Hallo Denis,
ich bin mir nicht sicher, ob die GKV nicht eher ein Ausgabe-
bzw. Verwendungsproblem hat.
Ja, das ist - selbst nach Aussage der Kassenchefs (hier z.B. Jacobs AOK Rheinland) das vorangihge Thema. Der lehnt Bürgerversicherung knallhart ab!
Wie ist sonst die aktuell
verabschiedete Richtlinie zu beurteilen nach der
größenabhängige Obergrenzen für die Gehälter der Kassenchefs
eingeführt wurden?
Das ist ja nur lächerlich. Da werden doppel und dreifach Geschäftsführungen untersagt (da gibt es ein tolles Beispiel in MeckPomm, der hat 70.000 p.a. und führt drei Kassen, darf er nicht mehr - macht dann 3* 70.000!); und Begrenzungen eingeführt. das hat mit Wettbewerb und Steuerung über Wettbewerb nichts mehr zu tun. Da greift der Staat in etwas ein, aus der er sich zurückziehen sollte!
Kann es sein, daß es hier einige zu doll
getrieben haben, so daß der Gesetzgeber eingreifen mußte.
Mit Sicherheit, wo passiert das nicht. Aber eingreifen hätte er nicht brauchen. Klassisches Beispiel für den Eingriff des Staates in alles und jedes!
Auf
jeden Fall ist es eine Fehlverwendung von Geldern, wenn diese
in den Taschen der Kassenchefs
Ich bevoruzuge klar Leistungsprinzipien - und für den Chef der (z.B. TK, DAK oder Barmer) ist 130.000 keine angemessene Vergütung.
und einer aufgeblähten
Verwaltung
Da würde ich widersprechen. Die Verwaltungskosten pro Mitglied sind überwiegend niedrig!
landen als bei den Ärzten als Leistungserbringern,
da kommt ja auch zu wenig an!
denen inzwischen ein enges Korsett für die Abrechnung ihrer
Leistungen auferlegt wurde.
Ja.
Das Problem ist auf beiden Seiten gegeben. Wir haben eine Unwucht auf der Einnahmeseite, weil es tausende von Ausnahmen und Ungerechtigkeiten gibt!
Auf der Ausgabenseite, weil zuviel Blödsinn finanziert wird. Hier noch eine Rückenschule, dort noch eine Bratpfanne.
Z.B., weil GKV Versicherte tun dürfen, was Sie gerade wollen - das muss leitliniengesteuerte Behandlung sein. Wer Extrawünsche hat - bitte erst zur Kasse!
Wozu gibt es zig tausende von Medikamente, wenn bitte Norwegen mit ein paar tausend auskommt. Die anderen Medis gibt es in Norwegen auch, aber nur gegen Cash!
Und warum zahlt die Ehefrau von herrn Millionär keinen Beitrag, die sich den ganzen Tag die Nase pudern kann, während Frau Malergeselle jeden Tag für 500 Euro SV-Pflichtig oputzen gehen muss, damit die Familie +über die Runden kommt?
Es wird permanent auf den Privaten rumgehackt, anstatt, dass der Gesetzgeber ersteinmal das ganze Thema GKV gerade rückt!
Die Politik hat es versaut, und will un an die 100 Milliarden der 8 Millionen PKV Kunden!
Das ist typisch für unsere Zeit - Neiddiskussionen, ablenken, hinhalten, aussitzen. Das ist die Folge der geistig moralischen Wende des Herrn Dr. K 19983!
Thorulf Müller