Solaranlage - rechnet sich das?

Hallo zusammen,

für unser geplantes EFH ist uns vom Bauträger eine Gasheizung + Solaranlage zur Wassererwärmung empfohlen worden. Umweltfreundlich ist das sicher, aber rechnet sich das auch? Für den Anschaffungspreis (ca. 4.500 Euro) kann ich ja ziemlich viel Gas verbraten.
Kann ich mit so einer Solaranlage wirklich die Gasheizung im Sommer komplett abschalten und wird das Wasser trotzdem richtig heiß?

Wer hat da Erfahrung und kann ein bißchen berichten, wie zufrieden er damit ist?

Vielen Dank!

Nein!
Nur, wenn die einmal eingebaute Anlage nie kaputt gehen würde und ewig drin bleibt, hat man nach zwei Jahrzehnten die Investition wieder raus.

Da aber jede Haustechnik nur 10 bis 15 Jahre hält, lohnt es sich nicht.

mfgConrad

Jein
Guten Morgen,
hat der Bauträger das nicht exakt vorgerechnet? So mit Zinsen, Förderung und allem drum und dran? Hier waren gestern zwei so Gestalten (einer mit oranger Warnweste), die haben die Leute ordentlich für doof verkauft: „Wir machen eine Vermessung, ob ihr Dach für Solaranlagen geeignet ist“ Dazu gabs „Infomaterial“ aus dem hervorging, dass es eine Solaranlage sozusagen zum Nulltarif gäbe und dass man heutzutage sowas einfach braucht. Ist so natürlich Quatsch.

Also, ich kann nur sagen, meine Schwester hat sich so ein Ding auf ihren Neubau gesetzt und freut sich den ganzen Sommer, dass der Gasbrenner wirklich so gut wie nie läuft. Auch Waschmaschine (mit Mischer, sonst ist das Wasser für eine 30 Grad Wäsche zu heiss) und Geschirrspüler sind da angeschlossen.

Ich würde mal mit spitzem Bleistift (besser Exeltabelle) rechnen und dann mal so interessehalber am Gaspreis drehen. Das ist natürlich spekulativ, aber ich persönlich gehe davon aus, dass der Preis dafür steigen wird.

http://www.irrq.com/de/solaranlage.php
Hier ist eine Beispielrechnung (allerdings für Photovolatik), nur mal so als Grundlage wie sowas aussehen kann.

Vielleicht kann man ja vorerst davon absehen und dann nachrüsten. Ich nehme mal an, die Technik schreitet in diesem Bereich recht schnell fort, dann wäre das vielleicht in wenigen Jahren rentabler. Wir stehen bald vor derselben Frage weil unser Dach neu gemacht werden muss.

Grüsse
kernig

Hallo,

wirklich lohnen tun sich meines Wissens nur Solaranlagen mit Heizungsunterstützung. Das hängt dann aber auch von der Wärmedämmung des Hauses ab. Bei sehr guter Wärmedämmung ist das Einsparpotenzial auch entsprechend gering und der Amortisationszeitraum entsprechend lang.

Allerdings gibt es da so eine Unwägbarkeit wie die Entwicklung der Energiepreise, die in den nächsten Jahren sicher deutlich aufwärts zeigen dürfte. Deswegen ist die Kalkulation nicht ganz so einfach.

Im Sommer reicht die Solaranlage durchaus für die Wassererwärmung aus. Über welchen saisonalen Zeitraum das der Fall ist, hängt von Standort, Größe, persönlichem Verbrauch, Wetter etc ab.

Als Beispiel: Wir haben einen Gasabschlag von 60 Euro (3 Personen). Rechne mal sehr großzügig 30 Euro für die Wassererwärmung - also 360 Euro im Jahr. Davon könnte ich bestenfalls 2/3 durch Solarwärme ersetzen. Also 240 Euro im Jahr. Bei 4500 Euro Anschaffungspreis hätte sich das in rund 20 Jahren amortisiert. Und diese Rechnung berücksichtigt nicht, dass die Anlage auch Wartung und Reparaturen benötigt oder den Zinsverlust.

