Soll ich wirklich?

Hallo zusammen,

aus den Anfängen meiner Vermögensbildung, habe ich noch Anteile am ADIFONDS und am INDUSTRIA.
Ja, ja, der Brüller sind diese Fonds nicht mehr.
Die ehemals je 20.000,-- DEM, sind zwischenzeitlich zu je rund 6.000,-- bis 9.000,-- EUR, verkocht.
Die Buben vom n-tv Depot-Check raten mir, mich ganz bzw. teilweise von diesen Papieren zu trennen.
Ich selbst bin kein großer Freund von reinen Umschichtungen.
Meine Depots habe ich bei den jeweiligen Fondsgesellschaften,- zahle also immer den vollen Ausgabeaufschlag.
Bevorzugte Alternativen wären meine anderen Fonds, Deutscher Vermögensbildungsfonds A, DekaSpezial und UniGlobal.
Aber sind die wirklich so viel besser, daß sich ein Umschichten lohnt?
Oder soll ich damit jetzt schon auf Bundesobligationen umsteigen?
An Renten- oder Geldmarktfonds bin ich nicht interessiert.
Ich bin 48 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen.
Wenn meine Rechnung aufgeht, brauche ich das Geld frühestens in sieben Jahren.
Vielen Dank für Eure Meinungen.

Freundliche Grüße

Fritz

Hallo Fritz,

Wenn Du in einer absehbaren Zeit Dein Geld richtig brauchst, dann MUSST Du etwas tun.
Dein Problem ist nicht, daß Du den falschen Fonds hast, sondern, daß Dein Geld einzig und allein vom Zustand des Aktienmarktes abhängt !!!
Wenn Du alles so beläßt, dann machst Du im Besten Falle das ganz große Geld. Voraussetzung, die Aktien steigen nun unaufhörlich. Gehts aber in 5 oder 6 oder 7 Jahren in den Keller (und der kann noch viel tiefer sein als der vor kurzer Zeit), tuts richtig weh.
Du bist kein Freund von Umschichtungen. Aber es ist nun einmal wirklich so, daß eine Anlegestrategie OHNE Änderungen nicht zum Ziel führen kann. Keinesfalls bei Deinen bestehenden Anlagen. Es gibt immer einen IST-Zustand und es sollte immer ein Ziel geben. Auf dem Weg dahin ist es nun einmal notwendig, auf veränderte Märkte mit veränderten Depotstrukturen zu reagieren. Jedenfalls wenn es effektiv sein soll. Die Mähr, daß langfristig Aktienfonds DER Renditebringer an sich sind, sollte sich nun wohl von selbst erledigt haben.
Geldmarktfonds sind als Wertebringer sicher nicht geeignet. Aber sie sind Liquidität. Also Reserven, damit Du bei veränderten Marktbedingungen oder auch bei besonderen Möglichkeiten schnell reagieren kannst. Schnell reagieren, ohne gleich wieder etwas einreißen zu müssen.
Mein Vorschlag an Dich, ohne mich auf Produkte festzulegen:
25% versch. Aktienfonds
40% versch. Alternative Investments (incl. Hedgestrategien)
10% Obligationen (oder Schatzbriefe)(Ich weiss, magst Du nicht), jedenfalls Renten.
5% offener Immobilienfonds Europa
20% Liquidität vorerst.
Aber auch das gilt nicht für immer, sondern muss nach Marktlage immer wieder überprüft und ggf. geändert werden. Ich denke mal, mit 10% p.a. könntest Du ab sofort ganz ruhig rechnen.
Gruß
Boris

PS: Der AA ist bestimmt nicht am jetzigen Depotstand schuld.

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Hallo Boris,

denke mal, mit 10% p.a. könntest Du ab sofort ganz ruhig
rechnen.

Totaler Schwachsinn.
Typisch (Seelen-)Verkäufer.

Ralf

Hallo,

Experte bin ich nicht, aber sehen und lesen kann ich. Wenn ich mir nun den DAX seit ca. März/April 2003 ansehe, so ist es immer bergauf gegangen. Damit ist natürlich igendwann Schluss.

Aber (natürlich je nach dem, worin Dein Fonds inverstiert hat) es ist schon eine Kunst, so viel Minus zu machen.

