Solarfeld als geldanlage?

Hey leute!

ich denke ich bin hier richtig, wenn nicht tuts mir leid.

also mich würde mal interressieren ob man mit einer solaranlage geld machen kann. es gibt ja ne menge hausbesitzer die sich eine photovoltaik anlage aufs dach montieren und nach paar jahren abzahlen machen sie ein plus in dem sie den strom ans großnetz verkaufen.
wenn man jetzt 500.000 eur hätte, es spielt jetzt mal keine rolle woher und warum, wie groß wäre dann in etwa das feld solarfeld das man dafür bekommen würde?
und was noch wesentlich interresanter ist: wieviel würde diese monatlich einbringen?
habe schon gegoogelt und rechner gefunden, das sind aber nur welche für die dächer, und die gehen auch nie davon aus dass man das geld zur verfügung hatt

Bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die im Internet eingestellt sind, sollte man vorsichtig sein: das sind größtenteils Berechnungen von den Anbietern selber.
Selbst Stiftung Warentest ist in die Kritik geraten, weil es sehr „anbieterfreundliche“ Rechnungen veröffentlicht hat.

Zudem gabs in der Vergangenheit einige Risiken, die gerne verschwiegen werden,z.B.:

  • bei einigen Solaranlagen sind die Zellen reihenweise kaputtgegangen, ohne dass die Anbieter Ersatz leisten wollen bzw. wollten
  • in der Landwirtschaft scheint es so zu sein, dass die Inhaltsstoffe der Luft (gülle und sonst was) einen negativen Effekt haben auf die Haltbarkeit

… und außerdem
Hallo,

Zudem gabs in der Vergangenheit einige Risiken, die gerne
verschwiegen werden,z.B.:

  • bei einigen Solaranlagen sind die Zellen reihenweise
    kaputtgegangen, ohne dass die Anbieter Ersatz leisten wollen
    bzw. wollten
  • in der Landwirtschaft scheint es so zu sein, dass die
    Inhaltsstoffe der Luft (gülle und sonst was) einen negativen
    Effekt haben auf die Haltbarkeit

Im Fernsehen habe ich neulich einen Bericht über den Diebstahl von Solarmodulen (von fremden Dächern) gesehen. Da war eine der Montagefirmen daran beteiligt; der Besitzer der Solaranlage kam ihr dadurch auf die Schliche, dass sie kurz nach dem Diebstahl seine Solarzellen auf ein fremdes Haus montiert haben.

Wie willst du Solarzellen in Bodenhöhe auf einem Feld schützen? Da kommt ja jeder dran!

Ganz abgesehen davon: Wieviel Monate hatten wir diesen Winter Schnee? Willst du den dann jeden Tag von deinen Solarzellen räumen? Ist der Schnee bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Internet überhaupt berücksichtigt?

Sorry, nix gegen Solarzellen, aber es gibt da diverse Probleme. Ich wäre da vorsichtig; würde lieber in Solaraktien investieren, oder in ein Haus, wo man die Solarzellen dann aufs Dach montieren kann :wink:

Schöne Grüße

Petra

das ist dann wohl nix mit solarzellen^^

aber eines muss ich noch sagen:
es gibt versicherungen die sowas abdecken, das mit dem feld ist auch keine neue idee, das hatt einer in meiner umgebung gemacht, ein landwirt. ist ein ganzes feld voller zellen, abgesichert durch bissle zaun. und das mit dem schnee, also wenn ich mir die s.zellen so anschaue im winter wahrn die doch eigentlich immer ziemlich schnell vom schnee befreit weil sie so eine glatte oberfläche haben, oder liegts an was anderem?

aber ich will mal meinen grundgedanken erläutern:
nach dem motto „gemeinsam schafft man mehr“ dachte ich mir:
man nehme einen ziemlich großen batzen geld, zusammengetragen von vielen kleinen investoren (sowas wie privatkredite), und investiert in etwas was dann nach ein paar jahren gewinn abwirft. der gewinn wird auf die privaten kreditgeber aufgeteilt und somit haben alle ein wenig was von dem kuchen.
Beispiel:
eine person mit 2500 eur hatt mäßige bis keine möglichkeiten in etwas anständiges zu investieren. geben 10 personen 2500 eur in den pott sieht die sache schon anders aus.
der haken ist nur eine sache zu finden die bei steigender einsatzhöhe immer höhere gewinne abwirft, sonst sind 2500 eur im endeffekt genau so viel wie 25000 eur.
versteht ihr was ich mein oder is es zu kompliziert beschrieben?

