Sohn, 8 entzündung oder nachbleibsel von Zecke

Hallo Zusammen,

mein Sohn, 8, war auf einem Zeltlager und hatte dort eine Zecke, die auch entfernt wurde.
Nach gut 1 1/2 Wochen stelle ich so etwas wie einen „unterirdischen“ Pickel - gereizte Talgdrüse- fest. Am nächsten Tag war dort ein roter Fleck, der aber oben aufleicht „nesselig“ war. generelle Form des Flecks aber wie bei einem Ephythem(Wanderröte). Der Fleck wurde immer größer und schwoll auch an. Die Kinderärztin sagte es sei keine Wanderröte und gab Betaisadonna. Es gibt bis jetzt keine Linderung und der Fleck wächst weiter immer noch angeschwollen und warm. Inder Mitte ist der Fleck dunkler und es fühlt sich an als wäre in der Mitte etwas drin…ein kleiner Huckel, wie bei einem ausgedrückten Pickel. Hinzu kommt, dass der Fleck zu dem unerträglich juckt. Ich habe drei Kinder und soetwas noch nicht gesehen…hat jemand Erfahrung oder weiß womöglich worum es geht, was es sein kann?? Ich wäre sehr dankbar…

Hallo,

nochmal zum Doc und auf Blutuntersuchung bestehen.

Bin mir nicht sicher, aber ich glaube es dauert 6 Wochen, bis die Antikörper nachgewiesen werden können. Also vorher macht Blutabnehmen keinen Sinn.

Alles Gute und ich drück die Daumen, dass es nur ein Dorn ist.

Kati

Japp, ich würde auch auf einen Borrellien-Antikörper-Nachweis und eine prophylaktische Antibiose bestehen. Allerdings ist es so, wie meine Vorschreiberin bereits sagte:

Sind die Antikörper im Blut nachweisbar, ist das akute Geschehen bereits vorbei. Die Borrellien sind dann bereits abgestorben. Antibiotika sind in dieser Phase nicht mehr wirksam.

Allerdings greifen dann u.U. Autoimmunreaktionen. D.h. der Körper bekämpft sich durch die entstandenen Antikörper irrtümlicherweise selbst, da die Borrellien-Antigene sehr ähnlich strukturiert sind, wie bestimmt Oberflächenantigene im menschlichen Körper.

Das kann z.B. lokale Knorpelschäden, Morbus Meniere (Drehschwindel) uvm. zur Folge haben.

Wenn, dann bereits JETZT eine Antibiose einleiten und ggfls. auf neurologische und orthopädische Symptome in der kommenden Zeit (1-6 Monate) achten.

Und natürlich zuerst mal dafür sorgen, dass die Wunde restlos gereinigt und desinfiziert wird.

Und lass Dich von einem „in unseren Breiten gibt es keine Borrelliose“ nicht abweisen. Mittlerweile sind bereits Zecken in ganz Deutschland mit dem Bakterium infiziert. Ein Nord-Süd-Gefälle gibt es zwar, aber auch in Norddeutschland kann sowas durchaus auftreten.

Die Rötung und Entzündungsreaktion an der Bißstelle ist ein deutliches Zeichen.

Liebe Grüße !

Gehe damit bitte sofort zum Hautarzt/Allergologe. Wenn da immer noch ein Knubbel ist und auch die Wanderröte vorhanden war/ist, dann ist von einer Borrelieninfektion auszugehen und durch eine sofortige Antibiotikagabe kann verhindert werden, das die Borreliose ausbricht, weil die Borrelien bzw. die Bakterien dadurch erfolgreich bekämpft werden. Ist dein Sohn ansonsten fit?

Hallo Zusammen,

vielen Dank für den Zuspruch und die Tipps. Ich war vorhin mit meinem Sohn beim Hautarzt und der hat Euch allen und auch meiner Vermutung Recht gegeben.
Es ist eine Wanderröte und hat meinem Sohn sofort Antibiotika verschrieben.
Auch er musste mit dem Kopfschütteln über die Nachlässigkeit der Kinderärztin. Er sagte, die Röte sei schon fast Lehrbuch ähnlich ausgebildet und gar nicht zu verkennen.

Ich kann nur sagen, dass es für mich, bei drei Kindern, nicht das erste Mal kopfschütteln über einen Kinderarzt gibt. Gerade die Kleinen sollten doch vernüftig untersucht werden, gerade in Bezug auf die Folgeschäden in unserem Fall.
Wir sind nun echt nicht zimperlich mit Krankheiten und auch sicherlich keine Stammgäste beim Arzt, aber die Art und Weise, wie Krankheiten manchmal abgetan werden empfinde ich schon als grob fahrlässig.

Noch mal Danke für Eure Statements

beate