Sohn (9Jahre) schlechter Esser

Hallo, haben das Problem das unser großer Sohn ein sehr schlechter Esser ist. Süßigkeiten kann er ohne Ende reinhauen. Aber die richtigen Mahlzeiten verschmäht er - schmeckt nicht - habe keinen Hunger, Frühstücksbrote werden nicht gegessen etc.

Er ist ein liebes hilfsbereites Kerlchen, ABER er hat keine Ausdauer ist vergesslich, total unkonzentriert - hat keine richtigen Hobbys - ist für nichts zu begeistern.

Meine Eltern und Schwiegereltern verwöhnen ihn (dürfen sie ja eigentlich auch, aber)mit Süßem, seinem Lieblingsessen und beschäftigen sich mit ihm, wenn er da ist…

…sie sehen überhaupt kein Problem darin. Wir sollten ja lieber froh sein, dass er nicht zu dick ist und lebhaft ist er auch. Tja, sie sehen ihn halt sonst nicht…müssen mit den Hortnerinnen und Lehrerinnen sich nicht über die Problematik ständig unterhalten…

Letzte Woche war ich mit ihm (zusammen mit meinem Jüngsten) bei der Kinderärztin - sie sprach mich wieder darauf an - evtl. eine Kur für ihn.

…als wir (mein Mann und ich) dies gestern bei einem Grillabend erzählten, zeigten sie uns einen Vogel und meinten das wird doch alles nur hochgepauscht - der Junge ist doch gesund - wollt ihr etwa ein dickes Kind?

Wir sind mittlerweile total verunsichert…

Habt Ihr Erfahrungen, Tipps…

Hallo Dani,

ich möchte mich keineswegs auf den dünnen Ast setzen, hier eine Ferndiagnose zu stellen, aber lass ihn vielleicht mal auf eine Autoimmunthyreopathie untersuchen. Gut, ich gebe zu, dass dies eine Erkrankung (der Schilddrüse übrigens) ist, der man alle möglichen Symptome zurechnen kann, aber Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit, fehlende dauerhafte Begeisterung und gestörtes Appetitverhalten gehören eben auch dazu.

Ich muss dazu sagen, dass ich kein Arzt bin und eher aus meiner privaten Geschichte heraus auf dieses Thema komme. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass kaum ein Arzt von sich aus auf diese Krankheit kommt. Warum auch immer. Diese Erfahrung haben fast alle mit dieser Erkrankung gemacht, die einen langen, langen Weg voller Fehldiagnosen hinter sich haben. Deshalb sage ich: einfach mal abchecken, schadet ja nix.

Falls Du Dich weiter darüber informieren möchtest, diese Erkrankung ist auch zu finden als Hashimoto oder Hashimoto-Thyreoiditis.

Als Ärzte für solche Untersuchungen kommen Endokrinologen und Nuklearmedininer in Betracht, wobei ich den Nuk, wegen erweiterter Untersuchungsmöglichkeiten immer vorziehen würde.

Wie gesagt: Ich bin nicht hier, um jemanden verrückt zu machen, lies einfach mal ein bißchen darüber und wäge weiter ab, ob solch eine Untersuchung Sinn machen würde.

Mücke

Hallo

…sie sehen überhaupt kein Problem darin.

Worin denn jetzt? Dass er kein guter Esser ist? Das ist ja auch eigentlich kein Problem.

Wir sollten ja
lieber froh sein, dass er nicht zu dick ist und lebhaft ist er
auch.

Ist er euch zu dünn? Oder ist dieses Argument von wegen ‚nicht zu dick‘ völlig am Thema vorbei? Aber immerhin lautet die von dir gewählte Überschrift: Sohn schlechter Esser. So dass man denken könnte, das sei das zentrale Problem, das ihr seht.

Tja, sie sehen ihn halt sonst nicht…müssen mit den
Hortnerinnen und Lehrerinnen sich nicht über die Problematik
ständig unterhalten…

Über welche Problematik denn? Seine Vergesslichkeit?

Letzte Woche war ich mit ihm (zusammen mit meinem Jüngsten)
bei der Kinderärztin - sie sprach mich wieder darauf an -
evtl. eine Kur für ihn.

Wie lautet denn die Diagnose?

Viele Grüße
Th.

Hallo Dani,

das kenne ich.

Unser Sohn (jetzt 13 Jahre) war auch ein Hungerhaken. Wir waren mit ihm beim Kinderarzt und er meinte, die Kinder holen sich, was sie brauchen.