Also, aller Unkenrufen vor mir zum Trotz kann die Sache mit der Freiflächenanlage sehr wohl funktionieren.
Was man braucht ist vor allem erst mal der entsprechende Platz, und natürlich eine Genehmigung, so eine Anlage zu bauen.
Dann lässt man sich verschiedene Angebote machen, natürlich muss man sich selbst auch mit der Materie beschäftigen.

Zum Schnee-das hab ich hier schon mal geschrieben-erstens ist der Leistungsabfall im Winter bei seriösen Wirtschaftlichkeitsberechnungen einkalkuliert, in dem mit der DURCHSCHNITTLICHEN Sonneneinstrahlung gerechnet wird. Diese kann man sich für seine Gegend im Netz ergoogeln, Wetterdienste stellen die zur Verfügung.
Zudem taut so ein Solarmodul relativ schnell ab, wenn es entsprechend installiert ist. Schneller als ein „normales“ Dach zB.

Sicher kann das funktionieren, aber das ist ein feld für Profis.
Nicht umsonst werden in Nordafrika gigantische Solaranlagen gebaut von Energiekonzernen.
Davon abgesehen habe ich noch nie eine seriöse Wirtschaftlichkeitsrechnung für solche Anlagen gesehen, die werden fast immer von den anbietern geschönt, und sind von einem Laien nicht zu durchschauen.
Desweiteren habe ich bei einem Einzelprojekt (mit verschiedenen Kapitalanlegern!) erhebliche Probleme: Ich kann das Risiko nicht umlegen auf andere Projekte (Diversifizierung); Streitigkeiten unter den Gesellschaftern)

Sicher kann das funktionieren, aber das ist ein feld für
Profis.

Geb ich Dir Recht

Nicht umsonst werden in Nordafrika gigantische Solaranlagen
gebaut von Energiekonzernen.

So gross müssen die gar nicht sein.

Davon abgesehen habe ich noch nie eine seriöse
Wirtschaftlichkeitsrechnung für solche Anlagen gesehen,

Ich schon-meine eigenen. (Ich verkauf die Dinger nicht…)

die werden fast immer von den anbietern geschönt, und sind von
einem Laien nicht zu durchschauen.

Deshalb sollte man sich die auch nicht vom Verkaufer der Module machen lassen…

Die eigenen sind immer die besten.
Bin mir gerade dabei, das Problem etwas näher zu betrachten.
Ist halt nur ein bisschen viel Arbeit, sich in die Materie einzuarbeiten.

Ist halt nur ein bisschen viel Arbeit, sich in die Materie
einzuarbeiten.

Stimmt. Wer das Gegenteil behauptet. lügt.

die idee an sich ist gut, hatt man den richtigen platz, den richtigen anbieter und die richtigen geldgeber unter einem hut gebracht kann man damit durchaus einen guten gewinn erzielen.
allerdings ist es für einen laien schier unmöglich so etwas auf die beine zu stellen wenn man weder ahnung noch erfahrung auf diesen gebiet hatt.
richtig so?

dazu würde mir folgende lösung einfallen:
sich als erstes mit der materie vertraut machen, wenn man den vollen durchblick hatt holt man sich eine lizenz um im namen der konzerne solaranlagen an privatpersonen zu verkaufen. nach ein paar jahren hatt man dann genug erfahrung und connections gesammelt um sowas zu praktizieren.
hört sich schon fast wie ein halbes lebenswerk an, ich denke das ist es dann auch.

Unser Dach mit ca 12m x 6m Fläche hat vor 5 Jahren ca 40.000 (?) gekostet. Hatte damit wenig zu tun, daher weiss ich das nicht sooo genau.

Dafür bekommen wir glaub 40ct/kW. Es gibt aber eine Grenze (entweder bestimmte Fläche oder bestimmte kW), dann sinkt die Vergütung glaub richtung 20ct.

Weil ich das mit dem Diebstahl mal wieder gelesen hab…: Die Versicherung ist nicht wirklich teuer - ist in der Hochrechnung berücksichtigt, wann wir abbezahlt haben (ca 8 Jahre) - und die Versicherung beinhaltet nicht nur Diebstahl, sondern auch Vandalismus etc.

