SOS - was tun, wenn ein Junghund Wild jagt?

Hallo, liebe Hundefreunde,

jetzt habe ich noch ein 2. Anliegen, das aktuell wirklich zum Problem wird…
Heute morgen hat meine Hündin zum 2. Mal ein Reh gesichtet und ist hinterher. Da die Hündin sehr schnell ist (der Rüde würde ein paar Meter laufen und dann umkehren - wenn überhaupt), ist das Hinterherlaufen auch nicht so schnell beendet.
Als wir seinerzeit die Hunde aussuchten, war unsere Bedingung, daß die Eltern keinen Jagdtrieb haben, da wir es keinem Hund zumuten möchten nur an der Leine zu laufen und sich nicht austoben zu können… Das wurde auch in beiden Fällen zugesichert.

Das Gelände hier (dünn besiedelte Gegend, hier im Ort gibt es nicht einmal Straßennamen) ist traumhaft für Hunde - endlos weite Felder und Wiesen und - auch Wald. Das Wild ist hier so sorglos, daß es, egal zu welcher Tageszeit, auch relativ nah an die Häuser heran kommt.

Ich selbst bin mit Jagdhunden aufgewachsen und war auch dabei, wenn meine Eltern diese ausbildeten.
Bei der Hündin fiel mir sofort auf, daß sie schon als 3 Mon. alter Welpe ein absoluter „Nasen-“ bzw. Spürhund war. Wenn ich in der Whg. Suchspiele mache findet sie alles - der Rüde weiß gar nicht, was er tun soll - wenn er die Leckerchen nicht sieht und schaut er frustriert zu, wie sie die Leckerbissen einsammelt.
Insgesamt lernt sie auch viel leichter als er. Äußerlich ist er das Ebenbild eines Berners (75% Berner, 25% Rottweiler), sie ist 25% Berner, 25% Bouvier - Vater: „der große Blonde“ von nebenan, Rasse unbekannt - evtl. mit viel Leonberger oder Hovawart - genaues weiß man nicht). Sie ist sehr hoch (hinten höher), schmal, lohfarben und schw., die Decke tlw. „gestichelt“, der Kopf erinnert eher an einen Altdt. Schäferhund (schmal, langer Fang und schw. Maske), auf dem Rücken hat sie große Locken, was witzig aussieht. Jedenfalls merkt man ihr den Berner nicht an! Weder von ihrem sehr lebhaften Wesen und ihrer unermüdlichen Energie, noch von ihren Bewegungen - sie läuft leichtfüßig, fast wie ein Windhund - im Gegensatz zum Rüden, der halt „galoppelt“.

In der Regel gehorcht sie mir sehr gut, auch die Unterordnung funktioniert - solange sie kein Wild sieht.
Da sie vom Wesen eine ganz tolle ist und ich nicht möchte, daß sie bei solch einer Aktion entweder überfahren wird (da geht es über 1000 Äcker u. Wiesen - und leider auch Straßen) oder sich (absolut nachvollziehbar) eine Kugel fängt - sie aber auf der anderen Seite doch wenigstens ab und zu mal von der Leine sollte, alleine schon um mal richtig Gas geben zu können, hoffe ich sehr darauf, daß jemand uns einen guten Rat weiß. Denn sonst hieße es wohl, sie an jemand abzugeben, der sie richtig „arbeiten“ lassen kann - wie beim Grenzschutz, als Rettungshund, beim Zoll, evtl. bei einem Jäger, wozu sie durchaus Eignung hätte - denn, eines soll sie auf keinen Fall werden - zu einem wildernden Hund!!! Wenn es in erreichbarer Nähe eine Hunderennbahn gäbt, ließe ich sie dort laufen - bei ihren hervorragenden Gangarten und ihrer Geschwindigkeit. Bei dem Gedanken, sie weggeben zu müssen, blutet mir das Herz - da ich sie sehr liebe.
Was kann ich tun, um die Trennung von ihr zu vermeiden?

N.S. Seit ihrer 1. Hetzerei mache ich ihr zum Freilaufen einen Nylonmaulkorb um, mit dem sie gut hecheln kann, aber einen Wildriß unmöglich macht. Diesen toleriert sie zum Glück gut.