Wir haben dann eine geraume Zeit die alte Keule (es wird gegessen, was auf den Tisch kommt) rausgeholt, aber gebracht hat es nicht wirklich was.

Jetzt machen wir jede Woche einen Speiseplan und jeder darf zwei Gerichte bestimmen. Und dann wird auch zusammen gekocht. Das macht Spaß und bereitet die Kinder auch auf später vor. Und die Kinder sehen, was es für Arbeit macht, jeden Tag einen warme, schmackhafte Mahlzeit (wir essen abends warm) auf den Tisch zu stellen.

Zum Thema Süßigkeiten: Ich gehe einmal in der Woche einkaufen. Dann gibt es genau drei Süßigkeiten (im Moment z.B. Knoppers und Salzstangen), die sich mein Sohn die Woche über einteilen muss. Wenn die Süßigkeiten alle sind, sind sie halt alle.

Zum Thema Schwiegereltern: Die Kinder wissen ganz genau, dass woanders andere Regeln herrschen und versuchen auch, die verschiedenen Parteien gegeneinander auszuspielen. Du solltest deinem Sohn klar machen, dass die Regeln bei Oma und Opa nicht auf euch anwendbar sind.

Was machen denn die Kindegärtnerinnen für Probleme? Das kam leider nicht ganz klar rüber in deinem Artikel.

Viele Grüße

Gesine

Hallo

…sie sehen überhaupt kein Problem darin.

Worin denn jetzt? Dass er kein guter Esser ist? Das ist ja
auch eigentlich kein Problem.

Er sehr dünn ist und hat zudem einen BMI von 12,9.

Wir sollten ja
lieber froh sein, dass er nicht zu dick ist und lebhaft ist er
auch.

Ist er euch zu dünn?

JAAA…und niedergeschlagen, lustlos und antriebslos

Tja, sie sehen ihn halt sonst nicht…müssen mit den
Hortnerinnen und Lehrerinnen sich nicht über die Problematik
ständig unterhalten…

Über welche Problematik denn? Seine Vergesslichkeit?

Er ist in der 2.Klasse hängen geblieben und dies nicht auf Grund Dummheit (sagte uns die Lehrerin) - er träumt - ist unkonzentriert - vergesslich - schnell abgelenkt - unordentlich…isst nicht sein Frühstück und/oder Mittagessen (1000 Ausreden)

Letzte Woche war ich mit ihm (zusammen mit meinem Jüngsten)
bei der Kinderärztin - sie sprach mich wieder darauf an -
evtl. eine Kur für ihn.

Wie lautet denn die Diagnose?

Sie beobachtet ihn nun schon seit seiner Geburt. Diagnose gibt es in dem Sinne noch nicht. Wir waren schon 3 Jahre in psychologischer Behandlung - er selbst war auch 6 Wochen (wegen angeblicher ADS) in einer Klinik und nahm danach ein Schuljahr (in welchem er sogar hängen geblieben ist - 2.Klasse) lang Tabletten wegen dieser - half überhaupt nichts - er nahm sogar noch mehr ab - deshalb wurden die Tabletten abgesetzt…

Klingt eher so, als wäre das Problem nicht das Essverhalten Deines Sohnes, sondern das Sozialverhalten von Eltern und Schwiegereltern.

Du warst bei der Kinderärztin.
Dieser wirst Du Deine Beobachtung bezüglich Konzentration etc.
geschildert haben. Du stehst mit Deinen Beobachtungen nicht alleine, da Dich Lehrer auf (was genau? „Untergewicht“ oder Konzentration etc.?) bereits angesprochen haben.
Ich gehe weiter davon aus, dass diese Kinderärztin daraufhin Untersuchungen durchgeführt hat, die die gängigen körperlichen Erkrankungen ausschließen. („Zucker“, Schilddrüse etc)
Sie empfiehlt eine Kur, weil sie einen Handlungsbedarf sieht?
Oder „man könnte da eventuell…“ um Dich zu beruhigen?
Ich gehe weiter davon aus, es ist nicht nur eine „Phase“.

„schlechtes Essverhalten“ kann sowohl erziehungs- als auch krankheits- als auch psychisch bedingt sein.

Wir wissen jetzt was Deine Eltern und Schwiegereltern sagen, und ich gehe davon aus, dass sie keine wirklichen Kompetenzen haben, den Zustand realistischer einzuschätzen, als die zb. zuständige Kinderärztin. Würdest Du anders herum Deinen Sohn sofort in ein Krankenhaus schleifen, weil sie der Meinung sind, er habe ein Magengeschwür?

