Hallihallo,
kann mir einer erklären, was mir „Sleepy Hollow“ nun eigentlich sagen soll? Im Nachhinein kann ich mir den Film eigentlich nur als Persiflage vorstellen. Der Himmel war z.B. so schlecht animiert, daß es einfach jedem auffallen mußte (ist auch allen, mit denen ich drüber gesprochen habe). Oder der unglaublich schlechte Vogel mit dem wackelnden Schwanz. Oder die (abgeschlagenen) Halsstümpfe, welche extrem nach Gummi aussahen, oder die mit Dynamit geladene Mühle…oder…oder.
Warum war der Reiter gerade ein Hesse? Als die Stelle im Film kam, war im Kino nur noch brüllendes Gelächter zu hören. Es war so extrem überzogen, daß sich alle einig sind: das kann nur Absicht sein. Aber was ist die Aussage?
Nichts desto trotz habe ich mich köstlich amüsiert!
Hast du gedacht Sleepy Hollow ist ein ernstzunehmender „Horror“ Film oder was?
Das war doch schon nach der Vorschau klar das dass nicht der Fall ist…
(Denk an Edward mit den Scherenhänden (gleicher Producer…!))
Gruß
Anke
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Hallihallo,
kann mir einer erklären, was mir „Sleepy
Hollow“ nun eigentlich sagen soll? Im
Nachhinein kann ich mir den Film
eigentlich nur als Persiflage vorstellen.
Der Himmel war z.B. so schlecht animiert,
daß es einfach jedem auffallen mußte (ist
auch allen, mit denen ich drüber
gesprochen habe). Oder der unglaublich
schlechte Vogel mit dem wackelnden
Schwanz. Oder die (abgeschlagenen)
Halsstümpfe, welche extrem nach Gummi
aussahen, oder die mit Dynamit geladene
Mühle…oder…oder.
Warum war der Reiter gerade ein Hesse?
Als die Stelle im Film kam, war im Kino
nur noch brüllendes Gelächter zu hören.
Es war so extrem überzogen, daß sich alle
einig sind: das kann nur Absicht sein.
Aber was ist die Aussage?
Nichts desto trotz habe ich mich köstlich
amüsiert!
Klar war der Film überzogen - ein typischer Tim Burton halt. Rein prinzipiell sollte das ganze die filmische Umsetzung der (in den USA wohl recht berühmten) Gespenstergeschichte von Irving Washington (1783-1859) sein. In der Geschichte wird der kopflose Reiter als „Galopping Hesse“ bezeichnet, der Film entspricht hier also der literarischen Vorlage. Was man vom Rest nicht unbedingt sagen kann…der „Original“ Ichabod Crane war Lehrer und seine Beschreibung passt nicht mal annnähernd auf Keanu Reeves…aber ist das nicht mit allen Filmen so? Ich hab mich jedenfalls prächtig amüsiert (ich liebe Tim Burton-Filme). Ach ja, ich bin mal über ein Gemälde von Sleepy Hollow gefallen (keine Ahnung, wer der Künstler war, vom Stil her schätze ich mal mitte 19. Jhd.). Die Stimmung im Film kam dem sehr nahe.
Das mit Keanu Reeves hatten wir ja schon, aber der Vollständigkeit halber sei auch gesagt, dass der Schriftsteller Washington Irving und nicht Irving Washington heisst/hiess .
Warum war der Reiter gerade ein Hesse?
Als die Stelle im Film kam, war im Kino
nur noch brüllendes Gelächter zu hören.
Ich hab den in Frankfurt gesehen - gleiche Reaktion. Aber das ist hier wirklich Zufall, oder meist Du, Tim Burton hat das mit Bedacht getan? Der Hesse kommt wohl aus der literarischen Vorlage.
Das mit dem Hessen ist ganz und gar kein Scherz von Tim Burton oder dem Autor der Vorlage, sondern geschichtlich durchaus korrekt. Der fürstliche „Landesvater“ des damaligen Hessen (ich glaube Hessen-Kassel)besserte seine Finanzlage öfter dadurch auf, daß er Söldner an andere Mächte verhökerte bzw. in deren Dienst stellte. Das hat er auch während der Schlesischen Kriege (Friedrich d.Gr.) gemacht. Der Unabhängigkeitskrieg der späteren USA fiel ja auch in diese Zeit (1770’er) warum also nicht auch den Engländern ein paat Trüppchen anbieten? Viele hessische Söldner haben daher in Amerika gekämpft und einige sind auch dort geblieben (als Leichen und als Siedler).
Ob jetzt der Washington Irving (oder Irving Washington) sich für seinen Reiter einen realen besonders blutrünstigen Söldner als Vorlage genommen hat, weiß ich aber auch nicht.
Tja, manchmal finden sich auch in Grotesken mit „billiger“ Studiokulisse durchaus einige knallharte Fakten!