Sohn hört mehr auf Vater wie auf Mutter

Hallo Experten,

mein Problem wurde sicher schon oft gefragt und auch oft beantwortet. Trotzdem möchte ich euch darum bitten mir weiter zu helfen.

Mein 4-jähriger Sohn hört gerade überhaupt nicht auf das was ich sage. Wir rasseln regelmäßig aneinander und ich bin dann den ganzen Tag verzweifelt bzw. frustriert. Ich geb euch mal kurz zwei Beispiele:

Vorgestern hab ich ihn geduscht. Als es zum Abtrocknen kam hat er sich ganz klein auf dem Handtuch zusammengerollt und hat gesagt er sei eine Schildkröte. Daraufhin hab ich gesagt, dass auch Schildkröten hinstehen können. Hat dann auch geklappt. Danach wollte ich seinen Schlafanzug anziehen. Wieder das gleiche (Schildkröte). Diesmal ist er nicht aufgestand, er habe keine Lust. Da hab ich ihn nochmal gebeten aufzustehen, damit ich ihn anziehen kann. Keine Reaktion. Dann hab ich ihn geschnappt und hingestellt. Da fängt er an rumzuzicken und boxt mich ins Gesicht. Da hab ich im aus Reflex auch einen kleinen Knuff gegeben. Dann will er wieder ausholen um mich zu hauen. Da bin ich lieber schnell aufgestanden hab ihn angefahren was das soll und bin raus (ich weiss nicht wie es hätte weiter gehen sollen?? Hätten wir uns gegenseitig die „Köpfe einschlagen“ sollen??? Wie hätte ich reagieren sollen/müssen?)
Hab mich in sein Zimmer verzogen und es etwas unliebsam aufgeräumt (war immer noch geladen) Mein Mann hat unseren Sohn dann voll fertig angezogen und Zähne geputz. (Ohne weitere Probleme, weil wenn der Papa was sagt wird es gemacht)

Heute morgen, war ich unten und hab Frühstück gemacht. Da stand mein Sohn plötzlich da ohne Hausschuh. Hab ich ihn gebeten nach oben zu gehen und seine Hausschuh anzuziehen. Nichts. Bin zum ihm hin „Ziehst du bitte deine Hausschuh an“ „Nee, mag nicht“ „Wir ziehen hier unten immer Hausschuh an, also geh jetzt und zieh deine Hausschuh an“ Wieder nichts. Es wird einfach ignoriert was ich sage. Da hab ich ihn geschnappt und zur Treppe gezerrt „Geh jetzt sofort und zieh deine Hausschuh an“ Da hat er natürlich geweint, ect… Er hat sie schließlich angezogen. Aber es kann doch nicht sein, dass ich jedesmal erst fast ausrasten muss bevor er tut, was ich sage.

Wäre die gleiche Situation mit meinem Mann abgelaufen und hätte mein Mann gesagt, er soll gleich wieder hoch gehen und seine Hausschuhe anziehen, wäre er ohne weiterer Terror oder Tränen oder sonst irgendwas gegangen und hätte seine Hausschuh geholt.

Warum macht er bei mir immer so ein Aufstand? Warum ist er der Meinung, dass das was ich sage nicht unbedingt gemacht werden muss? Wie kann ich ihn dazu bringen, dass er das tut was ich sage?

Vielen Dank schon mal.

Trotzdem, sonnige Grüße von Soni

Ganz wichtig: Ruhe bewahren.

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber standardgemäß ist es ja so, dass die Mütter neben der Kinderbetreuung sich auch noch mehr um den Haushalt kümmern. Ich kenne das auch. Man will das Kind schnell bettfertig machen, weil noch tausend kleine Dinge zu erledigen sind. Gerade in solchen Momenten sind die Kinder dann besonders „zickig“. Und man selbst wird zunehmend nervöser und gereizt.