Die entscheidende Frage ist: was sagt Dein Sohn dazu?
WARUM mag er nicht essen, hat er Stress in der Schule oder im sonstigen sozialen Umfeld? Hast Du IHN mal gefragt, ob es an Euch (Eltern) liegt (Ihr Euch zu viel streitet, zu wenig um ihn kümmert…)? Also ob ihm irgendwas sprichwörtlich schwer im Magen liegt?
Was hält er von einer Kur?

dick dünn doof schlau groß klein ist weniger die Frage-
eher gesund oder ungesund.
Für diese Frage gibt es eine Reihe kompetenter Ansprechpartner.
In körperlicher Hinsicht die Mediziner, in psychischer Hinsicht
in erster Linie der Psychologe, aber auch fachlich bewanderte Erzieher und (Sozial-) Pädagogen etc. zb. im Rahmen einer Kur und natürlich die Person selbst- Dein Sohn.

Diese solltest Du in der Reihenfolge Sohn, Arzt und u.U. „weitere“ kontaktieren und entsprechend nachhaken lassen.
Einen Arzt, der eine Kur anstrebt, ohne ausreichend körperliche Untersuchungen angestellt zu haben, sollte man auf die Füße treten oder wechseln. Einen Psychologen, der nicht dafür sorgt, dass körperliche Untersuchungen durchgeführt werden ebenso.
Und Menschen (auch die eigenen Eltern), die permanent Dinge besser wissen, die sie kaum beurteilen können ignorieren, zurechtweisen, auf eine einsame Insel schicken.

Meine Meinung…

Jetzt machen wir jede Woche einen Speiseplan und jeder darf
zwei Gerichte bestimmen. Und dann wird auch zusammen gekocht.
Das macht Spaß und bereitet die Kinder auch auf später vor.
Und die Kinder sehen, was es für Arbeit macht, jeden Tag einen
warme, schmackhafte Mahlzeit (wir essen abends warm) auf den
Tisch zu stellen.

Wir essen auch fast jeden Abend warm - er ist beim Einkaufen - Vorbereiten mit dabei - TROTZDEM das leidige Thema!!!

Zum Thema Süßigkeiten: Ich gehe einmal in der Woche einkaufen.

…Wenn die Süßigkeiten alle sind, sind sie halt alle.

Machen wir auch schon - Ist ihm dann egal.

Zum Thema Schwiegereltern: Die Kinder wissen ganz genau, dass
woanders andere Regeln herrschen und versuchen auch, die
verschiedenen Parteien gegeneinander auszuspielen. Du solltest
deinem Sohn klar machen, dass die Regeln bei Oma und Opa nicht
auf euch anwendbar sind.

Haben wir gemacht und soweit ist ja eigentlich auch alles klar. Er argumentiert ja noch nicht einmal dagegen - Oma kocht (nur für ihn) lecker Milchreis - da wird ordentlich gegessen - Oma freut sich.
ABER wenn ganze Familie am Tisch (Oma, Opa, Papa, Mama…) lecker Braten oder sonstiges - KEIN Hunger! - dann sagt Oma musst ja nicht essen - hast ja vorhin viel genascht…

Was machen denn die Kindegärtnerinnen für Probleme? Das kam
leider nicht ganz klar rüber in deinem Artikel.

Er geht in den Hort (3.Klasse) und diese gehen zusammen Mittagessen. Er isst wenn überhaupt sehr langsam. Meistens schmeißt er das Mittag weg - außerdem sind dann Probleme bei den Hausaufgaben in Sachen Konzentration, er ist sehr langsam, unordentlich, launisch…

Fazit: Er isst meist nur zum Frühstück (zu Hause) und dann erst wieder zum Abendbrot etwas - ausser es gibt Spagetti…

Viele Grüße

Gesine

ABER wenn ganze Familie am Tisch (Oma, Opa, Papa, Mama…)
lecker Braten oder sonstiges - KEIN Hunger! - dann sagt Oma
musst ja nicht essen - hast ja vorhin viel genascht…

Also ich glaube, dann musst du eher Oma auf die Finger klopfen.

Und wenn er nicht essen möchte, dann braucht er auch nicht essen. Allerdings gibt es dann wieder erst etwas zur nächsten Mahlzeit zu essen, auch wenn es schwerfällt.

Was machen denn die Kindegärtnerinnen für Probleme? Das kam
leider nicht ganz klar rüber in deinem Artikel.