Autsch…
…das gibt wohl richtig „Haue“ von Steffen, liebe Greta - nicht gerade unberechtigt! :frowning:

/t/freilaufende-hunde-eine-bitte/5179063

Ich habe hier auch einen sehr aktiven noch recht jungen Hund (3 Jahre). Zum „Auspowern“ in der berechtigten Leinenzwangzeit fahren wir regelmäßig schwimmen. 45 Minuten Schwimmen und Deine Hündin wird wohlig danach schlafen - versprochen! :smile:

Zum allgemeinen „Problem“ gibt es im Archiv viel zu finden - besonders auch gute Buchtipps.

Gib nicht so schnell auf; von Weggeben muss doch beileibe noch keine Rede sein.

Liebe Grüße - wir fahren jetzt Schwimmen! :smile:

Kathleen

Hallo,

wie Du gerade bemerkst ist Vererbung nur ein Teil des Ganzen.

Abgesehen von den Vorschriften der Brut- und Setzzeit folgendes: jedesmal, wenn der Hund Dir erfolgreich abhaut, wird sich das Verhalten verstärken. Jagen ist selbstbelohnend, egal ob der Hund Beute macht oder nicht (mit Beute natürlich noch viel schlimmer, aber das Hetzen an sich ist für den Hund schon toll genug). Die Konsequenz: bis der Hund zuverlässig abrufbar ist, darf er nicht mehr abgeleint werden. Ich empfehle, sofort mit einem Schleppleinentraining zu beginnen, idealerweise unter Anleitung eines erfahrenen Trainers.

Zum „Auspowern“ gibt es so lange Schwimmen oder Laufen am Fahrrad (sofern der Hund ausgewachsen ist). Und überlege Dir schon mal eine Strategie für den Fall, dass der Hund nicht zuverlässig abrufbar erzogen werden kann. Das muss nicht sein, kann aber passieren und Du solltest vorbereitet sein.

Gruß,

Myriam
*mit 2 unableinbaren, ehemals sehr erfolgreichen Jagdsäuen*

Hi Kathleen
von mir gibts keine Haue. Denn
a) Halterin reagiert zumindest mit Maulkorb was nur zur Wilderei führt aber nicht zum Tod eines unschuldigen Tieres
b) die Halterin hat Jagdhunderfahrung und kennt die Arbeit

Daher… warum Hauen. Im Dorf kennt sie jeder…
Aber ich hab ihr außerhalb des Forums angeboten zu helfen da meine Methoden zum Abtrainieren hier nicht erwünscht sind.

Nochmal setz ich mich hier nicht bestimmten Lesern aus.
Außerdem gibts alles zum Nachlesen im Archiv
Gruß Steffen

Hallo Greta,

Das wurde auch in beiden Fällen zugesichert.

? wenn man sowas zusichern kann ?

Ich selbst bin mit Jagdhunden aufgewachsen und war auch dabei,
wenn meine Eltern diese ausbildeten.

Warum machst Du es dann nicht mit Deinem Hund, wo Du doch schon Erfahrung hast?

Der Mittelteil gehört meiner Meinung nach ins Plauderbrett, sorry.

wenigstens ab und zu mal von der Leine sollte, alleine schon um mal richtig Gas geben zu können

Mach’s wie wir, fahr einfach dorthin wo „kein“ Wild ist.

Denn sonst hieße es wohl, sie an jemand abzugeben

Wieso denn das? Nur weil Du keinen „Traumhund“ hast?
Würdest Du Deine Kinder auch „abgeben“, wenn Sie nicht so werden wie Du Sie gerne hättest?

der sie
richtig „arbeiten“ lassen kann - wie beim Grenzschutz, als
Rettungshund, beim Zoll, evtl. bei einem Jäger, wozu sie
durchaus Eignung hätte

Da mußt Du aber erstmal jemanden finden! Ich glaube kaum, daß beim Grenzschutz oder in einer Rettungshundestaffel jemand sitzt der gerade auf Deinen Hund wartet. Schon gar kein Jäger.

