hallo zusammen,
ich wollte mal eure meinung zu diesem buch hören:
„Sokratische Gesprächsführung in Therapie und Beratung. Eine Anleitung für
Psychotherapeuten, Berater und Seelsorger.“ von Harlich H. Stavemann, beltz pvu,
2003.
(http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3621274960/qid…
11_1/)
hat das schon jemand gelesen? ist das gut?
und: was haltet ihr von der vorgehensweise im therapeutischen setting?
grüße
tobias
Hi Tobias
lesenswert, ganz zweifellos, und gewinnbringend.
Auch ich habe hinreichend Anlaß zu der Vermutung, daß viele Therapien (jeder Art!) an der mangelnden Ausbildung in Gesprächs_führung_ seitens der Therapeuten scheitern.
Die Grundlage jeder kreativen Gesprächsführung liegt darin, dem anderen seine volle Verfügung über den Gebrauch seiner Sprache vorweg zu unterstellen - und ihn darin ernst zu nehmen. Das führt dann beim anderen zu erstaunlichen Überraschungen und Einsichten über sich selbst …
Ich habe allerdings noch niemals in einem „sokratischen Dialog“ mit jemandem, der behauptete, ihn zu beherrschen, erfahren können, was das denn eigentlich ist … *smile*
Fragen kann man viel … und „Hinterfragen“ und „in Frage stellen“ kann ebenso zu einem entpersonalisierten Schematismus werden, der den anderen gar nicht erreicht (oder ihn lediglich kognitiv erreicht), also nicht „wirksam“ ist, wie es im alltäglichen „ich sag was und du sagst was“-Dialog der Fall ist.
Das einsichtbringende Fragen ist eine Kunst, die bestimmte Voraussetzungen hat, die aber auch aus Platons Darstellung bzw. Rekonstruktion des Gesprächsstils von Sokrates nicht zu entnehmen ist …
Gruß
Metapher
nur durch übung?
hi metapher,
danke für deine darstellung.
Das einsichtbringende Fragen ist eine Kunst, die bestimmte
Voraussetzungen hat, die aber auch aus Platons Darstellung
bzw. Rekonstruktion des Gesprächsstils von Sokrates nicht zu
entnehmen ist …
… sondern nur durch üben, üben, üben. hab ich das richtig verstanden?
grüße
tobias