Die Papas sind meistens ruhiger und haben auch nicht so viele Dinge auf einmal im Kopf wie die Mütter. Wenn sich die Männer um ihre Kinder kümmern, dann sind sie in dem Moment nur für das Kind da und haben so eine ganz andere Ausstrahlung. Sie gehen auch öfter auf Spielchen der Kinder ein (wie z.B. deine „Schildkröten-Story“).
Die Kinder spüren das und hören dann (Ausnahmen gibt es natürlich immer) viel eher auf die Person, die sich ruhig und mit voller Aufmerksamkeit mit ihnen beschäftigt.

Auch wenn es schwer ist, solltest du versuchen, deinen Sohn den Stress nicht spüren zu lassen (oder ist das bei dir gar nicht der Stress?).

Manchmal hilft als „Erpressungsmethode“ auch schlichtes Durchkitzeln :wink:.

Ich finde aber auch, dass es ein Kind im Alter von 4 Jahren schon alleine schaffen sollte, seinen Schlafanzug anzuziehen. Bei uns läuft das immer so, dass klar ist: es gibt nur eine Gute-Nacht-Geschichte, wenn mein Sohn sich selbst umgezogen und die Zähne geputzt hat (ich putze natürlich auch nach). Und zwar ohne, dass ich ihn hundertmal dazu ermahnen muss. Wenn er rummbummelt oder sich ganz verweigert, gibt es halt keine Geschichte, weil Mama dann auch keine Zeit mehr hat und weil Schlafenszeit ist.

Zimmer aufräumen kann er vielleicht auch schon allein bzw. mit deiner Unterstützung. Dann macht es ihm und dir auch viel mehr Spaß. Du kannst ihm ja auch sagen, dass du Zeit haben wirst, noch etwas mit ihm zu spielen, wenn er sich alleine anzieht, sein Zimmer halbwegs in Ordnung bringt usw., weil du dann in der Zwischenzeit den Abwasch, die Steuererklärung oder was auch immer machen kannst.
Dieses Argument zieht bei meinem Sohn fast immer (auch wenn er natürlich nicht weiß, was eine Steuererklärung ist :wink:.
Nur sehr selten treibt er es so weit, dass ich lauter werden muss.

Noch ein Trick: stelle ihn vor Alternativen, die nicht wirklich welche sind. Beispiel: er soll sich anziehen und die Zähne putzen. Frag ihn: „Möchtest du dir zuerst den Schlafanzug anziehen oder zuerst die Zähne putzen?“ Mit 90%iger Wahrscheinlichkeit wird er eine von beiden Möglichkeiten wählen und sich nicht ganz verweigern. Er hat das Gefühl ernst genommen zu werden, weil er selbst etwas entscheiden darf. Dabei steht nicht zur Debatte, OB er etwas macht, sondern nur WANN. Es steht fest, das er beide Dinge erledigen soll, aber er darf trotzdem etwas allein entscheiden.
Dieser Trick funktioniert natürlich nur bis zu einem bestimmten Alter.

Außerdem solltest du auch deinen Mann um Unterstützung bitten und ihn fragen, was er seiner Ansicht nach anders macht als Du. Denn irgendwas muss er anders machen (und sei es auch nur der Tonfall, in dem er Eurem Sohn etwas sagt). Sei nicht beleidigt, falls dir die Antwort nicht gefällt (wenn er z.B. sagt, du seist viel zu hektisch), sondern versuche seine Vorschläge umzusetzen.

Ansonsten muss man sich damit abfinden, dass es auch Phasen gibt, in denen die Kinder einfach trotzig sind. Dann lass ihn einfach. Notfalls geht er nackt ins Bett (achte dann nur darauf, dass er gut zugedeckt ist) oder darf im Haus nicht nach unten gehen, solange er keine Hausschuhe anhat. Erkläre ihm auch, warum ihr alle Hausschuhe tragt, denn einen Zwang ohne Grund finde ich blöd und er sicher auch.

Ach, und wegen der „Boxgeschichte“.
Rausgehen ist sicher schon einmal gut, wenn du dich nicht im Griff hast.