Ich selbst hatte mal einenFonds vom BHW, so ein Mistding, was ein „lieber“ Verwandter empfohlen hat, der natürlich nebenbei Vertreter für das BHW ist.

Erst blieben die Hochglanzprospekte aus, dann kamen die Zahlen über den „Erfolg“ der Anlagen immer weniger, und schließlich kam ein Schreiben -das aber wieder in hchglanz- wie traurig doch alle wären, dass es mit dem Fonds nichts ist. Ja ja, die böse wirtschaftliche Lage. Hat mich 30 % der Einlagen gekostet, und dannn wurde das noch als vermögenswirksame Anlage geführt.

Persönlich würde ich verkaufen, man schmeisst gutes Geld nicht dem schlechten hinterher, aber dass ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen.

Viel Glück bei einer anderen Anlageform,

Andreas

Entschuldigung !!!
Hallo Ralf,

entschuldige, ich dachte wirklich, du hättest da was gefragt. Wenn Du aber auf eine bestimmte Antwort wartest, dann gib sie doch einfach vor. Dann passiert so ein Fehltritt nicht erst.
Du bist Physiker. Da gelten die Naturgesetze. Einmal entdeckt gelten die immer. Das hatte ich nicht bedacht.
Natürlich ist das bei den Finanzen auch so. Was Du einmal richtig entschieden hast, da rüttle nicht dran. Es war schon richtig. Packe alles in ein Depot (Gebührensparen!) und dann schau nicht mehr hin bis du was brauchen wirst. Alles wird sich gesetzmaßig entwickeln und Du wirst zufrieden sein. Alles wird gut. Und keine unnützen Gebühren verursachen. Wenn Du nichts änderst, dann machst Du auch nichts falsch.
Ich wünsche dir noch eine geruhsame Nacht.
Träum was Schönes.
Boris

PS: Ich hab die Netiquette nicht vergessen, aber auf Dein Posting fiel mir nichts Treffenderes ein :wink:))

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Hallo Boris,

es gelten auch in der Finanzbranche ein paar Gesetze.
Die sind nicht so gleichmäßig und in jedem Einzelfall zwingend folgend wie bei physikalischen Naturgesetzen - aber über viele Ereignisse „gemittelt“ sind sie einfach da.

Natürlich ist das bei den Finanzen auch so. Was Du einmal
richtig entschieden hast, da rüttle nicht dran. Es war schon
richtig. Packe alles in ein Depot (Gebührensparen!) und dann
schau nicht mehr hin bis du was brauchen wirst.
Und keine unnützen Gebühren verursachen. Wenn Du
nichts änderst, dann machst Du auch nichts falsch.

Da ist ne ganze Menge Wahres dran.
So, wie Du es schreibst, nehme ich an, Du hast meine Beiträge zum Thema „passives Investment“ rausgekramt.
Natürlich muß ich alle paar Jahre überprüfen, ob mein Grund-Konzept noch stimmt, ob sich da nicht dramatisch was geändert hat.
Wenn ich einen Vergleichsindex als Benchmark/Meßlatte nehme, dann ist das Verhalten aller x-tausend Fonds und Millionen Privatanleger nur eine Streuung um diesen Benchmark. Dummerweise kann ich hier nicht im vorhinein in gut/schlecht unterscheiden.
Ich bin also am besten beraten, einen Fonds bzw. eine Anlageart zu wählen, die bei gleicher Rendite-Erwartung die niedrigeren Kosten hat, nagt nämlich an MEINER Performance. Und ich würde mich nicht von den Verkäufern verrückt machen lassen, dieses Jahr Fonds XY zu kaufen und 3 Jahre später unter Zahlung neuer Ausgabeaufschläge in Fonds YZ umzusatteln, weil der ja der kommende Renner ist.
Zum Thema gute/schlechte Fonds der Zukunft noch eine Analogie, die für mich verblüffend ist:
Glücksspiel/Casino: Es ist SOOOOOO einfach, eine Glückssträhne im nachhinein zu identifizieren. Jeder Depp kann das. Komischerweise glauben viele, daß dieser Glückliche auch in Zukunft Vorteile genießt. Schwachsinn. Und aus dem Grund, daß Menschen denken, Glückssträhnen/die guten Zahlen hervorsagen zu können, ist Las Vegas gebaut worden. Gleiches gilt für die guten Aktien/ die guten Fonds.

