Sohn (2) verweigert Stuhlgang

Hallo.
Mein Sohn verweigert seit einer kräftigen Verstopfung den Stuhlgang. Er hält so lange ein, bis der Arzt ihm einen großen Einlauf machen muß.
Selbst „kleine“ Einläufe mit Babylax oder Microklist hält er hartnäckig ein. Das ganze geht immer so lange, bis er den ganzen Körper verkrampft.
Kennt ihr soetwas?
Hat evtl. jemand einen Tip für mich?
Denn auch die Nahrungsumstellung, um den Stuhl weicher zu machen hat nichts gebracht. Und man kann das arme Kerlchen ja nicht immer so weiter leiden lassen.
Lieber Gruß
Anja

Hallo,
das Problem hatten wir auch!
Zwischedurch war der Stuhlgang wahrscheinlich einmal zu hart und sie hatte Schmerzen. Toilette= Aua!
Tagelang, teils wochenlang ging sie nicht auf die Toilette. Der Stuhlgang bahnte sich teils den Weg frei, aber der Hauptkloß(?) setzte fest!
Von unserer KÄ haben wir dann irgendwas auf Ölbasis bekommen, halt Abführmittel auf leichterer Basis.
Irgendwann klappte es wieder, aber es war ein langer Weg.
Ich hatte von meiner HÄ eine Salbe verschrieben bekommen, die etwas betäubte. War eine Salbe gegen/für Hämorrhoiden. Mit der und viel Zuspruch funktionierte es.
Rede deinem Kind gut zu, aber ohne Zwang!
Ich habe viel Zeit im Badezimmer verbracht…
Alles Gute

Hallo.

Mein Sohn verweigert seit einer kräftigen Verstopfung den
Stuhlgang. Er hält so lange ein, bis der Arzt ihm einen großen
Einlauf machen muß.

Ich verstehe nicht wirklich wie jemand absichtlich den Stuhlgang weigern kann.

Aber wie dem auch sei, vllcht. könntest Du auch die Versuche machen, die im Krankenhaus gegen Verstopfung empfohlen werden, nämlich: Viiiiiel trinken und noch viel mehr laufen. Dann natürlich -wie von dir erwähnt- nichts Sachen zum Essen geben, die Verstöpfung begünstigen, wie z.B. Bananen oder Weißbrot, dafür aber viel Getreideprodukte. Auch bei manchen hilft Orangensaft trinken.

MMn. ein 2-jähriger kann das alles schon essen bzw. machen.

Auf jeden Fall, gute Besserung,

Schöne Grüße,
Helena

Hallo Helena

Ich verstehe nicht wirklich wie jemand absichtlich den
Stuhlgang weigern kann.

Wenn die Kleinen einmal Schmerzen haben, ob beim Pischen oder das größere Geschäft, dann weigern sie sich! Sie drücken es quasi zurück.

LG

Hallo,
wir hatten auch das Problem bei meiner Tochter, etwa ein halbes Jahr lang (da war sie 1 1/2 bis 2). Sie hat wahnsinnige Energie verwendet, den Stuhl zu halten. Allerdings hat es bei ihr geholfen, alle drei Tage ein Klistir zu verwenden, was aber nie leicht war, da sie sich so gewehrt hat. Ab und an ist der Stuhl auch in der Badewanne gekommen. Ist zwar nicht so lecker, aber danach ging sie halt raus und ich hab neues Wasser eingelassen. Wir waren auch beim Homöopathen, das hat kurzzeitig Besserung bewirkt.
Irgendwann musste sie dann dringend und ist einfach auf´n Topf gegangen. Von da an ging es wieder prima.
Also, gebt ihm weiterhin eher abführende Sachen, Fenchelbrei ist auch ganz gut. Und wenns sein muss halt zum Arzt für nen Einlauf. Aber ganz wichtig ist, dass ihr nicht zuviel Aufhebens drum macht, auch wenn´s leichter gesagt ist, als getan. Das gibt sich sicher wieder.

Alles Gute Karamell

Hallo,

Wenn die Kleinen einmal Schmerzen haben, ob beim Pischen oder
das größere Geschäft, dann weigern sie sich! Sie drücken es
quasi zurück.

Also wörtlich verstehe ich schon alles, kein thema.

Was ich nicht verstehe ist, wie man das, vorallem in diesem Alter, bewußt unterdrückt. Das ist in etwas für mich, als ob jemand sagen würde, ich unterdrücke meine Atmung. Oder mit offenen Augen das Sehen.

Schöne Grüße,
Helena

Hi Helena,

das ist überhaupt kein Problem, die Psyche ist mächtig. Und die Psyche des kleinen Fratzes sagt grade: Auf’s Klo gehen tut furchtbar weh! Also lassen wir das lieber, denn wenn wa uns aufs Klo setzen, kommen die Schmerzen wieder!

Das ist kein bewusster Vorgang, aber der Körper könnte, wenn der Geist ihn lassen würde.

