Soeine(r/s)

Gibt es eine Religion in der die Schöperin, das Schöpf, der Schöpfer oder wie auch immer, das Universum nur aus Neugier erschaffen hat? Also eine Genese als Experiment mit offenem Ausgang? Und diese(s/r) Schöpf(er/in) ergötzt sich an seiner Idee ohne irgendwelche moralischen Vorstellungen zu haben die den Unseren ähneln könnten?
T.

Schöpfungsmotive
Hi T.,

zunächst einmal: nein, gibt es nicht.

Aber du müßtest deine Frage präzisieren, z.B.

… nur aus Neugier

Worauf sollte diese Neugier abzielen? Und warum „nur“? Das „nur“ hört sich abwertend an. Was aber sollte ein mythischer Weltschöpfer abwerten?

Also eine Genese als Experiment mit offenem Ausgang?

Soweit ich überblicke, gibt es keine mythische Kosmogonie mit offenem Ausgang, aber sehr sehr viele, in denen ein Motiv, ein Beweggrund nicht explzit erwähnt wird.

Und diese(s/r) Schöpf(er/in) ergötzt sich an seiner Idee

Ist immer der Fall (wenn auch nicht immer explizit zum Ausdruck gebracht)

ohne irgendwelche moralischen Vorstellungen zu haben die den Unseren ähneln könnten?

Nein. Denn wenn Kosmogonien überhaupt ethische Aspekte enthalten, dann hat der Mythos ja gerade das Motiv, die jeweiligen ethischen Normen zu begründen.

Es gibt aber sowohl religiöse als auch philosophische Kosmogonien, in denen die Genese als reiner Selbstzweck des Urhebers dargestellt wird.
Beispiele:

Der ägyptische fühlt sich einsam und langweilt sich, und erschafft die Welt aus sich per Masturbation.

Der ägyptische Chnum (Gott der Töpferei) schafft zunächst ein Ebenbild seiner selbst auf einer Töpferscheibe.

Bei Platon stellt ein Astronom (Tímaios) das Motiv für die Schöpfung so dar, daß die Idee Interesse hat, sich selbst zu reproduzieren.

Bei Plotin ist sich das Eine (= das Absolute) seiner selbst überdrüssig und fließt (Emanation) über sich hinaus.

In der Gnosis gibt es auch verschiedene Vorstellungen, daß die materielle Welt ein Resultat einer Art Unfall in der Sphäre des göttlichen sei.

Gruß

Metapher

Aber du müßtest deine Frage präzisieren, z.B.

… nur aus Neugier

Worauf sollte diese Neugier abzielen? Und warum „nur“? Das
„nur“ hört sich abwertend an. Was aber sollte ein mythischer
Weltschöpfer abwerten?

Hm, hat für mich nichts abwertendes, ich meinte es als einziges Motiv. Ist wohl schluderiger Sprachgebrauch.

Also eine Genese als Experiment mit offenem Ausgang?

Soweit ich überblicke, gibt es keine mythische Kosmogonie mit
offenem Ausgang, aber sehr sehr viele, in denen ein Motiv, ein
Beweggrund nicht explzit erwähnt wird.

Das ist eigentlich schade, ich find so ein Gott/Göttin wäre doch wohl ein wahrer Hoffnungsspender und würde das Augenmerk auf das Leben lenken und weniger auf fixe Endpunkte oder Zyklen. Allerdings bliebe der Tod ein Mysterium oder würde als Synonym für die Offenheit benutzt im Sinne von der Preis oder gar die Ursache der Freiheit. Ich kenn mich nicht so gut aus, aber ginge das dann nicht in Richtung der Philosophie von Bruno Giordano, obwohl der sicher nicht an dem Willen Gottes in allem gezweifelt hat…

Es gibt aber sowohl religiöse als auch philosophische
Kosmogonien, in denen die Genese als reiner Selbstzweck des
Urhebers dargestellt wird.
Beispiele:

Der ägyptische fühlt sich einsam und langweilt sich,
und erschafft die Welt aus sich per Masturbation.

Der ägyptische Chnum (Gott der Töpferei) schafft
zunächst ein Ebenbild seiner selbst auf einer Töpferscheibe.

Interessant, ich dachte immer die ägyptischen Götter wären abstrakter gewesen.

Bei Platon stellt ein Astronom (Tímaios) das Motiv für
die Schöpfung so dar, daß die Idee Interesse hat, sich
selbst zu reproduzieren.

