Sonderkündigung Telefonanschluss wg. fehlendem DSL

Hallo,

folgender fiktiver Fall mit der Bitte um Meinungen:

Jemand entscheidet sich für einen lokalen Anbieter X für seinen (reinen) Telefonanschluss, der Vertrag weist eine übliche Mindestlaufzeit auf. Es ist bekannt, dass zur Zeit des Vertragsabschlusses kein DSL in der Region verfügbar ist. Der Anbieter sichert dem Kunden mündlich zu, dass er in der Region wie so oft auf das Telekom-Netz zum Hausanschluss des Kunden zurückgreift. Der „Anbieter sichert zu“ heisst so viel wie, es wurde dem Kunden am Telefon mitgeteilt.

Nach kurzer Zeit wird in der Region von der Telekom DSL (kein VDSL/Glasfaser!) bereitgestellt. Durch Leitungsarbeiten haben sich die Leitungslängen ausreichend verkürzt für DSL6000.

Der Kunde von X möchte nun DSL, Anbieter X verneint dies. Er könne ADSL nicht zur Verfügung stellen, auch nach mehrfacher Rücksprache nicht (schriftlich wie mündlich). Die Telekom kann auf die Leitung kein DSL schalten, weil diese ja zu dieser Zeit nicht von ihr genutzt wird. Der Anbieter X will den Kunden aber ebenfalls nicht aus dem Vertrag lassen.

Muss Kunde X nun solange (DSL-)hungern bis der Vertrag des reinen Telefonanschlusses abgelaufen ist oder gibt es hier andere Möglichkeiten? - Stichwort Sonderkündigung o.ä.?

Andere technische Möglichkeiten scheiden aus diversen Gründen aus: TV-Kabel und Sat sind gar nicht vorhanden (also auch kein DSL darüber), Mobilfunk nicht in Breitband verfügbar (und schon gar nicht als ‚echte‘ Flat).

Gruß
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Hallo,

Jemand entscheidet sich für einen lokalen Anbieter X für
seinen (reinen) Telefonanschluss, der Vertrag weist eine
übliche Mindestlaufzeit auf. Es ist bekannt, dass zur Zeit des
Vertragsabschlusses kein DSL in der Region verfügbar ist. Der
Anbieter sichert dem Kunden mündlich zu, dass er in der Region
wie so oft auf das Telekom-Netz zum Hausanschluss des Kunden
zurückgreift. Der „Anbieter sichert zu“ heisst so viel wie, es
wurde dem Kunden am Telefon mitgeteilt.

Warum wurde das zugesichert bzw. wert darauf gelegt? Alle Anschlüsse die ich kenne wurden von der Telekom gelegt, so dass der Anbieter darauf zugreifen muss um den Anschluss zu gewährleisten, es sei denn er zieht eine neue Leitung - aber wozu wenn eben schon eine liegt…

Der Kunde von X möchte nun DSL, Anbieter X verneint dies. Er
könne ADSL nicht zur Verfügung stellen, auch nach mehrfacher
Rücksprache nicht (schriftlich wie mündlich). Die Telekom kann
auf die Leitung kein DSL schalten, weil diese ja zu dieser
Zeit nicht von ihr genutzt wird. Der Anbieter X will den
Kunden aber ebenfalls nicht aus dem Vertrag lassen.

Das ist Pech - wurde vorher etwas vereinbart bzw. mal gefragt, ob sich DSL im Verfügbarkeitsfall „nachrüsten“ ließ?

Muss Kunde X nun solange (DSL-)hungern bis der Vertrag des
reinen Telefonanschlusses abgelaufen ist oder gibt es hier
andere Möglichkeiten? - Stichwort Sonderkündigung o.ä.?

Verträge sind zu halten, der Anbieter kann die vereinbarten Leistungen erbringen somit gibt es keine Grundlage für eine Kündigung. Man kann einzig versuchen durch geschicktes Verhandeln mit dem Anbieter zu irgendeiner Kulanzeinigung zu kommen.

Andere technische Möglichkeiten scheiden aus diversen Gründen
aus: TV-Kabel und Sat sind gar nicht vorhanden (also auch kein
DSL darüber), Mobilfunk nicht in Breitband verfügbar (und
schon gar nicht als ‚echte‘ Flat).

Ist in dem Fall Pech.

Grüße