Bei Laktoseintoleranten tritt sowas auch häufig auf, daher kenne ich das.

lg
Kate

Hallo,
ich kenne das Problem von meiner Tochter (2 J) auch. Irgendwie hatte sie Angst auf die Toilette zu gehen und hat sich das große Geschäft tagelang verkniffen.
In der Apotheke wurde mir Milchzucker empfohlen. Einfach unter das Essen rühren. Das wirkt abführend. Irgendwann hat sich das Problem bei uns von ganz allein gelöst.

Viel Erfolg!

Hallo.
Milchzucker bekommt er schon seit einer geraumen Zeit von uns. Leider ohne nennenswerten Erfolg.
Danke.
Anja

Hallo.
Es ist wirklich beachtlich, welche enorme Willensstärke so ein kleines Kerlchen hat. Ich denke, daß in Kindern (aufgrund mangelnder Lebenserfahrung) die Urinstinkte noch so stark sind, daß der Wille bei solchen Dingen über den Körper noch herrschen kann.
Ich habe es selber mal ausprobiert. Und ich schaffe es als Erwachsener nicht, einzuhalten. Egal, wie sehr ich mich auch anstrenge.
Anja

Hi,

ich kenne das von meiner Schwester (8 Jahre jünger als ich) auch, sie hat so lange zurückgehalten, bis richtige „Bomben“ rauskamen und das war natürlich schmerzhaft.

Wir haben sie dann jedesmal gelobt, wenn sie auf der Toilette war und wahre Freudentänze aufgeführt, irgendwann hat sich das ganze normalisiert.

Allerdings kam sie noch Monate lang an und sagte: „ich hab Dir eine Überraschung gemacht“ und wir mußten den stinkigen Haufen ausgiebig bewundern.

Heute ist sie 29 Jahre alt und wird immer noch mit ihren „Überraschungen“ aufgezogen!

*Grins*
Tina

Hallo.

Es ist wirklich beachtlich, welche enorme Willensstärke so ein
kleines Kerlchen hat.

Mir ist es klar, daß die Psyche eine gewaltige Rolle spielt…

Ich denke, daß in Kindern (aufgrund
mangelnder Lebenserfahrung) die Urinstinkte noch so stark
sind, daß der Wille bei solchen Dingen über den Körper noch
herrschen kann.

Ich dachte wohl nur beschränkt…

Ich habe es selber mal ausprobiert. Und ich schaffe es als
Erwachsener nicht, einzuhalten. Egal, wie sehr ich mich auch
anstrenge.

Vor 1,5 Jahren mußte mein Sohn an Phimose operiert werden. Abends nach dem OP, mußte er Wasser lassen, denn Anweisungsgemäß hatten wir ihn viel zu trinken gegeben. Das eerste mal hat es ihm so weh getan, dermaßen, daß wir Erwachsenen am verzweifeln waren. Abe es ging nicht anders: Er mu0te nochmals. Da tat es zwar fürchterlich weh, aber ein klitze kleines bißchen weniger. Nach mehrmaligen Wiederholung ging er, paar Stunden später, sogar ganz allein. Und er liess Wasser wie eh und je. Bis heute.

Schöne Grüße,
Helena

etwas anders
war es bai uns…
mein mittlerer sohn hatte über jahre einen unerkannten kotstau mit schmierei.
geholfen hat eine intensive 10 tage-kur mit movicol.

kinderdoc fragen!

vielleicht hilft das auch bei eurem problem…

lange einhalten kann dazu führen, dass sich die kotsäule verdickt. dann wird es chronisch.
also zeitnah und milde (und ohne kommentare und schimpfen) beheben…

lg
tilli

Hallo,

bei meiner Tochter war es ganz genauso.
Nachdem ihr der harte Stuhlgang mehrmals so große Schmerzen bereitet hatte, hatte sie Angst, dass der Toilettengang, das nächste mal wieder weh tun würde, und hat den Stuhl immer wieder zurück gehalten. Selbst wenn der Stuhl eigentlich weich gewesen wäre, hat sie durch das zurück halten ja eine Verstopfung herbei geführt.
Ich habe sie dann immer ganz genau beobachtet und ihr auch angesehen, wann sie krampfhaft versucht den Stuhl aufzuhalten. Immer wenn das so war, bin ich mit ihr zur Toilette gegangen und habe ihr während sie ausgiebig „Sitzung“ hielt, eine Geschichte vorgelesen. Dabei hat sie sich so entspannt, dass es tatsächlich geklappt hat. Zudem gab es auch eine kleine Belohnung wenn sie „erfolgreich“ war. Wenn es nicht geklappt hatte, gab ich ihr z.B. ein paar Löffelchen Sahne und wir haben gesagt, dass die Sahne das „AA aus dem Popo schmeisst“. Irgendwann hat sie die Sahne dann auch immer angefeuert: „Los schmeiss das AA raus“.
Und falls Du aufgeschlossen für Homöopathie bist: Gegen Verstopfung helfen Graphitis D6 oder Magnesium Muraticum D12 sowie Sepia D6 (bitte aber erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt anwenden).
Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Liebe Grüße Melanie