Sonnenstudio Übernahme

Hallo,

möchte ab 01.01. ein Sonnenstudio übernehmen, momentan werden noch „10-er-Karten“ zum Besonnen verkauft.

Der momentane Inhaber sagt, er könnte mir die angebrochenen Karten ab Januar nicht verrechnen, d.h. er nimmt das Geld bis Ende des Jahres ein und ich muss die Kunden ab Januar sonnen lassen.

Kann mir jemand helfen oder eine Antwort geben ob das so rechtens ist? Wäre dankbar.

Kann mir jemand helfen oder eine Antwort geben ob das so
rechtens ist? Wäre dankbar.

Angenommen, die Frage bliebe stehen, würde ich sagen, daß Vertragspartner in Deutschland alles vereinbaren können, das nicht gegen geltendes Recht verstößt. Dazu gehört dann auch, wie der alte und der neue Besitzer eines fiktiven Sonnenstudios bereits ausgegebene vorausbezahlte Sonnenstundenabrechnen.

Im übrigen ist die Zahl der von Dir verwendeten Personalpronomen ausbaufähig. Würde meinen.

Guten Tag,

danke für die Antwort.

Der jetzige Inhaber des Sonnenstudios meinte aber, das es rechtlich einfach so wäre, die angefangenen Sonnenstudio-Bräunungskarten ab Januar weiterhin für Ihn einzulösen. Da ich aber nicht weiß, wieviel Karten in Umlauf sind oder noch bis Ende Dezember verkauft werden, kann es doch rechtlich nicht sein, event. monatelang ohne Einnahmen meinerseits, die Karten einzulösen?

Hallo,
der Sonnenstudiobesitzer kann nichts verkaufen, was er nicht mehr hat. Er muss eine Befristung auf die Karten schreiben, oder aber einen Passus im Vertrag hinnehmen, dass die noch kommenden Gutscheine mit ihm abgerechnet werden. Was wäre denn wenn nach Kauf des Ladenlokals, bzw. Ineventars aus dem Geschäft ein Kiosk gemacht würde, an wen wenden sich dann die Käufer? Zur Not (in dieser befindet sich der derzeitige Besitzer wohl?) würde ich sagen, der Sonnenbank-Käufer soll vor solchen Geschäften die Finger lassen, der Verkäufer scheint ein gerissenes Kerlchen zu sein… Einnahmen ohne Gegenleistung und den nächsten die Zeche zahlen lassen.
Lieben Gruß
Cash

Guten Tag,

vielen Dank für die Antwort, finde es auch nicht richtig, da ich ja, wie er auch Geld damit verdienen möchte und nicht noch Unkosten (wie Strom, Personal, Miete etc.) zahlen muss und nichts dabei verdiene.

Liebe Grüße

Hallo,

der Sonnenstudiobesitzer kann nichts…

Sorry, aber woher hast Du Deine Weisheiten? Im Gesetz steht so gar nichts darüber drin…
Gruß
loderunner

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Hallo!

Der jetzige Inhaber des Sonnenstudios meinte aber…

Was er meint, ist vollkommen uninteressant. Entscheidend ist, was jetziger und zukünftiger Inhaber vereinbaren.

Der zukünftige Inhaber sollte prüfen, ob er Rechtsnachfolger für Leasing-, Miet- und Wartungsverträge wird und ob er das auch wirklich möchte. Er sollte überlegen, ob sich das Sonnenstudio überhaupt rechnet. Vermutlich kommt bestenfalls eine Kümmerexistenz dabei heraus. Wie sehen die letzten Jahresabschlüsse aus? Sonnenstudios sind eine Branche auf dem absteigenden Ast. Für Jugendliche spielt sich nichts mehr ab und auch viele Erwachsene sind inzwischen für die Gesundheitsgefahren sensibilisiert. Zudem gibt es viel zu viele Sonnenstudios.

Gruß
Wolfgang

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Moin

Hallo!

Sonnenstudios sind eine Branche auf dem
absteigenden Ast. Für Jugendliche spielt sich nichts mehr ab
und auch viele Erwachsene sind inzwischen für die
Gesundheitsgefahren sensibilisiert. Zudem gibt es viel zu
viele Sonnenstudios.

Gruß
Wolfgang

Eolfgang zustimmen muss…vor allem vor dem Hintergrund der jüngst verabschiedeten Verordnung hinsichtlich Gesundheitsschutz in Sonnenstudios… hier kommen einige, bis jetzt noch nicht zu beziffernde Ausgaben, auf die Betreiber zu (Röhrenwechsel, qualifizierung des Personals etc.)…
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_presse…

Gruß
MG

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Hallo,

Der jetzige Inhaber des Sonnenstudios meinte aber, das es
rechtlich einfach so wäre, die angefangenen
Sonnenstudio-Bräunungskarten ab Januar weiterhin für Ihn
einzulösen. Da ich aber nicht weiß, wieviel Karten in Umlauf
sind oder noch bis Ende Dezember verkauft werden, kann es doch
rechtlich nicht sein, event. monatelang ohne Einnahmen
meinerseits, die Karten einzulösen?

das ist wieder so ein klassischer Fall, in dem ich als erstes mal ein Existenzgründerseminar empfehlen möchte.

