Sojaprodukte gesund oder ungesund?

Sehr geehrte Experten,
ich bin völlig verwirrt. Undzwar lese ich gerne in Zeitschriften, die über Gesundheit aufklären. Oft fällt in diesem Zusammenhang das Wort Soja, Sojabohnen oder Sojaprodukte. Klar ist mir aber nicht ob diese Produkte aus Soja nun gesund oder ungesund sind. An einem Tag lese ich von der herrausragenden Wirkung für Knochen und Zähne, an einem anderen Tag lese ich, dass von Sojamilch und co eher abgeraten wird. Was stimmt und wem soll ich Glauben schenken?
Es wäre toll, wenn mich jemand aufklären könnte!
Danke eure Kathleen

Mir sind keine „natürlichen“ Soja-Bohnen mehr bekannt. Das Naturprodukt kommt m. E. aus Staaten, die genveränderte Bohnen anbauen.

Zur Zeit steht mal wieder MONSANTO deftig im Fokus.

Mein Rat? Nur essen, was in heimischen Landen wächst.

Hallo Kathlee,
tut mir leid, habe mich mit dem Thema noch nicht auseinander gesetzt. Kann dir leider nicht weiter helfen.
mfg

"Vorteile im Überblick

Soja ist besonders wichtig für:

Kuhmilchallergiker und Menschen mit Laktose-Intoleranz: Als Ersatz für Milchprodukte.
Veganer und Vegetarier: gute Eiweißquelle und Fleischersatz.
Menschen, die Cholesterin meiden sollen: Soja ist cholesterinfrei.
Achtung: Manche Menschen reagieren allergisch auf Soja, zum Beispiel Birkenpollenallergiker. Grund: Bestimmte Eiweiße in Soja-Lebensmitteln ähneln dem Allergie auslösenden Eiweiß der Birkenpollen. Allergiker reagieren im schlimmsten Fall auf beides - eine sogenannte Kreuzallergie.
Soja enthält viel Gutes für die Gesundheit:

Hochwertiges Eiweiß: wichtig für Zellaufbau, Regeneration der Zellen sowie die Energiereserven des Körpers.
Viele Mineralstoffe und Vitamine.
Hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren: wichtig für Gefäße, Gehirn und Herz.
Hoher Anteil an Ballaststoffen: gut für die Verdauung.
Sojabohne: Das Original

Mehr als 1 000 verschiedene Sorten Soja gibt es auf der Welt. Die Früchte sind grün, braun, gelb, schwarzviolett oder gescheckt. Auch ihre Formen sind sehr verschieden. Die kleinen hellgelben Bohnen sind bei uns allerdings am häufigsten zu finden. Soja­bohnen dürfen wie unsere heimischen Hülsenfrüchte nicht roh gegessen werden. Sie eignen sich gut für Eintopfgerichte, sie bleiben beim Garen fest und zerfallen nicht so leicht. Sie geben Speisen einen angenehm nussigen Geschmack. Gekocht können aus Sojabohnen Gerichte wie Bratlinge, Salat oder Gemüsebeilage hergestellt werden. Ein leckeres Rezept mit Sojasoße: Asia-Lachs.

Sojadrink: Die Kuhmilch-Alternative

In der traditionellen Herstellung weichen Sojabohnen in Wasser ein. Danach werden sie vermahlen und mit Wasser gekocht. Anschließend wird das Püree ausgepresst und gesiebt. Die gewonnene Flüssigkeit ist der Sojadrink. Er bietet eine gute Alter­native zu Milch, gerade bei Milchzuckerunverträglichkeit oder Laktose-Intoleranz. Da der Kalziumgehalt nicht an den der „normalen“ Milch heranreicht, gibt es die Drinks auch mit Kalzium angereichert im Handel zu kaufen. Das Angebot beinhaltet nicht nur Sojadrink natur, sondern auch verschiedene Geschmacks­richtungen wie Schokolade, Vanille oder Erdbeere. Test: Sojadrinks.

