intelligent und faul
Moin,
Ich selber bin der Meinung, dass er mit sich nichts anzufangen
weiß.
Ist er dieser Meinung auch ?
Aber er würde verstehen, dass hochintelligente eben an anderen
Orten ihre Förderungen finden z.B. mit 17 Jahren mal zu einer
Uni gehen
und es eben keine Wichtigtuerei ist, sondern natürlich.
Dein Sohn ist in einem Alter, wo er langsam selbst anfangen sollte, sich Ziele zu stecken. Sicher kannst du ihm dabei behilflich sein, aber du kannst es ihm nicht abnehmen. Ziel könnte für ihn zum Beispiel sein, erstmal das Abi zu schaffen. Wenn er wirklich so gut ist, sollte das für ihn kein Problem sein. Denn dann fehlt es ihm nicht an Fähigkeiten, sondern an Motivation. Diese Motivation wäre aber da, wenn er für sich beschließt, dass er das Abi machen möchte. Soll er sich halt ansonsten eine schöne Zeit machen, wenn ihm das alles so einfach fällt.
Seine Fähigkeiten helfen ihm aber rein gar nichts in Fächern, bei denen es nicht nur auf „Verstehen“ ankommst, sondern auch auf Fleiß. Wer zu faul ist, Vokabeln zu lernen, der fällt nunmal in Fremdsprachen durch, und ohne Fremdsprachen gibts kein Abi. Häufig ist es so, dass intelligente Kinder anfangs in ihrer Schullaufbahn das meiste mit Leichtigkeit lernen. Sich etwas zu „erarbeiten“ oder zu büffeln ist für sie gar kein Thema. Kommen dann Fächer dazu, wo „Fähigkeit“ allein nicht mehr ausreicht, sondern wo tatsächlich büffeln angesagt ist (wie Vokalbeln lernen) verlieren eben diese Kinder schnell die Lust, weil es ihnen schlichtweg zu mühsam ist. Weil sie das Büffeln nie gelernt haben, kommen auch bald die schlechten Noten in diesen Fächern und damit sinkt die Stimmung weiter (intelligente Kinder sind es nunmal eher gewohnt, gute Noten zu haben).
Vielleicht hilft es deinem Sohn zu verstehen, warum er teilweise so schlecht ist. Letztendlich hat er es in der Hand (auch wenn er vielleicht in einigen Fächern (wie Englisch) viel nachholen muss, um das Abi noch zu schaffen.
Gruß
Marion