Möglicherweise wäre das Geld sinnvoller in andere Energiespareinrichtungen (z.B. bessere Fenster) investiert.

Solaranlagen sind meines Erachtens auch immer ein gewisser Idealismus und wegen der Schonung der Resourcen durchaus auch sinnvoll.

Gruß, Niels

Hallo, bei nur Trinkwassererwärmung muss man schauen, wie viel heisses Wasser man wirklich verbraucht… dann rechnen lassen, wie viele qm gibt es auf dem Dach, wie gross ist der zum Verbrauch passende Tank usw.
Der Vorteil hier ist, es kostet insgesamt weniger. Wir haben eine Anlage mit Heizungsunterstützung (bauen lassen) was nach Abzug einer kleinen hessischen Förderung ca. 1000 Euro pro qm gekostet hat, incl. einer kleinen Reparatur am Dach, was an unserer alten Hütte uneben war…
Es stellte sich raus, wir konnten letzten Sommer den Ölbrenner auslassen - wohl bis September, dummerweise habe ich kein Buch geführt; auch den Sommer zuvor - ab Installation der Anlage - war der Brenner aus bis zur Übergangszeit. Wir haben schönrechnenderweise den sicherlich weiter steigenden Ölpreis mit unsere Überlegungen einbezogen. Stellten andererseits fest, dass wir das im Sommer erzeugte warme Wasser nie verbrauchen konnten. (8oo ltr Tank innerhalb 1,5 Sonnentagen auf 80 ° C erwärmt - dann gedrosselt.)
Jetzt im Winter zeigt sich, die 10 Jahre alte Heizung bräuchte eigentlich eine etwas intelligentere Steuerung, also bin ich öfters mal mit den Stellrädchen und den Zeitschaltuhren zugange, damit während der Nacht der tagsüber mehr oder weniger per Ölbrenner auf 48 ° erhitzte Tank nicht leer läuft sprich abkühlt…
Rechnet sich das? Ich muß hier im Ort öfters Auskunft geben und sage bis jetzt immer noch: Keine Ahnung, wir beobachten noch.
Gruß Werner
PS: Unser Installateur gab zum besten, die einzig sinnvolle Kombination sei ja eigentlich Solarheißwasser und Fußbodenheizung, weil diese einfach weniger Vorlauftemperatur braucht…
könnte so stimmen oder was sagen die Vorredner?

Mahlzeit!

Ich würde mal mit spitzem Bleistift (besser Exeltabelle)
rechnen und dann mal so interessehalber am Gaspreis drehen.

Das ist der entscheidene Punkt, wo geht der Preis hin.

http://www.irrq.com/de/solaranlage.php
Hier ist eine Beispielrechnung (allerdings für Photovolatik),
nur mal so als Grundlage wie sowas aussehen kann.

Die Berechnung sollte man besser nicht nutzen. Die Rendite einer
Photovoltaikanlage ergibt zum großen Teil aus den steuerlichen
Gestaltungmöglichkeiten und die wurden gänzlich ignoriert.

Gruß
Stefan

Ja …
… ist möglich.

Auch hallo!

Das kann und muß man für jede Anlage individuell rechnen. Allgemein
gilt sicher eine Solaranlage mit Heizungsanschluß ist
wirtschaftlicher als eine Sollaranlage nur zur
Warmwasseraufbereitung. Hat das Haus eine Fußbodenheizung,
dann ist es noch besser aufgrund der niedrigen Vorlauftemperaturen.

Dachgröße, Dachneigung und Dachausrichtung spielen natürlich auch eine
wesentliche Rolle und beeinflussen heftigst den zu erwartenden Ertrag.

Spekuliert ihr nur auf Rendite dann kann eine Photovoltaikanlage
besser sein, dies hängt dann auch von eurem persönlichen Steuersatz
ab.

Du siehst eine allgemein gültige Antwort gibt es nicht für alle
Häuser, da muß schon mal jemand mit ausreichend Ahnung mächtig
rumrechnen.

Bedenke auch, der Gaspreis ist seit 2000 etwa um 50% gestiegen.
Mit den Befürchtungen das der Preis weiter so steigt, solltet ihr
auf jeden Fall alle nötigen Rohre für eine Anlage legen lassen
auch wenn ihr sie jetzt noch nicht installiert. Im nachhinein
Rohre durch ein Haus zu legen ist Horror.