Er geht in den Hort (3.Klasse) und diese gehen zusammen
Mittagessen. Er isst wenn überhaupt sehr langsam. Meistens
schmeißt er das Mittag weg - außerdem sind dann Probleme bei
den Hausaufgaben in Sachen Konzentration, er ist sehr
langsam, unordentlich, launisch…

ich glaube langsam, dass das Problem nicht beim Essen liegt. Was sagt denn die Kinderärztin ganz genau, warum sie eine Kur für sinnvoll hält?

Fazit: Er isst meist nur zum Frühstück (zu Hause) und dann
erst wieder zum Abendbrot etwas - ausser es gibt
Spagetti…

Bolognese? Und er isst den ganzen Tag nichts mehr oder Süßigkeiten von Oma?

Viele Grüße

Gesine

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Hallo Dani,

also, je mehr ich von dir lese, desto mehr erkenne ich meine damalige Situation (außer ein diffusen ADS-Diagnose hatten wir auch alles. Wobei ich bei ADS-Diagnosen immer Bauchschmerzen bekomme. Aber das ist vielleicht mal einen Extra-Thread wert. Dann kann ich mich unbeliebt machen *g*).

Hier noch einmal alle Punkte, die wir unternommen haben:

  • Take it easy ( beim Essen). Die Essproblematik ist eine sehr wirkungsvolle Waffe der Kinder und sie wissen sie ganz genau einzusetzen. Mach dich nicht erpressbar.
  • Wechsel deinen Kinderarzt. Manchmal ist eine zweite Meinung enorm hilfreich.
  • Der Kinderarzt hat max. 1 Stunde Bildschirm (also Fernsehen und Computer) verschrieben. Sohn war sehr sauer, aber es hat unserer Familie insgesamt sehr geholfen. Es schleift sich sehr schnell eine gewisse Routine ein, was das Fernsehen und Computer angeht.
  • Sonntag ist Familientag. Punktum.
  • Kinder lernen nur aus den Konsequenzen. Ist teilweise ganz schön anstrengend, aber es funktioniert.

Viele Grüße

Gesine

Hallo Gesine

Hier noch einmal alle Punkte, die wir unternommen haben:

  • Der Kinderarzt hat max. 1 Stunde Bildschirm (also Fernsehen
    und Computer) verschrieben. Sohn war sehr sauer, aber es hat
    unserer Familie insgesamt sehr geholfen. Es schleift sich sehr
    schnell eine gewisse Routine ein, was das Fernsehen und
    Computer angeht.

Haben in dem Punkt auch schon (fast) alles probiert bzw. praktizieren es immer noch: Computer selten - Fernsehen nur 1Stunde max oder am Wochenende zu seinen Lieblingssendungen -wenn Fernseh-/Computerverbot - IHM EGAL -lümmelt in seinem Zimmer rum - obwohl er sooooo viele schöne Spiele hat - wir spielen auch mit ihm - auch draußen…

  • Kinder lernen nur aus den Konsequenzen. Ist teilweise ganz
    schön anstrengend, aber es funktioniert.

Bei unserem leider nicht und ICH bin würde ich schon sagen sehr konsequent…

Liebe Grüße Dani

Hallo Dani,

… er hat keine
Ausdauer ist vergesslich, total unkonzentriert - hat keine
richtigen Hobbys - ist für nichts zu begeistern.

Neben der bereits erwähnten Schilddrüsenfehlfunktion könnte man auch noch auf Hyp o glykämie = Unter zucker untersuchen lassen, dazu muss der Nüchternblutzucker bestimmt werden und aus eigener Erfahrung in der Familie weiß ich, dass unter Umständen eine einzige Kontrolle nichts bringt. Unterzucker bei Kindern kommt relativ selten vor, also liegt es an den Eltern, den Arzt bei unerklärlichen Symptomen darauf anzusprechen.

Gruß, Leonora

Hallo

isst nicht sein Frühstück und/oder
Mittagessen (1000 Ausreden)

Das klingt sehr stark danach, als würde bei jeder Mahlzeit 1000 mal auf ihn eingeredet, dass er doch etwas essen solle. - Würde dir das nicht den Appetit verderben?

Ich glaube, es wäre gut, wenn man erreichen könnte, dass es überhaupt nicht weiter beachtet würde, ob und wieviel er isst, und dass einfach darauf vertraut würde, dass er schon nicht verhungern wird. Dann wird er vielleicht mehr Appetit bekommen.

