Bilder einfügen
Fuer LaTeX sind Vektorbilder am idealsten: PS und EPS. [snip]
PDFLaTeX erzeugt direkt PDFs, kann dann aber wieder mit PS
oder EPS nichts (wenig) anfangen. Das haette gern Bilder als
PDF (besonders fuer Vektorgraphiken) oder PNG bzw. JPG.
Ich hab gerade mal nachgeforscht, Photoshop kann z.B auch in
EPS abspeichern, somit dürfte es kein Problem sein Bilder
einzufügen.
Naja, es gibt mitunter eine sehr unterschiedliche Auffassung bei den einzelnen Programmen, was gueltiges Postscript ist. Probieren, ggf. kann man PS auch mit einem simplen Texteditor nachbearbeiten. (Ich hab nicht gesagt, dass das einfach ist.)
Was ich jetzt nicht ganz verstehe, weswegen bereitet dieses
konvertieren zu pdf Schwierigkeiten?
Tut es i. A. nicht. epstopdf erzeugt prima PDFs aus Deinen Graphiken.
Bzw. ist es dann besser wenn man (z.B. mit Photoshop) die
Bilder direkt als .pdf speichert und einfügt, oder hat das
andere Nachteile?
Falls Du am Ende Dein Dokument als PDF haben moechtes: ja.
Oder um nochmals anders zu fragen, was ist denn der Königsweg
zum Bildereinfügen und späteren ausdrucken?
Der Koenigsweg (der, bei dem die beste Qualitaet rauskommt) waere, entweder EPS-Vektorgraphiken oder Pixel-Bilder mit moeglichst viel dpi (mindestens 600, am Monitor sehen 72 super aus, auf dem Drucker aber scheuszlich) im LaTeX einzubinden, anschliessend PostScripts mit jeweils dem Magenta-, Zyan-, Gelb- und Schwarzanteil zu erzeugen und dieses in eine professionelle Druckerei zu geben. Fuer so unwichtigen Kram wie Diplomarbeiten reicht es meist, nur ein Postscript mit allen Farben zu erzeugen und dieses auf einem handelsueblichen Drucker zu schicken.
Bin in der Materie leider noch total unwissend 
Naja, fuer den Hintergrund muszt Du leider auch schon ziemlich viel wissen, wie {{PDF,}La,}TeX Bilder einbindet… Es war einmal Donald E. Knuth, Professor an der Stanford University, der fing in den 70ern an, TeX, ein Textsatzsystem, zu entwickeln. Damit konnte man Texte layouten, Formeln setzen usw. (ich kann kaum TeX). Leslie Lamport fing irgendwann mal an, Makro-Pakete fuer TeX zu schreiben, um immer wiederkehrende Elemente eines Textes bereits richtig formatiert vorraetig zu haben, wie Inhaltsverzeichnisse, Kapitelueberschriften oder eben auch Bilder. TeX hat ungluecklicherweise gar nicht die Faehigkeit, externe Dateien als Bilder direkt einzubetten. Es erzeugt nur eine DVI-Datei, in der eine Referenz auf die Bilddatei enthalten ist. Das Makro fuer Bilder weiszt TeX lediglich an, den Platz fuer die Bilddatei zu reservieren. Die meisten viewer fuer DVIs koennen aber die Referenz auf die Datei aufloesen und diese ggf. auch interpretieren und anzeigen. Fuer den finalen Druck wird die DVI-Datei in eine PS-Datei umgewandelt. Dabei werden die Referenzen aufgeloeszt und in die Datei eingebettet, erst das entstehende PostScript ist also in sich vollstaendig. Dummerweise kann in PostScript nur PostScript selbst eingebettet werden, JPG, PNG, GIF und der ganze neumodische Kram geht nicht.
Mit PDFLaTeX ist das jetzt ganz anders (Fritze wuerde sagen: „PDFLaTeX ist nicht LaTeX.“) Das verwendet sie selben Satzalgorithmen, erzeugt aber sofort ein PDF, der Zwischenschritt ueber DVI entfaellt, und versucht auch sofort alle Bilder in das PDF einzubetten. In PDF kann aber nur PDF selbst, JPG oder PNG eingebettet werden (vielleicht noch ein paar andere), aber kein PostScript, weil der Inhalt der Datei mehr oder minder direkt im PDF landet und spaeter vom viewer (eg. Acrobat Reader) interpretiert und dargestellt wird, dieser aber PostScript schlicht nicht lesen kann.
Was sich hier alles sehr kompliziert anhoert ist in der Praxis ziemlich einfach: in Deinem Dokument notierst Du
\includegraphics[width=0.8\textwidth]{Bildchen}
und legst direkt daneben (oder an passende Stelle) eine Datei Bildchen.eps und Bildchen.pdf oder Bildchen.png. Je nachdem, ob Du LaTeX oder PDFLaTeX verwendest wird die richtige Datei genommen. Fang einfach mal an, damit rumzuspielen, so schwer ist das nicht.
HTH,
Gruss vom Frank.