SOS..Lactose-Problem!

Hallo!
Eine Freundin von mir hat seit einiger Zeit öfters starke Magenkrämpfe. Um die Ursache zu finden, wurde sie auf eine Kur geschickt, bei der genauestens beobachtet wurde, welche Nahrungsmittel sie zu sich nimmt und nach welchen Nahrungsmitteln ihre Krämpfe beginnen. Es wurde nun festgestellt, daß sie auf Lactose/ Milchzucker mit Magenkrämpfen reagiert. Nun kann ihr jedoch keiner sagen, wieviel sie zu sich nehmen kann, daß muß sie selbst testen. Für sie ist das jedoch sehr schmerzhaft, immer bis an die Grenzen zu gehen. Weiterhin kann ihr keiner der Ärzte sagen, welche Nahrungsmittel sie unbedenklich zu sich nehmen kann! Es befindet sich in sovielen Lebensmitteln Lacose/ Milchzucker. Könnt ihr weiter helfen? Einen Arzt, Ernährungsberater oder ähnliches im Raum Berlin empfehlen? Könnt ihr ein Buch etc. empfehlen? Vielen Dank! M.f.G.

Hallo,
es gibt sehr viele Leute, die Lactose nicht mehr vertragen koennen, d.h. dere Koerper diesen Zucker nicht mehr aufschliessen kann. Am besten ist es, Lactose zu vermeiden, was aber bei der nicht vollstaendigen Deklaration von Lebensmitteln und auch Arzneimiteln(!) schwer moeglich ist. Es gibt verschiedene Sorten Tabletten, die das Enzym Lactase enthalten, das den Zucker Lactose aufspaltet (z. B. Lactrase Tbl.). Diese sollte man einnehmen, wenn man lactosehaltige Mahlzeiten zu sích nimmt.

Hallo!
Eine Freundin von mir hat seit einiger Zeit öfters starke
Magenkrämpfe. Um die Ursache zu finden, wurde sie auf eine Kur
geschickt, bei der genauestens beobachtet wurde, welche
Nahrungsmittel sie zu sich nimmt und nach welchen
Nahrungsmitteln ihre Krämpfe beginnen. Es wurde nun
festgestellt, daß sie auf Lactose/ Milchzucker mit
Magenkrämpfen reagiert.

Hallo Madeleine
das ist eine Lactoseintoleranz (Alaktasie), der Körper kann keine Lactose abbauen, weil ihm das Enzym Lactase fehlt.
Schau mal hier rein:
http://www.laktofit.de/
Man sollte Milchzucker möglichst meiden, das ist natürlich nicht immer möglich.
Wenn man normal essen will, muß man dem Körper Lactase zuführen, zB. Laluk Kautabletten, die nimmt man zum Essen.
Gruß
Rainer

Hallo Madelaine,
ich bin selbst stark Betroffene, habe bei der Diagnose angefangen mich mit Ernährung genau zu beschäftigen. Folgendes:
es wird deiner Freungin nichts anderes übrigbleiben, wenn sie die Koliken meiden will, genau auf die Zutatenlisten zu schauen. So sehr z.B. Aldi immer angegriffen wird, dort gibt es Aufschnitt o. Lactose und o. Milchzucker und o. Molkepulver. Das Ciabatta und die Brötchen sind auch ohne Milchprodukte.
ACHTUNG; bei Bäckern wird sehr häufig Backmargarine verwendet. Ich habe die Deutsche Margarine Union angeschrieben. Sie teilte mir mit, dass es nur 2 Sorten Margarine ohne Molkepulver gibt:
flora soft, die Olivenölmargarine, die aber nicht jedermanns Geschmack ist.
Versucht es mit Sojamilch, evtl. auch Ziegenmilch. Die Lactose dort ist anders zu verdauen.
Bei uns in SH gibt es einen Markt mit einem Händler, der griechischen Schafsmilchjoghurt verkauft, der die Konsistenz von Quark hat.
Vorsicht bei Schlachtern und Bäckern: in unserer Umgebung hörte ich häufig von Schlachtern, dass sie in jede Wurst Molkepulver haben, die Bäcker ebenso.
Ich habe ganze Computerlisten, wenn von Interesse, gib mir Info, dann schicke ich sie privat zu.
Nichts kaufen ohne genaue Zutateninfos.!!!

