Ich bewohne seit 2 Jahren ein Appartment (37 qm) in einem Hochhaus (8 Etagen mit je 2 Wohnungen und einem Appartment). Seit einiger Zeit möchte der Vermieter die Wohnung verkaufen.
Da dies bisher erfolglos blieb, trat die Maklerfirma an mich heran, ob ich nicht meine Wohnung über Finanzierung kaufen möchte, wobei dies in Raten ablaufen soll, die quasi der Miete entsprechen.
Ich zahle im Moment 180 Euro Miete plus 80 Euro Nebenkosten. Die Wohnung soll 25.000 Euro kosten. Aus dem Wirtschaftsplan ist ersichtlich, dass das monatliche Wohngeld 182 Euro beträgt, wovon 100 Euro nicht umlagefähige Kosten sind.
Ich befürchte zwar nicht, dass jemand die Wohnung kaufen und dann Eigenbedarf anmelden könnte, denke auch nicht, dass ich bis in alle Ewigkeit in dieser kleinen Wohnung leben möchte. Ich bin jetzt 30 Jahre, arbeite nach einem abgebrochenen Studium als Paketfahrer und Nachhilfelehrer mit einem Einkommen von ca. 1400-1600 Euro und plane, mich mit einer Dienstleistungsidee selbstständig zu machen.
Die meisten meiner Bekannten rieten mir vom Kauf ab, aufgrund möglicher Kosten, woraufhin mir die Maklerfirma eben diesen Wirtschaftsplan der Hausverwaltung besorgte.
Meine Frage ist nun: Was spricht für und was gegen diesen Kauf? Ist mit unberechenbaren Kosten zu rechnen, wenn z.B. größere Renovierungsarbeiten am Haus anstehen?
Rechenbeispiel:
zur Zeit: 260 Euro monatl. (inkl. Nebenkosten)
künftig: nur 182 Euro Wohngeld
monatliche Ersparniss: ca. 80 Euro, macht etwa 960 Euro „Opportunitätserlöse“ (wegfallende Kosten) p.a.
sind ca. 3,85% Rendite (Eigenheimzulage nicht berücksichtigt)
ich habe selbst ne 36qm-Wohnung und es sind ja immer wieder Studenten, Singles, Arbeitslose (nichts gegen Arbeitslose!), also eher Kurzzeitmieter, der Aufwand, neue Mieter zu suchen und unterjährig abzurechnen ist recht hoch, vorausgesetzt die Miete kommt überhaupt regelmässig rein, oder sie treten nicht die wohnungstür ein mit der Begründung „Schlüssel vergessen“ (alles schon dagewesen)… Wenn Du Geld rumliegen hast, bzw. da wohnen willst bis sie bezahlt ist und spass am vermieterdasein hast, versuch dein glück, aber wenn du in die lage kommst, auf die mieteinnahmen angewiesen zu sein um den kredit zu bezahlen, bloss die finger weg…
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Ich zahle im Moment 180 Euro Miete plus 80 Euro Nebenkosten.
Die Wohnung soll 25.000 Euro kosten. Aus dem Wirtschaftsplan
ist ersichtlich, dass das monatliche Wohngeld 182 Euro
beträgt, wovon 100 Euro nicht umlagefähige Kosten sind.
Also mtl. 80 EUR Netto-Mietertrag bzw. 960 im Jahr, im Verhältnis zum Kaufpreis Faktor 26,04 ==> zu teuer.
Pro qm zahlst Du 4,86 EUR für eine recht kleine Wohnung. Wo liegt denn das Haus? Extrem schlechte Lage oder irgendwo auf dem Dorf? Bei der mutmaßlichen Lage würde ich nicht mehr als das 15fache der Netto-Kaltmiete ausgeben.