Hallo H,
und verkauft werden. Die Software soll nach unseren Vorgaben
in Russland/Polen programmiert werden. Die Überwachung des
ist wirklich nicht ganz neu. Wichtig ist, dass Ihr jemanden findet, der wirklich was von der Sache versteht. Billige Programmierer findet man haufenweise im Internet. Daher muss bei euch jemand die Qualitätskontrolle übernehmen (d.h. er muss selbst genug vom Programmieren verstehen, um die Qualität beurteilen zu können).
Ich würde das nur dann machen, wenn ich das Programm prinzipiell auch selbst entwickeln könnte. Nur so kann ich sicherstellen, dass ich keinen Mist verkauft bekomme.
Zeitaufwand soll halt „neben der regulären Arbeit“ sein.
na wenn das mal klappt 
Bedenkt auch dabei: der Programmierer in Polen will auch unterwiesen werden. Er versteht vielleicht nicht sofort, was er programmieren soll. Dann müsst Ihr in der Lage sein, Ihm (meist in englischer Sprache) genau sagen zu können, was er machen soll.
- kann man damit überhaupt geld verdienen? Wenn ja, nach
welchem Zeitraum?
kommt auf das Programm an. Wenn es denn fertig geschrieben (und gründlich getestet) ist, solltet Ihr nochmal 6-8 Monate Vorlaufzeit rechnen, um das Programm im Markt einzuführen. Wenn es eine Killer-Applikation ist, die gleich in der c’t oder Chip als Empfehlung des Monats erscheint, kann es auch schneller gehen.
- Nach meiner meinung „muss“ man u.a. mit dem Produkt
verwachsen sein, voll dahinterstehen und kann das nicht
nebenbei (2 mal die Woche, 2 Stunden) machen. Wie seht Ihr
das?
So sehe ich das auch. Siehe meinen Kommentar zur Qualitätskontrolle.
- Wenn ich von einer Mir bekannten Site ausgehe (ca.1000-3000
Hits pro Tag, daraus ergibt sich dann summasumarum 0,1%
Verkauf)…ist dies überhaupt machbar „so nebenbei“?
Prinzipiell kann man Shareware auch nebenbei verkaufen. Wichtig ist nur, dass man den Kunden keinen vollen Support anbieten kann, sondern lediglich e-Mail Support. Hier kommt’s wieder auf das Produkt an, ob das so geht.
- welche rechtlichen Dinge sind im Vorfeld zu klären?
Ihr solltet euch in jedem Fall die Lizenzbedingungen für die Endkunden vom Anwalt aufsetzen lassen. Immerhin haftet Ihr mit eurem vollen Privatvermögen für eventuell auftretende Schäden. Beispiel: Euer Programm rechnet falsch und ein Kunde verliert dadurch Geld. Das Geld kann er ggf. einklagen. Das könnt Ihr manchmal auch durch einen perfekten Vertragstext nicht verhindern, denn die Haftung für grobe Fahrlässigkeit könnt Ihr nicht ausschließen. Zur groben Fahrlässigkeit, verweise ich dann wieder auf das Thema Qualitätskontrolle. Wenn Ihr keine macht, ist das m.E. schon grob Fahrlässig.
- Welche finanzielle Belastung kann man pro Monat ansetzen?
Kommt sehr darauf an, wieviel Werbung Ihr machen wollt. Ganzseite Anzeigen in der Chip kosten sicher etwas mehr als ein Werbebanner auf www.hotscripts.com
- welchen Entwicklungszeitraum (Idee … Verkauf) kann man
ansetzen?
Auch hier: kommt darauf an. Von 6 Monaten bis 2 Jahren ist alles möglich.
Ist natürlich alles nur meine persönliche Meinung. Ich selbst habe schon einige kleinere Projekte entwickelt und versucht zu vermarkten. Das Fazit war eigentlich immer: Entweder ich schreibe Software oder ich Verkaufe. Daher bin ich am Ende doch lieber bei kundenspezifischen Individual-Lösungen geblieben.
Auf jeden Fall schon mal viel Erfolg bei Eurem Vorhaben
Marian