Im Sinne von Selbstorganisation? Oder ist das einfach nur die Beobachtung der Fortpflanzung und das es halt keine Lebewesen geben würde die sich ähneln wenn es nicht so wäre?

Bei Plotin ist sich das Eine (= das Absolute) seiner
selbst überdrüssig und fließt (Emanation) über sich
hinaus.

Das gefällt mir irgendwie, hat was befreiendes.

In der Gnosis gibt es auch verschiedene Vorstellungen, daß die
materielle Welt ein Resultat einer Art Unfall in der Sphäre
des göttlichen sei.

Kommt meiner Vorstellung ja schonmal nahe, welche Schlüsse zieht denn die Gnosis daraus für die Schöpfung, das sie nicht perfekt ist?

T.

Lieber T.,
find ich auch ganz entspannend, diese interessanten (für mich neuen) Schöpfungs-Geschichten. Was ähnliches hatte ich mal vor vielen Jahren aus ner Zen-Buddhistischen Ecke gehört, so etwa: „Es will blühen, also blüht es.“
Der Wunsch nach Leben ließe demnach Leben entstehen, selbst da, wo die Bedingungen kärglich sind.
Gruss von Branden

Und wissenschaftlich gesehen tut es das, weil das Potential der Verbindung überall gegeben ist. Das ist doch mal ein nettes ‚shake hands‘. Und ist übrigens der Ausgangspunkt meines Schöpf(er/in) Einfalls, also das die einzige Tat die ein(e) Schopf(er/in) vollbracht hat, die Schaffung eines Kombiationssystem ist, das auch Kombinationsmöglichkeiten außerhalb des eigenen (des/der Schöpf[ers/erin]) Horizonts zulässt. Was trotzdem schon einiges an Schöpfungs-Genialität voraussetzt, zumindest vom menschlichen Standpunkt aus…
T.

abstrakte Ägypter

Interessant, ich dachte immer die ägyptischen Götter wären abstrakter gewesen.

Ägyptische Götter (es gab davon weit über 50.000) waren im Allgemeinen ebensowenig „abstrakt“ wie die Götter anderer Kulte. Aber dennoch hast du recht, denn gerade dort finden sich auch viele Göttheiten, die entweder Abstrakta sind, oder als personifizierte Abstrakta gesehen wurden: So z.B. die Götter-Neunheit von Memphis oder die Götter-Achtheit von Hieropolis (= Schmun „Acht“, identisch mit dem heutigen Aschmunen).

Auch einer der Hauptgötter, Amun, ist eine äußerst abtrakte Gestalt, wurde aber personal vorgestellt. Über ihn und seine Beziehung zum späteren israelitischen Jhwh habe ich hier mal geschrieben:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Im ägyptischen Papyrus Bremner-Rhindt gibt es die abstrakteste kosmogonische Passage überhaupt in der ganzen Mythengeschichte. Hier wird mit dem Begriff ch.pr bzw. ch.pru („das Entstehen“, „entstehen“, als cheper auch der Name des heiligen Skarabäus) ein Gedankenspiel gemacht „Als das Entstehen entstand …“ usw.

In der Gnosis gibt es auch verschiedene Vorstellungen, daß die
materielle Welt ein Resultat einer Art Unfall in der Sphäre
des göttlichen sei.

Kommt meiner Vorstellung ja schonmal nahe, welche Schlüsse
zieht denn die Gnosis daraus für die Schöpfung, das sie nicht
perfekt ist?

In der Auseinandersetzung zwischen dem „bösen“ Schöpfergott und dem „guten“ Erlöser wird sie letztlich gerettet …

Gruß

Metapher

Im ägyptischen Papyrus Bremner-Rhindt gibt es die abstrakteste
kosmogonische Passage überhaupt in der ganzen
Mythengeschichte. Hier wird mit dem Begriff ch.pr bzw.
ch.pru („das Entstehen“, „entstehen“, als cheper
auch der Name des heiligen Skarabäus) ein Gedankenspiel
gemacht „Als das Entstehen entstand …“ usw.

Da kommt man nicht so leicht dran oder? Ich hab im Internet leider nichts gefunden…
T.

Im ägyptischen Papyrus Bremner-Rhindt gibt es die abstrakteste
kosmogonische Passage überhaupt in der ganzen
Mythengeschichte. Hier wird mit dem Begriff ch.pr bzw.
ch.pru („das Entstehen“, „entstehen“, als cheper
auch der Name des heiligen Skarabäus) ein Gedankenspiel
gemacht „Als das Entstehen entstand …“ usw.