  • denn, eines soll sie auf keinen Fall
    werden - zu einem wildernden Hund!!!

Das liegt ja nun in Deiner Hand. Laß Sie an der Leine.

Bei
dem Gedanken, sie weggeben zu müssen, blutet mir das Herz - da
ich sie sehr liebe.

Dann behalte Sie, wenn Du Sie sehr liebst? Wer hindert Dich daran?

Was kann ich tun, um die Trennung von ihr zu vermeiden?

s.o. und wende Dich an einen erfahrenen Hundetrainer.

N.S. Seit ihrer 1. Hetzerei mache ich ihr zum Freilaufen einen
Nylonmaulkorb um, mit dem sie gut hecheln kann, aber einen
Wildriß unmöglich macht. Diesen toleriert sie zum Glück gut.

Das interessiert das gehetzte Wild und den Jäger mit der Büchse in der Hand wohl herzlich wenig.

P.S. Eine Bekannte mit einem English Setter, hat (unerlaubterweise) ein Teletak benutzt. Dies wurde 2 x eingesetzt mit dem Erfolg, daß Sie dies nach diesen zwei Einsätzen nicht mehr braucht.
Achtung! Das soll KEINE Befürwortung dieses Gerätes sein.

Gruß Motorradmieze*

*die auch einen Leinenhund hat und damit seit über 7 Jahren gut leben kann.

Kurz Frage noch: wie groß ist Euer Grundstück zum Austoben? Eingezäunt?

Hi Steffen

von mir gibts keine Haue.

Aber ich muss sagen das erste was mir durch den Kpf ging als ich schon die Übershcrif tlas ‚Oh man, wenn das Steffen liesst, er dreht durch‘ :>
Hast dein Image weg :wink: Durch Eigenschuld :wink:

Aber ich hab ihr außerhalb des Forums angeboten zu helfen da
meine Methoden zum Abtrainieren hier nicht erwünscht sind.
Nochmal setz ich mich hier nicht bestimmten Lesern aus.

Ja, nun siehst du auch wie es ist wenn man sich nicht mehr traut gewisse Dinge in dieses Brett zu schreiben (da schliess ich mich ein) weil manche da gleich total ausflippen, egal in welche Richtung - die Reaktionen sind oft zu extrem und nicht wirklich hilfreich und erreichen den Effekt das man sich gar nicht mehr an die Leute hier wenden mag.

Zu deinem unschuldigen Tier - das ließ mich schmunzeln - welches Tier ist denn schuldig? :wink:
Ist das gewilderte Wild unschuldig aber das geschossene nicht? ^^

MfG
Lilly

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Hi Lilian
es hat nix mit „sich trauen“ zu tun.
Nur wozu hier sich äußern wenn bestimmte Leute hier dann meinen ohne fachlichen Hintergrund dumm schwätzen zu müssen.
Der Unterschied von diesen zu mir ist, ich rede von etwas daß ich lebe, erlebe und erlebt habe.
Es gibt einen wunderbaren Satz aus der Hundewelt:
Wer mit großen Hunden pinkeln möchte muss erstmal das Bein heben lernen

Leider können manche die hier angreifen noch nicht mal im Sitzen Wasser abgeben…

Steffen

4 „Gefällt mir“

Hallo Greta,

Hi Motorradmieze :smile:

Der Mittelteil gehört meiner Meinung nach ins Plauderbrett,

sorry.

Sorry, wenn es zu ausführlich war… Ich schilderte das nur um die Angelegenheit anschaulicher zu machen… und dachte, vielleicht hat ja jemand eine Idee, welche Hunde z.B. so große Locken haben - nicht einmal ein Pudel hat so chice Kringel, höchstens vielleicht ein Barsoi… (nachdenk…- Jagdtrieb- na klar… aber wo sollte der Barsoi denn mitgemischt haben, grübel…)

Wieso denn das? Nur weil Du keinen „Traumhund“ hast?
Würdest Du Deine Kinder auch „abgeben“, wenn Sie nicht so
werden wie Du Sie gerne hättest?

