Sorgerecht bei Tod

Hallo ihr Wissenden,

folgendes Problem: Knapp 10-jähriges uneheliches Kind, das Sorgerecht liegt bei der Mutter. Sie hat einen neuen Freund, der Vater eine neue Freundin. Der Vater kümmert sich seit ca. einem Jahr nicht mehr um sein Kind (auch kein Unterhalt). Kind lebt bei seiner Mutter und ihrem Freund und kommt auch sehr gut mit ihm aus. Meine Frage nun: Was passiert mit dem Kind, wenn der Mutter etwas zustößt? Dazu muß man sagen, daß das Kind mit der neuen Freundin/Frau des Vaters nicht auskommt und in der Situation auch seine Schwierigkeiten mit dem Vater hat. Es würde auf keinen Fall mit der neuen Freundin des Vaters zusammen wohnen wollen, sondern viel lieber beim neuen Freund der Mutter. Aber was würde rechtlich geschehen, wenn z.B. der Vater nach dem Tode der Mutter doch meint seine Vaterrolle neu entdecken zu wollen (und sei es auch nur, um den neuen Freund der Mutter zu „ärgern“). Das Kind könnte auch noch zur Großmutter mütterlicherseits im Notfall.
Weitere Frage ist, ob eine Heirat der Mutter mit ihrem neuen Freund an der Situation rechtlich etwas signifikantes zugunsten des Kindes andern würde, so daß es dann beim neuen Freund bleiben könnte.
Kann die Mutter sozusagen per Testament das Sorgerecht vererben?
Wieweit kann das Kind da ein Wort mitreden?

Vielen Dank
Anabel

Hallo Annabel,

wenn das Sorgerecht allein bei der Mutter liegt, dann erhält das Kind einen Vormund. § 1773 des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Ein Minderjähriger erhält einen Vormund, wenn ernicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des Minderjährigen berchtigt sind.“

Gruß, bebro

Hallo ihr Wissenden,

folgendes Problem: Knapp 10-jähriges uneheliches Kind, das
Sorgerecht liegt bei der Mutter. Sie hat einen neuen Freund,
der Vater eine neue Freundin. Der Vater kümmert sich seit ca.
einem Jahr nicht mehr um sein Kind (auch kein Unterhalt). Kind
lebt bei seiner Mutter und ihrem Freund und kommt auch sehr
gut mit ihm aus. Meine Frage nun: Was passiert mit dem Kind,
wenn der Mutter etwas zustößt? Dazu muß man sagen, daß das
Kind mit der neuen Freundin/Frau des Vaters nicht auskommt und
in der Situation auch seine Schwierigkeiten mit dem Vater hat.
Es würde auf keinen Fall mit der neuen Freundin des Vaters
zusammen wohnen wollen, sondern viel lieber beim neuen Freund
der Mutter. Aber was würde rechtlich geschehen, wenn z.B. der
Vater nach dem Tode der Mutter doch meint seine Vaterrolle neu
entdecken zu wollen (und sei es auch nur, um den neuen Freund
der Mutter zu „ärgern“). Das Kind könnte auch noch zur
Großmutter mütterlicherseits im Notfall.
Weitere Frage ist, ob eine Heirat der Mutter mit ihrem neuen
Freund an der Situation rechtlich etwas signifikantes
zugunsten des Kindes andern würde, so daß es dann beim neuen
Freund bleiben könnte.
Kann die Mutter sozusagen per Testament das Sorgerecht
vererben?
Wieweit kann das Kind da ein Wort mitreden?

Vielen Dank
Anabel

Hallo
Prinzipell hat mein Vorredner recht, nur hilft dir das nicht weiter oder?

Im Normalfall würde (wenn der leibliche Vater es möchte) er das Sorgerecht erhalten. Kommt in dem Fall möglicherweise eine Adoption in Frage? d.h. der neue Freund der Mutter würde das Kind adoptieren, dazu müsste aber der leibliche Vater sein OK geben!
Ich glaube die Lösung mit den Testament könnte funktionieren, aber da müssen halt die entsprechenden Formulierungen eingehalten werden

Tip:
Probiers mal eher unter Erziehung oder Sozialwissenschaften da wirst du eher auf Sozialaebeiter stossen die im Bereich Familienrecht während ihres Studiums doch recht viel gehört haben.

falls dir keiner was sagen kann würde ich mich bereit erklären meinen Kampf mit dem Famielengesetzbuch nochmals aufzunehmen (wäre kein Problem nur hab ichs zuhaus stehen)
Gruß
Bernd