Hallo
Wir haben einen Arbeitskollegen (ich kenne ihn nun schon seit 9 Jahren) und der ist „irgendwie komisch“.
Er wirkt nicht zurückgeblieben oder „dumm“, sondern hat ganz komische „Macken“, die einen irgendwie manchmal Angst machen.
Wir arbeiten in einer großen Halle und jeder hat so seine „Arbeitsabteilung“. Früher stand am Ende der Halle eine Waage um das Gewicht der ausgehenden Pakete zu wiegen. Da ist er jeden Morgen(!) vor Arbeitsbeginn an diese Waage getreten, hat seinen Arbeitsrucksack gewogen und ging dann den ganzen Weg zurück in seine Abteilung.
Jedes mal, wenn er an einem Getränkeautomat vorbei geht, drückt er mehrmals(!) auf den Geldrückgabeknopf und prüft ob vielleicht noch Geld herauskommt.
Das alles hört sich ja noch relativ Harmlos und Spleenig an, aber es sind alles so kleine „Macken“, die einen irgendwie Angst machen. Zum Beispiel, das er sich alle 30 Minuten die Klamotten „abklopft“ (obwohl die Arbeit nicht staubig ist).
So kleine Marotten wie „Wie viele Pfeiler muß man wohl von der Halle wegsprengen, das diese zusammenfällt“ kann ich ja gerade noch als „Scherz“ abtun.
Kürzlich soll er wohl mit einer Machete(!) im Aufenthaltsraum gesessen haben, die er sich kürzlich gekauft hat. Er sagte, er bräuchte nun nur noch einen Rückhalter, damit er sie immer tragen kann.
Wie gesagt, ist schwer zu beschreiben, aber ich muß wirklich sagen, das mir der Mann irgendwie Angst macht. Mit seiner ganzen Art.
Das sind so Menschen, wo hinterher im Radio die Leute aus dem Umfeld zu sagen: „Ja, der war immer schon ein bisschen komisch, aber das er mal so durchdreht hätte ich auch nicht gedacht“…
Weiß jemand, wie man damit umgehen soll? Mit ihm reden geht schon mal gar nicht (Er wird von anderen Kollegen übrigens NICHT gemieden. Die wundern sich zwar auch, ist aber kein Aussenseiter oder so).
Oder soll man es einfach nicht beachten?
So mit den Marotten, das finde ich nicht so schlimm, weil, ich selbst schaue zum Beispiel öfters, ob ich noch alles bei mir habe, Portemonnaie, Papiere, Schlüssel, Handy, Brille, Uhr, Schnürsenkel, wenns geht auch Frisur, Gesicht überprüfen.
Und zwar öfters als notwendig, meist nur um eine eigenartige Starre zu überwinden, bzw. ich weiß nicht genau.
Bei der Arbeit hab ich mir das irgendwie angewöhnt, es wird aber inzwischen besser, bzw. fast weg.
Also wegen der Marotten würde ich einfach freundlich bleiben, maximal auf das ungewöhnliche Erscheinen hinweisen.
Aber…
Eine Machete im Aufenthaltsraum ist keine Marotte mehr.
Ich weiß auch keinen „Rückhalter“, bzw. was das sein soll.
Da würde man dem Herren sagen, das das unerwünscht ist, bzw. gleich jemand damit beauftragen, der sich mit sowas auskennt.
Es gibt irgendwas zum Thema Waffen, bzw. Waffengesetz, bin aber nicht fachkundig.
Es gibt irgendwas zum Thema Waffen, bzw. Waffengesetz, bin
aber nicht fachkundig.
Nach §42a 1.3 ist das führen von Messern mit einer Klingenlänge von über 12cm verboten.
Zum Thema:
Kleine Macken würden mich nicht weiter stören, bzw würde ich mir keine Sorgen machen, wenn allerdings jemand mit einer Machete rumläuft sähe das schon anderes aus.
Jedes mal, wenn er an einem Getränkeautomat vorbei geht,
drückt er mehrmals(!) auf den Geldrückgabeknopf und prüft ob
vielleicht noch Geld herauskommt.
Sowas mach ich aber auch. In Park-, Zigarettenautomaten z.B. habe ich schon oft Geld gefunden.
Gut. Du wirst vielleicht mal oben auf den Rückgabeknopf drücken und schauen, ob unten noch Geld drin liegt.
Aber wenn das nicht geklappt hat, wirst du sicher nicht nochmal den Rückhabeknopf drücken, nochmal fühlen, noch mal drücken, noch mal fühlen…
Das macht er natürlich auch, wenn er sich aus dem Automaten eine Cola zieht. Rückgabeknopf, nimmt seine 20 Cent heraus, drückt nochmal, prüft, drückt, prüft.
(Wobei er besser gesagt auf den Knopf „hämmert“, so von wegen, wenn ich öfters drauf drücke, kommt auch mehr raus).
Weiterhin ist ja schon das nachfühlen „doof“, denn theoretisch hört man es ja laut klimpern, wenn das Geld fällt (jedenfalls in unserem Automaten)…