SMD löten

Hallo,

meien Fernbedienung der ZV meines Citroen XM tut nicht mehr. Nun habe ich im Citroen-Forum gelesen, man solle die Lötstellen auf der Platine der Fernbedienung nachlöten. Hier sind aber SMD-Bauteile drauf. Mit diesen kenne ich mich nicht aus. Ich habe einen 25 W Lötkolben. Kann ich damit was anfangen? Was muss ich beachten? Können an SMD-Lötstellen überhaupt Kaltlötstellen entstehen? Sonst noch Tipps genereller Art zu meinem Problem?

Gruß
Otto

Ich habe einen 25 W Lötkolben.

Der brutzelt sofort alles kaputt.

Kann ich damit was
anfangen?

Nein. Du brauchst eine Lötnadel. Und bei der reichen auch schon 5 Watt.

Hi,

Also ich löt im Geschäft mit nem 60W Lötkolben,

die Leistung ist nicht so entscheident, die Temperatur is wichtig!
ich löt zwar immer mit 400°C, aber des sollte man nur tun wenn man schnell is!

Also ein regelbarer Lötkolben sollte es schon sein!

wenn er keine Temperaturanzeige hat, würde ich ihn von der Mittelstellung langsam hochfahren und schauen wann das Lötzinn (das neue von der Rolle) flüssig wird.

Beachten mußt du auf jeden Fall, das die Bauteile nicht zu heiß werden, lieber zweimal kurz und ne minute Pause als einmal zu lang!
Aber so hochempfindlich sind die eigentlich nicht.

Können an SMD-Lötstellen überhaupt Kaltlötstellen entstehen?

können (schlecht eingestellte Lötanlage), würde aber eher mal auf die Anschlußpins, Wackelkontakt oder die Tasten tippen.

Ich habe einen 25 W Lötkolben.

Der brutzelt sofort alles kaputt.

Na, dann muss ich ja mit meinem 60 Watter irgendwas falsch machen.

hallo otto,

natürlich können an SMD-bauteilen kalte lötstellen vorkommen. meist durch falsches löten, d.h. mit zuwenig oder falschem flußmittel, als durch bewegung. oder solange gebraten, bis jegliches lötmittel verdampft ist.

also beim löten mit deinem 25 W-lötkolben auf richtiges lötzinn achten (mit seele!), damit das lot auch sofort fließt.

ich mache bei kalten lötstellen zuerst das alte lot mit entlötlitze vollständig weg. dann wird die neue lötstelle sauberer.

gruß
ann

Hallo Otto,

ich empfehle:

Auf jeden Fall vorher an einem Schrottgerät mit ähnlichen ICs üben !!!

Ich habe beste Vorraussetzungen (Werkzeug, Erfahrung) und vermassele immer noch enge SMD-Beinchen .

Auf jeden Fall Lupe bereithalten, Spitze Nadel evt und Entlötlitze.

Deine Lötspitze sollte spitz genug sein, um auf jedes Beinchen einzeln drücken zu könne (und natürlich gewachen und neu verzinnt). Meist reicht das vorhandene Lötzinn aus, erstmal nicht unbedingt noch was am Beinchen dazuführen.

Gruß
achim

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Löt-Spezi
Hallo,

die Leistung ist nicht so entscheident, die Temperatur is
wichtig!

eben!

ich löt zwar immer mit 400°C, aber des sollte man nur
tun wenn man schnell is!

Das ist genau das, was man beim Löten wunderbar falsch
machen kann.
-> völlig überhitzter lötkolben
-> und dann „schnellöten“

Beides führt systematisch zu fehlerhaften Lötstellen.

Also ein regelbarer Lötkolben sollte es schon sein!

Eben, und den sollte man dann schon auch noch auf die
richtige temperatur einstellen.

Beachten mußt du auf jeden Fall, das die Bauteile nicht zu
heiß werden, lieber zweimal kurz und ne minute Pause als
einmal zu lang!

Zu heißes „Löteise“ kann nicht dadurch kompensiert werden,
daß man „schnell lötet“. Jede Lötstelle braucht Zeit
um ordentlich durchzuwärmen (mind. 2…3Sek) und muß
danach langsam wieder abkühlen (nie pusten, weil dadurch
die Ausbildung des metallischen Kristallgefüges empfindlich
gestört wird).

Aber so hochempfindlich sind die eigentlich nicht.

Nein, Die BE nicht unbedingt. Nur die Leiterzüge halten
keine 400°C aus.

Können an SMD-Lötstellen überhaupt Kaltlötstellen
entstehen?

Ja, wenn von solchen Lötprofis, wie hier einer geschrieben
hat, gelötet wird.

Gruß Uwi

Hallo,

zum Löten selbst will ich jetzt gar nicht mehr viel
schreiben.