Um Himmels Willen, da hast Du mich aber mist-verstanden!!! Leyla ist ein absoluter Traumhund! Ich habe nur die Bedenken, daß sie als normaler Begleithund einfach unterfordert ist! Einfach weil sie so eine hervorragende Nase hat - und das eine besondere Fähigkeit m.E. ist! Nein, sie ist wirklich ein Traumhund - sie ist schön, anhänglich, intelligent, im Großen und Ganzen sehr folgsam - nur manchmal versucht sie Machtspielchen, die wir aber nicht durchgehen lassen.

Da mußt Du aber erstmal jemanden finden! Ich glaube kaum, daß
beim Grenzschutz oder in einer Rettungshundestaffel jemand
sitzt der gerade auf Deinen Hund wartet. Schon gar kein Jäger.

Hmm, das käme im Ernstfall auf den Versuch an. Ach ja, erst recht kein Jäger??? Woher willst Du das wissen? Ich kannte manchen Jäger, der auch einen Mischling mit sich führte, also bitte! Schließlich ist die Rasse allein kein Garant für Jagdhundtauglichkeit! Da ich nur daran gedacht habe, habe ich mich auch noch nicht dahinter geklemmt - so einfach kann man das nicht vom Tisch wischen! Aber wie gesagt, diesen Weg zu beschreiten, wäre die letzte Möglichkeit…

Dann behalte Sie, wenn Du Sie sehr liebst? Wer hindert Dich
daran?

Diese Bemerkung ist hoffentlich rhetorisch gemeint? Das wäre das letzte, was ich will - aber ich gehöre zu den Menschen, die eben alles bedenken… und falls sie irgendwann einmal ausbüxt und - sie braucht noch nicht mal ein Stück Wild zu reißen, sondern verursacht beim Straßeüberqueren einen folgenschweren Unfall, so trage ich die Verantwortung und muß mit dem leben, was dabei geschieht.

s.o. und wende Dich an einen erfahrenen Hundetrainer.

Das ist jetzt konstruktiv! Ich werde das Schleppleinentraining auf alle Fälle angehen.

Das interessiert das gehetzte Wild und den Jäger mit der
Büchse in der Hand wohl herzlich wenig.

Was Du nicht sagst!!! Zumindest kann die Hündin so das Tier nicht verletzten oder gar töten!!! Das ist der Vater des Gedanken, daß es sie nicht vor Kugeln schützt, habe ich nie behauptet.

Warum so gereizt, Motorradmieze??? - So kenne ich Dich gar nicht!

Meinst Du, ich hätte mich an das Forum gewandt, wenn ich selbst eine Lösung hätte? Die Situation ruft aber schnell danach! Nach ihrem 2. „Alleingang“ heute früh kommt sie sowieso vorläufig nur noch an der Longe mit raus, was aber bedeutet, daß ich große Runden ohne den Rüden machen muß, weil es sonst stets heillosen Leinensalat gibt, da er ohne sie keinen Meter von mir weg geht…
Ich bin mit Hunden groß geworden und hatte selbst immer große Hunde, und sie bis dato erfolgreich erzogen. Dieses Problem hat sich mir bisher noch nicht gestellt.
Ist das Forum nicht da zum Fragen stellen? Sonst könnte man ja grundsätzlich googlen und alle Foren wären überflüssig! Aber Erfahrungen direkt mitgeteilt zu bekommen ist doch etwas anderes!

Gruß Motorradmieze*

Winkewinke! Gruß Greta

*die auch einen Leinenhund hat und damit seit über 7 Jahren
gut leben kann.

Welche Rasse(n)?

Zu Deiner Frage, ob unser Anwesen eingezäunt ist - leider nein, bei uns ist nur offenes Hofgelände. Da ein anderes Anwesen damit direkt durch Zufahrt und angebaute Scheune verbunden ist, kann es nicht abgetrennt werden. Darum wollten wir ja Hunde ohne Jagdtrieb, da das bisher nie ein Problem war mit Austoben im Freiland(die Vorgänger waren an Stöcken, Bällen etc. interessiert).

Ach ja, erst
recht kein Jäger??? Woher willst Du das wissen? Ich kannte
manchen Jäger, der auch einen Mischling mit sich führte, also
bitte!