Allerdings sollte es nicht mit einem Augenzwinkern toleriert werden, dass die Großeltern ihm immer Süßigkeiten zustecken, und das vielleicht noch direkt vor dem Essen. Es wäre gut, mit aller Konsequenz durchzusetzen, dass sie ihm keine Süßigkeiten mehr geben (Zwischenlösungen sind sehr schwer einzuhalten), und zur Not den Kontakt nur noch unter Aufsicht zuzulassen, natürlich müsste vorher mit den Großeltern noch mal geredet werden.

Sie beobachtet ihn nun schon seit seiner Geburt. Diagnose gibt
es in dem Sinne noch nicht.

Na ja, dann ist das doch nichts Richtiges, oder?

Wir waren schon 3 Jahre in
psychologischer Behandlung -

War die ganze Familie in psychologischer Behandlung?

Viele Grüße
Th.

Hallo

isst nicht sein Frühstück und/oder
Mittagessen (1000 Ausreden)

Das klingt sehr stark danach, als würde bei jeder Mahlzeit
1000 mal auf ihn eingeredet, dass er doch etwas essen solle. -
Würde dir das nicht den Appetit verderben?

Es ist ja nicht so, dass wir diesem 100% Aufmerksamkeit geben, aber ein bisschen müssen wir halt schon darauf achten. Und wenn wir denn dann mal fragen warum hast du dein Frühstück oder Mittag heute in der Schule nicht gegessen - dann kommen halt die unterschiedlichsten Antworten.

Sie beobachtet ihn nun schon seit seiner Geburt. Diagnose gibt
es in dem Sinne noch nicht.

Na ja, dann ist das doch nichts Richtiges, oder?

Es wurde vor ein paar Jahren mal ein Blutbild gemacht = Eisenmangel. Ansonsten hat sie in meinen Augen noch nichts weiter untersucht. Habe aber eh im Oktober bei der Ärztin wieder einen Termin - da werde ich sie mal zwecks Schilddrüse ansprechen…

Wir waren schon 3 Jahre in
psychologischer Behandlung -

War die ganze Familie in psychologischer Behandlung?

Jein, erst waren wir in einer Familienberatungsstelle(1Jahr) - von da aus sind wir zu einer Kinderpsychologin - die dann meinte, dass er ADS hat und ist auch in eine Klinik für 6 Wochen gekommen…wo auch Familienberatung war…

Liebe Grüße Dani

Hallo Dani

Folgende Vermutungen aufgrund einiger kindern bzw eltern die ich kenne und es ähnlich erging, habe ich, als ich den Text las:
Gewisse Menschen können wegen gewissen umständen (sind wichtig, aber würden den Umfang sprengen) die proteine Gluten (Weizen etc) und/oder Kasein (Milch) eventuell auch Soja nicht richtig verwerten. Diese sogenannte peptide gelangen via Darm in die blutbahn und heissen Gasomorphide und Gladiomorphide (Dr Reichelt und Kollegen, Uni Oslo; Prof dr Shadock, GB; Dr Cade, USA). Am Namne sieht man, dass sie opiate Wirkungen haben, die nebenbei zu ADS und ADS ähnlichen symptomen führen können. Gemäss Reichelt sind ca 30% der ADS Kinder davion betroffen.
Die opiate haben zur Folge, dass diese kinder nahrungsmittel entweder meiden (spüren, etwas tut Ihnen nicht gut) oder dann süchtig auf genau diese nahrungsmittel sind.

Oft haben diese kinder auch ein Darmfloraproblem, dh sie haben candida. Dieser verlangt nach zucker und Zucker macht das kind aber hyperaktiv. Nehme an, das der stuhlgang des kindes entweder weich ist, oder er oft verstopft ist.

Muss leider gehen, bei interesse mehr später

Gruss
beat

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Hallo

isst nicht sein Frühstück und/oder
Mittagessen (1000 Ausreden)

Das klingt sehr stark danach, als würde bei jeder Mahlzeit
1000 mal auf ihn eingeredet, dass er doch etwas essen solle. -
Würde dir das nicht den Appetit verderben?

Es ist ja nicht so, dass wir diesem 100% Aufmerksamkeit geben,
aber ein bisschen müssen wir halt schon darauf achten.

Wieso? - Normalerweise ist es ja nicht schlimm, wenn man fragt, was einer gegessen hat, aber wenn bei euch das Gefühl da ist, dass ihr irgendwas machen müsst, damit er genug ist, dann stimmt da m. M. nach etwas nicht.