Da kommt man nicht so leicht dran oder?

Nein. aber ich habe mich auch verschrieben: Er heißt Bremner Rhind.

Eine Diskussion der Passage darin hab ich auch im Netz nicht gefunden.
Literatur dazu:

David Lorton: The „Triumphal Poem“ of the Creator in Papyrus Bremner-Rhind.
In:
Newsletter of the Society for the Study of Egyptian Antiquities (NSSEA) 7, 4 (1977)

R.O.Faulkner
in: Journal of Egyptian Archaeology (JEA) 24 (1928) S.172ff

Das brauch dann aber auch eine gut sortierte Unibibliothek oder seh ich das falsch. Da würde ich wohl nach Göttingen fahren müssen, na ja ich hab mir das was sich finden liess schon mal angeschaut, ist interessant…
T.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Die Frage finde ich nicht so schlecht. Ich denke, daß dieser Schöpfer das Universum einfach aus Freude an den wundervollen Effekten geschaffen hat. Man muß ja sagen, was auf diesen Schöpfer zurückgeht, ist perfekt.
Was der Mensch daraus gemacht hat, ist in höchstem Grade unvollkommen. Die moralischen Vorstellungen der meisten Menschen haben überhaupt nichts zu tun mit denen des Welten-Schöpfers.
Der Ausgang dieser Schöpfung ist nicht offen, nur die Wege, die das Ganze geht, sind vielleicht selbst dem Schöpfer zu Beginn seiner Schöpfung verborgen gewesen. Vielleicht war also auch ein wenig Neugier dabei. Aber, ich denke, dieser Schöpfer, der so viel Schönes geschaffen hat, wollte nicht, daß sein Werk solches Leid mit sich bringt.
Alles, was ins Leben tritt, wird sich eines Tages auflösen. So wird sich auch die Schöpfung eines fernen Tages - vielleicht braucht sie dazu noch einmal 5 Milliarden Jahre, oder noch viel mehr - wieder auflösen. Aber davor wird die Menschheit gelernt haben, glücklich zu leben.
Gruß Dascha

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Gibt es eine Religion in der die Schöperin, das Schöpf, der
Schöpfer oder wie auch immer, das Universum nur aus Neugier
erschaffen hat? Also eine Genese als Experiment mit offenem
Ausgang? Und diese(s/r) Schöpf(er/in) ergötzt sich an seiner
Idee ohne irgendwelche moralischen Vorstellungen zu haben die
den Unseren ähneln könnten?
T.

Die Frage finde ich nicht so schlecht. Ich denke, daß dieser
Schöpfer das Universum einfach aus Freude an den wundervollen
Effekten geschaffen hat. Man muß ja sagen, was auf diesen
Schöpfer zurückgeht, ist perfekt.
Was der Mensch daraus gemacht hat, ist in höchstem Grade
unvollkommen. Die moralischen Vorstellungen der meisten
Menschen haben überhaupt nichts zu tun mit denen des
Welten-Schöpfers.

Die Unvollkommenheit kann aber auch eine Folge des nicht vollständigen Schöpfungswillen sein, eben einfach weil es nicht direkt vorgesehen ist das wir existieren, sondern ein Effekt des Schöpfungseinfalls ist…

Der Ausgang dieser Schöpfung ist nicht offen, nur die Wege,
die das Ganze geht, sind vielleicht selbst dem Schöpfer zu
Beginn seiner Schöpfung verborgen gewesen.

Hm, meine Vorstellung lässt das Ende offen, ich meinte so etwas wie Lego, der Hersteller der Steine kennt nicht alle Dinge die daraus gebaut werden können, allerdings hat er sichergestellt das daraus etwas gebaut werden kann.

Vielleicht war also
auch ein wenig Neugier dabei. Aber, ich denke, dieser
Schöpfer, der so viel Schönes geschaffen hat, wollte nicht,
daß sein Werk solches Leid mit sich bringt.

