Soldaten für Schröder !

Hallo und guten Abend,

hey klasse, ich wußte gar nicht, dass die Bundeswehr parteipolitisch „benutzt“ werden darf.
Meines Wissens ist die Bundeswehr noch nie zuvor für Wahlkampfpropaganda mißbraucht worden (seit Bestehen der Bundesrepublik) und ich finde Struck ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen. Schröder übrigens auch, denn er läßt seinen Namen schließlich mißbrauchen. Wieso äußert sich Thierse nicht dazu?
Wie stehen eigentlich die Soldaten selbst dazu? Ich habe noch keinerlei Kommmentare von dieser Seite gehört/gelesen. Und die Grünen?
Ob morgen etwas in der Zeitung steht um meine Neugier zu befriedigen…

Gute Nacht,
Sarah

Hallo Sarah-Mae,

es ist richtig, dass sich Soldaten - insbesondere Berufssoldaten nach aussen neutral verhalten sollen. Der Aufruf von Führungskräften unter den Soldaten, an der Spitze mit dem Verteidigungsminister, ist aus meiner Sicht ein Verstoss gegen die Vorschriften für öffentliche Einrichtugnen in Wahlkampfzeiten.

Hierbei müssen wir jedoch unterscheiden, dass selbstverständlich Soldaten als Zivilisten jederzeit sich politisch äussern dürfen, können und auch sollen.

Wahlkampf ist lediglich in Behörden oder ähnlichen Einrichtungen untersagt. Es gab hierbei immer wieder , von allen Parteien, den Missbrauch.

hey klasse, ich wußte gar nicht, dass die Bundeswehr
parteipolitisch „benutzt“ werden darf.
Meines Wissens ist die Bundeswehr noch nie zuvor für
Wahlkampfpropaganda mißbraucht worden (seit Bestehen der
Bundesrepublik) und ich finde Struck ist damit weit über das
Ziel hinausgeschossen.

Sagen wir es mal so. Die Bundeswehr wurden mit den Soldaten nicht missbraucht, aber unter Schmid (SPD) wie unter Kohl (CDU) wurde zumindest die Bundeswehr missbraucht z.B. im Rahmen von Pershing II-Raketen.

Schröder übrigens auch, denn er läßt

seinen Namen schließlich mißbrauchen.

In Wahlkampfzeiten ist es jedem Politiker egal woher die Stimmen kommen. Ich bin eigentlich bisher überrascht, dass so wenig Dreckschleudern in DE umherreisen.

Wieso äußert sich

Thierse nicht dazu?

Muss der sich zu allem äussern ?

Wie stehen eigentlich die Soldaten selbst dazu? Ich habe noch
keinerlei Kommmentare von dieser Seite gehört/gelesen. Und die
Grünen?

Das ist eine einfache Sache. Der normale Soldat hat in Uniform sich nicht zu äussern. Dies ist Aufgabe der Pressoffiziere. Ohne Uniform ist er Bürger wie Du und zwischenzeitlich auch ich, kann also deutlich sagen, was er denkt, wenn er nicht zufällig Zeitsoldat ist und eine Beförderung anstrebt. (Mir hat ein öffentlicher Arbeitgeber schon einmal eine Erklärung vorgelegt, dass ich mich auch als Privatperson nicht gegen die CDU äussern darf, sonst die fristlose Kündigung akzeptiere. Ich habe selten so jemand ausgelacht, bevor es ernst wurde. Mancher scheint usner GG nicht zu kennen)

Ob morgen etwas in der Zeitung steht um meine Neugier zu
befriedigen…

Glaube ich nicht, weshalb denn ? Da wird mal kurz „Wind“ gemacht, der Rücktritt von Struck gefordert. Es ist der übliche Wahlk®ampf. Kein Mensch wird ernsthaft etwas dagegen unternehmen. Im Gegenteil, das kommt gelegen. Wer Tabus bricht, gibt dem anderen in der Zukunft die Chance auch Tabus zu brechen. Davon leben unsere vereinigten Politiker aller Farben.