Ein Lebewesen isst aus eigenem Interesse, von alleine. Da muss niemand drauf achten. Das tun schon Babies, das kann selbst eine Amöbe, die ja überhaupt kein Gehirn besitzt.

Das einzige, wo die Eltern drauf achten sollten, ist meiner Meinung nach: a) die Qualität der Nahrungsmittel, und b) dass die äußeren Umstände da sind (dass regelmäßig Essen verfügbar ist, es dürfen keine Süßigkeiten rumstehen, wenn das Mittagessen dran ist usw.), c) auf die Tischmanieren, und d) dass die großen Verführer Zucker, Geschmacksverstärker sowie die entsprechende Werbung so wenig Einfluss wie möglich auf das Kind ausüben können.

Aber wenn das Gefühl da ist, die Eltern machen das Essen des Kindes hauptsächlich zu ihrem Problem, dann kann es gut sein, dass das Kind aus Protest nicht isst. Übergebt doch mal die Verantwortung dafür völlig dem Kind. Das müsste allerdings durch und durch ehrlich sein, sonst bringt es nichts. Ich denke, nach einiger Zeit (nach einigen Monaten) würde sich sein Essverhalten normalisieren.

Allerdings müssten die Großeltern mitspielen, und keine Süßigkeiten mehr geben.

Es wurde vor ein paar Jahren mal ein Blutbild gemacht =
Eisenmangel. Ansonsten hat sie in meinen Augen noch nichts
weiter untersucht. Habe aber eh im Oktober bei der Ärztin
wieder einen Termin - da werde ich sie mal zwecks Schilddrüse
ansprechen…

War die ganze Familie in psychologischer Behandlung?

Jein, erst waren wir in einer Familienberatungsstelle(1Jahr)

Hat das was gebracht? Was waren das eigentlich für Therapeuten? Diplom-Psychologen oder Sozialarbeiter?

  • von da aus sind wir zu einer Kinderpsychologin - die dann
    meinte, dass er ADS hat und ist auch in eine Klinik für 6
    Wochen gekommen…wo auch Familienberatung war…

Das scheint ja auch nicht das richtige gewesen zu sein.

Irgendwie scheint aber doch das Kind ernährungstechnisch gesehen ganz klar zwischen euch und den Großeltern zu stehen, und die einen sagen dies, und die anderen sagen was anderes. Die einen geben dem Kind kurz vor dem Mittagessen einen Haufen Süßigkeiten, die anderen machen sich Sorgen, wenn das Kind dann kein Mittagessen isst.

Wenn du diese Sache hier in deinen Beiträgen nicht hochgespielt hast - ich habe aber eher das Gefühl, dass du die Sache herunterspielst -, dann würde ich erstmal hier das Problem suchen.

Ich kannte mal ein Kind, das sich fast nur von Süßigkeiten und Nudeln ernährt hat. Der stand da zwischen seinen Eltern, und der Vater gab dem Kind alles zu essen, was es haben wollte, und er machte auch alles mögliche, damit das Kind überhaupt etwas isst, das war richtig peinlich anzusehen. Das Kind war auch total dünn, und gut in der Schule war der auch nicht gerade, obwohl mit Sicherheit nicht dumm. Da hätten auch nur die Eltern mal an einem Strang ziehen müssen, der hätte dann schon ganz von alleine gegessen.

Viele Grüße
Th.

Hallo Dani,

vorweg ein paar Fragen, wobei ich mal meine Vermutungen dazu ausspreche um darauf aufzubauen.Sollte meine Vermutung nict stimmen dann berichtige bitte.

1.) Wohnen deine Schwiegereltern sehr nah bei euch dran oder gar im selben Haus? Ich gehe jetzt mal von einem „Ja“ aus da du von gemeinsamen essen berichtest.

2.) Euer Verhältnis zueinander (Schwiegereltern/Eltern) ist eher gespannt und „etwas“ kompliziert? Auch hier gehe ich von einem „Ja“ aus, wobei ich mir da über deine Position in diesem Verhältnis nicht im klaren bin.

3.) Seit wann ist das Thema „Essen“ und „Konzentrationslosikkeit“ überhaupt ein Thema? Ich gehe von einem Alter deines Sohnes von ca. 2 bis 3 Jahren aus.

Also das was du schilderst über die bisherige Odysee mit Psychologen und Kinderärztin läßt darauf schließen das alle zwar sehen das es da ein Problem gibt aber nicht zum Kern vordringen können. Was vermuten läßt das hier eventuell nicht ganz mit offenen Karten den Ärzten gegenüber gespielt wird, sorry ist nicht böse gemeint.

