Soll mit privatauto zur arbeit fahren

Ich arbeite bei einem Kleinunternehmer ohne Tarifvertrag. Bis jetzt bin ich mit dem Firmenwagen zur Arbeit gefahren. Jetzt soll ich zur nächsten Baustelle erst mal mit Privatauto fahren, 650 km, von Mecklenburg bis Bayern, habe mich auch einverstanden erklärt. Im Arbeitsvertrag steht dazu „ als Aufwandsentschädigung für seine Fahrten mit privatem PKW zum Einsatzort erhält der Mitarbeiter ein Fahrgeld bei Anreise und Abreise „ . nun meine Frage: wieviel kann ich verlangen. Ich nehmen zu 99% an er wird mir nur die Benzinkosten bezahlen wollen, in der Vergangenheit ist es bei meinen Kollegen so gewesen.

Hallo!

Eine verbindliche Antwort kann ich dazu nicht geben. Aber da ohne Tarifvertrag gearbeitet wird, kann man vielleicht sogar froh sein, die Benzinkosten wiederzubekommen. In anderen Betrieben oder Unternehmen werden teilweise bis zu 0,30 Euro je km bezahlt. Das ist sehr großzügig - da ist der Verschleiß schon mit eingerechnet.
Wahrscheinlich wird man mit dem Arbeitgeber schon vorher ein Wörtchen reden müssen, damit hinterher das Staunen nicht allzu groß ist.

mfG
U.A.

Hallo Futter,
wenn nicht mehr im Vertrag vereinbart ist, dann musst du jetzt nehmen, was dir geboten wird.

Du kannst dann bei der Steuererklärung 30ct je gefahrenen Kilometer = 650x2x0,3=390 Euro abzüglich des erstatteten Benzingeldes, vermutlich ca. 100 Euro, letztendlich also 290 Euro absetzen (sofern die Baustellen immer mal wechseln). Auf diesen Betrag mußt du dann keine Steuern zahlen bzw. erhältst über die Steuererklärung die für den Betrag gezahlten Steuern zurück … pi mal Daumen sind das dann ca. 50 bis 70 Euro … hängt halt vom Steuersatz ab.

VG
Kerstin

Das ist so eine Sache …

Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (bzw. in Deinem Fall Firma), die Du per Firmenwagen zurücklegst, müßte eigentlich als Geldwerter Vorteil versteuert werden. D.h. im neuen Fall, da kriegst Du keine Aufwandsentschädigung.

Firma bis Baustelle läuft bei Firmenwagen steuerfrei, da ja kein privater Vorteil vorliegt, ist klar. Als Dienstfahrt trägt der Arbeitgeber natürlich auch alle Kosten.

Wenn Du mit Privatwagen von Firma zu Baustelle fährst, dann ist das wohl eher nach Vereinbarung. Meist üblich ist km-Pauschale (für kürzesten Weg). Ich selber mache gem. Vereinbarung einzelne Fahrtkostenabrechnungen nach Belegen. Als einfache Übersicht schau mal hier rein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reisekosten

Ach ja, Bedenke bei Abrechnung nach Beleg: Verschleiß wie Reifenabrieb, Wertverlust, Öl, Steuer&Versicherung, etc. bleibt unberücksichtigt. IdR nur Sprit und evtl. Parkgebühren sowie Maut/Vignetten.

Ein weiteres … bei einem Schadensfall geht Deine Versicherung hoch. Selbstbeteiligung lasse ich mal außen vor, da idR in beiden Fällen diese anfallen. Falls also Dienstfahrten mit Privatauto häufig vorkommt, dann mal nachfragen hinsichtlich Dienstfahrten-Kaskoversicherung.

Hoffe, es hat zumindest ein wenig weitergeholfen.

Viele Grüße!

Hallo,
bitte informieren sie sich bei ihren Arbeitgeber über die Fahrkostenentgelte. Hier gibt es verschiedene Möglchkeiten, Abrechnung pro km, Abrechnung nach Belegen. Letzteres ist bei Dienstfahrzeugen üblich. Privat PKW mit Einverständnis werden in unserem Unternehmen mit 30€cent pro km abgerechnet. Eine Rolle spielt ja auch der Verschleiß am eigenen PKW der dadurch mit berücksichtigt werden soll. Ebenso erkundigen Sie sich nach den Verpflegungssätzen. Sie sind nicht gezwungen mit dem eigenen PKW an die Baustellen zu fahren. Lassen Sie sich hierfür eine schriftliche Bestätigung mit Angabe der Leistung geben.
Mit besten Grüßen

Hallo,

da gibt es mehrere Punkte zu klären.
es gibt einen feste satz, diesen findet man unterhttp://www.gesetze-im-internet.de/brkg_2005/BJNR141810005.html .
Aber es gibt auch noch den ounkt wer bei unfällen zuständig ist…
ich würde alles klären und schriftlich festhalten.
Viel Glück maike

Hallo,

das weiß ich leider nicht, sieh doch mal unter „www.arbeitsrecht.de“ nacht.

Vg