Ich halte in solchen Situation meinen Sohn an den Armen fest so stark es erforderlich ist und sage ihm klar und deutlich: Hör auf, du tust mir weh! Auf keinen Fall sagen: Hör BITTE auf, das tut mir weh. Eine klare Ansage ist hier wichtig, denn sonst merkt dein Sohn nicht, das er zu weit gegangen ist. Halte ihn so lange fest, bis er sich beruhigt hat. Wenn er jammert, dass du ihm weh tust, dann erkläre ihm (möglichst ruhig), warum das jetzt gerade notwendig ist und dass du ihn sofort loslässt, wenn er damit aufhört. Du möchtest nicht, dass er dich schlägt, und so lange er es nicht unterlässt, musst du ihn halt festhalten. In dem Alter geht das noch, solange du stärker bist als er.

alles easy…
moin,

kleine schildkroeten essen viel rohes gemuese, damit sie gross + stark werden - also solltest du der kleinen schildkroete das lieblingsessen servieren … bis sie sich entscheidet, was anderes zu sein…

kein schlafanzug?? warum muss er einen tragen? lass ihn das entscheiden, wie er will…
wenn es dir wirklich wichtig ist, dann wuerde ich zu zeiten, wo es ihm NICHT passt, das bett abziehen - es muss ja häufiger gewaschen werden, wenn man ohne schlafanzug…

keine hausschuhe? na und? was kann passieren?
o.k. - er kann kalte fuesse bekommen, sich erkaelten - das heisst dann: auf geliebte dinge verzichten, wie mit freunden spielen.
mach ihm dann sehr deutlich klar, dass hausschuhe und spielen einen direkten zusammenhang haben.

kinder in diesem alter kann man noch sehr leicht erziehen! sie sind von natur aus nicht „böse“, sie muessen nur lernen, ursache und wirkung zu verstehen.

um die „wirkung“ erleben zu lassen, benoetigt es nur etwas geduld - die hast du offensichtlich nicht - sonst haettest du deine reflexe, wo es einen „kleinen knuff“ gibt, besser unter kontrolle.

kleine knueffe sind nichts anderes als rohe gewalt, und das ist mit sicherheit das allerschlechteste mittel der erziehung!!

aber: hab mut ihn zu „quaelen“ - d.h. zieh das mit dem rohen gemuese fuer die schildkroete ruhig laenger durch, als es ihm lieb ist… aber lass die hand unten…

alles gute
khs

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Hi,

Mama ist immer die Böse . Wir haben zwei (3 & 5 Jahre) und die gleiche Situation um nicht das Wort Problem zu benutzen.

Sicherlich schmeichelt es mir als Vater, dass es hin und wieder (längst nicht immer auch wenn meine Frau vielleicht den Eindruck hat) bei mir auf Anhieb klappt und ich nicht erst drohen und schimpfen muss.

In der kurzen Zeit die ich mit den Kindern am Tag verbringe bin ich eher der „Beste Kumpel“ als die Erziehungsperson Nummer 1. Ich habe in der Woche knapp zwei Stunden am Abend mit den Rockern und die Kinder freuen sich den ganzen Tag darauf, dass ich nach Hause komme. Ich glaube auch aus diesem Grund versuchen sie sich nicht gleich bei jeder Gelegenheit mit mir zu Messen (oder wie du es nennen würdest zu streiten). Unser Kräftemessen erfolgt durchs Toben, Memory- oder Mensch Ärgere Dich Nicht spielen.

Wenn dann wirklich mal die Situation aufkommt wo ich schimpfen muss finde ich sehr schnell gehört, denn es ist nicht das 10mal an diesem Tag oder das 100mal mit dem gleichen Inhalt. Da sieht es oft aus, als würde es den Kindern leichter fallen mir entgegenzukommen.

Alles in Allem ist es aber ein Spiel was zum Großwerden dazugehört. Grenzen test und auslosten und das jeden Tag aufs Neue denn viele Dinge ändern sich in den Augen der Kinder und in den Augen der Eltern und somit halte ich es als völlig normal.