Aus meiner Erfahrung herraus mit meinen Kindern und speziell mit meinen Neffen weiß ich das Kinder sehr feine Antennen haben bezüglich der Stimmungslage in der Familie. Meine Neffen sind/waren auch Hungerhacken. Grund war der Alkoholismus ihrer Mutter die das Sorge-/ und Aufenthaltsbestimmungsrecht hatte.
Beim Großen hat es sich gelegt nachdem beide dann zu ihrem Vater kamen, aber der kleine von beiden ist immer noch kein großer Esser und halt dürr. Aus dieser Erfahrung herraus weiß ich aber auch das es keinen BMI für Kinder gibt, da hab ich damals bei mehreren Ärtzen nachgefragt und auch im Netz gesucht. Wer immer dir diesen Wert an die Hand gegeben hat hat unverantwortlich gehandelt. Das korrekte Gewicht läßt sich bei Kinder nur individuell bestimmen, und solange keine Mangelerscheinungen im Blut nachweißbar sind ist alles im grünen Bereich.

Was aber körperliche Probleme nicht ganz ausschließt, hierzu müssen bestimmte Bluttests gemacht werden. Dazu hast du hier aber schon genug Aussagen bekommen.

Was familäre Probleme angeht heißt es ehrlich zu sich selbst zu sein und sich zu fragen ob das Kind eventuell mit diesem Verhalten die eigentliche Abneigung eines anderen ausdrücken könnte auch sich selbst.
Und so wie ich das sehe gibt es da ein Problem… wenn auch nicht ausgesprochen.
Und noch etwas nach dem ganzen was ihr schon angestellt habt, könnte der Junge mittlerweile den Eindruck haben nicht ganz „OK“ zu sein und mittlerweile auch noch ein eigenes Problem entwickelt haben.

Nehmt den Druck von ihm, ob beim Essen oder in der Schule.

Ansonsten kann ich die nur die Aussage der Kinderärztin meiner Nichte noch sagen: „Wenn sie naschen will lassen sie sie, solange keine Mangelerscheinungen auftreten ist es schon in Ordnung.“

Nordische Grüße
Andrea

Hallo Andrea

1.) Wohnen deine Schwiegereltern sehr nah bei euch dran oder
gar im selben Haus?

Nein, beide wohnen ca. eine halbe Stunde von uns weg, aber man trifft sich halt alle 2-3Wochen und isst und spricht miteinander zusammen - halt ein stinknormales Familientreffen…

2.) Euer Verhältnis zueinander (Schwiegereltern/Eltern) ist
eher gespannt und „etwas“ kompliziert? Auch hier gehe ich von
einem „Ja“ aus, wobei ich mir da über deine Position in diesem
Verhältnis nicht im klaren bin.

Das kann man schon irgendwie sagen - behaaren halt darauf, dass sie die reifere Generation sind - mehr Lebenserfahrung und und und - denke das dies auch normal ist

3.) Seit wann ist das Thema „Essen“ und
„Konzentrationslosikkeit“ überhaupt ein Thema? Ich gehe von
einem Alter deines Sohnes von ca. 2 bis 3 Jahren aus.

Unser Sohn hat schon seit seiner Geburt schlecht gegessen - da war ich dann halt öfter beim Wiegen. Wir haben das auch nicht besonderst ernst genommen (so wie viele das hier missverstanden haben), da er sonst kaum krank war.
Aber als er dann 5 war gingen dann diverse Probleme in der Vorschule los, worauf wir auf Anraten der Kindergärtnerin in die Familienberatung sind. In der 1. Klasse verschärfte es sich mit seiner Unordnung, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit und konnte sich nichts merken, aufpassen im Unterricht wurde schwer.

Also das was du schilderst über die bisherige Odysee mit
Psychologen und Kinderärztin läßt darauf schließen das alle
zwar sehen das es da ein Problem gibt aber nicht zum Kern
vordringen können. Was vermuten läßt das hier eventuell nicht
ganz mit offenen Karten den Ärzten gegenüber gespielt wird,
sorry ist nicht böse gemeint.

Keine Ahnung was ich dazu sagen soll - haben alles immer erwähnt…
Auch möchte ich sagen, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zu ihm haben. Wir reden viel ( über alles mögliche) unternehmen viel - spielen so wie wir Zeit haben auch mit ihm…

Hallo

Ok, habe gerade gelesen, dass er die Großeltern nur alle 2 bis 3 Wochen sieht. Dann würde ich allerdings auch kein Drama aus den Süßigkeiten machen. Ich dachte, das wäre wesentlich häufiger.

