vielleicht ein ansatzpunkt für dich:
tschernobyl, das atomkraftwerk, das noch zu zeiten der sowjetunion einen GAU verursachte, liegt im heutigen gebiet der ukraine (demokratie). die meiste radioaktivität ist jedoch ins heutige weißrußland (diktatur) gezogen und hat dort massenhaft für krebserkrankungen gesorgt. die ukraine wird (zu recht) von westlichen staaten in milliardenhöhe unbterstützt, um die radioaktivität des defekten reaktor unter kontrolle zu halten - weißrußland jedoch nicht bzw. nur aus privaten fonts. andererseits läßt sich lukaschenko, der staatspräsident von weißrußland die durchfahrt von technikern und wissenschaftlern, die nach tschernobyl wollen, teuer bezahlen. zufällig ragt eine landzunge weißrussischem gebiets gerade dort in die ukraine hinein, so daß man auf dem weg von der (zu sowjetzeiten erbauten) ausweichstadt nach tschernobyl zweimal die weißrussische grenze passieren muß.
überhaupt: was passierte mit den nuklearen und anderen waffen der sowjetunion? welche machtgefüge sind jetzt da gegeben?
das sind nur 2 aspekte, du finde sicher in dem sinne noch mehr.
zur informationserlagung könnte man mal google und oder wikipedia bemühen. du wirst mehr stoff finden, als du bewältigen kannst.
na Konflikte im Zuge der Auflösung der UdSSR gab es doch haufenweise.
Da waren aals erstes die Unabhängigkeitsbestrebungen der baltischen Staaten. DAs war noch zu der Zeit, als durchaus nicht klar war, daß die ganze Sowjetuinion aufgelöst wird. Und das führte sich fort über Jahre, es gab z.B. massieven Streit um die Staatsbürgerschaft der in den baltischen Republiken wohnenden Russen.
Es gab auch Streit zwischen Rußland und er Ukraine um die Schwarzmeerflotte, aber auch um die Halbinsel Krim. Die war ursprünglich russisch und ist erst unter Stalin der Ukraine zugeschlagen worden.
Über den Kaukasus reden wir gar nicht erst - die haben sich seit 90 die Köpfe eingeschlagen. Berg-Karabach war und ist da ein Streitobjekt zwischen Armenien und Aserbaidschan, von Georgienhaben sich Teile abgespalten, in Tschetschenien kracht es - und das ist nur ein Teil.
Die Ursachen für diese Konflikte liegen zum einen in der oft willkürlichen Grenzziehung. Aber viel Wesenticher ist wohl, daß es außer den ehemaligen Sowjetrepubliken, die heute unanhängig sind, auch ne ganze Menge ehemaliger autnomer Gebiete unterhalb der Schwelle staatlicher Selbstständigkeit gab und gibt - und ein teil davon möchte selbstständig werden bzw. woanders hin gegliedert werden.
Und dazu kommen massive fremde Interessen. Islamistische betrebungen gibt es in den muslimischen Republiken zum Teil. Aber auch andere Staaten kämpfen um Einfluß. Die Russen möchten einen teil der ehemaligen Staaten unter Kontrolle behalten, aber auch die USA mischen massiv mit, die brauchen Luftstüptzpunkte für ihren Krieg gegen Afghanistan. Die Türken hängen zum Teil mit drin - und ganz massiv wird es, wenn es um das Erdöl und Erdgas geht, daß sowohl am Kasoischen Meer als auch in Mittelasien gefördert wird. Da hätte gerne jeder sichere Verbündete als Förderländer und als transitländer für Rohrleitungen.
ich hab in der Schule das referatsthema Konflikte und
Auflösungsprozesse nach Beendigung des kalten Krieges in der
Sowjetunion.
hmmm–ist ein ziemlich globales Thema…ziemlich schwer zu definieren…wann endete der „kalte Krieg“?? Mit Zerfall des „Warschauer Vertrages“? Mit der Unterzeichnung der „2+4 Verträge“??
Ich finde nur etwas über die Auflösung der Sowjetunion, aber
das ist eig. nicht mein Thema.
ich denke, das hängt damit schon zusammen…
Kennt sich jemand damit aus?Oder wo man Information
herbekommt?
Ein paar kleine Denkanstöße:
Stichwort „Gorbatchov“ (wurde schon mal genannt) – hier insbesondere seine Politik von „Glasnost“ und „Perestroika“ – diese Politik hat maßgeblich den Prozess des Zerfalls des „Ostblocks“ eingeleitet und ist die Ursache für alle „Konflikte und Auflösungsprozess“ (die Du ja als Thema hast)
Verlust der militärischen Vormachtstellung der ehemaligen Sowjetunion in ihrem Einflussbereich, beginnend mit den „2+4 Verträgen“, dem Abzug der russischen Truppen zunächst aus den ostdeutschen Territorien bis hin zur Auflösung des „Warschauer Vertrages“
Verlust an außenpolitischem Handlunsspielraum und Ansehen durch die Unabhängigkeitsbestrebungen der ehemaligen Sowjetrepubliken (ausgelöst durch die Unabhängigkeitsbestrebungen der baltischen Republiken Estland, Lettland, Litauen); dieser Prozeß gewann schnell an Dynamik, das „Riesenreich“ zerfiel (Abspaltung der Ukraine und Weißrußland folgten)–Konflikte in der Kaukasusregion ebg damit verbunden
Versuch, militärische Stärke zu zeigen, scheitert im Kaukasus (großer Ansehensverlust sowohl innen- als auch außenpolitisch; militärische Einschätzung??)
massive wirtschaftliche Probleme beim Übergang von der sozialistischen Planwirtschaft zu marktwirtschaftlichen Ansätzen („Privatisierung“ von Staatsbetrieben – Herausbildung von oligarchischen Strukturen) unter Jelzin (damit verbunden Verschiebungen im innenpolitischen Machtgefüge – das typische russische Gleichgewicht zwischen Geheimdienst, Militär und Partei war und ist massiv gestört – jeder kämpft um die Vormachtstellung – der allmächtige Geheimdienst KGB wurde aufgelöst, die Strukturen blieben; der Nachfolger FSB ist umstritten; Militär ist schwach. vor allem durch die Konflikte im Kaukasus; Apparatschiks der Partei orientierungslos…)
vormals russische militärische Stärke (als Stolz der Nation) erhält durch das Unglück des U-Bootes „Kursk“ erneute Dämpfer; hinzu kommt noch politisch ungeschickte Führung…)
Putin (als ehemaliger Geheimdienstchef) und Staatsoberhaupt, versucht, die Macht zu konzentrieren hin zu zentralsitischen Strukturen (Gouverneuere sind jetzt direkt Putin unterstellt)-- Versuch der zentralistischen Lenkung von Wirtschaft, Militär und Geheimdienst – Beispiel zB Schauprozess und Enteignung von „Yuganskneftegaz“ bei gleichzeitiger Ausschaltung politisch unliebsamer Gegner…