Leid wäre eine Sichtweise die sich dem Schöpf (ich schreibs mal jetzt so, sonst wirds mir zu aufwendig) völlig entzieht. Es sieht die Menschen als eine Ausprägung der Möglichkeit, genau so wie eine Sonne oder einen Baum. Das Verständnis für Leid würde eine Fokussierung auf strukturelle Möglichkeiten für das Schöpf bedeuten, die ihm vielleicht völlig unmöglich ist. Es könnte unsere Wege sehen, könnte uns beobachten aber es würde nie unsere Masstäbe haben, da seine Maßtäbe aus einer anderen Sphäre stammen, die so verschieden und unendlich machtvoller als unsere wäre, das es nur sehr unwahrscheinlich wäre wenn das Schöpf über unsere Erfahrungswelt stolpern würde die nur Teilaspekte einschließt und einschließen kann.

Alles, was ins Leben tritt, wird sich eines Tages auflösen.

Das ist eine Ausprägung unserer Wahrnehmung, das woraus wir bestehen wäre für das Schöpf unsterblich, die Manifestation Mensch nur temporär.

So wird sich auch die Schöpfung eines fernen Tages - vielleicht
braucht sie dazu noch einmal 5 Milliarden Jahre, oder noch
viel mehr - wieder auflösen. Aber davor wird die Menschheit
gelernt haben, glücklich zu leben.

May be, may not…
T.

Der Ausgang dieser Schöpfung ist nicht offen, nur die Wege,
die das Ganze geht, sind vielleicht selbst dem Schöpfer zu
Beginn seiner Schöpfung verborgen gewesen.

Hm, meine Vorstellung lässt das Ende offen, ich meinte so
etwas wie Lego, der Hersteller der Steine kennt nicht alle
Dinge die daraus gebaut werden können, allerdings hat er
sichergestellt das daraus etwas gebaut werden kann.

Wer baut nun eigentlich daraus etwas? - Ich meine, es sei der Geist. In diesem Geist ist die ganze Schöpfung eins, es ist ein einziger Geist, an dem wir alle teilhaben. Das entspricht sogar neuesten physikalischen Erkenntnissen, die aus dem Urknall hergeleitet werden, wo die ganze Materie in einem winzigen Punkt vereinigt war. Die Materie wird also vom Geist beherrscht und jeder Mensch hat entsprechend seiner Kraft, der Stärke seiner geistigen Energie, teil am Bauen mit diesen Steinen. Daher auch die Anstrengungen z.B. der Gurus ihre geistigen Fähigkeiten zu steigern, um mehr Wirkungs-Möglichkeiten zu haben. Oder der Zusammenschluß von Menschen in Gruppen, die das gleiche Ziel haben, weil damit ihre Einwirkungsmöglichkeit auf die Materie größer wird, durch mehr geistige Energie, die in die gleiche Richtung geht, um den Lauf der Dinge zu verändern.
Laotse und Jesus aber lehren, gar nicht auf die Dinge einzuwirken, sondern sie geschehen zu lassen, weil in den Dingen schon eine Eigendynamik wirkt. Das ist die Auflösung der Karmas. Das ist ähnlich, wie wenn man seine verkorksten Lego-Erschaffungen wieder in die Einzelteile zerlegt. Tatsächlich kann man das sehr gut miteinander vergleichen, denn indem man alte Verstickungen löst (Karma löscht) wird Energie frei, die man dann zur Verfügung hat, um Neues zu kreieren.

Leid wäre eine Sichtweise die sich dem Schöpf (ich schreibs
mal jetzt so, sonst wirds mir zu aufwendig) völlig entzieht.

Es könnte unsere Wege sehen, könnte uns beobachten aber

es würde nie unsere Masstäbe haben, da seine Maßtäbe aus einer
anderen Sphäre stammen, die so verschieden und unendlich
machtvoller als unsere wäre, das es nur sehr unwahrscheinlich
wäre wenn das Schöpf über unsere Erfahrungswelt stolpern würde
die nur Teilaspekte einschließt und einschließen kann.

Da wir also wirklich mit dem Schöpfer eines Geistes sind - wir gebrauchen unseren Geist nur in den seltensten Fällen richtig,d.h. frei und unbeeinflußt - können wir eigentlich nur zufrieden sein mit unserem Werk, wenn es auch den Anforderungen des Schöpfers an Schönheit und Harmonie entspricht,und wenn unser Werk immer das Wohl des Ganzen im Auge hat. Dann haben wir die Unterstützung des ganzen Universums hinter uns.
Das heißt, daß die Schöpfung oder der Schöpfer insofern auf unser Werk Einfluß nimmt, als alles wieder zerstört wird, was nicht mit diesem „heilenden“ Geist übereinstimmt. Das wird automatisch zerstört, weil verschiedene Interessen aufeinanderstoßen. Die Menschen können im Grunde gar nicht anders, als entsprechend dem guten Willen ihres Schöpfers handeln, weil die ganze Schöpfung ein Einziges, Zusammenhängendes ist, und wer eigenwillig entgegen einer höheren Vernunft nicht im Hinblick auf das Wohl des Ganzen handelt, wird immer wieder scheitern.