Vielleicht zum Schluss noch eine kleine Anmerkung die dich vielleicht beruhigt oder die du selbst bei euch auch feststellen kannst, wenn ich am Wochenende oder im Urlaub für länger zu Hause bin und mehr Zeit mit den Kindern verbringe habe ich die gleichen „Probleme“ wie du oder auch meine Frau. Die Kinder scheinen taub zu werden oder an Alzheimer zu erkranken dass man sich stündlich mit ihnen „streiten“ kann. Grundvoraussetzung muss aber sein, dass beide Elternteile die gleichen Maßstäbe anlegen und ansatzweise ähnlich sanktionieren. Wenn dein Mann bei allem und jedem die Augen zudrückt um sich Liebkind zu machen dann rutscht du automatisch in die Rolle des Buhmanns.

Kopf Hoch, für mich liest sich deine Frage ganz normal und du bist eine normale Mutti mit normalen Kindern und Problemchen :wink:

Liebe Grüsse
Me kein Experte aber ein Papa

Hi,

tschuldige, aber deine Vorgehensweise („stell dich hin“, „zieh die Hausschuhe an“) hört sich unglaublich nüchtern an. Vielleicht solltest du ein Stück auf deinen Sohn zugehen und das ganze spielerisch angehen. Bei „meinen“ Kindern (Babysitten) hats immer geholfen, wenn wir alles in ein Spiel eingebaut haben. Am liebsten erzähl ich die Geschichte vom Zähneputzen, das mit lautem „Aaaaa“- und „Iiii“-Schreien funktioniert hat. Kind hatte Spaß, ich konnte ihm die Zähne putzen.

Was bringt dem Kind langweiliges „ich zieh dich jetzt an“? Wenn er schon die Schildkröte vorgibt, lass ihn zeigen, wie eine Schildkröte sich anzieht. Wenn er merkt, dass du auf ihn eingehst, vielleicht macht er dann mit?

Gruß
Cess

Liebe Soni,

Ich (3facher Papa) stimme Me zu 100% zu.

Auch wenn es dir vielleicht nicht weiterhilft, aber das kindliche Nervensägen ist ein Vertrauensbeweis. Sie tun (im Allgemeinen) solches nicht bei den selten besuchten Großeltern, nicht bei den Erzieherinnen im Kindergarten, sondern nur bei denen, deren uneingeschränkte Liebe sie sich absolut sicher sind.

Ich bin normalerweise wochentags auch nur zum Abendbrot und zum Zubettbringen für die Kinder greifbar. Und konnte manches einfacher durchsetzen als die Mama. Während der Weihnachtsferien war ich ganztägig für sie da und - schwuppdiwupp - die Kinder ertauben.

Nimm’s leicht, halt die Ohren steif und stähle deine Nerven. Vielleicht fallen dir ein paar Spiele ein, die das Zuhören und Gehorchen interessanter machen. Doch eines steht außer Zweifel: Dein Kind und Du und die aktuelle Situation sind absolut normal.

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Verunsicherung

den ganzen Tag verzweifelt bzw. frustriert. Ich geb euch mal

Das, besonders auch die Antworten, ist Beispiel für die von mir unten erwähnte Verunsicherung von Eltern durch Gutmenschen und Tugendwächter.

Grüße

Anny

Vielen Dank
Hallo alle miteinander,

vielen Dank für eure vielen Antworten. Es sind viele nützliche Tipps dabei, die ich gerne ausprobieren möchte. Und der Hinweis, dass es in anderen Familien ähnlich zugeht ist mehr oder weniger auch aufbauend (obwohl ich mir das fast gedacht habe)

Der restliche heutige Tag mit meinem Kleinen war sehr schön. Wir hatten zwar nicht allzuviel von einander (heute war „Oma“-Tag) aber er war ein Goldschatz als es daran ging ins Bett zu gehen (hat mich fast Erdrückt beim Gute-Nacht-Sagen)

Ich weiss ja auch, dass ich mir mehr Zeit mit ihm nehmen muss, er ist schließlich ein Kind, da kann man nicht sagen „Los schnell, jetzt müssen wir uns aber beeilen“ Das wirkt nämlich Contra-Produktiv.

