Söldner in den Koalitionskriegen

Hallo an alle!

Meine Frage mag für euch hoffentlich recht leicht zu beantworten sein, aber ich beschäftige mich normalerweise nicht primär mit der Militärgeschichte.
Deshalb hoffe ich auf Gnade :smile:

Folgende Frage:

Die Koalitionskriege waren ja von mehr oder minder langen Friedenszeiten unterbrochen. Was geschah in dieser Zeit mit den Söldnern? Waren sie irgendwo „stationiert“ (so wie heute) oder wie und wo lebten sie in Zeiten des Friedens?

Fragende Grüße von
Katrin

Hallo Katrin,

Folgende Frage:

Die Koalitionskriege waren ja von mehr oder minder langen
Friedenszeiten unterbrochen. Was geschah in dieser Zeit mit
den Söldnern? Waren sie irgendwo „stationiert“ (so wie heute)
oder wie und wo lebten sie in Zeiten des Friedens?

von anderen Kriegen, Trainings- und Beraterverträgen
s. auch
http://www.heise.de/tp/deutsch/html/result.xhtml?url…
Weitere Details zur den Kriegen der Koalition der willigen sind einer guten Tageszeitung zu entnehmen.

Tschuess Marco.

Frage verstanden?
Ich rede von den Koalitionskriegen 1789 - 1815 !
http://www.zum.de/psm/unterricht/ue_48_nap.php
Und der damaligen Organisation der Söldnerheere in Fredenszeiten.

Gruß Katrin

Ich rede von den Koalitionskriegen 1789 - 1815 !
http://www.zum.de/psm/unterricht/ue_48_nap.php
Und der damaligen Organisation der Söldnerheere in
Fredenszeiten.

Hallo Katrin!

Wo gab es damals noch „Söldnerheere“??

Gruß Max

Hallo !

1792 begann der 1. Koalitionskrieg.

Schon 1793 führte Lazare Carnot das Aufgebot der gesamten männlichen Bevölkerung Frankreichs zum Kriegsdienst ein. Diese Neuorganisation des Heeres zeichnete sich durch große Begeisterung der Wehrpflichtigen und den Ausschluß Adeliger vom Kommando aus. Diese für Ideen kämpfenden, politischen Soldaten, von denen jeder eine Möglichkeit zum Aufstieg hatte, wurden unter Napoleon zur „Nation unter Waffen“.
Am 23.8.1793 wurde in Frankreich die allgemeine Wehrpflicht eingeführt.

Preußen hatte seit Friedrich Wihelm I. (1713-1740) ein stehendes Heer von 83 000 Mann.

Österreich hatte schon lange vor dem 1. KK ein stehendes Heer von 108 000 Mann.

Sicher gab es in einigen Ländern noch Söldner. Sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein. Aber „Söldnerheere“??

Gruß Max

Hallo Katrin!

Wo gab es damals noch „Söldnerheere“??

Gruß Max

http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h339175.htm
siehe gesamter Text zur Entwicklung des Heerwesens

Gruß Katrin

Sicher gab es in einigen Ländern noch Söldner. Sogar bis ins

  1. Jahrhundert hinein. Aber „Söldnerheere“??

Okay, streiten wir uns nicht um den Begriff Söldner und Söldnerheere.
So gesehen hast du natürlich recht.

Interessant wäre einfach nach wie vor, was mit diesen Söldnern in Friedenszeiten war. Wo hielten sie sich auf? Waren sie stationiert oder vertreuten sie sich in alle Winde bis zum nächsten Kriegsausbruch?

Gruß Katrin

Interessant wäre einfach nach wie vor, was mit diesen Söldnern
in Friedenszeiten war. Wo hielten sie sich auf? Waren sie
stationiert oder vertreuten sie sich in alle Winde bis zum
nächsten Kriegsausbruch?

Ich möchte nicht Erbsen zählen, aber, welche Söldner zu welcher Zeit meinst Du? Die großen Söldnerheere im 30jährigen Krieg?
Jeder Söldnerführer bezahlte sie aus eigener Tasche. Konnte er sie weiter bezahlen, so blieben sie zusammen. Konnte er nichts bezahlen, zogen sie in Gruppen marodierend durch die Gegend.
So war es wohl, seit den Römern.

Gruß Max

Folgende Frage:

Die Koalitionskriege waren ja von mehr oder minder langen
Friedenszeiten unterbrochen. Was geschah in dieser Zeit mit
den Söldnern? Waren sie irgendwo „stationiert“ (so wie heute)
oder wie und wo lebten sie in Zeiten des Friedens?

Im 18. Jahrhundert gab es zwei Gruppen von Söldnern: das eine waren die Berufssoldaten, die als Freiwillige in einer bestimmten Armee bei der „Linie“ (so bezeichnete man die regulären Truppen, nach den Linien, in denen sich die Infanterie aufstellte) dienten. Diese Männer blieben selbstverständlich auch in Friedenszeiten bei der Armee, es sei denn, ihre Regimenter wurden aufgelöst - was aber eher selten vorkam.

Die andere Gruppe waren die sogenannten „leichten Truppen“. Hierbei handelte es sich um in Kriegszeiten angeworbene Soldaten, die nicht in der „Linie“ (also bei der Hauptarmee) kämpften, sondern den so genannten „Kleinen Krieg“ gegen den Feind führten. Das waren vor allem Überfälle auf die Nachschubskolonnen des Gegners oder auch Raids tief ins Feindesland. Diese „leichten Truppen“ bestanden häufig aus höchst zwielichtigen Elementen, Friedrich der Grosse bezeichnete seine eigenen leichten Truppen als „Geschmeiß“, und man war dementsprechend froh, sie nach dem Krieg so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

In der napoleonischen Zeit (und auch schon vorher) verschwinden diese Söldner aus den europäischen Armeen. Bei der Linie kämpften jetzt vor allem Wehrpflichtige, die die Massenarmeen des 19. Jahrhunderts erst möglich machten. Den „kleinen Krieg“ besorgten nun speziell dafür ausgebildete reguläre Truppen (z.B. die leichte Kavallerie oder die Jäger).

Eine der wenigen reinen Söldnertruppen der damaligen Zeit war die „Deutsche Legion“, die unter Wellington bei Waterloo kämpfte. Sie bestand vor allem aus erfahrenen Soldaten aus Norddeutschland.

Hallo Ralf,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort! Sie war sehr aufschlussreich für mich!

Herzliche Grüße
Katrin