Ob sich die Materie eines fernen Tages in Energie auflösen wird - kann sein, vielleicht teilweise . Sie löst sich ja permanent in Materie auf, z.B. unsere Nahrung, die sich in Energie umwandelt. Ich denke schon, daß da ein ständiger Wandlungsprozess stattfindet.

Gruß Dascha

Hm, meine Vorstellung lässt das Ende offen, ich meinte so
etwas wie Lego, der Hersteller der Steine kennt nicht alle
Dinge die daraus gebaut werden können, allerdings hat er
sichergestellt das daraus etwas gebaut werden kann.

Wer baut nun eigentlich daraus etwas? - Ich meine, es sei der
Geist.

Also zumindest auf der Ebene der atomaren und molekularen Ebene wäre dann die Gravitation und die Temperatur die vom Schöpf eingesetzte Methode (Vielleicht ist es auch noch etwas grundlegenderes, ich weiss es nicht, kann mir allerdings Vorstellen das es da etwas gibt, obwohl ich mich mit einer Melange auch zufrieden geben würde :smile:). Erbrüten von höheren Elementen, die komplexere Verbindungen ermöglichen und Selbstorganisation dieser komplexen Elemente unter geeigneten Bedinungen sind eine direkte Folge des evtl. Schöpfungsprozesses. Diese neuen Verbindungen erreichen dann wieder eine Entwicklungsstufe. Z.B uns und wir haben wieder neue Möglichkeiten der Kombination bzw. etwas neues zu erschaffen, vielleicht Bedingunen herzustellen die Dinge ermöglichen die das Univerum in einer Ebene unter uns nicht hätte hersstellen können. Es entsteht weil es geht, weil es möglich ist und dann weil wir es bewirkt haben.

In diesem Geist ist die ganze Schöpfung eins, es ist
ein einziger Geist, an dem wir alle teilhaben. Das entspricht
sogar neuesten physikalischen Erkenntnissen, die aus dem
Urknall hergeleitet werden, wo die ganze Materie in einem
winzigen Punkt vereinigt war. Die Materie wird also vom Geist
beherrscht und jeder Mensch hat entsprechend seiner Kraft, der
Stärke seiner geistigen Energie, teil am Bauen mit diesen
Steinen. Daher auch die Anstrengungen z.B. der Gurus ihre
geistigen Fähigkeiten zu steigern, um mehr
Wirkungs-Möglichkeiten zu haben. Oder der Zusammenschluß von
Menschen in Gruppen, die das gleiche Ziel haben, weil damit
ihre Einwirkungsmöglichkeit auf die Materie größer wird, durch
mehr geistige Energie, die in die gleiche Richtung geht, um
den Lauf der Dinge zu verändern.

Sehe ich auch so, der nächste Schritt wäre wirklich globales Handeln.
Sonst kann man nicht von Entwicklung sprechen wenn Entwicklung das erreichen der nächsten Stufe sein soll. Gut, vielleicht führt sich durch die wissenschaftliche Entwicklung irgenwann unsere Gesellschaft ad Absurdum, und es ist Zwangsläufig das wir global handeln, oder wir haben uns durch die Verweigerung von globaler Entwicklung so weit in die Scheisse geritten das uns nichts anderes mehr übrig bleibt als unter erschwerten Bedingungen den nächsten Schritt zu tun.

Laotse und Jesus aber lehren, gar nicht auf die Dinge
einzuwirken, sondern sie geschehen zu lassen, weil in den
Dingen schon eine Eigendynamik wirkt. Das ist die Auflösung
der Karmas. Das ist ähnlich, wie wenn man seine verkorksten
Lego-Erschaffungen wieder in die Einzelteile zerlegt.

Das gefällt mir garnicht, ist mir zu kontraproduktiv. Nur weil die Entwicklungsstufe auch die Verantwortung für negatives auferlegt sollten wir nicht die Hände in den Schoss legen und hoffen das die Ebene unter uns es schon richten wird, das ist zwar denkbar sofern nicht alle Christen sind oder ans Karma glauben und zumindest noch irgendwer etwas tut, aber ist doch einfach nur Passivität und ist nur das Zuschauen wie die eigene Energie verpufft. Mit Verstand und einem Ziel im Auge handeln ist doch wesentlich vernünftiger.

