Hallo,
hat denn irgendjemand Erfahrung mit einer Person gemacht, die eine Somatoforme Störung hat? Mich interessiert besonders der Bereich innerhalb einer Beziehung. Kann es sein, das man lieber auf Etwas verzichtet, um den anderen zu schützen? Lieber den Schmerz aushält, egal wie schlimm er sein mag? Kann man so jemanden helfen?
Und wenn ja, wie?
Ich bin für jede Antwort dankbar!
Hi,
„somatoforme Störungen“ ist ein zusammenfassender Oberbegriff für körperliche Erscheinungen (meist Schmerz), die nicht auf körperliche Ursachen zurückzuführen sind. Hier z.B. findest du einen recht guten Überblick:
http://de.wikipedia.org/wiki/Somatoforme_St%C3%B6rung
Kann man so jemanden helfen?
Wenn der Person von ärztlicher oder therapeutischer Seite diese Diagnose gestellt wurde, dann kannst du als Laiin kaum helfen. Die Person selbst wird dir sagen können, welches Verhalten für sie wünschenswert ist, wenn die Symptome auftreten.
Gruß
Metapher
Hallo!
hat denn irgendjemand Erfahrung mit einer Person gemacht, die
eine Somatoforme Störung hat?
„Somatoforme Störung“ ist ein extrem weites und uneinheitliches Gebiet.
Das Gemeinsame aller somatoformen Störungen ist, dass psychische Konflikte und Belastungen über den Körper ausgedrückt werden, und dass daher auch beim Betroffenen meist wenig Einsicht über die psychische Seite des Problems vorhanden ist. Viele Betroffene sind zu sehr auf das Organische fixiert, wehren dementsprechend auch angesprochene Zusammenhänge zwischen psychischen Belastungen und ihrem organischen Leiden eher ab.
Mich interessiert besonders der
Bereich innerhalb einer Beziehung. Kann es sein, das man
lieber auf Etwas verzichtet, um den anderen zu schützen?
Das halte ich sogar für recht charakteristisch für diesen Patientenkreis.
Zum Beispiel kann hier der fortwährende Verzicht auf den Ausdruck von aggressiven Gefühlen und Handlungen innerhalb einer Beziehung genannt werden.
Kann
man so jemanden helfen?
Ob so etwas heilbar ist?
Ja, wenn er zum richtigen Spezialisten geht, und nicht zu lange von einem Organmediziner zum nächsten geht in der Hoffnung, irgendeiner möge doch bitte mal die Ursache seines körperlichen Leidens finden.
(solches Ärztehopping ist nämlich für diesen Patientenkreis ebenfalls recht charakteristisch).
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