neulich hat mir eine Frau einen Flugzettel in die Hand gedrueckt aber schon als ich die Frau von weitem gesehen habe hatte ich das Gefuehl dass der Flyer etwas mit Scientology zu tun hat - und so war es auch.
Ich moechte hier nicht behaupten dass ich Leuten von weitem ansehe wer sie sind aber frage mich ob ihr auch schon einmal die Erfahrung gemacht habt dass man einigen Leuten schon aus der Entfernung anmerkt wer sie sind oder was sie tun.
Ist es moeglich dass Personen die bei Gruppen wie Scientology sind spezielle Substanzen zu sich nehmen, bestimmte Entspannungstechniken benutzen… eben irgendwas was man ihnen sofort anmerkt?
Wie kann man Menschen von weitem anmerken wer sie sind? Welche Reize koennten das sein die man dabei unbewusst aufnimmt?
Kleidung, Mimik und Körpersprache sind bei den Scientologen schon… nicht auffällig, aber einzzordnen:
Gepflegte Kleidung, Richtung aufstrebender Karrieremensch,
betont freundlich - neutrale Mimik, „offene“, gerade Körperhaltung (DAFÜR machen sie bestimmt Kurse!).
Dann womöglich noch ein Flyer in der Hand und suchender Blick auf junge Leute - daran kann man sie dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erkennen.
Zeugen Jehova, Touristen und Leute, die mich gleich nach dem Weg fragen, erkenne ich auch immer schon vorher!
Ist es moeglich dass Personen die bei Gruppen wie Scientology sind spezielle Substanzen zu sich nehmen, bestimmte Entspannungstechniken benutzen… eben irgendwas was man ihnen sofort anmerkt?
Eher nicht. Verhaltenstrainings absolvieren sie aber sehr wohl. Und an diesem Punkt kommt beim Beobachter die Erfahrung ins Spiel. Wenn das Unterbewusstsein Bezugspunkte aus der Vergangenheit hat, in diesem Fall also etwa „weiß“, wie bestimmte Menschen auftreten, ordnet es nach einem blitzschnellen Abgleich mit den Erfahrungswerten das neue Bild diesen zu.
Das Ganze dient dem Zweck, Gefahren zu vermeiden, indem wir uns an Situationen erinnern, die wir als „gefährlich“ eingestuft haben. Da der Prozess des Abgleichs unbewusst abläuft, birgt er die Gefahr „falscher“ Verknüpfungen. Nicht zuletzt deswegen, weil das Raster u.U. auch bei Situationen greift, die lediglich Ähnlichkeiten aufweisen. Spontane Sym- und Antipathien gegenüber Fremden sind ein Beispiel dafür. Hier muss nicht selten der Verstand (und die neue Erfahrung) eine Korrektur der Bewertung vornehmen.
Schwer fällt einem das meist bei Antipathien. Hier muss die Person oft regelrecht „beweisen“, dass sie die Ablehnung nicht rechtfertigt. Eigentlich problematischer ist es aber bei Sympathie, da einem hier die „Frühwarnsignale“ leichter abhanden kommen und man zunächst unbewusst positiv bewerten will.
Gepflegte Kleidung, Richtung aufstrebender Karrieremensch,
betont freundlich - neutrale Mimik, „offene“, gerade
Körperhaltung (DAFÜR machen sie bestimmt Kurse!).
kann ich überhaupt nicht zustimmen. Die Herrschaften, die in Berlin-Spandau (zum Glück ist deren Laden inzwischen geschlossen worden) in der Fußgängerzone lange Zeit ihr Unwesen trieben, waren weder gut gekleidet, noch als „aufstrebender Karriermensch“ zu erkennen und schon gar nicht freundlich.
Nahm man deren Einladungen in den Laden zu kommen oder den Flyer entgegenzunehmen nicht an, wurde man angepöbelt (lautstark).
ich finde solche Schubladen gefährlich! Gepflegte Kleidund das angebliche Karriermenschaussehen könnte ebenso gut auf die weit weniger unangenehmen Mormonen, die ab und an an Türen klingeln, zutreffen.
@ Desperado ( für viele andere dürfte die Antwort etwas unverständlich sein )
Da ich weiss , das du dich viel mit Auto’s beschäftigst , mache dir mal folgenden Spass .
denke dir mal ein paar Automodelle aus , vom VW Beatle , Renault Megane , Mercedes 200 D , Opel Corsa usw usw und dann überlegst du dir mal :
welcher Personenkreis würde so ein Auto fahren .
hier spielt jetzt dein Verständniss , deine logig , deine Erfahrung und das Image des Modells eine Rolle .
jetzt stellst du dich an eine Hauptstrasse und schaust in diese Auto’s , seltsamerweise hast du eine rund 80% Trefferquote , warum ?
genau so ist es mit Personen auf der Strasse , wenn man genauer hinschaut und sich ein wenig mit Bewegungsablauf , Outfit , Frisur , usw beschäftigt
Ich habe mal eine Wette gewonnen bei der ich wettete das ich auf der gegenüberliegenden Geschäfts- Strassenseite der Champs Elysees in Paris alle Deutschen Touristen aufzeigen kann ohne das es mir möglich ist auf diese entfernung zu verstehen welche Sprache sie sprechen , nur anhand des Bewegungsablaufes und der Kleidung .
wenn man sich dieser Unterbewussten Zuordnung bewusst macht , kann man schon im Vorfeld besser auf die Person zugehen , oder es einfach lassen.
Wie ein anderer Thread-Teilnehmer allerdings beschrieb , eine kleine Fehlerquote gibt es natürlich immer