Nehmen wir folgenden Fall an: das Sonnenstudio wird als GmbH betrieben und Du kaufst die Anteile an der GmbH. Emittent der Karten wäre die GmbH gewesen und die muß natürlich auch in Zukunft diese Karten einlösen und die Leute besonnen, bis sie schwarz werden.

In so einem Fall regelt man im Kaufvertrag, wie mit dem Thema umgegangen wird. Entweder setzt man den Unternehmenswert herab oder man vereinbart zwei Raten für den Kaufpreis, wobei der zweite Teil um die kostenlosen Besonnungen gekürzt wird, oder oder oder.

Etwas anders sieht das aus, wenn es sich um eine Personengesellschaft handelt oder der bisherige Besitzer als Einzelkaufmann handelte.

Ohne ein Mindestmaß an rechtlichem und kaufmännischem Wissen kann die Veranstaltung nur als Desaster enden. Wenn es nicht die ausgegebenen Karten sind, die Dir das Genick brechen, werden es die Instandhaltungen sein, die Personalkosten oder irgendwelche Schadensersatzklagen.

Mal abgesehen davon, daß Wolfgang natürlich auch vollkommen recht hat. Sonnenstudios waren nie Goldgruben und sie sind es heute erst recht nicht mehr.

Das Wetter in diesem Sommer läßt mich mutmaßen, daß der aktuelle Besitzer verkauft, weil die letzten 2 oder 3 Jahre richtig schlecht gelaufen sind und er mit dem Rücken zur Wand steht. Interessanterweise sind nämlich schlechte Sommer auch schlechte Umsatzbringer und umgekehrt.

Dementsprechend wird es vermutlich einen Investitions- und Instandhaltungsstau geben. Das äußert sich dann in alten Röhren, verschlissenen Handtüchern und fehlenden Kopfhörern an den Liegen. Da kommen dann schnell mal ein paar Tausender zusammen.

Für wirtschaftliche Schwierigkeiten spricht auch, daß der aktuelle Besitzer diese Werbeaktion gefahren hat. Damit hat er Umsatz und Kasseneinnahmen vorgezogen, die er mutmaßlich nötig hatte.

Daß er nun (angeblich) nicht weiß, wieviele Karten bzw. Sonnenstunden im Umlauf sind, spricht entweder gegen seine Vertrauenswürdigkeit, sein kaufmännisches Geschick oder seine Buchführung - oder alles drei.

Du hast ja schon gesagt, welche Konsequenzen die Nummer mit den karten für Dich hat: gerade die Stammkunden werden bei Dir bis weit ins nächste Jahr ein- und ausgehen, ohne auch nur einen Cent dazulassen. Das Geld hat nämlich der aktuelle Besitzer eingenommen, der sich bei dem Gedanken, die Bude an Dich zu verkaufen, vor Lachen vermutlich kaum noch aufrechthalten kann.

Gruß
Christian

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Guten Tag,

nochmals danke für die rege Teilnahme und Antworten.
Zur Info: Es ist ein Einzelunternehmen und die Zahlen der letzten 2 Jahre konnte ich einsehen, man kann sicherlich nicht reich werden, aber dennoch davon leben.

Das Bräunungsgeschäft ist sicherlich rückläufig, aber die Zahlen stimmen noch, nur die Gutscheine machen mir Sorgen.

Denke immer noch, das der Umsatz auf mich gehen sollte, sobald ich das Studio übernehme. Wer will schon, nicht nur für umsonst arbeiten, sondern noch Ausgaben haben?!

LG

Hallo,

Zur Info: Es ist ein Einzelunternehmen und die Zahlen der
letzten 2 Jahre konnte ich einsehen, man kann sicherlich nicht
reich werden, aber dennoch davon leben.

da liegt doch der Hase im Pfeffer: in den Zahlen der letzten beiden Jahre ist auch die Kartenaktion enthalten. Der Mann hat Umsatz und im Zweifel auch Ertrag aus der Zukunft in das laufende Jahr geholt, das natürlich nun bedeutend besser aussieht.

Nicht nur das: die Suppe sollst nun auslöffeln.

Das Bräunungsgeschäft ist sicherlich rückläufig, aber die
Zahlen stimmen noch, nur die Gutscheine machen mir Sorgen.

Was ist mit der Instandhaltung und den Investitionen?

Denke immer noch, das der Umsatz auf mich gehen sollte, sobald
ich das Studio übernehme. Wer will schon, nicht nur für
umsonst arbeiten, sondern noch Ausgaben haben?!

Dann mußt Du vertraglich etwas vereinbaren, das das ausgleicht. Dazu, wie das gehen kann, ohne zu wissen, was an Karten im Umlauf ist, habe ich ja einige Anregungen gegeben.

Gruß
Christian

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