Hallo,
ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Meine Tochter ist zwei Jahre alt und lebt bei ihrer Mutter, wir leben seit fast zwei Jahren getrennt - v. a. weil das Zusammenleben mit meiner Ex einfach unerträglich geworden ist.
Die Mutter bekommt ihr Leben einfach nicht in den Griff, bzw. baut einen Bockmist nach dem Anderen. Um das mal möglichst detailiert zu erklären: Meine Ex ist zum 01.10. ca. 600km weit umgezogen obwohl sie summa summarum keinen cent in der Tasche hatte (noch dazu in eine der teuersten Regionen Deutschlands). Ich habe ungefähr ein halbes Jahr lang versucht es ihr auszureden, aber hören wollte sie nicht auf mich - die Lage ist nun so, dass sie in eine Wohnung eingezogen ist, die sie sich nicht einmal ansatzweise leisten kann (btw: ich zahle so viel Unterhalt wie ich nur kann… 450 Euro), die Miete für Oktober (immerhin 580 Euro) musste ich ihr vorstrecken, jetzt konnte sie die Miete für November auch nicht pünktlich zahlen und hat schon die Kündigung zum 31.1. erhalten.
Sie hat angefangen zu arbeiten wobei sie knapp 1000 Euro verdient (weshalb sie, wie sie sagt, auch umgezogen ist) - arbeitet fast jedes Wochenende und geht davon aus, dass ich natürlich jedes WE zu ihr fahre (was immerhin noch ca. 200km sind) damit sie ihren Job auch weiterhin machen kann. Leider kann ich das, schon aus finanziellen Gründen, nicht schaffen - und so dürfte es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sie diesen Job nun auch wieder verliert und dann am Ende ohne Unterstützung durch ihre Familie und arbeitslos dort festsitzen wird.
Soweit, so schlecht…
Der aktuellste Hammer, was ich nun fast schon grausam finde, ist folgendes: Letztes Wochenende war sie bei ihrer Familie und wollte, dass ich auch hinfahre. Ich konnte es mir nicht leisten und bin daheim geblieben. Am Montag bekam ich dann nachts um eins den Anruf, dass unsere Tochter in meiner Stadt ins Krankenhaus gekommen ist - sie hat sich laut ihrer Aussage im Zug den Kopf gestoßen und meine Ex befürchtete, dass sie eine Gehirnerschütterung davon getragen haben konnte. Ich bin also so schnell wie möglich ins Krankenhaus, habe meine Ex und die Kleine noch in der Notaufnahme getroffen und bin auch so lang wie möglich dort geblieben um bei meiner Tochter zu sein - nur, hat meine Tochter überhaupt keine Anzeichen einer Verletzung gezeigt, keine Kratzer, keine Beule - sie war quicklebendig wie immer (musste aber die ganze Zeit im KH am EKG bleiben was ihr überhaupt nicht gefallen hat). Was mich ferner stutzig gemacht hat: Nachts um diese Uhrzeit wäre meine Ex nie und nimmer mit der DB bis nach hause gekommen, sie hat offensichtlich gewusst, dass sie über meine Stadt nicht hinaus kommen würde. Ferner war meine Tochter bereits im August und im September jeweils einen Tag auch wegen einer möglichen Gehirnerschütterung im KH. Ist das normal?
Ich habe deshalb einige Befürchtungen -
entweder, weil ich es nicht mehr für normal halte, dass einem kleinen Kind so oft etwas passiert und weil sie jedesmal ohne Befund wieder entlassen wird…
wegen einer neuen Wohnung scheint sie sich darauf zu verlassen, dass ich doch auch bald wieder zu ihr ziehen würde - für ihre Verhältnisse realistische Angebote zu suchen scheint ihr nicht einzufallen, auf meinen Vorschlag, sich doch mal beim Wohnungs- oder Jugendamt zu melden geht sie nicht ein. Wenn sie weiterhin so untätig bleibt, bzw. das falsche sucht wird sie noch auf der Straße landen…
Was kann ich tun? Ich habe Angst, dass es irgendwann ein böses Ende nehmen wird, dass meine Tochter unter den ständigen Umzügen, der ungewissen Situation, den häufigen und m. E. nach überzogenen KH-Aufenthalten leiden wird / muss.
Über Rat wäre ich wirklich dankbar…
Grüße