Gruss Günter

Artikel zu Wahlkampfmissbrauch
hallo sarah et al,

Meines Wissens ist die Bundeswehr noch nie zuvor für
Wahlkampfpropaganda mißbraucht worden (seit Bestehen der
Bundesrepublik) und ich finde Struck ist damit weit über das
Ziel hinausgeschossen. Schröder übrigens auch, denn er läßt
seinen Namen schließlich mißbrauchen. Wieso äußert sich
Thierse nicht dazu?

schroeder dachte sich wohl, dass struck besser PR macht denn der spassbadesexurlaubminister mr. „soldataaaten-laaangsam …“ scharping

und thierse ist einer der parteiistischen bundestagspraesidenten seit bestehen der brd, wenn nicht der. „it’s not a trick, it’s a zoni!“ ob er da genau das gelernt hat, wie er sein amt ausfuehrt?

Wie stehen eigentlich die Soldaten selbst dazu? Ich habe noch
keinerlei Kommmentare von dieser Seite gehört/gelesen. Und die
Grünen?
Ob morgen etwas in der Zeitung steht um meine Neugier zu
befriedigen…

genau, da wollte ich hin, naemlich hier:

http://www.welt.de/daten/2002/09/08/0908de355303.htx

_**"…General a.D. Klaus Naumann, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr, sagte WELT am SONNTAG: „Diese ist ein bislang einmaliger Stilbruch, der rechtlich fragwürdig ist und einen Grundsatz beschädigt, den bislang alle Bundesregierungen beachtet haben: Die Bundeswehr ist die Armee unseres Landes und nicht einer Partei.“ Die Aufforderung von Minister Struck, man könne doch auch eine Aktion „Soldaten für Stoiber“ gründen verschärfe die Lage, denn sie sei „die Aufforderung des Inhabers der Befehls- und Kommandogewalt an seine Soldaten, gegen das Soldatengesetz zu verstoßen“.

Vier-Sterne-General Klaus Reinhardt, als erster Deutscher Oberbefehlshaber der internationalen Friedenstruppe im Kosovo (KFOR), sagte: „Der Verteidigungsminister sollte besser die Streitkräfte modernisieren, statt sie zu polarisieren. Es ist ein unerhörter Vorgang, wenn eine Partei mit Hilfe von Bundeskanzler und Bundesminister die Bundeswehr für sich vereinnahmen will. Da geht einem als alter Soldat das Messer in der Tasche auf.“

Die verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen, Angelika Beer, stellte fest: „Man darf als Regierung die Bundeswehr nicht parteipolitisch vereinnahmen. Wir haben ein Parlamentsheer und keine Parteienarmee.“

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Helmut Wieczorek (SPD), dessen Name auch unter dem Aufruf steht, korrigierte dies gegenüber WELT am SONNTAG: „Ich gehöre nicht zu den Unterzeichnern, sondern zu den Empfängern der Liste.“ …**_

mehr im artikel selbst

viele gruesse, lego
.

Vier-Sterne-General Klaus Reinhardt, als erster Deutscher
Oberbefehlshaber der internationalen Friedenstruppe im Kosovo
(KFOR), sagte: „Der Verteidigungsminister sollte besser die
Streitkräfte modernisieren, statt sie zu polarisieren. Es ist
ein unerhörter Vorgang, wenn eine Partei mit Hilfe von
Bundeskanzler und Bundesminister die Bundeswehr für sich
vereinnahmen will. Da geht einem als alter Soldat das Messer
in der Tasche auf.“

so wie den alten braunen Kohorten?

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Hallo henryk,

hier machst Du einen Missgriff, der so nicht hinzunehmen ist.

Vier-Sterne-General Klaus Reinhardt, als erster Deutscher
Oberbefehlshaber der internationalen Friedenstruppe im Kosovo
(KFOR), sagte: „Der Verteidigungsminister sollte besser die
Streitkräfte modernisieren, statt sie zu polarisieren. Es ist
ein unerhörter Vorgang, wenn eine Partei mit Hilfe von
Bundeskanzler und Bundesminister die Bundeswehr für sich
vereinnahmen will. Da geht einem als alter Soldat das Messer
in der Tasche auf.“

Einen alten Soldaten, der das 3. Reich nicht erlebt hat als Soldat als „braune Kohorten“ hinzustellen ist eine nicht zu akzeptierende Verächtlichmachung eines Offiziers. Wir haben 2002. General Reinhardt müsste bei Kriegsende 1945, wär er zu den Nazi-Truppen zu zählen, mindestens 18 Jahre alt gewesen sein und heute schon längst im Pensionsalter sein.

Günter

so wie den alten braunen Kohorten?

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