Sollte man in Fonds oder anderes wechseln?

Hallo,
ich bin neu hier und lese eure Fragen und Kommentare aber schon seit langen und finde dieses recht anregend verschiedene Lösungsvorschläge in Betracht zu ziehen die durch Antworten zuwege kommen. Das erstmal nur so. Finde das sehr gut.

Meine Frage:

Mal angenommen ich hätte vor 1 1/2 Jahren ca. 75.000 Euro in verschiedene Aktienfonds gelegt.
ACMGI Global Growth Trends Portfolio A USD ca, 9800 Euro
Activest Euro-Geldmarkt Plus (t) c.a 8000 E
Carmignac Patrimoine ca. 28.0000
SEB Immoinvest (a) ca. 17.000 Euro
Templeton Growth (Euro) Fund A ca.11.000 Euro

Habe teilweise im letzen Jahr eine „gute“ Rendite gefahren.

Das sind ja alles Fonds ausser der Activest wo Gebühren anfallen. Beim Templeton habe ich da ca. 6,3 % ( 1 Jahr) gemacht. Da ziehe ich die Kaufaufschläge und Verwaltungsgebühren ab habe dann doch eigentlich ein Minusgeschäft gemacht!
Nun gut, gehen wir davon aus das es sich um „Peantus“ handelt und ich mit Rosinen handle. Klar durch den Kaufaufschlag fällt dieses im ersten Jahr ins Gewicht. aber die Gebühren (Managment, Depotgebühren,Anlegerbetreung, Hut Ablage für den Chefgebühren) nehmen ja immer einen Gewissen teil ab.

Ich habe die Geldanlage für einen langen Zeitraum geplant. mind 10-20 bis 30 Jahre. Ist es nicht sinnvoller in irgendwelche anderen Dinge zu investieren. Kursschwankungen die über Jahre hinweg gehen, bin ich auch bereit in Kauf zunehmen. Die nicht jährlich die Renditen abgrasen?

Ob es sinnvoller ist in Aktien direkt zu gehen (bekommt man für den Betrag was=) oder in andere Investments. Index oder so. Ich kenne nur Aktien und Fonds. Index, Zertifikate usw. sagen mir nichts.

Kurz um:
Ich suche eine langerfristige Lösung für meine Anlage. Kursschwankungen sind okay. Auf lange Sicht aber eine „verhältnismässige“ sichere Sache sein. Ich meine nichts ist sicher, aber ich möchte jetzt nur nicht in Tamagotschis investieren ich denke diese sind out:smile: Blue Chips,Dax,Dow Werte?

Vielen Dank für das lange lesen.

Viele Grüße

Tudel

Die Zusammenstellung der Fonds ist eine vernünftige Mischung. Jede chancenorientierte Geldanlage verursacht Kosten. Eine Direktanlage in Aktien ist auch mit Ordergebühren und Depotgebühren verbunden!

Wenn die Anlage über so einen langen Zeitraum, also zur Altersvorsorge, laufen soll, würde ich mich mal über Fondsgebundene Rentenversicherungen mit Einmalzahlung informieren. Die investieren auch in Fonds, aber zu geringeren Kosten und steuerlich ist das auch viel interessanter.

Gruß

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo liebe Fragerin,

lassen wir mal die Betrachtung / Bewertung der Fonds die sie haben ausser acht.(Darüber sollte man getrennt diskutieren)

Mal angenommen ich hätte vor 1 1/2 Jahren ca. 75.000 Euro in
verschiedene Aktienfonds gelegt.
ACMGI Global Growth Trends Portfolio A USD ca, 9800 Euro
Activest Euro-Geldmarkt Plus (t) c.a 8000 E
Carmignac Patrimoine ca. 28.0000
SEB Immoinvest (a) ca. 17.000 Euro
Templeton Growth (Euro) Fund A ca.11.000 Euro

Dann machen Sie soweit eigentlich bei ihrem Anlagezeitraum

Ich habe die Geldanlage für einen langen Zeitraum geplant.
mind 10-20 bis 30 Jahre. Ist es nicht sinnvoller in
irgendwelche anderen Dinge zu investieren. Kursschwankungen
die über Jahre hinweg gehen, bin ich auch bereit in Kauf
zunehmen. Die nicht jährlich die Renditen abgrasen?

vieles richtig.

Ob es sinnvoller ist in Aktien direkt zu gehen (bekommt man
für den Betrag was=) oder in andere Investments. Index oder
so. Ich kenne nur Aktien und Fonds. Index, Zertifikate usw.
sagen mir nichts.

Wenn Sie sich nicht mit Aktien bzw deren Bewertung auskennen, sollte man von der Direktanlage die Finger lassen.

