Sorgerecht

Hallo Experten,
ich habe eine 6 jährige uneheliche Tochter. Durch das neue
Kindschaftsrecht habe ich eine Klage auf gemeinsames Sorgerecht
eingereicht. Am 30.11.00 ist Hauptverhandlung. Hauptgrund für diese Klage ist der Umzug der Familie der Kindesmutter nach Nürnberg (300 km von mir entfernt), was mir am meisten zum Nachdenken gegeben hat. Nun befürchte ich jedoch, das ich diese Klage verlieren werde, da sich die Kindesmutter gegen das gemeinsame Sorgerecht wehrt. Sie sagte ggü. dem Jugendamt aus,das es unmöglich ist,sachliche Gespräche zum Wohle des Kindes zu führen. Wer kann mir Ratschläge geben, ggf.
aktuelle Gerichtsurteile zusenden etc.?

Hallo Falk,

ich kann mir vorstellen, wie dir zumute ist. Gleichwohl: Was willst du mit deiner Klage erreichen?

Ich weiß, das klingt jetzt nicht gut in deinen Ohren, aber die Mutter deines Kindes wird wohl einen Grund haben, warum sie nach Nürnberg geht. Ich sehe aus deinem Posting jedenfalls nicht, dass sie dich möglicherweise einfach nur abstrafen will.

Leiden tun allein die Kinder, in dem Fall deine Tochter, wenn du jetzt den Kaukasischen Kreidekreis aufzeichnest. Versuche, dich mit der Mutter deines Kindes zu arangieren. Es gibt bestimmt Lösungen, die diese blöde Situation für alle erträglich machen. Denk an dein Kind. Es steht völlig hilflos zwischen Euch und wäre dir dankbar, wenn du flexibel reagierst. Gruß, bebro

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Hi Falk!
Du bist nicht alleine mit Deiner Problematik!
versuch es doch mal bei
http://www.pappa.com
hoffentlich findest Du da den richtigen Rat!
Ayla, die Dir beide Daumen drückt!!!

Was heißt in dem Zusammenhang flexibel reagieren?
Aus meiner Sicht solltest Du auf den Prozeß verzichten, den Du wirst nur verlieren. Selbst wenn Du einen juristischen Sieg einfahren solltest, bringt Dich das dem Kind kein Schritt näher. Die Mutter wir gegen Dich arbeiten bis ein Verhältnis zwischen Dir und dem Kind unmöglich ist. Wenn Du Kontakt zu Deinen Kind haben möchtest mußt Du halt wie der letzte … kriechen. Gegen den Willen der Mutter hast Du keine Chance, denn Sie hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht und damit die absolute Entscheidungsgewalt.
bodo

hallo,

auch ich denke das es wohl einen grund für sie geben wird soweit weg zu ziehen.
ob das job, neuer lebensgefährte oder sonstwas ist dürfte dabei egal sein.

die gerichte werden ihr nicht verbieten umzuziehen, es hätte wohl auch keinen sinn selbst wenn das möglich wäre.

das neue recht wird dir dabei auch nicht helfen können.
ein gemeinssames sorgerecht kann auch in 300 km entfernung ausgeübt werden, aber du hast wirklich nicht in allem ein mitsprache recht.

ich würde mich mit der mutter wirklich an einen tisch setzen und mal über die ängste und befürchtungen sprechen.
nur wer nicht redet wird alles noch schlimmer machen.

vielleicht redet ihr einfach mal im beisein des jugendamtes über das was ihr wollt. mit einem dritten im raum sollte es einfacher sein die gedanken zu sortieren.

sonst wirst du auf dauer deine tochter verlieren können weil mütter wenn sie wollen den umgang so schwer wie möglich machen können wenn sie denn wollen.

gruß

sonja

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