Gleichzeitig zur Stärkung des Immunsystems schleichend mit Nahrungsergänzungsmittel anfangen.

Wenn es schief laufen sollte, entblähende Mittel g l e i c h nehmen, aber darauf achten, dass sie keine Lactose enthalten.

Im Notfall Buscopan plus, enthält zwar Lactose, ist aber auch das einzige, was Notfallärzte spritzen oder geben (habe leider reichlich Erfahrung)
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen
Chris

Liebe Madeleine,
ich ergänze noch meine Ausführungen zum Wochenende. Wenn ihr Interesse habt, ich bin dabei ein Kochbuch zu schreiben, in dem ich die Rezepte entsprechend umgewandelt habe.

Fürs erste setze ich ein lactosefreies Kuchenrezept in das Brett Kochen und Rezepte.
Gruß
Christel

Hallo Madeleine,
seid vorsichtig mit den Lactasetabletten. Sie sind keine Lösung, da sie

  1. nur bei ganz leichter Unverträglichkeit helfen
  2. nur den Geldbeutel leeren.
    Besser ist es, sich die Arbeit zu machen, alle Lebensmittelbeschreibungen zu lesen, bzw. zu erfragen. Vielleicht findet ihr auch eine gute Apotheke, denn in fast allen Medikamenten in Tablettenform ist Lactase oder Milchzucker enthalten. Immer genau nachfragen, auch beim Verschreiben von Medikamenten diese genauen Daten beim Arzt erfragen. Von den Pharmafirmen gibt es genaue Zutatenlisten, aber nicht jeder Arzt und nicht jede Apotheke ist bereit zu helfen, weil die Lactoseunverträglichkeit leider vielfach nicht ernst genug genommen wird.
    Für manche milchzucker-/lactoseenthaltene Medikamente gibt es ein anderes Präparat mit gleicher Wirkung in anderer Zusammensetzung.

Helfe gerne weiter, weil ich umfangreiches Material habe.
Gruß
Christel

Hallo Madeleine,
seid vorsichtig mit den Lactasetabletten. Sie sind keine
Lösung, da sie

  1. nur bei ganz leichter Unverträglichkeit helfen
  2. nur den Geldbeutel leeren.

Sie sind aber ein Hilfsmittel, wenn sich Lactose nicht vermeiden laesst! Es gibt z. B. Medikamente, die nicht ersetzbar sind und Lactose enthalten. Desweiteren muss man Restaurantbesuche nicht voellig vermeiden, wenn man Lactasetbl. (Lactrase billiger als Laluk) hat.

Besser ist es, sich die Arbeit zu machen, alle
Lebensmittelbeschreibungen zu lesen, bzw. zu erfragen.
Vielleicht findet ihr auch eine gute Apotheke, denn in fast
allen Medikamenten in Tablettenform ist Lactase oder

Lactase ist das Lactose-spaltende Enzym, das dem Koerper des kranken Patienten fehlt und wird im Gegensatz zu Lactose (=Milchzucker) nicht als Hilfsmittel in Medikamenten eingesetzt.
Vorsicht: Hilfsstoffe sind nicht deklarationspflichtig! Sie koennen also in Medikamenten und Lebensmitteln in geringer Menge enthalten sein, ohne auf der Verpackung angegeben zu sein.

Milchzucker enthalten. Immer genau nachfragen, auch beim
Verschreiben von Medikamenten diese genauen Daten beim Arzt
erfragen. Von den Pharmafirmen gibt es genaue Zutatenlisten,
aber nicht jeder Arzt und nicht jede Apotheke ist bereit zu
helfen, weil die Lactoseunverträglichkeit leider vielfach
nicht ernst genug genommen wird.

Der Arzt kann in der Regel bei dem Problem nicht grundsaetzlich helfen, da ihm oft genaue Angaben fehlen. Der Apotheker ist der Fachmann fuer die Medikamente ( Arzt = Fachmann fuer Krankheit und deren Diagnose) und hat genauere Unterlagen. Beide koennen natuerlich den Hersteller kontaktieren.

Für manche milchzucker-/lactoseenthaltene Medikamente gibt es
ein anderes Präparat mit gleicher Wirkung in anderer
Zusammensetzung.