Tofu: Der Sojaquark

Damit in Wasser gelöstes Sojapüree gerinnt, setzt die Industrie Nigari (Bittersalz aus Meer­wasser) oder ein anderes Gerinnungsmittel ein. Dadurch fällt das Eiweiß aus und verwandelt sich in eine quarkähnliche Masse. Diese wird so lange gepresst, bis die Masse die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Der so entstandene Tofu ist sehr gut verdaulich und eher neutral im Geschmack. Er lässt sich deshalb hervor­ragend zur Herstellung von süßen wie auch herzhaften Speisen verwenden: roh, in Salaten, Suppen oder in Aufläufen. Ideal als Fleischersatz in Würstchenform, Tofubolognese oder als Brotbelag.

Tempeh: Fermentiertes Sojaprodukt

Dieses Lebensmittel stammt ursprünglich aus Indonesien. Eingeweichte, gekochte Sojabohnen reifen unter Zugabe einer Schimmelpilzkultur. Tempeh erhält dadurch einen weißen Überzug aus Edelschimmel und einen kernigen Biss. Es ist wie Tofu leicht verdaulich, besitzt aber einen intensiven Geschmack, der an Pilze erinnert. Tempeh wird in Scheiben geschnitten, in Sojasoße getunkt, angebraten oder frittiert. Für Vegetarier und Veganer ein ideales Produkt: Durch die Fermentation ist es im Gegensatz zu anderen Sojaprodukten reich an Vitamin B12. Dieses Vitamin kommt ansonsten fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Es ist wichtig für Bildung und Abbau einzelner Aminosäuren sowie die Reifung von Körperzellen, insbesondere von roten Blutkörperchen.

Sojasoße: Der Klassiker

Das wohl bekannteste Würzmittel für asiatische Gerichte - die Sojasoße. Hergestellt wird sie aus fermentierten Sojabohnen und eventuell geröstetem Getreide. Aufgrund der Fermentation kann die Soße Alkohol enthalten. Der traditionelle Reifeprozess dauert ungefähr sechs Monate, bei hochwertigen Sorten bis zu fünf Jahre. Die gewonnene Soße wird gefiltert und pasteurisiert. Sie wird zum Marinieren, als Dipsoße, für Suppen oder zum Verfeinern von herzhaften Gerichten verwendet." (aus Stiftung Warentest)

Meine persönliche Meinung ist: Selbst ausprobieren. Bekommt es Dir gut, dann baue es ab und zu in Deinen Speiseplan ein. Würde aber nie generell auf Soja-Kost umsteigen.
Es gibt auch Menschen, die allergisch auf Soja-Produkte reagieren, z.B. hatte ein Bekannter von Soja-Milch total zugeschwollene Augenlider bekommen.
Nicht alles, von dem man sagt, es sei gesund, hilft einem. Auch musst Du wissen und für Dich entscheiden, ob Du das selbst überhaupt brauchst. Erkundige Dich bei Deinem Hausarzt, der kennt Dich und Deine Konstitution am besten.

Hallo,
Im Grunde stimmen beide Aussagen. Sojabohnen sind, wenn sie biologisch und somit auch gentechnikfrei gezogen sind gesund, vor allem sehr eiweißreich und enthalten viel Öl.
Je unnatürlicher sie hergestellt und verarbeitet werden, umso ungesünder sind sie für uns, was natürlich für andere Lebensmittel auch gilt.
Wenn man biologische Sojabohnen und zwar Mungbohnen keimen läßt, und sie frisch und roh genießt ist das ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel. Auch andere biologische und möglichst wenig denaturierte Sojaprodukte sind gesund. Im Übermaß genossen sind sie nicht gut verträglich, was aber für andere Lebensmittel auch gilt.
Faustregel ist also, so naturbelassen wie möglich und abwechslungsreich essen.
Hoffentlich konnte ich Dir ein bißchen weiterhelfen.

Gruß

illana

Hallo,
die Sojaprodukte sind sehr gesund. Der gesamte Organismus provitiert davon. So leiden z.B. auch die Frauen weniger in den Wechseljahren. Auch alle, die unter einer Lactose Intolleranz leiden, haben damit keine Probleme. Lass Dich mal durch die vielen Berichte nicht verunsichern, wenn Dir die Prdukte schmecken, esse und trinke sie. Sie haben auch weniger Fett.
Gruß Pumckl