Gruß
Stefan

Nachfrage
Hallo.

Die Berechnung sollte man besser nicht nutzen. Die Rendite
einer
Photovoltaikanlage ergibt zum großen Teil aus den steuerlichen
Gestaltungmöglichkeiten und die wurden gänzlich ignoriert.

Mal rein aus Interesse - welche Gestaltungsmöglichkeiten denn?
Ich betreibe mit der Anlage ein Gewerbe, habe ausser den Wartungs- und Reparaturkosten und der Abschreibung keine Aufwendungen. Erträge nur durch die Stromlieferung.

Wo habe ich denn da einen Gestaltungsspielraum? Hab ich was übersehen?

Grüße
Joshua

Nur, wenn die einmal eingebaute Anlage nie kaputt gehen würde
und ewig drin bleibt, hat man nach zwei Jahrzehnten die
Investition wieder raus.

woher hast Du so genaue Informationen?

Da aber jede Haustechnik nur 10 bis 15 Jahre hält, lohnt es
sich nicht.

weiter oben ist mein Erfahrungsbericht

mfgConrad

Gruß Bernd

Hallo,

ich bin auch der Meinung, daß es sich zukünftig mal lohnen könnte,
wenn die Ernergiepreise weiter steigen und die alternativen
Konzepte vergleichsweise entsprechend billiger werden.

Derzeit heiß es aber: „Besser weniger Energie verbrauchen statt
billigere Energie zu verbrauchen“. Investiere also das Geld besser
in Maßnahmen zur besseren Isolierung.

Aber schon alle notwendigen Installationen (Rohre, Steuerleitungen),
vorbereiten lassen aber noch nicht gleich die Panels auf Dach bauen.

Praktisch habe ich folgende Situation:

  • EFH, vor über 10 J. gebaut, echtes Niedrigenergiehaus
  • 3-4 Personen
  • Im Sommer ca. 25-30m³ Gasverbrauch nur für Warmwasser

Du siehst, nur für Warmwasser würde es absolut nicht lohnen,
tausende € dafür auszugeben, wo doch der Jahresverbrauch nur
bei ca. 200€ liegt.

Gruß Uwi

für unser geplantes EFH ist uns vom Bauträger eine Gasheizung

  • Solaranlage zur Wassererwärmung empfohlen worden.
    Umweltfreundlich ist das sicher, aber rechnet sich das auch?
    Für den Anschaffungspreis (ca. 4.500 Euro) kann ich ja
    ziemlich viel Gas verbraten.
    Kann ich mit so einer Solaranlage wirklich die Gasheizung im
    Sommer komplett abschalten und wird das Wasser trotzdem
    richtig heiß?

Wer hat da Erfahrung und kann ein bißchen berichten, wie
zufrieden er damit ist?

Vielen Dank!