Tatsächlich kann man das sehr gut miteinander vergleichen,
denn indem man alte Verstickungen löst (Karma löscht) wird
Energie frei, die man dann zur Verfügung hat, um Neues zu
kreieren.

Wenn man es dann auch tut. Nee, in Indien klagen so einige über die Stagnation die durch den Karmaglauben verursacht wird. Das ist glaub ich wirklich nur eine Art Totenkult und ist kaum dienlich etwas zu meines Schöpfs Erbauung beizutragen :smile:.

Leid wäre eine Sichtweise die sich dem Schöpf (ich schreibs
mal jetzt so, sonst wirds mir zu aufwendig) völlig entzieht.

Es könnte unsere Wege sehen, könnte uns beobachten aber

es würde nie unsere Masstäbe haben, da seine Maßtäbe aus einer
anderen Sphäre stammen, die so verschieden und unendlich
machtvoller als unsere wäre, das es nur sehr unwahrscheinlich
wäre wenn das Schöpf über unsere Erfahrungswelt stolpern würde
die nur Teilaspekte einschließt und einschließen kann.

Da wir also wirklich mit dem Schöpfer eines Geistes sind - wir
gebrauchen unseren Geist nur in den seltensten Fällen
richtig,d.h. frei und unbeeinflußt - können wir eigentlich nur
zufrieden sein mit unserem Werk, wenn es auch den
Anforderungen des Schöpfers an Schönheit und Harmonie
entspricht,und wenn unser Werk immer das Wohl des Ganzen im
Auge hat. Dann haben wir die Unterstützung des ganzen
Universums hinter uns.

Na ja, Schönheit und Harmonie sind auch nur Ausschnitte der Temperaturskala, mein Schöpf ist einfach einzig Neugierig und die Erfüllung dieser Neugier ist schon der Weg in eine lebbare Zukunft.
Und vielleicht, wenn wir die nötigen Ebenen erklommen haben, uns schon gar nicht mehr Menschen nennen sondern Augen des Universums können wir ihn sehen und auch er wird uns erkennen und der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist gemacht. Und der Weg geht weiter, oder wie es Buzz Lightyear so schön sagt, ‚bis in die Unedlichkeit und darüber hinaus‘ :smile:

Das heißt, daß die Schöpfung oder der Schöpfer insofern auf
unser Werk Einfluß nimmt, als alles wieder zerstört wird, was
nicht mit diesem „heilenden“ Geist übereinstimmt. Das wird
automatisch zerstört, weil verschiedene Interessen
aufeinanderstoßen. Die Menschen können im Grunde gar nicht
anders, als entsprechend dem guten Willen ihres Schöpfers
handeln, weil die ganze Schöpfung ein Einziges,
Zusammenhängendes ist, und wer eigenwillig entgegen einer
höheren Vernunft nicht im Hinblick auf das Wohl des Ganzen
handelt, wird immer wieder scheitern.

Na ja, ist etwas negativ augedrückt und mir ein wenig zu viel Keulengeschwinge (mir gefällt das Wort Strafe nicht), aber im Endeffekt sind wir uns da wohl einig.

Ob sich die Materie eines fernen Tages in Energie auflösen
wird - kann sein, vielleicht teilweise . Sie löst sich ja
permanent in Materie auf, z.B. unsere Nahrung, die sich in
Energie umwandelt. Ich denke schon, daß da ein ständiger
Wandlungsprozess stattfindet.

Was der wahre Ursprung des Karmaglaubens ist, von dem allerdings nicht viel geblieben ist. Er ist halt duch allzu primitives Verständniss, durch Anwendung auf der falschen Ebene leider degeneriert…
T.

Ums Zusamenzufassen Micro = Macrokosmos gehört in die Tonne. Oder sollte zumindest schleunigst überarbeitet werden.
T.