Mischling ja, aber nicht „schon versaut“ wie hier im Umkreis von 50 km dann gesagt wird. Die Jäger hier (und auch die, die ich kenne) nehmen nur Welpen. Ausnahmslos.

Schließlich ist die Rasse allein kein Garant für
Jagdhundtauglichkeit!

Schon klar.

Diese Bemerkung ist hoffentlich rhetorisch gemeint?

Ja.

Was Du nicht sagst!!! Zumindest kann die Hündin so das Tier
nicht verletzten oder gar töten!!!

Durch einen Biss nicht aber - schonmal was von tothetzen gehört?

Warum so gereizt, Motorradmieze??? - So kenne ich Dich gar
nicht!

Darum: Mein Hund hat vor 6,5 Jahren ein Reh in einem verwilderten Grundstück (4 Häuser vor uns in der Straße am Waldrand) gerissen.
Wir haben sofort den Jäger angerufen, uns selbst angezeigt etc…, waren aber danach sofort im Dorf in aller Munde.
Seitdem hat unser Hund hier bei uns Leinenzwang, außer ich fahre 3-4 mal die Woche Richtung Stadt auf unseren Hundeplatz am Fluß. Da fühlen wir uns Sicher.

Auf alle Fälle, durch diesen „Wildunfall“ wird nun bei jedem gerissenen, oder totgejetztem Kitz mir und meinem Hund „die Schuld in die Schuhe geschoben“. (unter vorgehaltener Hand).

Und darum kotzt mich JEDER an, der trotz des bekannten Jagdtriebes seines Hundes die Tiere nicht an die Leine nimmt.
ICH halte mich daran. Was kann ich für die vielen anderen, die zu doof sind das zu kapieren?

Darum bin ich so „gereizt“.
Und es ist mir noch nie eine Sekunde in den Sinn gekommen mit dem Gedanken zu spielen, meinen Hund deshalb wegzugeben.
Klar wohnen wir auf dem Land. Klaro müssen wir dreifache Runden drehen (einmal Doppelrunde mit Hund) und noch eine Extrarunde Joggen, weil dies mit eingeleintem Hund definitiv NICHT möglich ist.

Mir wurde sogar angeraten (da ich bei dem Unfall hochschwanger war), den Hund unbedingt ins Tierheim zu bringen, da er ja bestimmt dann auch auf den Säugling losgeht. :wink:

Nach ihrem 2. „Alleingang“ heute früh kommt sie
sowieso vorläufig nur noch an der Longe mit raus,

O.K. - dies hörte sich in deinem UP anders an. Nämlich so: jetzt trägt Sie eben (übergangsweise) einen Maulkorb und kann fröhlich weiterspringen… Dies hat mich geärgert.

bedeutet, daß ich große Runden ohne den Rüden machen muß, weil
es sonst stets heillosen Leinensalat gibt, da er ohne sie
keinen Meter von mir weg geht…

Ja, manchmal kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ist das Forum nicht da zum Fragen stellen? Sonst könnte man ja
grundsätzlich googlen und alle Foren wären überflüssig! Aber
Erfahrungen direkt mitgeteilt zu bekommen ist doch etwas
anderes!

Jo, aber ich darf deshalb auch schreiben was mir nicht gefällt, oder?

Welche Rasse(n)?

Anscheinend Golden Retriever/Colli-Mischung.

Zu Deiner Frage, ob unser Anwesen eingezäunt ist - leider
nein, bei uns ist nur offenes Hofgelände. Da ein anderes
Anwesen damit direkt durch Zufahrt und angebaute Scheune
verbunden ist, kann es nicht abgetrennt werden. Darum wollten
wir ja Hunde ohne Jagdtrieb, da das bisher nie ein Problem war
mit Austoben im Freiland(die Vorgänger waren an Stöcken,
Bällen etc. interessiert).

Den Vorteil haben wir wenigstens - eingezäunte 7 Ar.

