Guten Tag,
Ich habe mein Auto (Peugeot 106 Jg 1997) längere Zeit nicht mehr gebraucht und möchte dieses jetzt verkaufen. Ich brachte das Auto nun in die Garage zum Überprüfen, was noch gemacht werden muss damit ich das Auto verkaufen kann. Der Automechaniker teilte mir nun mit, dass ein grosser Service gemacht werden muss und unter anderem Bremszylinder ausgewechselt werden muss. Das Auto muss nächsten Monat vorgeführt werden, der ganze Service würde dann ca. EUR 1500 kosten. Jetzt weiss ich nicht recht was ich tun soll. Soll ich für den Service investieren (inkl. Vorführung) damit ich danach das Auto verkaufen kann oder wäre es besser, das Auto jetzt ohne Investition in den Verkauf zu geben?
Kann mir jemand einen Rat geben wie ich am Besten vorgehen soll?
Vielen vielen Dank für Eure Hilfe.
Grüsse Jaelle
Hallo,
was meinst Du mit „Vorführung“? HU?
Dann wirst Du zumindest die dafür nötigen Reparaturen wohl investieren müssen. Mit (fast) abgelaufener HU bekommst Du für einen über 10-jährigen Kleinwagen vermutlich kaum noch Geld.
Wenn bisher alle Inspektionen lückenlos gemacht wurden, dann wird es sicherlich auf den Kaufpreis auswirken, wenn die jetzt fällige Inspektion auch gemacht wird. Vor allem, wenn der Zustand des Wagens noch gut ist. Andererseits wirst Du sicherlich nicht die ganzen Kosten wieder herein bekommen.
Beste Grüße
Guido
hallo jaelle.
durch die investition erhöhen sich immerhin die chancen, das auto überhaupt loszuwerden.
solche 0815-kleinwagen werden zwischen 1500 und 2000 euro angeboten, bei verkauf über einen händler fällt deutlich weniger für dich ab.
der wert bzw. der erzielbare preis hängt natürlich vom genauen typ, ausstattung, laufleistung und gesamtzustand des fahrzeugs ab, aber ich bezweifle, daß im reparierten zustand nach abzug der reparaturkosten sooo viel mehr zu erzielen wären.
kostenlose internet-plattformen gibt’s genug. ich würd die kiste einfach mal für einen vernünftigen preis reinstellen und sehen was passiert.
gruß
michael
Hallo Jaelle,
Kann mir jemand einen Rat geben wie ich am Besten vorgehen
soll?
für diesen Wagen, egal in welchem Zustand, wirst du niemals auch nur annähernd 1.500,-€ bekommen.
Ich würde der Werkstatt nicht so ohne weiteres glauben. Woher will der Mechaniker nach einer kostenlosen Besichtigung überhaupt wissen dass Bremszylinder ausgewechselt werden müssen? Meistens klemmen die nach längerem Stillstand nur ein wenig und mit einigen kraftvollen Bewegungen mit einem Keil kriegt man die wieder gängig.
Zudem schreiben die Werkstätten gerne zu viel auf einen Mängelbericht, ist es nicht potenziell leicht verdientes Geld?
Fahre zum TÜV und frage anschließend den Prüfer, was eine Reparatur nach seiner Meinung kosten würde. Er wird dir eine ehrliche Antwort geben. Und lasse in einer Werkstatt deines Vertrauens dann nur diese Arbeiten durchführen.
Oder lass gleich verschrotten, dann sind dir die nicht ausgegeben 1.500,-€ zumindest sicher.
Oder verkaufe den Wagen für 500,-€ an einen Bastler, damit erzielst du den höchsten Gewinn.
Gruß Termid
für diesen Wagen, egal in welchem Zustand, wirst du niemals
auch nur annähernd 1.500,-€ bekommen.
Hallo!
Also wenn der richtig OK wäre, mit neuem TÜV usw, halte ich 1500 durchaus für realistisch.
Es gibt Leute, die sich nur Auto’s in der Preisklasse leisten können,
aber durch die Abwrackprämie gibt es da nicht mehr viele Auto’s in der Preisklasse.
Ich würde der Werkstatt nicht so ohne weiteres glauben. Woher
will der Mechaniker nach einer kostenlosen Besichtigung
überhaupt wissen dass Bremszylinder ausgewechselt werden
müssen? Meistens klemmen die nach längerem Stillstand nur ein
wenig und mit einigen kraftvollen Bewegungen mit einem Keil
kriegt man die wieder gängig.
Wenn die Bremszylinder fest sind, sind die ein Fall für den Schrott.
Es kann auch sein, dass die undicht sind, und unten aus der Bremstrommel die Brühe rausläuft.
Auch das wäre dann ein Fall für den Schrottcontainer. Das ist auch bei einer kostenlosen Besichtigung zu erkennen. Also ich würde mir so eine Diagnose durchaus zutrauen,
ob die fest sind oder undicht oder OK.
Zudem schreiben die Werkstätten gerne zu viel auf einen
Mängelbericht, ist es nicht potenziell leicht verdientes Geld?
Nun, also ich mache sowas nicht, verdiene mein Geld lieber ehrlich, könnte solche kleinen Tricksereien zwar machen, aber wenn man 20 Jahre lang ehrlich gearbeitet hat, und das allgemein bekannt ist, wird man sich seinen guten Ruf doch nicht versauen. Also ich nicht.
Es muss ja nicht jede Werkstatt zum Lumpenpack gehören,
das sind ehr grössere Werkstattketten, wo die Kundenberater abhängig vom Umsatz ihr Geld verdienen. Da wird dann schon manchmal bischen abgezockt.
Oder verkaufe den Wagen für 500,-€ an einen Bastler, damit
erzielst du den höchsten Gewinn.
Denke ich auch.
Grüße, Steffen!