Hallo Oliver,
Beispiel:
Wenn eine Frau sich selbst verletzt um Aufmerksamkeit zu
bekommen,ich das weiss,es natürlich nicht möchte und ihre
Verletzungen „ignoriere“ spricht man vom „operanten
Konditionieren“ mit negativer Bestärkung,richtig?negative Verstärkung würde dazu führen, daß sich die Frau noch
häufiger verletzt.
…, etwa indem ich die sie ignorierende Xenia entferne und deshalb das Verhalten der Frau verstärke.
Hier handelt es sich aber um negative
Bestrafung.
… oder um Extinktion, oder sogar um positive Bestrafung? (je nachdem, ob man es als Wegnahme eines pos. Verstärkers ansieht, oder als Ausbleiben von Verstärkung, oder ob man das Ignorieren sogar als Setzung eines Strafreizes ansieht).
Kann man das so sehen, d.h. kann ich tatsächlich all diese drei letzt genannten Begriff auf das Beispiel anwenden, weil ich ja nicht wissen kann, welche Rolle das Ignorieren in der Motivationsstruktur der Frau einnimmt?
Viele Grüße
franz
Hallo!
Die Lerntheorien sind überall da von Bedeutung, wo es darum geht, ein bestimmtes Verhalten zu erklären. Da die Erklärungsmodelle ganz verschiedene Ansätze haben, kannst du somit ein beobachtetes Verhalten auch verschieden erklären (also: Verhalten wurde gelernt durch: Belohnung, Nachahmung, etc.).
Somit kann man also auch sagen, dass im therapeutischen Bereich diese Ansätze eine Rolle spielen, denn auch therapeutische Verfahren beruhen auf verschiedenen Ansätzen (Verhaltenstherapie, z.B. systematisches Desensibilisieren–> Bsp.: Frau hat panische Angst vor einer Maus: Therapeut zeigt zunächst Bilder einer Maus, dann evtl Bild einer Maus, irgendwann Maus im Käufig 3 Meter entfernt bis die Frau es irgendwann aushält, dass die Maus vor ihr auf dem Tisch steht.)
Deine Ausgangsfrage ist also im Grundprinzip richtig, muss dann aber noch etwas ausdifferenziert werden.
Hoffe, geholfen zu haben. Melde dich nochmal bei Rückfragen!
Viele Grüße
kathi
PS in Bezug auf die unten stehende Antwort: positive Bestrafung gibt es m.E. nicht…
Positive Bestrafung
Hallo Kathi!
PS in Bezug auf die unten stehende Antwort: positive
Bestrafung gibt es m.E. nicht…
„Positiv“ und „negativ“ meinen in diesem Zusammenhang, dass etwas entweder hinzugefügt oder dass es entfernt wird.
„Positive Bestrafung“: Ein Verhalten führt zu einer unangenehmen Konsequenz, etwas Unangenehmes geschieht, wird hinzugefügt. Z.B.: Ein Hund jagt Schafe und rennt dabei in einen Elekrozaun.
„Negative Bestrafung“: Ein Verhalten führt dazu, dass etwas Angenehmes entfernt wird. Bsp.: Ein Welpe zwickt einen anderen beim Spiel, woraufhin dieser das Spiel abbricht.
„Positive Verstärkung“: Ein Verhalten führt dazu, dass etwas Angenehmes hinzugefügt wird. Bsp.: Ein Hund befolgt ein Hörzeichen und bekommt dafür ein Leckerchen.
„Negative Verstärkung“: Ein Verhalten führt dazu, dass etwas Unangenehmes entfernt wird oder ausbleibt. Bsp.: Ein Hund hat gelernt, dass er locker an der Leine gehen muss, weil sonst an der Leine geruckt wird.
(BTW: Das nur als Beispiel. In der Hundeerziehungspraxis bezweifle ich stark, dass der Leinenruck ein adäquates Mittel ist, um einem Hund auf die Dauer das Ziehen abzugewöhnen.)
Grüße
Christiane
Hallo Franz,
Kann man das so sehen, d.h. kann ich tatsächlich all diese
drei letzt genannten Begriff auf das Beispiel anwenden, weil
ich ja nicht wissen kann, welche Rolle das Ignorieren in der
Motivationsstruktur der Frau einnimmt?
ich denke, daß nicht die Motivation der Frau die ausschlaggebende Rolle spielt, sondern das Setzen oder das Entfernen eines Reizes kontingent zu einer Verhaltensweise. Bei der Extinktion ist es so, daß eine vorher positiv verstärkte Verhaltensweise (hier das selbstverletztende Verhalten) nicht mehr positiv verstärkt wird. Bei der negativen Bestrafung wird fast alles Verhalten positiv verstärkt, nur eine (oder mehrere) bestimmte Verhaltensweise(n) nicht.
Auf das Beispiel bezogen bin ich mir nach längerem Nachdenken nicht mehr sicher, ob negative Bestrafung tatsächlich die angemessene Beschreibung ist. Wahrscheinlich ist Extinktion die angemessenere. Diese beiden Begriffe werden generell häufig miteinander verwechselt, mir passiert das auch. Positive Bestrafung halte ich dagegen für wenig passend und bin mir dabei recht sicher, weil man Ignorieren nicht als das Setzen eines Reizes ansehen kann.
Grüße,
Oliver
Hallo!
Ehrlich gesagt ist mir eine solche Erklärung bzw. die Differenzierung in pos und neg Bestrafung bisher noch nie untergekommen - aber da man niemals nie sagen sollte, werde ich nochmal recherchieren.
Gruß
kathi
Hallo Kathi!
aber da man niemals nie sagen sollte, werde
ich nochmal recherchieren.
Abgesehen von den bereits genannten Namen (Skinner etc.) sind bei der Recherche hilfreich: „operante Konditionierung“ und „instrumentelles Lernen“.
Grüße
Christiane