Also zumindest auf der Ebene der atomaren und molekularen
Ebene wäre dann die Gravitation und die Temperatur die vom
Schöpf eingesetzte Methode

Ich bin der Meinung - wie sie auch schon im Brett geäußert wurde - daß die Entstehung der materiellen Welt eine Art Unfall in der Schöpfungsgeschichte war, der in der Bibel mit dem Sturz Lucifers (Licht) in die Tiefe umschrieben wird, und der in der Physik Urknall genannt wird. Gravitation und Temperatur wären somit eine sogar erschwerende Begleit-Erscheinung, unter der sich das Seelenleben nach dem Fall Lucifers in diesen Bereichen großer Unterschiede von Temperatur und Dichte fortsetzen mußte. Ich sehe es also nicht als die Methode sondern als die materielle Grundlage an, auf der sich das Leben von da an entwickelte, ein Leben, das davor unter viel einfacheren Bedingungen existieren und vielfältige Formen ausbilden konnte.
Nee, in Indien klagen so einige

über die Stagnation die durch den Karmaglauben verursacht
wird. Das ist glaub ich wirklich nur eine Art Totenkult und
ist kaum dienlich etwas zu meines Schöpfs Erbauung beizutragen

Indien ist tatsächlich ein sehr negatives Beispiel dafür, was wird, wenn man bei der Auflösung des Karma „bis in alle Ewigkeit“ stehen bleibt. Unser rastloser Schaffenseifer liegt am anderen Ende der Skala.
Unsere Verantwortung, richtig zu handeln, ist doch die, daß wir den Mist, den wir gemacht haben, erkennen, uns an die Arbeit machen, ihn aus der Welt zu schaffen (aufzulösen), und dann von Neuem anfangen und es besser machen. Wo lösen wir z.B. etwas Fehlerhaftes in unseren Religions-Lehren auf? Man sucht sich mit dem Bestehenden zu arrangieren, schließt die Augen oder weicht aus, anstatt daß man etwas ändert. Nehmen wir das Zölibat: würde man es ertragen, statt in vielfältiger Weise auszuweichen, dann käme es bald zu einer Änderung (siehe Luther)der erst sein Kreuz ertrug und dadurch den Unsinn erkannte und dann nicht heimlich sondern öffentlich zu einer Änderung schritt. Solche Aufrichtigkeit sollte Schule machen.

… Die Menschen können im Grunde gar nicht

anders, als entsprechend dem guten Willen ihres Schöpfers
handeln, weil die ganze Schöpfung ein Einziges,
Zusammenhängendes ist, und wer eigenwillig entgegen einer
höheren Vernunft nicht im Hinblick auf das Wohl des Ganzen
handelt, wird immer wieder scheitern.

Von Strafe habe ich nicht gesprochen nur von Interessens-Kollisionen, die von den Menschen selbst ausgehen. Da braucht Gott gar nicht einzugreifen. Das ist es ja, was das Leben so sehr erschwert, die vielfältigen Interessens-Kollisionen von Staaten und Einzelpersonen.
Gruß Dascha

Ums Zusamenzufassen Micro = Macrokosmos gehört in die Tonne.
Oder sollte zumindest schleunigst überarbeitet werden.
T.

War das eine Antwort auf einen Beitrag von mir? - Ich verstehe sie nicht.
Dascha

Ums Zusamenzufassen Micro = Macrokosmos gehört in die Tonne.
Oder sollte zumindest schleunigst überarbeitet werden.
T.

War das eine Antwort auf einen Beitrag von mir? - Ich verstehe
sie nicht.

Nee, damit meinte ich meins, vergiss es. Brauchst du nicht zu wissen. ist eh eigentlich geheim. Außer sie lassen dich netterweise dran schnuppern.
Ich kauf mir jetzt 'nen Strick und erschieß mich, falls ‚nicht wirklich‘ (und ich dachte immer niemand würde mich dazu bringen können diese ‚Wortkombiation‘ zu benutzen) etwas unerwartetes passieren sollte. Ach ja, du bist nicht schuld…
T.

Na denn, ich bin natürlich mal wieder mitten in der Nacht aufgewacht und kann nicht mehr schlafen, was solls meine kleine mentale Krise hab ich überwunden…

Ich bin der Meinung - wie sie auch schon im Brett geäußert
wurde - daß die Entstehung der materiellen Welt eine Art
Unfall in der Schöpfungsgeschichte war, der in der Bibel mit
dem Sturz Lucifers (Licht) in die Tiefe umschrieben wird, und
der in der Physik Urknall genannt wird. Gravitation und
Temperatur wären somit eine sogar erschwerende
Begleit-Erscheinung, unter der sich das Seelenleben nach dem
Fall Lucifers in diesen Bereichen großer Unterschiede von
Temperatur und Dichte fortsetzen mußte. Ich sehe es also nicht
als die Methode sondern als die materielle Grundlage an, auf
der sich das Leben von da an entwickelte, ein Leben, das davor
unter viel einfacheren Bedingungen existieren und vielfältige
Formen ausbilden konnte.

