wir wollen noch diesen Herbst um unser Grundstück eine Kirschlorbeerhecke pflanzen. Sie muss unbedingt blickdicht sein und das auch nicht erst nach 20 Jahren. Nun haben wir hier oben sehr viel Wind und die Pflanzen haben fast den ganzen Tag Sonne. Nach lesen und googlen haben wir uns nun drei Sorten ausgesucht: Caucasia, Herbergii und Novitas. Hat jemand bereits Erfahrungen mit diesen Sorten? Wie schnell wachsen diese? Wie frosthart sind sie? Wie hoch sind sie bis jetzt geworden? Vielen Dank für alle Antworten! Manuela
Da Deine ViKa nichts über Deinen Standort in der Welt verrät. kann man bezüglich Sortenauswahl nur soviel sagen:
was in der Rheinebene vorzüglich gedeiht, kann 50km westlich oder östlich davon schon im Winter erfrieren.
Wie ist bei Euch der Boden? - davon hängt das Wachstum ab.
Kirschlorbeer in schwerem Lehmboden legt pro Jahr auch schon pro Ast einen ganzen Meter zu, im Sand ist das sehr viel weniger.
Und übrigens unterscheidet sich das von Jahr zu Jahr.
Wie stark, wie langanhaltend der Frost? Gibt es Barfröste(ohne Schneedecke)? - davon hängt ab, ob und wieviel zurückfriert.
Allerdings treibt Kirchlorbeer recht zuverlässig wieder aus, notfalls auf Erdbodenhöhe.
Und wie gewissenhaft seid Ihr damit, die Pflanzen in der Einwachsphase und den ersten Wintern zu gießen? - davon hängt nämlich der Erfolg jenseits von Boden und Witterung ab. Frisch gesetzte Pflanzen brauchen eimerweise Wasser, jeden Tag. Im Winter muss auch gegossen werden, mindestens wenn die Temperaturen Mittags über Null gehen.
Noch einmal - welche Sorte bei Euch klappt, wisst Ihr, wenn Ihr sie zehn Jahre im Garten habt.
Hallo Geli.
Darf ich da auch eine Zwischenfrage stellen?
Welchen Pflanzabstand haben eigentlich solche Kirschlorbeeren? Deine andere Ausführung finde ich sehr lehrreich. Danke.
MfG
Hans13
Darf ich da auch eine Zwischenfrage stellen?
Welchen Pflanzabstand haben eigentlich solche Kirschlorbeeren?
„üblicherweise“ nimmt man je nach Geldbeutel und Eile zwischen 50cm und 80cm.
Besonders Eilige pflanzen sogar noch enger.
Aber weiter ist für die langfristige Entwicklung der Hecke deutlich besser.
„Eigentlich“ ist kein Gehölz von Natur aus für eine Hecke gedacht; nur arrangieren sich vom Menschen zur Nachbarschaft gezwungene Gewächse eben irgendwie.
Das Gegenbeispiel: wir haben ein Exemplar Kirschlorbeer im Garten, das wir ursprünglich gar nicht und vor allem nicht dort wollten. Ein Vogel hat es uns mit seinem Verdauungsprodukt „gespendet“. Aus dem Keimling hat sich innerhalb von nur 10 Jahren ein Busch entwickelt, der mittlerweile eine Grundfläche von 3x3 Metern einnimmt und die Garage überragt.
Dabei habe ich aber bereits mehrmals Triebe um jeweils einen ganzen Meter zurückgeschnitten.
Wir haben (auf Wunsch unseres Nachbarn hin) zwischen unseren Grundstücken ein solches Gewächs gepflanzt (aber frag mich nicht nach der Sorte, der Nachbar hat’s gekauft), und das Ding wuchert schneller, als mir lieb ist; ständig muß ich Äste kürzen, damit unser Hauseingang nicht zuwuchert und zum Klofenster noch Licht reinkommt; und jetzt geht wieder die Sauerei mit den herabfallenden Beeren los, obwohl wir, soweit man rankommt, die verblühten Blütenstände abgeschnitten haben.
Außerdem rupfe ich ständig ausgesäte Jungpflanzen aus, damit nicht der ganze Vorgarten von Kirschlorbeer beherrscht wird.
Das aus meiner Sicht einzig Gute an dem Strauch: er ist immergrün und blüht im Frühjahr recht hübsch.
Ich weiß nicht, wie sich Kirschlorbeeer in anderen klimatischen Bedingungen verhält, aber bei uns in der Enz-Neckar-Gegend wächst er wunderbar, und wenn Ihr ähnlich klimatische Bedingungen hat, wirst Du in wenigen Jahren eine dichte Hecke haben, die Du gut im Zaum halten mußt.
Komme leider erst jetzt wieder zum Lesen. Also, der Ehrlichkeit halber muss ich gestehen, dass wir im Vorgarten auch schon Kirschlorbeer haben. Zum einen „Etna“ und „Novita“. Da wir ja Eckgrundstück und ziiiiiiemlich viele Laufmeter haben,ist das schon eine Stange Geld. Daher haben wir die Dinger gehegt und gegossen was das Zeug hielt. Und soll ich euch was sagen: bei allen Nachbarn sind die Kirschliorbeerbüsche diesen Winter nicht als Sieger hervorgegangen, nur bei uns!!! Wir hatten keine Verluste und sind schon etwas stolz drauf. Die Dinger stehen jetzt zwei Jahre.
Was mich etwas irritiert ist die Sache, dass wir bis heute keine Blüten- und damit auch Beerenbildung hatten! Das war so unser Grund, warum wir erst noch einmal etwas gewartet hatten mit den restlichen Metern (okay, auch wegen dem Geld natürlich). Allerdings wächst Etna deutlich langsamer, deshalb scheidet der bei uns für die nächsten Meter aus. Wir haben alle Büsche in einem Abstand von ca. 50 cm gepflanzt und gerade bei Novita hätte es auch nicht drunter sein dürfen. Wir wollen halt Sichtschutz haben und das auch (oder gerade) im Winter! Hatten halt überlegt, ob es vielleicht auch der Herbergii sein kann, aber so recht sind wir nun noch nicht weiter gekommen. Lg Manuela
P.s. Wir wohnen in der Nähe von Northeim