Du wirst bestimmt eine Lösung finden, viel Glück bei der Sache…

Gruß Momi

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Mischling ja, aber nicht „schon versaut“ wie hier im Umkreis
von 50 km dann gesagt wird. Die Jäger hier (und auch die, die
ich kenne) nehmen nur Welpen. Ausnahmslos.

Du weißt, ja, Ausnahmen bestätigen die Regel! Mein Vater bekam einmal einen Dackelmischling (Mutter hervorragender Kurzhaardackel - toller Nachsuchehund) mit einem Jahr von einem Kollegen, einfach mal so mitgebracht, der damit rechnete, daß mein Vater den Rüden nicht einfach ablehnen wüde - und es zahlte sich aus! Toller Familienhund, super Jagdhund. Gut, das war in den 60-er Jahren.

Durch einen Biss nicht aber - schonmal was von tothetzen
gehört?

hm, ich kann mich auch an die üblichen (leider) Fuchsjagden in England erinnern, wo das sogar gewollt ist - wie bei der früheren Parforcejagd (schüttel, brrrr) …

…auf alle Fälle, durch diesen „Wildunfall“ wird nun bei jedem
gerissenen, oder totgejetztem Kitz mir und meinem Hund „die
Schuld in die Schuhe geschoben“. (unter vorgehaltener Hand).

Okay, jetzt verstehe ich Deine aggressive Zuschrift besser!

Was kann ich für die vielen anderen, die
zu doof sind das zu kapieren?

Keine Sorge, ich gebe Dir keine Schuld an irgendetwas!

Darum bin ich so „gereizt“.
Und es ist mir noch nie eine Sekunde in den Sinn gekommen mit
dem Gedanken zu spielen, meinen Hund deshalb wegzugeben.

Mir kam der Gedanke nur aus dem Grund - aus Sicht des Hundes, nicht weil ich sie abgeben möchte, sondern weil ich manchmal im Zweifel bin, ob es nicht schade ist, um ihre Anlagen und sie eben nicht so entsprechend ausbilden kann wie ein Profi und sie vermutlich deshalb nie das zeigen kann, was in ihr steckt.

Klar wohnen wir auf dem Land. Klaro müssen wir dreifache
Runden drehen (einmal Doppelrunde mit Hund) und noch eine
Extrarunde Joggen, weil dies mit eingeleintem Hund definitiv
NICHT möglich ist.

Siehst Du, Joggen kann nur meine Tochter mit ihr, wenn sie da ist - ich kann mit ihr Fahrradtraining machen, wie hier bereits vorgeschlagen. Aber man riet mir ab, vor einem Jahr damit zu beginnen (das heißt in Kürze - *freu*).

Aber andere Möglichkeiten scheiden bei mir aus gesundheitlichen Gründen aus (den Vorgänger nahm meine Lütte in jüngeren Jahren auch mit, wenn sie Inliner fuhr, und er liebte es) gesundheitlichen Gründen aus. Deshalb suchten wir dieses mal auch einen Hund, der nicht so sehr bewegt werden muß. Es hätte wg. mir auch ein älterer Hund sein können, doch meine Familie wollte eben einen Welpen, zwei waren ursprünglich nicht geplant …

Mir wurde sogar angeraten (da ich bei dem Unfall hochschwanger
war), den Hund unbedingt ins Tierheim zu bringen, da er ja
bestimmt dann auch auf den Säugling losgeht. :wink:

Das ist ja ganz übel - die spinnen die Römer!!!

O.K. - dies hörte sich in deinem UP anders an. Nämlich so:
jetzt trägt Sie eben (übergangsweise) einen Maulkorb und kann
fröhlich weiterspringen… Dies hat mich geärgert.

Da hast Du mich wirklich falsch verstanden, oder ich habe mich unklar ausgedrückt. Der Maulkorb kam her nach der ersten Eskapade. Das war vor etwa 3 Wochen. Dank meiner Wachsamkeit und nur Freilaufen auf bereits abgeernteten Feldern gab es bis heute keinen Vorfall mehr und ich hatte die irrige Hoffnung, ihr Interesse sei ein wenig abgeflacht (ja, ich weiß, ich hätte es besser wissen müssen).