Hallo Grit,

warum seid Ihr denn nun gerade bei der Solaranlage so darauf aus, dass sie sich „rechnet“? Rechnet sich denn Euer Haus? Das Auto? Die Einbauküche? Der Fernseher? Die Teppiche?..
Und Du siehst ja schon an den Antworten - man kann es so oder so rechnen und man kann jedes beliebige Ergebnis rausbekommen. Es sind einfach zuviele Unbekannte im Spiel. Was wissen wir denn schon über den Gaspreis in den nächsten 20 Jahren? Vielleicht gibt es solche politischen Entwicklungen, dass uns die Erzeuger irgendwann mal ganz den Hahn zudrehen. Und wenn auch nur mal für ein paar Wochen - wer weiß das schon?
Und jetzt mal was technisches. Deine Gasheizung wird so dimensioniert, dass sie im kältesten Winter das ganze Haus schön warm bekommt. Mit der Warmwasserbereitung im Sommer ist sie ganz schön unterfordert. Das heißt - sie wird sich immer mal für kurze Zeit einschalten. Diese Betriebsweise ist extrem unwirtschaftlich, es wird mehr Gas verbraucht als bei normalem Betrieb und der Verschleiß ist viel höher. Mit einer guten Solaranlage kannst Du erreichen, dass der Gasbrenner auch mal für längere Perioden ausbleibt. Er wird also viel länger leben als ohne Solaranlage - wie willst Du sowas in die Berechnung einbeziehen?
Vielleicht hat Euer Gaswerk mal ne Havarie. Vielleicht kommt irgendwann mal ne üble Steuer auf Gasheizungen, weil irgendjemand plötzlich entdeckt hat, dass da schlimme Schadstoffe ausgestossen werden.
Also zuviele unbekannte Sachen, um vernünftig irgendwas rechnen zu können.
Wenn Ihr neu baut und eine geeignete Lage habt, gibt es doch eigentlich sowieso nichts zu überlegen. So einfach wie beim Neubau wird es nie wieder. Nehmt integrierte Kollektoren, also welche, die die Dachhaut ersetzen. Das sieht auch besser aus.
Ein zukunftssicheres Haus sollte nie auf eine einzige Energiequelle setzen, das ist heutzutage einfach viel zu riskant. Also baut am besten noch zusätzlich einen Kamin ein. Der rechnet sich sicher auch nicht, aber er beruhigt ungemein.

Na dann, ans Werk. Und denk dran - man baut nur einmal!

Olaf

Hallo zusammen,

für unser geplantes EFH ist uns vom Bauträger eine Gasheizung

  • Solaranlage zur Wassererwärmung empfohlen worden.
    Umweltfreundlich ist das sicher, aber rechnet sich das auch?
    Für den Anschaffungspreis (ca. 4.500 Euro) kann ich ja
    ziemlich viel Gas verbraten.
    Kann ich mit so einer Solaranlage wirklich die Gasheizung im
    Sommer komplett abschalten und wird das Wasser trotzdem
    richtig heiß?

Wer hat da Erfahrung und kann ein bißchen berichten, wie
zufrieden er damit ist?

Hallo
es gibt halt verschiedene Erfahrungen. Wichtig!- Ist die Lage günstig? D.h. Dachneigung (günstig 45^), Ausrichtung (günstig Süden),Regionale Bedingungen (mittlere jährliche Sonneneinstrahlung)
Ich wohne im Erzgebirge, hier ist die Sonne nicht so fleißig wie in den meisten anderen Gebieten Deutschlands. Ich habe es dennoch gemacht, da Dachneigung(45^) und Ausrichtung(Süd) es zu liesen. Die Installation wurde von mir selbst (+2 Helfer bei Montage der Module auf dem Dach) durchgeführt. Für die 10 qm Solaranlage mit 4 Kollektoren, Rohrleitung, Isolierung, Regelung mit Wärmemengenzähler, Wärmetauscher, Elektroverdratung und sicherheitstechnische Ausrüstung (Warmwasserbereiter war vorhanden) habe ich 4990 D Mark bezahlt. Fördermittel und Installationsmaterial sind mit verrechnet.
Die kwh konnte 2001 mir 0,11€/kwh angesetzt werden, jetzt müssen 0,18 €/kwh herangezogen werden. Unter Beachtung der Gaspreisentwicklung (jähriche Anpassung) muss also die Anlage 16000 kwh erbringen damit sich die 4990 D Mark (rund 2500€)amortisieren. Dieser Zählerstand war im April 2007 erreicht. Also um schwarze Zahlen zu schreiben brauchte die Anlage 5 Jahre und 10 Monate. In den Sommermonaten Mai bis August versorgt sie einen 3- Personen Haushalt mit Warmwasser. Bei ganztägig Sonne jetzt (März/April)heizt die Sonne 800 Liter auf 75^C auf! Hält die Sonnenscheindauer über mehrere Tage, kann die Menge Warmwasser nicht abgenommen werden (schaltet ab). Bei mehr als drei Regentagen muss doch mal nachgeheizt werden! Ich beabsichtige eine Speichererweiterung. Im Winter hilft sie die Fussbodenheizung auf Temperarur zu halten (ca.40^C Vorlauf). Die Wirkung ist hier eher gering, da im Dezember und Januar wenig Sonneneinstrahlung ist.
Die Anlage habe ich von einem Fachbetrieb (nicht Baumarkt) mit Installationsanweisung, Bauplan u.s.w. geliefert bekommen. Der 800 Liter Boiler war schon vorhanden. Ich habe Flachkollektoren installiert. Es gibt auch teurere Röhrenkollektoren, sieht man nur sehr selten auf den Dächern. Die Kollektoren können auch in das Dach eingebaut werden (empfohlen bei Neubau), das spart Dacheindeckung.
Meine Meinung: sehr zu empfehlen, besonders bei Neubau in Verbindung mit Fussbodenheizung und etwas Eigenleistung, Energie wird immer teurer, damit amortisiert sich die Anlage immer schneller.
Gruß Bernd