Der Ansatz muß stimmig sein, und ich muß ihn konsequent durchziehen.
Nicht alle paar Jahre meine Meinung ändern.
Sonst wandert das Geld nämlich im wesentlichen in die Hände der Fondsgesellschaften, Vermittler, Broker.

Und ich bleibe dabei: 10% p.a. mit einem Mix aus Geld, Immo, Renten, Aktien und Hedgefonds zu versprechen (oder auch nur anzupeilen), ist purer Schwindel.
Das die ersten drei keine 10% bringen, wissen wir.
Bleiben also nur Aktien und der vermeintliche Überflieger/Heilsbringer Hedgefonds.

Falls Du auf die Hedgefonds anspielst, laß Dir gesagt sein:
Untersuchungen haben ergeben, daß Hedgefonds IM MITTEL nicht mehr erwirtschaften als Aktienfonds. Erstens, weil Hedge horrende Gebühren kosten, zweitens (oft unbeachtet) weil man für eine seriöse Durchschnitts-Angabe der Rendite eines Hedgefonds auch die Fonds einbeziehen muß, die Totalverlust/Schiffbruch erleiden.
Dieser „survivorship bias“ wird oft „vergessen“.

Es gibt noch eine Antwort auf das Original-Posting - keine Angst.

Gruesse,
Ralf

Hallo Boris,

besten Dank für Deine interessante Antwort.
Da hab´ ich meine Frage wohl zu isoliert dargestellt.
Sorry!
Meine ´Reichtümer´ bestanden zum Jahreswechsel zu knapp der Hälfte aus Immobilie (derzeit noch vermietet,- langfristig selbstgenutzt), zu gut 1/3 aus Renten (derzeit noch überwiegend Bundesschatzbriefe Typ B,- mittelfristig fast ausschließlich Bundesobligationen) und zu knapp 1/5 aus Aktien (verteilt auf 5 Fonds).
Auf meinem schwäbischen Bestseller (Sparbuch) dümpelt auch noch was, mit dem ich demnächst die Restschulden an meiner Wohnung tilgen möchte.
Selbst wenn ich mit meinen Fonds Schiffbruch erleide, würde es mir immer noch für eine warme Mahlzeit am Tag reichen.
Ich will nur nicht in einen Fonds wechseln, von dem Fachleute vielleicht heute schon wissen, daß der seinen Durchhänger (Struktur, Ansatz, Strategie, Management usw.) erst noch vor sich hat.

so long
Fritz

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Hallo Fritz,

auch, wenn Du Dein Wort an Boris richtest, ich erlaube mir mal zu antworten.

Meine ´Reichtümer´ bestanden zum Jahreswechsel zu knapp der
Hälfte aus Immobilie (derzeit noch vermietet,- langfristig
selbstgenutzt), zu gut 1/3 aus Renten (derzeit noch
überwiegend Bundesschatzbriefe Typ B,- mittelfristig fast
ausschließlich Bundesobligationen) und zu knapp 1/5 aus Aktien
(verteilt auf 5 Fonds).

Damit bist Du eigentlich von der Struktur her GUT aufgestellt. Viele hätten/haben sicher einen höheren Risiko-Anteil (=Aktien) gehabt - aber das muß jeder selbst wissen und ist auch gut so.

Ich will nur nicht in einen Fonds wechseln, von dem Fachleute
vielleicht heute schon wissen, daß der seinen Durchhänger
(Struktur, Ansatz, Strategie, Management usw.) erst noch vor
sich hat.

Mit gesundem Menschenverstand:
Das kann NIEMAND auf der Welt beurteilen. Außer daß bei sehr riskanten/speziellen Anlageformen das Prinzip „Sekt oder Selters“ vorprogrammiert ist. Die von Boris ins Spiel gebrachten Hedge-Fonds sind so ein Kandidat. Klar haben ne Reihe Hedgefonds auch in den letzten Jahren 18% p. a. und mehr gemacht - dafür haben einige Totalverlust gemacht.
Für gaaaaanz normale Aktienfonds (Welt, Europa gestreut…), die auch branchenmäßig nicht zu eng investieren, gibts nichts zu prognostizieren. (der gut, dieser schlecht,…)

