Sonnenblumenöl nimmt Wasser auf, das in feinstverteilten Tröpfchen im Öl schwimmt. Das geht aber nur, wenn Detergentien da sind. Diese kennt man aus dem Spülmittel: Fett löst sich in klarem Wasser nicht, mit Spülmittel gehts. Nun brauchst Du nicht an der Qualität Deines Öls zu zweifeln, solche Emulgatoren gibts auch in der Natur reichlich (wie sonst soll Dein Körper Fette aufnehmen ?) ein Beispiel ist Lecithin, das auch im Ei vorkommt.
Jedenfalls führen die vielen winzigen Tröpfchen zu einer Lichtbrechung an den Grenzflächen Öl / Wasser --> es wird „weiß“.
Siehe auch die Diskussion zum Thema „Nasse Flächen sind dunkler“ in Physik. Da hab´ ich das Thema Brechung ein bißchen mehr ausgewalzt.
Jeder kann das mal ausprobieren: Ein Schluck Wasser und ein Schluck Öl im Glas ergibt eine saubere Trennfläche. Kräftigst geschüttelt wirds undurchsichtig und heller (Geht auch mit Luft in Öl oder Wasser: Schaum ist auch weiß !). Das Entmischen kann man durch Zugabe von Spülmittel lange hinauszögern, dann würd´ich aber rühren, nicht schüttlen, sonst gibts nur Schaum.
Versuch macht kluch !
Gruß
Bernd
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Wie schon von den beiden anderen vermutet, bildet sich eine Emulsion. Spucke enthält nicht nur Wasser, sondern einige andere Ingridenzien, die die Verdauung schon im Mund starten. Fette lassen sich nur dann verdauen, wenn die sehr fein verteilt in Wasser vorliegen (große Oberfläche). Die richtige Emulgierung übernimmt die Galle im Dünndarm.
Warum das Öl weiß wird, wurde ja inzwischen erklärt. Was ich nicht weiß, ist, warum Du es im Mund hältst…
(Kochrezept aus der löffellosen Küche: man nehme drei Mundvoll Öl, drei Mundvoll Essig, ein Nasenloch voll Salz…
Mund-Innenkosmetik gegen trockene Mundschleimhaut?
Mittel gegen Zähneknirschen?
Rätsel, rätsel…
Franz
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Was ich nicht weiß, ist, warum Du es im Mund hältst…
(Kochrezept aus der löffellosen Küche: man nehme drei Mundvoll
Öl, drei Mundvoll Essig, ein Nasenloch voll Salz…
*gg* so ähnlich. Schon mal was von „Ölziehen“ oder „Ölkauen“ gehört?
Ein altes Hausmittel welches den Körper entgiften soll…
Entgiftung auf andere Art - Ölkur aus dem Kaukasus
Nicht immer angenehm: 10 Minuten lang den Mundraum mit Öl spülen, aber es hilft!
Öl im Salat, an Thunfisch oder unter der Motorhaube, das ist geläufig. Doch eine Ölkur als Gesundheits-Prophylaxe oder zur Schmerzbehandlung? „Das ‚kaukasische Ölziehen‘ ist ein bewährtes Hausmittel aus der Naturheilkunde, wodurch Gift- und Schlackenstoffe sowie Krankheitserreger gebunden und ausgeschieden werden“, sagt die Heilpraktikerin Barbara Krähmer. Bei der Kur wird über einen Zeitraum von 15 Tagen jeden Morgen vor dem Zähneputzen ein Esslöffel Speiseöl ohne besondere Anstrengung und Hast etwa zehn Minuten im Mundraum gespült bzw. bewegt.
„Durch die Mundverdauung werden schädliche Stoffe über die Mundschleimhaut aus dem Blut gezogen und im Öl gebunden“, informiert die Heilpraktikerin. Deshalb soll es auch ausgespuckt und auf keinen Fall geschluckt werden, denn es ist durch die Anwendung giftig geworden. Geeignet sind Sesamöl, Sonnenblumenöl aber auch Erdnuss- oder Distelöl (manche schwören ausschließlich auf die Wirkung von kaltgepresstem Olivenöl). Die Expertin: „Macht man es richtig, wird das zähe Speiseöl flüssig und verfärbt sich weiß.“
Das ‚Ölziehen‘ kann neben der Prophylaxe auch bei Kopfschmerzen, Bronchitis, Zahnschmerzen, Magengeschwüren und weiteren Krankheiten helfen. „Außerdem entlastet das Verfahren die Haut in ihrer Funktion als Entgiftungsorgan, wodurch sich auch das Hautbild verbessern kann“, erläutert die Heilpraktikern. Ebenso effektiv sei die Methode bei Zahnfleischbeschwerden. Die Erfolgsintensität ist aber von Fall zu Fall verschieden und tritt nur bei regelmäßiger und konsequenter Behandlung ein. „Die Ölkur kann von jedem und beliebig oft angewendet werden. Die Behandlung birgt keine Gefahren oder Nebenwirkungen, sie ist billig, aber hilfreich.“ so Frau Krähmer. Wenn man Husten oder andere Schluckprobleme hat, sollte man darauf achten, dass das Öl nicht in die Luftröhre kommt. Auch bei Unverträglichkeit bei verschiedenen Ölen ist es besser, einen Arzt zu fragen - sicher ist sicher.
Weißt Du, wenn die Nieren und die Leber es nicht schaffen, Giftstoffe zu entfernen (wofür sie vorgesehen sind), dann schafft’s ein Löffel Öl auf der Mundschleimhaut erst recht nicht…
Um die Konzentration fettlöslicher Giftstoffe (nur bei solchen könnte es funktionieren) messbar zu erniedrigen, müsstest Du wohl den ganzen Tag in einer Badewanne mit Öl liegen…
Es ist aber so: wenn man daran glaubt, kann man sich durchaus besser fühlen, auch wenn effektiv nix passiert…
Gruß,
Franz
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