Viele Grüße
Th.

isst nicht sein Frühstück und/oder
Mittagessen (1000 Ausreden)

Das klingt sehr stark danach, als würde bei jeder Mahlzeit
1000 mal auf ihn eingeredet, dass er doch etwas essen solle. -
Würde dir das nicht den Appetit verderben?

Es ist ja nicht so, dass wir diesem 100% Aufmerksamkeit geben,
aber ein bisschen müssen wir halt schon darauf achten.

Wieso? - Normalerweise ist es ja nicht schlimm, wenn man
fragt, was einer gegessen hat, aber wenn bei euch das Gefühl
da ist, dass ihr irgendwas machen müsst, damit er genug ist,
dann stimmt da m. M. nach etwas nicht.

Wieso, er bringt fast jeden Tag sein komplettes Frühstücksbrot wieder mit nach Hause - Er macht es sich sogar selbst…Dann fragt man halt schon warum?

Das einzige, wo die Eltern drauf achten sollten, ist meiner
Meinung nach: a) die Qualität der Nahrungsmittel, und b) dass
die äußeren Umstände da sind (dass regelmäßig Essen verfügbar
ist, es dürfen keine Süßigkeiten rumstehen, wenn das
Mittagessen dran ist usw.), c) auf die Tischmanieren, und d)
dass die großen Verführer Zucker, Geschmacksverstärker sowie
die entsprechende Werbung so wenig Einfluss wie möglich auf
das Kind ausüben können.

Stimme ich zu.

Aber wenn das Gefühl da ist, die Eltern machen das Essen des
Kindes hauptsächlich zu ihrem Problem, dann kann es gut sein,
dass das Kind aus Protest nicht isst. Übergebt doch mal die
Verantwortung dafür völlig dem Kind. Das müsste allerdings
durch und durch ehrlich sein, sonst bringt es nichts. Ich
denke, nach einiger Zeit (nach einigen Monaten) würde sich
sein Essverhalten normalisieren.

Wir haben aber dieses „Problemchen“ schon seit seiner Geburt. UND wir haben in seiner Gegenwart noch NIE ein großes Drama daraus gemacht. Wenn er partout nichts essen wollte oder will - dann haben wir ihn gelassen, ABER wir machen uns halt verständlicherweise Sorgen.
Unterhalten uns mit anderen Eltern und der Kinderärztin und versuchen die tollen Ratschläge zu befolgen, aber das geht an ihm vorbei.

meinte, dass er ADS hat und ist auch in eine Klinik für 6
Wochen gekommen…wo auch Familienberatung war…

Das scheint ja auch nicht das richtige gewesen zu sein.

Müssen wir leider zustimmen…

Hallo Dani,

nach dem Lesen aller Artikel kann ich dir nur folgende Ratschläge geben:

  1. Als wichtigsten Punkt sehe ich, dass ihr den Großeltern die Direktive weist. Von wegen „brauchst nichts zu essen, hast ja viel genascht“ finde ich unmöglich (Milchreis ist für mich übrigens auch Naschkram, kein Mittagessen).
    Nicht zu dick ist ja okay, aber ein Strich in der Landschaft ist auch nicht toll. Auch extrem dünne Kinder laufen Gefahr, als Erwachsene übergewichtig zu werden. Wenn sie nämlich irgendwann mal doch mehr essen und die erlernten Verhaltensmuster beibehalten (Süßkram statt Gemüse etc.), ist der Crash vorprogrammiert, das nur als Argumentationshilfe.

  2. Macht die Kur, wer hat denn Medizin studiert, die Kinderärztin oder die Oma?

  3. Schließt durch Untersuchung mögliche körperliche Ursachen aus. Für mich als medizinischen Laien liest sich das so, als sei der Stoffwechsel nicht ganz im Lot. Aber wie gesagt, ich verstehe da nicht so wirklich was davon…

  4. Er hat Eisenmangel, schreibst du. Könnte die Kinderärztin - zumindest bis das Essverhalten sich normalisiert hat, ein kindergeeignetes Präparat verschreiben?

Wenn die Fronten mit Oma geklärt sind, dürfte schon mehr Entspannung eintreten. Die Kur wird auch nicht schaden, ich hoffe, sie hilft.

Viele Grüße, Heike