@ Umschichten vor Renten-Eintritt:
Es gibt so ne Art Faustregel, daß man zum Rentenbeginn, also wenn das angesparte Geldvermögen benötigt wird, zum großen Teil im Hafen sicherer Anlagen sein soll - Immo, Renten, Geld.
Da die meisten während des Vermögensaufbaus mit mehr Aktien-Fonds fahren, wird dann meist empfohlen, ca. 10 Jahre vor Renteneintritt zu beginnen, das Geld schichtweise aus den risikoreicheren/volatileren Anlagen umzuschichten. Also im ersten dieser 10 Jahre 10% des Aktienvermögens in Renten umschichten, im nächsten Jahr einen ca. gleichgroßen Teil, etc.
Das finde ich irgendwie vernünftig.
Da Dein Risiko-Anteil eh nur 20% beträgt, scheint das bei Dir vielleicht nicht sooo dringend zu sein - kommt natürlich auch drauf an, ob/wieviel Aktien Du bei Renteneintritt noch halten willst.

Gruesse,
Ralf

Hallo Ralph,
ich habe etwas verwechselt. Ich hatte Deine Antwort versehentlich Fritz zugeordnet. Also Fritz, entschuldige wahrlich.

Hallo Boris,

es gelten auch in der Finanzbranche ein paar Gesetze.
Die sind nicht so gleichmäßig und in jedem Einzelfall zwingend
folgend wie bei physikalischen Naturgesetzen - aber über viele
Ereignisse „gemittelt“ sind sie einfach da.

Natürlich ist das bei den Finanzen auch so. Was Du einmal
richtig entschieden hast, da rüttle nicht dran. Es war schon
richtig. Packe alles in ein Depot (Gebührensparen!) und dann
schau nicht mehr hin bis du was brauchen wirst.
Und keine unnützen Gebühren verursachen. Wenn Du
nichts änderst, dann machst Du auch nichts falsch.

Da ist ne ganze Menge Wahres dran.
So, wie Du es schreibst, nehme ich an, Du hast meine Beiträge
zum Thema „passives Investment“ rausgekramt.
Natürlich muß ich alle paar Jahre überprüfen, ob mein
Grund-Konzept noch stimmt, ob sich da nicht dramatisch was
geändert hat.
Wenn ich einen Vergleichsindex als Benchmark/Meßlatte nehme,
dann ist das Verhalten aller x-tausend Fonds und Millionen
Privatanleger nur eine Streuung um diesen Benchmark.
Dummerweise kann ich hier nicht im vorhinein in gut/schlecht
unterscheiden.
Ich bin also am besten beraten, einen Fonds bzw. eine
Anlageart zu wählen, die bei gleicher Rendite-Erwartung die
niedrigeren Kosten hat, nagt nämlich an MEINER Performance.

Bei gleicher Renditeerwartung. Wie wahr.

Und ich würde mich nicht von den Verkäufern verrückt machen
lassen, dieses Jahr Fonds XY zu kaufen und 3 Jahre später
unter Zahlung neuer Ausgabeaufschläge in Fonds YZ umzusatteln,
weil der ja der kommende Renner ist.

Würde ich auch nicht.

Zum Thema gute/schlechte Fonds der Zukunft noch eine Analogie,
die für mich verblüffend ist:
Glücksspiel/Casino: Es ist SOOOOOO einfach, eine Glückssträhne
im nachhinein zu identifizieren. Jeder Depp kann das.
Komischerweise glauben viele, daß dieser Glückliche auch in
Zukunft Vorteile genießt. Schwachsinn. Und aus dem Grund, daß
Menschen denken, Glückssträhnen/die guten Zahlen hervorsagen
zu können, ist Las Vegas gebaut worden. Gleiches gilt für die
guten Aktien/ die guten Fonds.

Der Ansatz muß stimmig sein, und ich muß ihn konsequent
durchziehen.

Konsequent. Wenn Du auf einem Pferd sitzt und das bricht sich ein Bein, dann kannst Du warten, bis es genesen ist. Pflege es liebevoll, es wird irgendwann genesen und es Dir dann danken. Konsequent.
Oder Du besteigst derweil ein anderes um zum Ziel zu kommen. Auch wenn es noch einmal etwas kostet. Inkonsequent.