Also vielen Dank noch mal…

Sonnige Grüße von Soni

PS: An die zwei Väter: Mein Mann hat das, von vielen Männern, beneidtbare Glück ebenfalls, so wie ich zu Hause zu sein. Wir sehen beide unsere Kinder groß werden (Wir haben ein kleines Büro zuhausen und verdienen damit unsere Brötchen)

Liebe Soni,

Ich (anderthalbfacher Papa) stimme Me zu 100% zu.
Ich bin eben auch nur am Wochenende bei den Kinners und dann mehr für den Spaß zuständig, während meine Frau unter der Woche die Arbeit hat. Wie das in Zukunft sich auswirkt, wissen wir auch nicht, also hoffen wir das Beste und befürchten das Schlimmste.

Ralph

Moin,

ein Tipp noch, den du Dir mal überlegen kannst. Einigen hier wird das nicht gefallen, aber das muß ja jeder selber wissen.

Wir haben einen TripleP Erziehungskurs gemacht. Infos gibt’s bestimmt auch im Internet. Unsere Erfahrung damit war: Wir waren uns hinterher sicherer in dem, was wir taten. Und wir haben wirklich gute Werkzeuge angeboten bekommen, um das Erziehen zu erleichtern. Alles paßte natürlich nicht auf uns, aber was uns nicht gefiel oder nicht paßte mußten wir ja nicht anwenden.

Wichtig war meines Erachtens, dass wir den Kurs zusammen gemacht haben, und so beide „auf Linie“ gebracht wurden und uns gegenseitig an wichtige Erkenntnisse erinnern konnten.

Ein Nebeneffekt des Kurses war, dass wir viele Eltern kennengelernt haben, die auch nicht 100% mit der Erziehung ihrer Kinder klarkamen und sich ebenso unzulänglich fühlten wie wir.

Vielleicht ist das ja ein Weg für Euch.

kernig

Könnte von mir sein
Diese Antwort hätte auch von mir stammen können:

Auch wenn es dir vielleicht nicht weiterhilft, aber das
kindliche Nervensägen ist ein Vertrauensbeweis. Sie tun (im
Allgemeinen) solches nicht bei den selten besuchten
Großeltern, nicht bei den Erzieherinnen im Kindergarten,
sondern nur bei denen, deren uneingeschränkte Liebe sie sich
absolut sicher sind.

Dem kann ich nur eins hinzufügen: Durch Reibung entsteht Wärme.

Und noch einer zum nachdenken: Kinder tun das, was funktionert.
Irgendeinen Vorteil hat er von seinem Verhalten. Finde heraus, was das ist und versuche es abzustellen. Schwere Aufgabe, aber manchmal klappts.

kernig

Mutter-Sohn / Vater-Tochter Effekt ?
Hallo Soni,

mir fällt dabei auf, dass bei uns (ein Sohn, eine Tochter) die jeweiligen Praferenzen ganz eindeutig sind, also Vater-Tochter, Mutter-Sohn.
Mein Sohn hat seine Trotzphasen auch überwiegend an mir ausgelassen, inzwischen ist er lang aus dem Alter heraus und wir verstehen uns prächtig.
Meine Tochter tyrannisiert derweil meinen Mann (ich komme mit ihr deutlich besser klar, aber ich bin ihr auch unwichtiger, da lohnt es sich für sie ev. nicht, Aufstand zu machen, Grenzen zu erforschen etc.).
Vielleicht ist es bei Euch ein ähnlicher Effekt.
Du mußt natürlich Wege finden, mit Deinem Sohn klarzukommen, aber sei nicht neidisch oder verletzt, wenn es bei Deinem Mann zunächst besser klappt, dass kann auch bedeuten, dass Du Deinem Sohn wichtiger bist und er deshalb die Grenzfahrungen der Trotzphasen mit Dir machen will.

Gruß, Anne