Nein, ich lege keinen Wert darauf, noch einmal so eine Situation wie heute morgen zu durchleben! Weder a) die Sorge um das Reh b)die Angst, daß Reh und/ oder Hund in einen Unfall verwickelt werden.

Ich habe zunächst auf passive Abhilfe gesetzt: bevor noch mehr schief läuft, frage ich die, die Erfahrung damit haben! Nämlich Leute wie Steffen, Fingersmit, Dich und all die andern, die sich schon geäußert haben!

Du wirst bestimmt eine Lösung finden, viel Glück bei der
Sache…

Gruß Momi

Danke für Deine guten Wünsche und Deine Aufklärung !
Grüße an Dich und Deinen Vierbeiner

P.S.: Mein letzter, langjahriger Hund war ein Flatcoat Retriever-Collie-Mix, der sogar super vorstand. :wink: Er hat aber so hervorragend gehorcht, daß er stehengeblieben wäre, wenn zwei Meter vor uns ein Wild über den Weg gewechselt hätte… Retriever-Collie ist eine tolle Mischung, stimmt’s? :wink:

Hallo, liebe Hundefreunde,

wir haben zwei von der Sorte…

Gute Nase, gutes Gehör… gute Haltung, alles was ein Jagdhund braucht.

Als unser „Großer“ 5 Monate war, zog er (natürlich ohne Leine) ab wie ein geölter Blitz und brachte mir (er war stolz wie Oskar) ein totes Küken. Das Tier war aber schon mehrere Tage tot, er hatte es also nicht gerissen…, war mir aber Lehre genug…

Sobald ich sehe, dass die typischen Anzeichen wie: Nase runter, Nackenhaare aufrecht, Schwanz waagerecht, ruckartiges Stehenbleiben und Heben der Vorderpfote und zu Guter Letzt die Nase dann doch noch in den Wind, bei meinem auftauchen, wird der Hund sofort beim ersten Anzeichen dafür, abgerufen. (Leckerchen helfen… vor allem, wenn er das Knistern einer gefüllten Plastiktüte auf hundertfünfzig Meter gegen den Wind hört) …

Manche Hundebesitzer, die Tiere ohne Jagdtrieb ihr Eigen nennen, sind der Meinung, dass ich etwas nervös reagiere…, aber lieber ein Mal zuviel gerufen, als den worst case verursachen…

Natürlich soll er schnüffeln können…kann er auch…irgendwann erkennt mal als Herrchen den Unterschied zwischen Hundehaufen und Rehe…

Noch eine Anekdote…: Obwohl Jagdhund mit dem entsprechenden Trieb… bin ich mir sicher, dass er nie ein Reh reißen würde…
Vor zwei Jahren waren wir in der Nähe von Maisfeldern, die von Feldwegen umgeben waren. Mir blieb fast das Herz stehen, als ungefähr fünfzehn Meter vor uns…direkt im Wind, ein Reh aus dem Feld trat… Ich rief meine Beiden sofort ab, aber sie standen wie Salzsäulen und reagierten überhaupt nicht. Erst als das Reh, sich in unsere Richtung bewegen wollte ( ob es das wirklich wollte, weiß ich nicht…ich gehe davon aus …eher nicht, es sah aber so aus) gaben meine Beiden Fersengeld…In die entgegengesetzte Richtung… „Der Hund“ der da auf sie zu kam, war ihnen wohl eindeutig zu groß:smile: Wenn wir jetzt an dieser Stelle vorbei kommen, klemmen die Beiden zur Vorsicht den Schwanz zwischen die Beine und huschen schnell vorbei… man kann ja nie wissen… auch sind sie an dieser Stelle NIE wieder ins Feld…und ansonsten machen sie lieber einen Umweg um das Feld herum, als mittendrin zu sein…

lg
das K

Retriever-Collie ist eine tolle Mischung, stimmt’s? :wink:

Ja, bis auf Ihren wahnsinns Jagdtrieb.
Vom aussehen superlockig übrigens.
Manchmal denk ich bei Ihr schon Sie sein ein HSH, so wie Sie unser Grundstück u. die Family bewacht. Ich denke mal da mischt noch viiiel mehr mit.