Is’ wohl Gnosis oder wie das heißt, nee ich seh nicht das es sich um einen Unfall handelt, ich finde das Universum sehr schlüssig und ziemlich genial in seiner Ausprägung, was vorher unter einfacheren Bedingungen gewesen sein soll, versteh ich nicht und würd ich eher als Analogie zur Entwicklung im Mutterbauch abtun. Gut ich fänd noch einen Mond schick oder wenn wir Photosynthese betreiben könnten, nur ist das leider müßig. Wie gesagt, ich finde den Fakt der Existenz schon so unbegeiflich das mir ein Schöpf wie ich ihn mir ausgedacht habe eigentlich völlig reicht, da braucht es für mich keinen Gegenspieler, Unfall oder Sonstiges.

Unsere Verantwortung, richtig zu handeln, ist doch die, daß
wir den Mist, den wir gemacht haben, erkennen, uns an die
Arbeit machen, ihn aus der Welt zu schaffen (aufzulösen), und
dann von Neuem anfangen und es besser machen. Wo lösen wir
z.B. etwas Fehlerhaftes in unseren Religions-Lehren auf? Man
sucht sich mit dem Bestehenden zu arrangieren, schließt die
Augen oder weicht aus, anstatt daß man etwas ändert.

Dem kann ich zustimmen, obwohl Religionen sich auch den veränderten Gesellschaftsbedingungen anpassen. Gut, wenn es konsequent wäre müssten alle Religionen das Feld räumen und der Psychologie (eigentlich eine scheiss Religion wenn man mich fragt) und der Wissenschaft (schon brauchbarer) platzmachen.

Nehmen wir das Zölibat: würde man es ertragen, statt in vielfältiger
Weise auszuweichen, dann käme es bald zu einer Änderung (siehe
Luther)der erst sein Kreuz ertrug und dadurch den Unsinn
erkannte und dann nicht heimlich sondern öffentlich zu einer
Änderung schritt. Solche Aufrichtigkeit sollte Schule machen.

Na ja, es gibt aber auch noch eine menge Leute die das Zölibat leben ohne größere Probleme damit zu haben, ich denke das kann man nicht verallgemeinern, das ist immer eine persönliche Entscheidung.

… Die Menschen können im Grunde gar nicht

anders, als entsprechend dem guten Willen ihres Schöpfers
handeln, weil die ganze Schöpfung ein Einziges,
Zusammenhängendes ist, und wer eigenwillig entgegen einer
höheren Vernunft nicht im Hinblick auf das Wohl des Ganzen
handelt, wird immer wieder scheitern.

Ok, dann nochmal dazu, die Anpassungsmöglichkeiten des Menschen sind imens, bevor da etwas an die Grenzen stößt, ist viel unrecht geschehen.
Einfach wäre es wenn dieses Scheitern prompt und unabwendbar einsetzen würde, aber ich sehe nicht das dies so ist. Der Wahnsinn hat auch Platz, ob mir das gefällt oder nicht. Dies entsteht da mein Schöpf in Ermangelung eines entsprechenden Horizonts die Sache offenlassen mußte, oder einfach das Ganze uninteressant für es geworden wäre, weil durch eine zu starke Reglementierung Vorhersagbarkeit entstanden wäre. Und wenn es vollkomen Reglementiert wäre, wär es wirklich nicht mehr als eine Masturbationsübung und die Motive äußerst fraglich.

Von Strafe habe ich nicht gesprochen nur von
Interessens-Kollisionen, die von den Menschen selbst ausgehen.
Da braucht Gott gar nicht einzugreifen. Das ist es ja, was das
Leben so sehr erschwert, die vielfältigen
Interessens-Kollisionen von Staaten und Einzelpersonen.

Nicht funktionieren wäre eine Strafe Gottes, aber bis es soweit kommt sind viele Lebensspannen zermalmt ohne an einer echten Entwicklung teilgehabt zu haben. Das Süppchen brodelt vor sich hin, erhebt sich aber nicht aus dem Topf um eine wunderbare Meerjungfrau zu werden (sigh, blödes Bild ich gebs zu)…

T.