Nicht alle paar Jahre meine Meinung ändern.
Sonst wandert das Geld nämlich im wesentlichen in die Hände
der Fondsgesellschaften, Vermittler, Broker.

Ja die Vermittler. Ich meine aber Berater. Da steht der Kundennutzen im Vordergrund.

Und ich bleibe dabei: 10% p.a. mit einem Mix aus Geld, Immo,
Renten, Aktien und Hedgefonds zu versprechen (oder auch nur
anzupeilen), ist purer Schwindel.
Das die ersten drei keine 10% bringen, wissen wir.
Bleiben also nur Aktien und der vermeintliche
Überflieger/Heilsbringer Hedgefonds.

Falls Du auf die Hedgefonds anspielst, laß Dir gesagt sein:

Ich lasse mir Vieles sagen…

Untersuchungen haben ergeben, daß Hedgefonds IM MITTEL nicht
mehr erwirtschaften als Aktienfonds.

IM MITTEL, Du hast Recht.

Erstens, weil Hedge

horrende Gebühren kosten,

ich meine immer die Nettorendite für den Investor.

zweitens (oft unbeachtet) weil man

für eine seriöse Durchschnitts-Angabe der Rendite eines
Hedgefonds auch die Fonds einbeziehen muß, die
Totalverlust/Schiffbruch erleiden.

Es gibt mittlerweile mehrere anerkannte Hedgefonds-Indizes.

Dieser „survivorship bias“ wird oft „vergessen“.

Welcher „Hedgefonds“, der hier in Deutschland dem Publikum zugänglich war, ist denn verlustig gegangen???
Hab ich gar etwas verpaßt?

Es gibt Alternative Investments, die mehr als 10 und auch mehr als 20 Jahre am Markt sind. Ob das in Deinen Augen Hedgefonds sind, das will ich nicht beurteilen.
Die Investments die ich meine, die bringen über so lange Zeiträume nahezu konstant zwischen 10 und 20 % Ertrag, nicht seit gestern und nicht durch eine theoretische Rückrechnung in die Vergangenheit. In der Praxis. Und wenn die Gesamtsumme nicht zu gering ist, dann wird gestreut.
Mein ganz persönlicher Anlagemix bringt mir, und das nicht seit gestern oder theoretisch, sondern ganz praktisch, im Monat regelmäßig 1%. In guten Monaten sind es auch schon mal 3%. Von Extremen ganz abgesehen. Meinen realen Kunden ergeht es ebenso. Derzeit auch noch steuerfrei.
Und gute Alternative haben auch nicht die Volatilität von Aktienfonds.
Warum soll Fritz die 10% nicht bekommen können?
Ach so ja, weil alles über 10% unseriös ist, unanständig, gefährlich, Schwindel… SEELENVERKÄUFER.
Viele gute Unternehmen erzielen Eigenkapitalrenditen von 20, 30 und 40%. Alles Ganoven?
Die von mir zitierten Renditen bei Anlagen sind keine Zinsen, sie sind Ertrag aus Handelstätigkeit, aus unternehmerischer Tätigkeit.

Es gibt noch eine Antwort auf das Original-Posting - keine
Angst.

Nein, hab ich nicht.

Gruesse,
Ralf

Hallo Fritz,
die schnelle Antwort von Ralph, dem Experten, hatte ich Dir zugedacht. Also entschuldige. :smile:
Du hast ein gut sortiertes Anlagemix. Wenn da aber kein Berater dahintersteckt, dann solltest Du trotzdem mal einen testen.

Hallo Boris,

besten Dank für Deine interessante Antwort.
Da hab´ ich meine Frage wohl zu isoliert dargestellt.
Sorry!
Meine ´Reichtümer´ bestanden zum Jahreswechsel zu knapp der
Hälfte aus Immobilie (derzeit noch vermietet,- langfristig
selbstgenutzt), zu gut 1/3 aus Renten (derzeit noch
überwiegend Bundesschatzbriefe Typ B,- mittelfristig fast
ausschließlich Bundesobligationen) und zu knapp 1/5 aus Aktien
(verteilt auf 5 Fonds).

Ich glaube, daß der Rentenanteil recht hoch ist. Die Sicherheit ist groß, die Rendite mittlerweile gering, bei Zinserhöhungen drohen kurzfristig Kursverluste.

