Diese Frage stelle ich mir seit heute. Ich habe bei einem Freund einen virusbefallenen PC mittels Drive Image wiederhergestellt.
Dabei habe ich Win98SE von der Festplatte hochfahren lassen - bin aber mit F8 in das DOS verzweigt. Dann habe ich die Drive Image Diskette (schreibgeschützt) eingelegt und das Programm pqdi.exe von Disk gestartet.
Seltsam war, dass die Diskette auf einmal nicht lesbar war. Nach einem „raus-rein“ aber dann doch akzeptiert wurde.
Ist ein softwaremäßiges Umgehen des physischen Schreibschutzes denkbar ???
Nein, der Schreibschutz ist reine Harware und softwareseitig nicht zu deaktivieren.
Es gab früher mal ziemlich klapprige Diskettenlaufwerke, bei denen konnte man durch das Erzeugen von (kräftigen) Vibrationen (Schreib/Lesekopf ständig von 1. in letzte Spur und retour) kurzzeitig auf die Disk schreiben (beim Amiga glaube ich).
Aber diese Zeiten sind lange vorbei.
Dabei habe ich Win98SE von der Festplatte hochfahren lassen -
bin aber mit F8 in das DOS verzweigt. Dann habe ich die Drive
Image Diskette (schreibgeschützt) eingelegt und das Programm
pqdi.exe von Disk gestartet.
Seltsam war, dass die Diskette auf einmal nicht lesbar war.
Nach einem „raus-rein“ aber dann doch akzeptiert wurde.
Ist ein softwaremäßiges Umgehen des physischen Schreibschutzes
denkbar ???
Hallo Peter!
Ich stimme Mirko hier zu. Bei einem funktionstüchtigen Diskettenlaufwerk eines PCs ist die Umgehung des Schreibschutzes softwaremäßig nicht möglich.
Vom C64 bzw. der Floppy 1541 ist mir so etwas bekannt. Die Abfrage der Lichtschranke für den Schreibschutz wurde hier per Software durchgeführt. Bei dieser Floppy konnte man das in ihrem RAM befindliche „Betriebssystem“ problemlos umprogrammieren, aber die Zeiten sind längst vorbei…
Was die Leseprobleme angeht:
Diskettenlaufwerke sind schlicht unzuverlässig. Stammte die Diskette evtl. sogar von einem anderen Rechner? Möglicherweise wurde sie in einem Laufwerk geschrieben, welches geringfügig anders justiert ist. Das verursacht Leseprobleme.
Möglicherweise war auch das Diskettenlaufwerk des betreffenden PCs lange nicht in Betrieb und hat daher Staub angesetzt.
Ich habe es nie selber nachgelesen, aber es gab in der c’t mal einen Artikel darüber. Dazu suche man sich die Spezifikationen der 1,44MB FDD von Phönix aus dem Jahre 1989, und die Neuveröffentlichung (irgendwann Mitte 90er) raus und staune.
Dort ist eine Möglichkeit des Software-Override fest im Standard vorgesehen. Fraglich ist aber, ob dieses Feature tatsächlich von einem Hersteller implementiert wurde. Aus Angst vor Hackern, wurde die Neuveröffentlichung ewig geheim gehalten.