Morgen!

Mal rein aus Interesse - welche Gestaltungsmöglichkeiten denn?

Und das dir als Bilanzbuchhalter… :smile:

Ich betreibe mit der Anlage ein Gewerbe,

Ergo solltest du einen Steuerberater haben oder? Sicher ist
das Gewerbe dann auch angemeldet worden mit Betrieb und Beratung
von Photovoltaikanlagen oder?

habe ausser den Wartungs- und Reparaturkosten und der Abschreibung
keine Aufwendungen. Erträge nur durch die Stromlieferung.

Also ich schon, beginnent bei Diasagio, Schuldzinsen, Fahrten zu
Kreditinstituten, Fahrten zu Beratungstätigkeiten (jeder Hins und
Kunz möchte nämlich wissen ob sich das lohnt), Papier, Miete des
Zählers, Drucker, Telefonkosten, usw.
Sicherlich ist auch die Recherche im Internet wichtig was andere
an Ertrag hatten um festzustellen ob die eigene Anlage noch
störungsfrei läuft, was ja nicht so einfach rauszubekommen ist.

Wo habe ich denn da einen Gestaltungsspielraum? Hab ich was
übersehen?

Mir scheint am Steuerberater hat man dann gespart oder?

Gruß
Stefan

Och nöö!
Morgen!

Die kwh konnte 2001 mir 0,11€/kwh angesetzt werden, jetzt
müssen 0,18 €/kwh herangezogen werden.

Den Preis gibt es nirgens für Gas, ich zahle etwa 0,075€/kWh heute.
Siehe auch http://www.verivox.de/gas/

Gruß
Stefan

PS: Deine Anlage ist immer noch in den Miesen.

Hallo

Wichtig!- Ist die Lage
günstig? D.h. Dachneigung (günstig 45^),

45° ist OK, am besten ist aber etwas über 30°. Warum? Die Anlage wird nur selten von nahezu senkrecht einfallenden Sonnenstrahlen getroffen. Zum einen, weil die Sonne nicht ständig im Süden steht, zum anderen, weil öfter Bewölkung als klarer Himmel herrscht.
Unter diesen Bedingungen arbeiten die Solaranlagen zum überwiegenden Teil mit Streulicht. Steht der Kollektor zu aufrecht, wir weniger Streulich empfangen, da der Kollektor mehr vom Dunklen Boden „sieht“. Die beste Ballance zwischen dem Energiegewinn durch direkte Sonnenbestrahlung und Streulich wird bei den angegebenen gut 30° erreicht.
Dabei ist die direkte Bestrahlung im Sommer irrelevant, da - wie du selbst schreibst - unter diesen Bedingungen sowieso genug Energie zur Verfügung steht. Wichtig ist also, die schwachen Zeiten und damit das Streulicht optimal auszunutzen.

Gruß, Niels

Die Berechnung sollte man besser nicht nutzen. Die Rendite
einer
Photovoltaikanlage ergibt zum großen Teil aus den steuerlichen
Gestaltungmöglichkeiten und die wurden gänzlich ignoriert.

