Sohn (5 Jahre) ist so lehrmeisterlich

Mein großer Sohn (5 Jahre) ist immer so lehrmeisterlich. Was habe ich bloß falsch gemacht?

Er ist alleine aufgewachsen, erst neulich hat er ein Brüderchen bekommen. Aber dieses Belehrende hat er schon immer. Er ist ein Einzelgänger und macht sich bei den anderen Kindern nicht gerade beliebt mit seiner Klugscheißerei. (Nicht falsch verstehen: ich liebe ihn über alles - er ist schon ein kluges, schlaues und liebes Kind)

Die Erzieherinnen im Kindergarten sehen das positiv: Er sei halt für sein Alter schon sehr vernünftig.

Aber immer möchte er anderen sagen, was richtig und was falsch ist und warum. Er zeigt immer „wo’s lang geht“, erklärt allen alles, auch wenn es nicht interessiert und hängt auch richtig den Moralischen raus, usw…

Wenn er dann nächstes Jahr in die Schule kommt, wird er es schwer haben, denn er hat eine Streber-Natur. Nicht, dass er dann Außenseiter wird… Das sind meine Befürchtungen.

Hi,

Wenn er dann nächstes Jahr in die Schule kommt, wird er es
schwer haben, denn er hat eine Streber-Natur. Nicht, dass er
dann Außenseiter wird… Das sind meine Befürchtungen.

Was will man dagegen tun… ?
Man kann ihm ja schlecht sagen, er möge sein Wissen, seine Moralvorstellung etc. über Bord werfen. Zumindest ab und an mal.

übrigens wird er anzunehmenderweise mit diesen Eigenschaften mal im w-w-w landen und ganz oben mitspielen :smile:

Okay, Schluß mit Scherzen.
Ich kann verstehen, dass Du ihm das gerne ersparen möchtest,
aber m.E. muss er dann da (allein) durch, sollte es so kommen.
Wie Kieselsteine reiben sich Kinder (va. in KiGa und Grundschule) aneinander und verlieren erwartungsgemäß die kindlichen Ecken und Kanten (zb. den gepflegten Egoismus).

Streber wollen nicht Streber sein.
Sie bemühen sich also cool zu sein. Und wenn er ein kluger Kopf ist, wird er schnell merken, warum man ihn nicht mag.
In der Grundschule sind Kinder aber so herzzereißend ehrlich, dass sie allen auf den Kopf zu sagen, was sie von einem halten. Entsprechend können sie ihr Verhalten anpassen.

Ist er ein ganz kluger Kopf wägt er bevor er den Blödsinn der anderen nachahmt (insbesondere zu Pubertätszeiten) ab, ob der Kosten-Nutzen-Effekt passend ist.

Das einzige was in dieser Situation sinnvoll zu sein scheint, ist m.E., ihm zu erklären, dass andere langsamer sind, dass er sie allein zu einer Lösung kommen lässt, und (nur) auf Anfrage hilft. Ihn also auf die Bedürfnisse der anderen (auch mal was wissen, schneller sein, können) aufmerksam machen. Zeitgleich sein Bedürfnis nach Wissen, Bestätigung und Austausch entsprechend fördern.#

fro

Hi Jacqueline,

ich denke, das alles dürfte kein Problem sein bzw. werden. Sicher, Streber haben es schwer, aber so wie du ihn beschreibst, wird er seinen Weg gehen.

Außerdem denke ich, dass er so ein guter Ansprechpartner für die anderen Kleinen wird und somit auch Freunde finden wird, die viel von ihm halten.

Die anderen sind, wie wir alle mal erfahren haben, nur Neider und werden sich entweder mit ihm anfreunden oder ihn meiden. Aber so oder so, wird es für ihn positiv ausgehen. Da er eine sorgsame Mutter hat, die ihm das sagen kann, was Bleifrosch vorgeschlagen hat, wird er, denke ich, keine großen Probleme haben.

Und irgendwo eckt jeder mal an, da kommt keiner drum rum!

LG, Bomba

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