Hallo,
Ich habe hier einen Drehstromtrafo, bestehend aus 3 selbstständigen 220V Trafos die im Stern verdrahtet sind so dass sie an 380 V betrieben werden können.
Jeder Trafo hat einen E-Kern. Die beiden äusseren Schenkel tragen je eine Primär und Sekundärwicklung, also insgesamt je 2, diese sind jeweils in Reihe geschaltet. Dazwischen befindet sich eine Steuerwicklung, diese wird mit Gleichstrom betrieben und dient dazu das Feld des Trafos zu beeinflussen um so den Kurzschlusstrom zu steuern (ähnlich Streufeld).
Das 1. was mir bei der ersten Inbetriebnahme aufgefalen ist, war dass die Leerlaufströme in den einzelnen Phasen unterschiedlich und recht hoch sind (gut 2, knapp 4 und über 5 Amp.) - deutet das bereits auf einen Fehler hin ? Bei je knapp 2,5KW Nennleistung, 7KW gesamt.
- Die drei Steuerwicklungen (alle in Reihe) werden über einen GLR von einem der 3 Trafos gespeist. Spannung unter Last gut 20V. Steuernennstrom unbekannt, versuchsweise trat erst bei einigen Amp eine Wirkung auf, d.h. der Kurzschlusstrom des Trafos stieg. Regelung ist über ein Poti vorgesehen, der Maximalstrom ist durch einen Festwiderstand auf ca 4Amp begrenzt.
Bei einem Test; Ansteuerung der Steuerwicklung mit 4Amp, Trafo ohne Last; ist nun EINE der SEKUNDÄRwicklungen EINES Trafos sehr heiss geworden (Rauch).
Das muss mit der Ansteuerung der Steuerwicklung zusammenhängen, ohne Steuerwicklung passiert nichts.
UND; wie kann das überhaupt sein, weil die Sekundärwicklungen sind ja in Reihe geschaltet, d.h. die Überhitzung kann eigentlich nicht durch einen Überstrom passiert sein, die zweite Sekundärwicklung blieb völlig KALT. Worauf kann die Überhitzung denn sonst noch beruhen ?
Es muss ja mit der Steuerwicklung zusammenhängen, sind 4Amp vielleicht doch zuviel ? Wobei das ja gerade mal ca 100Watt Steuerleistung sind, und der GLR wie auch der Vorwiderstand sind ebenfalls für diese Leistung dimensioniert.
Wer kennt sich mit diesem Trafotyp aus ??
Die Augänge sind über GLR alle parallel geschaltet.
Danke ! Paul