Bei der Berechnung von Photovoltaik Anlagen wird leider nirgends berücksichtigt, dass die Panele auch mal einen Defekt haben. Das kommt gar nicht so selten vor. Dann bekommt man zwar das Panel meist auf Garantie, aber der Ab- und Aufbau geht ins Geld. Das bekommt man aber nicht ersetzt.
Wenn man die Hersteller nach den Ausfallraten, fragt, dann herrscht plötzlich großes Schweigen.
Gemein sind die schleichenden Leistungsminderungen der Panele. Die merkt man meist erst recht spät oder überhaupt nicht. Nur beim Ertrag wird es immer weniger.
Mit den ganzen Zusatzbelastungen und dem Minderertrag ist die ganze schön gerechnete Finanzierung dann schnell an den Grenzen der Rendite.
Ich wurde stutzig, als ich feststellte, dass sehr viele PV-Anlagen von Kreditvermittlern mit Nullahnung bei technischen Fragen beworben und vermittelt werden. Wenn man da die falschen Fragen stellt, tauchen die ganz schnell auf Nimmerwiedersehen ab, besonders, wenn man auch die wahrscheinlichen Nachfolge- und Wartungskosten in einer Wahrscheinlichkeitsrechnung schriftlich bestätigt haben möchte.
Da muß man sich fragen, wo da das wirkliche Geld verdient wird. Beim Hersteller der Module, beim Kreditvermittler, dem ausführenden Handwerker oder beim Bezahler.

Morgen!

Bei der Berechnung von Photovoltaik Anlagen wird leider
nirgends berücksichtigt, dass die Panele auch mal einen Defekt
haben.

Selbstverständlich wird das bei seriösen Rechnungen mitberücksichtigt. Wie bei vielen Anlagen dieser Größenordnung ohne mechanischen Teile
setzt man 1% - 1,5% und Jahr vom Anschaffungspreis an. Darin enthalten
ist dann auch die Versicherung meist sogar mit Ausfallsicherung.
Die Module haben 25 Jahre Garantie und der Wechselrichter 10 Jahre.

Das kommt gar nicht so selten vor. Dann bekommt man
zwar das Panel meist auf Garantie, aber der Ab- und Aufbau
geht ins Geld. Das bekommt man aber nicht ersetzt.

Was nennst du geht ins Geld, 2-3h mit Anfahrt, also in Summe etwa
200€ - 250€.

Wenn man die Hersteller nach den Ausfallraten, fragt, dann
herrscht plötzlich großes Schweigen.

Wen hast du denn gefragt, ich kenne das anders.

Gemein sind die schleichenden Leistungsminderungen der Panele.
Die merkt man meist erst recht spät oder überhaupt nicht. Nur
beim Ertrag wird es immer weniger.

Wenn man sich drum kümmert merkt man das schon, außerdem wird sogar
dies mitgerechnet mit 1% Leistungsverlust pro Jahr. Wenn du dir
die Garantiebedingungen der Panelhersteller anschaust dann steht
da sogar 10 Jahre Garantie auf 90% Leistung und 25 Jahre auf 80%.

Mit den ganzen Zusatzbelastungen und dem Minderertrag ist die
ganze schön gerechnete Finanzierung dann schnell an den
Grenzen der Rendite.

Dann rechne mal vor…

Ich wurde stutzig, als ich feststellte, dass sehr viele
PV-Anlagen von Kreditvermittlern mit Nullahnung bei
technischen Fragen beworben und vermittelt werden. Wenn man da
die falschen Fragen stellt, tauchen die ganz schnell auf
Nimmerwiedersehen ab, besonders, wenn man auch die
wahrscheinlichen Nachfolge- und Wartungskosten in einer
Wahrscheinlichkeitsrechnung schriftlich bestätigt haben
möchte.

Das wolltest du von einem Bänker (Kreditvermittler) haben?
Wenn du dich nicht selbst um diese Dinge kümmerst, dann laß es
besser. Meinst du ernsthaft da kommt jemand daher und zeigt dir
wie eine Gelddruckmaschine funktioniert?

Da muß man sich fragen, wo da das wirkliche Geld verdient
wird. Beim Hersteller der Module, beim Kreditvermittler, dem
ausführenden Handwerker oder beim Bezahler.

Was hat das mit der Rendite für den Betreiber eine Photvoltaik
Anlage zu tun. Wenn mein Säckel stimmt dann können die Hersteller
von mir aus Geld scheffeln bis zum abwinken.