Auf meinem schwäbischen Bestseller (Sparbuch) dümpelt auch
noch was, mit dem ich demnächst die Restschulden an meiner
Wohnung tilgen möchte.

Gut so.

Selbst wenn ich mit meinen Fonds Schiffbruch erleide, würde es
mir immer noch für eine warme Mahlzeit am Tag reichen.
Ich will nur nicht in einen Fonds wechseln, von dem Fachleute
vielleicht heute schon wissen, daß der seinen Durchhänger
(Struktur, Ansatz, Strategie, Management usw.) erst noch vor
sich hat.

Wenn dieser Teil ausfällt, dann reißt Dich das nicht um. Aber schaden tuts auch nicht, wenn dieser Teil eine stabilere Rendite erbringt?
Ohne Einzelheiten. Ich empfehle Dir, die Schatzbriefe bis Ablauf zu belassen, die Obligationen evtl verkaufen (Kursgewinn?), nur noch zwei oder drei Aktienfonds (Europa und Welt, keine Länder oder Branchen), und Alternative Investments ergänzen. Siehe auch meine Antwort an Ralph.
So bekommst Du MEHR Sicherheit, mehr Stabilität und mehr Rendite.
Eine individuelle Beratung kann das Forum aber nicht ersetzen. Leider.
Und was Umschichtingen betrifft. Ein guter Berater berät sich schon alle halben Jahre mit dem Mandanten. Aber nicht um zu ändern, sondern um zu ergründen, ob Änderungen notwendig sind. Und Nichts Ändern ist ein durchaus normales Ergebnis.

so long
Fritz

Gruß
Boris

Hallo Fritz,

Wenn Du in einer absehbaren Zeit Dein Geld richtig brauchst,
dann MUSST Du etwas tun.
Dein Problem ist nicht, daß Du den falschen Fonds hast,
sondern, daß Dein Geld einzig und allein vom Zustand des
Aktienmarktes abhängt !!!
Wenn Du alles so beläßt, dann machst Du im Besten Falle das
ganz große Geld. Voraussetzung, die Aktien steigen nun
unaufhörlich. Gehts aber in 5 oder 6 oder 7 Jahren in den
Keller (und der kann noch viel tiefer sein als der vor kurzer
Zeit), tuts richtig weh.
Du bist kein Freund von Umschichtungen. Aber es ist nun einmal
wirklich so, daß eine Anlegestrategie OHNE Änderungen nicht
zum Ziel führen kann. Keinesfalls bei Deinen bestehenden
Anlagen. Es gibt immer einen IST-Zustand und es sollte immer
ein Ziel geben. Auf dem Weg dahin ist es nun einmal notwendig,
auf veränderte Märkte mit veränderten Depotstrukturen zu
reagieren. Jedenfalls wenn es effektiv sein soll. Die Mähr,
daß langfristig Aktienfonds DER Renditebringer an sich sind,
sollte sich nun wohl von selbst erledigt haben.
Geldmarktfonds sind als Wertebringer sicher nicht geeignet.
Aber sie sind Liquidität. Also Reserven, damit Du bei
veränderten Marktbedingungen oder auch bei besonderen
Möglichkeiten schnell reagieren kannst. Schnell reagieren,
ohne gleich wieder etwas einreißen zu müssen.
Mein Vorschlag an Dich, ohne mich auf Produkte festzulegen:
25% versch. Aktienfonds
40% versch. Alternative Investments (incl. Hedgestrategien)
10% Obligationen (oder Schatzbriefe)(Ich weiss, magst Du
nicht), jedenfalls Renten.
5% offener Immobilienfonds Europa
20% Liquidität vorerst.
Aber auch das gilt nicht für immer, sondern muss nach
Marktlage immer wieder überprüft und ggf. geändert werden. Ich
denke mal, mit 10% p.a. könntest Du ab sofort ganz ruhig
rechnen.
Gruß
Boris

PS: Der AA ist bestimmt nicht am jetzigen Depotstand schuld.

Danke!
Hallo Boris, hallo Ralf, hallo Andreas,

besten Dank für eure informativen Antworten.
Die beiden Aktienfonds werde ich zunächst mal behalten.
Zur Entscheidung für die Verwendung meiner laufenden Sparleistungen, werden eure Meinungen und Tips, zumindest beitragen.

Nochmals meinen herzlichen Dank!
Fritz