Grundsaetzlich sollten Tabletten gegen Saft oder Tropfen ausgetauscht werden. Es gibt aber natuerlich auch Tabletten und Kapseln, die keinen Milchzucker enthalten. Ausserdem gibt es die Moeglichkeit, dass der Apotheker selbst Kapseln mit dem vom Arzt bestimmten Wirkstoff herstellt und dann natuerlich keine Lactose verwendet.
Apotheker sind verpflichtet, den Patienten in Bezug auf Arzneimittel zu beraten! Darauf kann man ruhig hinweisen, wenn jemand mal keine grosse Lust an den Tag legt, zu beraten.

Helfe gerne weiter, weil ich umfangreiches Material habe.
Gruß
Christel

Ich bin gerne jederzeit bereit, Arzneimittel auf ihren Lactose-Gehalt zu checken.
Sabine

Hallo Sabine,

Sie sind aber ein Hilfsmittel, wenn sich Lactose nicht
vermeiden laesst! Es gibt z. B. Medikamente, die nicht
ersetzbar sind und Lactose enthalten. Desweiteren muss man
Restaurantbesuche nicht voellig vermeiden, wenn man
Lactasetbl. (Lactrase billiger als Laluk) hat.

Ich habe auch daran geglaubt und sogar mit ärztlicher Dosierung vor und während der Mahlzeit je 6 Kapseln genommen. Bei einer echten Lactoseunverträglichkeit hat mir ein Apotheker gesagt, dass es ein Versuch sei - aber nicht helfen müsse. Am Anfang der Diagnose habe ich daran geglaubt und die Woche 2 Dosen verbraucht - trotzdem Koliken bis der o.a. Satz kam. Bei einer leichten Unverträglichkeit, z.B. meiner Tochter helfen sie, wenn sie trotzdem bewusst isst.

Vorsicht: Hilfsstoffe sind nicht deklarationspflichtig! Sie
koennen also in Medikamenten und Lebensmitteln in geringer
Menge enthalten sein, ohne auf der Verpackung angegeben zu
seiImmer genau nachfragen, auch beim

Verschreiben von Medikamenten diese genauen Daten beim Arzt
erfragen. Von den Pharmafirmen gibt es genaue Zutatenlisten,
aber nicht jeder Arzt und nicht jede Apotheke ist bereit zu
helfen, weil die Lactoseunverträglichkeit leider vielfach
nicht ernst genug genommen wird.

Der Arzt kann in der Regel bei dem Problem nicht
grundsaetzlich helfen, da ihm oft genaue Angaben fehlen. Der
Apotheker ist der Fachmann fuer die Medikamente ( Arzt =
Fachmann fuer Krankheit und deren Diagnose) und hat genauere
Unterlagen. Beide koennen natuerlich den Hersteller
kontaktieren.

…ich war in der glücklichen Lage, eine sehr engagierte Apothekerin zu haben, die auch sich in der Literatur und Internet schlaumachte. Leider hat man ihr die Apotheke genommen, da diese nur gepachtet war und der Besitzer diese bevorzugte Lage nun selbst führt – ohne die sehr gute Beratung.

Sie hat auch Ersatzpräparate herausgesucht.

…ausserdem gibt:es die Moeglichkeit, dass der Apotheker selbst Kapseln mit dem :vom Arzt bestimmten Wirkstoff herstellt und dann natuerlich :keine Lactose verwendet.

Wird das wirklich noch gemacht? Danke für diesen Tipp.

Apotheker sind verpflichtet, den Patienten in Bezug auf
Arzneimittel zu beraten! Darauf kann man ruhig hinweisen, wenn
jemand mal keine grosse Lust an den Tag legt, zu beraten.

Ich bin gerne jederzeit bereit, Arzneimittel auf ihren
Lactose-Gehalt zu checken.

Sabine, das ist ein Super-Angebot; denn bisher gibt es für mich immer nur die Möglichkeit, wenn sich z.B. Lactose nicht vermeiden lässt, gleich ein Antikolikmittel hinterher. Mein Körper reagiert sensibel auf jede Spur von Lactose u. Milchzucker.

Noch ein Nachsatz: nach der einschlägigen Literatur führt eine nicht erkannte und beachtete Lactoseintoleranz zur Diabetes. Insofern ist ein Vermeiden wichtiger, als so weiterzuleben, es gibt ja Medikamente.

In diesem Sinne
Christel