Mal so am Rande:
Selbst das Finanzamt mußte zustimmen, das ein Gewerbe zum Betrieb
einer Photovoltaikanlage eine nicht zu leugnende Gewinnabsicht hat
und auch realisiert wird. Solltest du nach Krediten schauen dann
doch bitte bei der kfw, die sind dafür da.

Aber es stimmt schon, wenn man sich nicht selber um alles kümmert
dann wird das nichts.

Gruß
Stefan

Morgen!

Nabend.

Und das dir als Bilanzbuchhalter… :smile:

Naja, jemand sagte mal, dass man durch Fragen nicht dümmer wird.

… Gewerbe dann auch angemeldet worden mit Betrieb und Beratung…
Also ich schon, beginnent bei Diasagio, Schuldzinsen, Fahrten
zu
Kreditinstituten, Fahrten zu Beratungstätigkeiten (jeder Hins
und
Kunz möchte nämlich wissen ob sich das lohnt), Papier, Miete
des
Zählers, Drucker, Telefonkosten, usw.

Stimmt, beim Disagio habe ich einen Gestaltungsspielraum. Nehme ich es gleich in den Aufwand oder verteile ich es auf die Laufzeit der Finanzierung.
Der Rest ist für eine Privatperson, die sich einfach eine Photovoltaikanlage installieren lässt doch eher von untergeordneter Bedeutung. Ob ich bei einer Investition von 40.000 Euro den Packen Papier für 3,90 noch als Aufwand ansetzen kann … Gestaltungsspielraum würde ich das nicht nennen - schon gar nicht mit wesentlichem Einfluss auf die Rendite.
Und zum Thema Beratung - wenn aus der Beratung keine Einnahmen fließen, dürfte sich das auch schnell erledigt haben. Das Finanzamt nennt sowas auch Gestaltung - allerdings -smissbrauch.

Grüße
Joshua

Morgen Joshua (zuviel WarGames geschaut?)!

Stimmt, beim Disagio habe ich einen Gestaltungsspielraum.
Nehme ich es gleich in den Aufwand oder verteile ich es auf
die Laufzeit der Finanzierung.
Der Rest ist für eine Privatperson, die sich einfach eine
Photovoltaikanlage installieren lässt doch eher von
untergeordneter Bedeutung.

Sehe ich nicht so, es gibt da einige Stellschrauben, wenn man
sich allerdings entschieden hat ist nicht mehr viel zu ändern.
-Anteil der Fremdfinanzierung 0% - 100%
-Anzahl der tilgungsfreien Jahre, 0 - 2 ist üblich
-Laufzeit des Darlehns
-Degressive oder lineare Abschreibung

Ob ich bei einer Investition von
40.000 Euro den Packen Papier für 3,90 noch als Aufwand
ansetzen kann … Gestaltungsspielraum würde ich das nicht
nennen - schon gar nicht mit wesentlichem Einfluss auf die
Rendite.

Gestaltungsspielraum ist das nicht mehr aber es sind Kosten die
entstehen und sich durchaus auf 200€ - 300€ belaufen und bei
einem Spitzensteuersatz von >35% (sehr moderates Einkommen
angenommen), sind das halt 100€ Netto pro Jahr.

Und zum Thema Beratung - wenn aus der Beratung keine Einnahmen
fließen, dürfte sich das auch schnell erledigt haben. Das
Finanzamt nennt sowas auch Gestaltung - allerdings
-smissbrauch.

T’schuldigung aber das ist Unsinn. Es wäre ja noch schöner wenn das
Finanzamt entscheiden könnte welche Abteilung in meiner Firma
rentabel ist und welche nicht. Aus welchen Gründen ich Beratung
anbiete und welche finanziellen Vorteile ich mir davon verspreche
geht das Finanzamt nichts an, immerhin bin ich der Unternehmer.

Wenn die Abschreibgung dann zu Ende ist und es auch keine Zinsen
mehr zu zahlen gibt und tatsächlich dann Gewinne erwirtschaftet
werden, dann solltest du mal darüber sinieren ob es nicht besser
ist die Anlage dem Nachwuchs zu schenken.

Gruß
Stefan