Es gibt auch Solarparks, an denen ist der Investor pleite gegangen. Entweder eine Warnung für dich, oder vielleicht sogar eine günstige Gelegenheit?

mfg

Hallo und guten Morgen,

sowas gibt es schon seit 100 Jahren:
genauso funktionieren nämlich Genossenschaften.Übrigens auch die Bausparkassen funktionieren so.

Tur mir leid für dich, es wird wohl nichts mit de neuen geschäftsidee.

Gruß

Sohn Mannheims

Auch wenn schon Fazit drübersteht, hier noch ein Kommentar.

Es gibt schon Genossenschaften, häufig zum Beispiel über die örtliche Spasskasse oder Voba abgewickelt, für Solaranlagen größerer Art z.B. auf Dächern von Firmen.

Vielleicht mal diesen Weg gehen, von der Seite, dass man Anbieter der Fläche ist.

Gruß

slam

Differenzieren
Hallo,

die Kosten je kWh sinken bei größeren Anlagen, die Vergütung auch. Ebenso bringen Dachflächen oder Fassaden mehr als Freifläche, heute gebaute mehr als morgen gebaute. Daher ist größer nicht unbedingt besser, Bauern setzen z.B. eine Halle unter „ihr Freifeld“. (http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Ge…)

Eine gute Rendite ist in allen Größenordnungen möglich, doch sind die Risiken Diebstahl, Vandalismus, Bauteil-Ausfall, Bauschäden am Ständerwerk, bei der Planung oder Verteilung übers Ohr gehauen werden … nur begrenzt absicherbar. (Prämie steigt, Hersteller geht pleite, Versicherung kündigt nach erstem Schadensfall, Geldeinsammler verschwindet…)

Bevor Du also fremdes Geld sammelst, solltest Du irgendetwas mitbringen (Erfahrung mit Geld, Verkäufertyp, Erfahrung mit Solaranlagen, eigenes Dach, …)

Gruß
achim

Morgen!

Wie willst du Solarzellen in Bodenhöhe auf einem Feld
schützen? Da kommt ja jeder dran!

Eine Versicherung kostet nicht viel und ist bei einer seriösen
Wirtschaftlichkeitsberechnung enthalten. Selbst der Ausfall
ist in aller Regel mitversichert.

Ganz abgesehen davon: Wieviel Monate hatten wir diesen Winter
Schnee?

Und?

Willst du den dann jeden Tag von deinen Solarzellen räumen?

Von Solarzellen wird kein Schnee geräumt, muß man immer diese
Märchen verbreiten?

Ist der Schnee bei den Wirtschaftlichkeitsberechnungen
im Internet überhaupt berücksichtigt?

Selbstverständlich, übrigens ob mit oder ohne Schnee im Moment machen
die Panels sowieso kaum bis keinen Strom.

Sorry, nix gegen Solarzellen, aber es gibt da diverse
Probleme.

Du scheinst sie aber nicht zu kennen.

Gruß
Stefan

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hmm, ob man sich d als vermittler zwischen sparkasse und firma stellen kann?

wäre ja toll, wenn man erstmal die materie inne an, ist es vom prinzip reine kundenaquisition. und das ist eine fleißarbeit. :smile:))

genau das hab ich heute auch erfahren, solaranlagen auf den dächern für private bringen mehr als ein riesen feld.
sehr schade ich fand die idee toll aber so ist nun mal die wahrheit :frowning:

das es nach diesen prinzip schon verwirklichungen gibt is kla, aber nur weil es das schon gibt heist es doch noch lange net das das gesamte konzept fürn a** is^^

stell dir mal vor es gäbe nur ein schuhladen, nur einen metzger, nur einen autohersteller…

verstehst was ich mein?

aber im falle soli ist das hinfällig, siehe beitrag von mir weiter oben

aus der anderen Perspektive
Hallo Orlando,

Solaranlagen rentiert sich, weil sie von uns bezahlt werden. Eine Hausanlage von ~ 20.000€ bringt ein Familie und ihre Nachbarn/Bekannten dazu, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, die zahle ich gerne mit. Ein Industriedach für 1Mio, eine Freifläche für 10Mio schon nicht so gerne.

Aberwitzig wird es m.E. dann, wenn z.B. unsere Stadt ernsthaft zwischen Dämmung oder PV-Anlage entscheidet.

gruß
achim