Hi Peter,
mit der Schneeblindheit haste ja was…
also, damit wir beide über das gleiche sprechen:
Schneeblindheit = Schneeophthalmie = Conjunctivitis nivalis. Akute Form der Conjunctivitis (photo)electrica, hervorgerufen durch kurzwellige elektromagn. Strahlung.
Symptome: starke Rötung (Hyperämie) oder Chemosis mit Tränenfluß, Lidkrampf, oft auch kleinste, oberflächl. Defekte des Hornhautepithels.
Conjunctivitis heißt Bindehautentzündung, also Entzündung der Tunica conjunctiva – als akute Conjunctivitis mit vermehrter seröser bis eitriger Absonderung, Rötung (Hyperämie), evtl. auch Ödem sowie mit Juckreiz, Brennen, Fremdkörpergefühl; Schmerzen nur bei Komplikationen (Hordeolum, Lidabszeß, Hornhautgeschwür). Tritt symptomatisch bei grippalem Infekt, Masern, etc. auf, ferner häufiger als Reaktion auf lokale physikalische (Fremdkörper, Strahlung !!) u. chem. Reize, als primäres Infektionsgeschehen sowie bei Refraktionsanomalien, mangelhaftem Tränenfluß (Xerose), Allergie, Hautleiden, fehlendem oder unvollständigem Lidschlag.
Zu hohe Lichtintensitäten können die Sehpigmente ausbleichen. Möglicherweise ist deine Tagblindheit bedingt durch eine Mutation im Apoprotein deiner Sehpigmente (dem Rhodopsin), die ein schnelleres Ausbleichen begünstigt. Die Turnover-Rate von Rhodopsinen ist sehr hoch, weil es ganz normal ist, daß das am Licht rasch kaputt geht. Daher ist das bei starker Belichtung auch nicht wirklich ein Problem. Dann schon eher die lokale Erhitzung (Linseneffekt!). Gegen übermäßige Beanspruchung oder Hitzeentwicklung versucht sich der Körper natürlich zu schützen, daher ist zu grelles Licht unangenehm und schmerzt sogar.
Dann noch was zu den Wasserstoffbruecken:
Ja aber. Bei der Absorbtion koennen doch genauso gut Bindungen
aufbrechen, erst recht so schwache Wasserstoffbruecken wie in
der DNA. Rekombinieren diese oder andere aufgebrochene
Bindungen wieder und wie?
Wasserstoffbruecken sind ja keine richtigen (kovalenten) Bindungen, sondern nur polare Wechselwirkungen. Die sind nicht so stabil und auch gar nicht soooo wichtig, wie man gemeinhin annimmt. Die Stabilität des DNA- Doppel strangs ist zB maßgeblich durch die Stacking-Wirkung bedingt, die Spezifität bei der Reduplikation oder Transkription ist bedingt duch die Sterik der Basen selbst (die nicht ganz planar sind). Die Enzyme (so weiß man aus aktuellen Röntgenstrukturanalysen) können die Wasserstoffbruecken nämlich gar nicht „sehen“.
Also, die Wasserstoffbruecken sind gar nicht so wichtig, und schon gar nicht im Zusammenhang mit Mutationen.
1J = 1/ (Zahlenwert der Elementarladung in SI-Einheiten) * eV
1J = 1/1.6021e-19 eV = 6.242e18 eV
1kJ/Mol = 6.242e21/6.022e23 = 0.01036 eV
also:
SigPi(C-C)-Bindung hat 345 kJ/mol entspricht 3.58 eV pro
Bindung
Pi(C-C)-Bindung 265 kJ/mol entspricht 2.75 eV pro Bindung
Voila! Das ist relativ viel Energie pro Bindung imho, aber
eben knackbar fuer besagte Wellenlaenge.
Aha, danke.
Bestimmen, welche Wellenlängen wie gut absorbiert werden,
macht man anhand eines Absorptionsspektrums.

Ja, man, kann ja auch sein, daß jemand anderes den Artikel liest, der das nicht weiß, gelle? 
Gruesse!
Jochen