Gruß Momi

Hallo K!

Zu deiner Anekdote kann ich „einen draufsetzen“:

IN unserem (umzäunten) Garten „wohnt“ ein Reh im Unterholz unter den Tannen… Unsere Hündin (Boxer/Golden Retriever-Mix) reagiert NULL auf das Tier (schnüffelt fröhlich weiter am Gras, während ich vor Schreck fast tot umkippe, wenn das Reh aus Versehen von mir/uns aufgeschreckt wird), welches wohl wie auch in den letzten Jahren sein Kitz bei uns im Gehölz ablegen wird…
Soviel zum Jagdtrieb unseres Hundes… Das gilt aber schätzungsweise nur solange das Reh in unserem Garten ist. Im freien Gelände würde ich meine Hand dafür nicht ins Feuer legen :wink:
Aber als Wachhund ist sie super :wink:

Gruß,
finnie

1 „Gefällt mir“

Hallo,
Die Konsequenz: bis der Hund zuverlässig
abrufbar ist, darf er nicht mehr abgeleint werden. Ich
empfehle, sofort mit einem Schleppleinentraining zu beginnen,

… auf diese Anregung hin habe ich mich gleich ans Recherchieren gemacht - hier auf dem Lande gibt es nicht sooo viele Hundetrainer, daher werde ich es jetzt mit der Hilfe von Fachliteratur angehen!

Zum „Auspowern“ gibt es so lange Schwimmen oder Laufen am
Fahrrad (sofern der Hund ausgewachsen ist).

Ab wann würdest Du den Hund als ausgewachsen bezeichnen? Mit einem Jahr kann man sicher vorsichtig mir dem Fahrradtraining beginnen - oder ist das noch zu früh?
Schwimmen wäre das genialste überhaupt - nuuuur - bei uns gibt es weder einen geeigneten Flußlauf noch einen Badesee, wo es keine Probleme gibt, wenn Hunde planschen. Bis zum nächsten Hundesee sind es 30 km - das bleibt nur als Highlight, aber nicht für täglich.
Sie ist eine absolute Wasserratte und kein Bächlein, keine große Pfütze und kein Teich ist vor ihr sicher auf unseren Gängen!

Und überlege Dir
schon mal eine Strategie für den Fall, dass der Hund nicht
zuverlässig abrufbar erzogen werden kann.

Ich hoffe es mit dem Antijagdtraining und Schleppleinentraining in den Griff zu bekommen, solange ist es mit Freigang Essig!

… kann aber passieren und Du solltest vorbereitet sein.

Dieses Gespenst habe ich auch immer im Hinterkopf, seufz!

Gruß,

Myriam

*mit 2 unableinbaren, ehemals sehr erfolgreichen Jagdsäuen*

Was ist denn darunter - Jagdsäue??? - zu verstehen??? Ehemals - d.h. Du hast es in den Griff bekommen? Das macht mir Hoffnung…

Ab wann würdest Du den Hund als ausgewachsen bezeichnen? Mit
einem Jahr kann man sicher vorsichtig mir dem Fahrradtraining
beginnen - oder ist das noch zu früh?

Das kann ich nicht beurteilen, weder bin ich dazu qualifiziert, noch ginge das ohne den Hund zu sehen. Am besten mit dem Tierarzt absprechen.

Ich hoffe es mit dem Antijagdtraining und
Schleppleinentraining in den Griff zu bekommen, solange ist es
mit Freigang Essig!

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

Was ist denn darunter - Jagdsäue??? - zu verstehen??? Ehemals

  • d.h. Du hast es in den Griff bekommen?

Nein - ehemals, weil sie jetzt nicht mehr abgeleint werden. Die beiden sind ehemalige Straßenhunde und haben sich jagdlich selbstversorgt, sicher auch häufige Jagderfolge gehabt (der letzte Erfolg war leider eine meiner Katzen in unserer Wohnung …). Ich habe keine Hoffnung, dass die beiden jemals abrufbar werden, daher verschwende ich keine Mühe an ein Antijagdtraining, sondern habe bei diesen Hunden andere Prioritäten gesetzt.

Gruß,

Myriam