Kurz um:
Ich suche eine langerfristige Lösung für meine Anlage.
Kursschwankungen sind okay. Auf lange Sicht aber eine
„verhältnismässige“ sichere Sache sein.

Gut dann sind wie schon gesagt Fonds eine gute Anlagemöglichkeit.
Nur sollten Sie nach ihrem Alter und Risikoneigung festlegen wie ihr Aktienfondsanteil sein sollte.

Achja, und den sollten Sie wenn sie Älter werden reduzieren.

Aber sie sollten auf jeden Fall überlegen, wenn sie es nicht schon haben, eine !!! Riesterrente !!! abzuschliessen. Oder haben Sie das schon ?

Bietet ihr Arbeitgeber betriebliche Alterversorgung an ?

Achja, ich weiss eine Rentenversicherung wird immer gerne empfohlen, aber ich würde Ihnen davon abraten, ob Fondsgebunden oder nicht.
Die sind unflexibler gegenüber dem Fondssparen-anlage und auch teurer. Die wahren Kosten sind meist im Kleingedruckten versteckt.
Schließlich fallen nicht nur Kosten für die Fondsgesellschaft an, sondern auch für den jeweiliger Versicherer.

Zudem Sie können ja selbst im Alter, wenn sie es brauchen jeden Monat Fondsanteile verkaufen.

Was die Kosten betrifft, richten Sie sich doch ein Depot bei einer oder zwei Direktbanken ein, da gibt es viele Fonds zum halben Ausgabeaufschlag.

Gruss
Börsenfan1968

Hallo,

Ich habe die Geldanlage für einen langen Zeitraum geplant.
mind 10-20 bis 30 Jahre. Ist es nicht sinnvoller in
irgendwelche anderen Dinge zu investieren.

Gerade bei der Altersvorsorge kommt es häufig auf den richtigen
Mix an. Welche Variante für Sie am geeignesten ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es sollte nicht nur die Sparphase betrachtet werden sondern ebenso die Renten - bzw. Auszahlungsphase.
Je nach steuerlicher Situation kann auch mal die Basisrente, evtl. als Einmalbeitrag, interessant sein.

Ob es sinnvoller ist in Aktien direkt zu gehen

Würde ich nur erfahrenen Anlegen empfehlen.

Kurz um:
Ich suche eine langerfristige Lösung für meine Anlage.
Kursschwankungen sind okay. Auf lange Sicht aber eine
„verhältnismässige“ sichere Sache sein. Ich meine nichts ist
sicher, aber ich möchte jetzt nur nicht in Tamagotschis
investieren ich denke diese sind out:smile: Blue Chips,Dax,Dow
Werte?

Schon mal an Garantiefonds gedacht?

Uwe Noll

Hallo Tudel,

auf den ersten Blick macht sowohl der Anlagemix als die Auswahl der Fonds einen recht guten Eindruck.

Mein Vorschlag:
Darauf achten, dass die grundlegenden Struktur langfristig beibehalten wird. Das bedeutet:
Nehmen wir mal an, der ACM-Fonds entwickelt sich in den nächsten Jahren deutlich besser als die anderen Fonds. Dann würde ich jährlich (Spekulationsfrist 12 Monate beachten) die Gewinne abschöpfenund so auf die anderen Fonds verteilen, dass die Grundstruktur wieder stimmt.

Vorteil: antizyklisches handeln!
Jeder Anleger weiß, dass billig einkaufen und teuer verkaufen am besten ist, aber fast alle machens genau andersrum. Wenn Du automatisch Gewinne umschichtest, hast Du automatisch antizyklisches Handeln und bist langfristig deutlich besser als die meisten Marktteilnehmer.
Außerdem hälst Du Deine Risiken im gewünschten Rahmen. Und Risikobegrenzung ist viel wichtiger als die höchstmögliche Wertentwicklung. Wer 20% verliert muß schon 25% verdienen, nur um wieder bei Null zu sein. Je höher der Verlust, umso weiter geht diese Schere auseinander: (30% / 43%; 35% / 54%; 45% / 82%; 50% / 100%!!)

Finanzprofis machen das auch und nennen es „rebalancing“.

Grundsätzlich gilt: Die genannte Anlagesumme ist leider viel zu klein für sinnvolle Direktinvestments in Aktien o.ä… Fonds sind also das Mittel der Wahl.
Bei den Kosten läßt sich veileicht bei einem Fondsdicounter etwas machen. Da gibts dann aber keine Beratung, denn guter Rat kann nicht unsonst sein.

Viel Rrfolg mit Deiner Anlage

Schorsch

Hallo,

ich möchte mich herzlich für die ausführlichen Antworten bedanken.

Ich werde mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen und dann habe ich bestimmt wieder eine Frage:smile:

Vielen Dank