Bevor Du jetzt alles nachlötest, mache erstmal folgendes:

1. Kontolle der Batterien (Spannung oder neue einsetzen)

2. Kontrolle der Batteriekontakte (evtl. Korrosion?) 
 -\> bei Bedarf blankkratzen (z.B. mit Glasfaserpinsel) 

3. Kontrolle/Reinigung der Tastenkontakte (Gummimatte 
 runternehmen und alles mit Alkohol/Isopropanol reinigen.
 (Gummimatte und Kontaktflächen auf der LP)
 Nur bei metallischen Kontakten (Kupfer/Messing) evtl. 
 vorsichtig mit Glasfaserpinsel blank machen.
 
4. ausführliche Sichtkontrolle aller BE und Lötstellen.
 Dazu eine Lupe mit ca. 4....6-facher Vergrößerung nutzen.
 Nur verdächtige Lötstellen nachlöten.
 Auch Leiterzüge auf evtl. Mikrorissen absuchen 
 (siehe dazu auch Pkt. 5).

5. Bei undefinierten Schaltverhalten die Batterien 
 provisorisch einsetzen und die nackte Platine 
 mal gering durchbiegen. Durch die mach. Belastung 
 offenbaren sich Risse in Lötstellen und Leiterzügen.

Gruß Uwi

meien Fernbedienung der ZV meines Citroen XM tut nicht mehr.
Nun habe ich im Citroen-Forum gelesen, man solle die
Lötstellen auf der Platine der Fernbedienung nachlöten. Hier
sind aber SMD-Bauteile drauf. Mit diesen kenne ich mich nicht
aus. Ich habe einen 25 W Lötkolben. Kann ich damit was
anfangen? Was muss ich beachten? Können an SMD-Lötstellen
überhaupt Kaltlötstellen entstehen? Sonst noch Tipps
genereller Art zu meinem Problem?

Gruß
Otto

Danke für die Belehrung!

hab mich etwas missverständlich ausgedrückt!
und bitte dafür tausendfach um Vergebung!

ich löt zwar immer mit 400°C, aber des sollte man nur
tun wenn man schnell is!

„schnell“ ist ja bekanntlich relativ, dachte eigentlich nicht länger als 5sek.
Hab schon manche Anfänger gesehen, die 20 sek auf die Lötstelle gehalten haben um sie „richtig“ heiß zu bekommen. (1. Lehrjahr! Die haben zum Glück nur zur Übung aus Silberdraht Gitter gelötet)

Was heißt bei Dir „zu heiß“?
Ich bin schon im zweiten Betrieb, und bis jetzt waren alle Lötstationen auf 350 -450°C eingestellt.

Zu heißes „Löteise“ kann nicht dadurch kompensiert werden,
daß man „schnell lötet“. Jede Lötstelle braucht Zeit
um ordentlich durchzuwärmen (mind. 2…3Sek) und muß
danach langsam wieder abkühlen (nie pusten, weil dadurch
die Ausbildung des metallischen Kristallgefüges empfindlich
gestört wird).

Muss ich zustimmen!!!

Nur die Leiterzüge halten keine 400°C aus.

Bis jetzt hatte ich damit noch keine Probleme!

Hallo,

hab mich etwas missverständlich ausgedrückt!
„schnell“ ist ja bekanntlich relativ, dachte eigentlich nicht
länger als 5sek.

naja, 5sek. für Handlötung ist dann schon wieder etwa
die max. Zeit, die sowas dauern soll.

Was heißt bei Dir „zu heiß“?
Ich bin schon im zweiten Betrieb, und bis jetzt waren alle
Lötstationen auf 350 -450°C eingestellt.

was IMHO zum löten auf SMD-Platinen mit Bleilot deutlich
zu heiß ist. Klar, das geht dann schnell von der Hand,
aber besonders die Leiterzüge und auch diverse BE
(z.B. Tantal-Elkos) werden ordentlich strapaziert.
Das Flußmittel ist auch ratz-batz verraucht.
Evtl. ist aber auch die Temp.-anzeige einfach falsch?
-> Mit Thermoelement überprüfen.

Eine Lötspitzentemp. von ca. 310…320°C ist da allemal
ausreichend. Nur bei Lötungen mit großen Kupferflächen
drumherum und Durchkontaktierungen mit Anschluß an
Powerplanes kann mehr verlangen (dann aber auch größere
Lötspitze mit entsprechend Wärmekap. nehmen)

Anders siehts es aber aus, wenn man zukünftig mit
bleifrei gelöteten LP konfrontiert wird. Dann sind
ca. 25grd mehr erforderlich.

Nur die Leiterzüge halten keine 400°C aus.

Bis jetzt hatte ich damit noch keine Probleme!

Wenn du mal in die Verlegenheit kommst, BE mit Finepitch
zu reparieren, dann weißt Du wovon ich spreche.
Diese feinen Leiterzüge fallen schon von zu scharfen
Hingucken ab :frowning:

Gruß Uwi

Hallo,

allen vielen Dank. Ich komme erst nach meinem Urlaub dazu, Eure Tipps auszuprobieren.
Gruß
Otto

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