kann man in fortgeschrittenem Alter noch soziale Kompetenzen erlangen? Bzw. ein Verhalten lernen, das einige Führungskräfte für eben dieses halten, nämlich mit anderen "scheiß"freundlich umgehen, obwohl man sie für völlig inkompetent hält, nicht sonderlich mag und max. Sachlichkeit bewahren kann?
Wenn es dafür Literatur gibt, würde ich mich über Hinweise freuen.
kann man in fortgeschrittenem Alter noch soziale Kompetenzen
erlangen? Bzw. ein Verhalten lernen, das einige Führungskräfte
für eben dieses halten, nämlich mit anderen "scheiß"freundlich
umgehen, obwohl man sie für völlig inkompetent hält, nicht
sonderlich mag und max. Sachlichkeit bewahren kann?
Das ist ja ein hübsches double-bind, was Du uns da anbietest.
Naja, Du weißt ja selber: Wenn man von etwas nicht überzeugt ist oder sogar etwas innerlich ablehnt oder verachtet, dann kann man sich schwer so etwas antrainieren.
Also wäre mein erster Rat: Bleib wie Du bist und versuche nicht, Dich zu verbiegen!
Wenn es dafür Literatur gibt, würde ich mich über Hinweise
freuen.
Mir hat ein Kollege bei einem Kongress mal berichtet, dass er ein Buch über die Kunst des Mobbens lese, den Titel hab ich vergessen, aber es ging darum, wie man sich konsequent durch intrigantes Verhalten an seinem Vorgesetzten (zu dessen Nachsehen) vorbei mobbt, um bei dem darüber sitzenden Chef Eindruck zu schinden.
Gruß,
Branden
Naja, Du weißt ja selber: Wenn man von etwas nicht überzeugt
ist oder sogar etwas innerlich ablehnt oder verachtet, dann
kann man sich schwer so etwas antrainieren.
ja, das ist mir klar. Du meinst also, all die Leute, die grad noch jemandem in den A… gekrochen sind und kaum ist der um die Ecke, sich in den Finger in den Hals stecken, die sind schon immer so gewesen?
Oder meinst du, das ist Altersabhängig, dass man sich irgendwann nicht mehr solches Verhalten - auch gern in abgeschwächter Form (es würde ja reichen, dass das Gegenüber nicht gerade sofort merkt, dass man es nicht leiden kann oder seine Arbeit für nicht kompetent empfindet…) - aneignen kann?
Mir hat ein Kollege bei einem Kongress mal berichtet, dass er
ein Buch über die Kunst des Mobbens lese, den Titel hab ich
vergessen, aber es ging darum, wie man sich konsequent durch
intrigantes Verhalten an seinem Vorgesetzten (zu dessen
Nachsehen) vorbei mobbt, um bei dem darüber sitzenden Chef
Eindruck zu schinden.
hm - unter dem Aspekt des Mobbens wollte ich das Thema jetzt eigentlich gar nicht sehen… Mir geht es darum, dass mand jemandem, der gerade eine mehr als schlechte Arbeit abgeliefert hat, im Grunde mit einem Lob versieht, um ihm dann unterzujubeln, dass er das besser noch einmal macht.
ja, das ist mir klar. Du meinst also, all die Leute, die grad
noch jemandem in den A… gekrochen sind und kaum ist der um
die Ecke, sich in den Finger in den Hals stecken, die sind
schon immer so gewesen?
Nicht unbedingt, aber tendenziell wahrscheinlich schon…
Andersherum betrachtet: Wer in seiner Persaönlichkeit ein gewisses Maß an Selbstachtung und natürlichem Stolz heranreifen lassen durfte, der wird sich von Hause aus nicht so verbiegen, sondern eher sagen, was er denkt und fühlt.
Oder meinst du, das ist Altersabhängig, dass man sich
irgendwann nicht mehr solches Verhalten - auch gern in
abgeschwächter Form (es würde ja reichen, dass das Gegenüber
nicht gerade sofort merkt, dass man es nicht leiden kann oder
seine Arbeit für nicht kompetent empfindet…) - aneignen
kann?
Das kommt womöge hinzu. Ein aufrechter Mensch wird im Alter normalerweise nicht gerade ein Arschkriecher, Speichellecker und Schleimscheißer.
Mir geht es darum, dass mand
jemandem, der gerade eine mehr als schlechte Arbeit
abgeliefert hat, im Grunde mit einem Lob versieht, um ihm dann
unterzujubeln, dass er das besser noch einmal macht.
Dann ist ja nun ein richtig heftiges „double bind“. Gegen solche Art „Beziehungsfallen“ pflege ich mich sofort zur Wehr zu setzen, mindestens, indem ich das sofort anspreche/spiegele.
Gruß,
Branden
Dann ist ja nun ein richtig heftiges „double bind“. Gegen
solche Art „Beziehungsfallen“ pflege ich mich sofort zur Wehr
zu setzen, mindestens, indem ich das sofort
anspreche/spiegele.
… aber es ist Gang und Gäbe bei Führungskräften.
Und wie nennst du es, wenn ein „kleiner“ Vorgesetzter (also einer, der dir eigentlich nix zu sagen hat, aber wenn er wollte, schon…) herum schleimt bei Personen, bei denen ganz klar zu merken ist, dass sie ihn nicht besonders mögen?
DAS könnte mich immer wieder auf die Palme bringen.
Oder will dieser Mensch ernsthaft „gut Freund“ werden und „bemüht“ sich (etwas penetrant) um so mehr…?
Hallo,
meiner Meinung nach handelt es sich bei den „Schleimern“ und „Anschwärzern“ meist um schwache Persönlichkeiten. Sie können nicht durch eigene Leistung glänzen, also versuchen sie, die Leistung anderer abzuwerten. Entweder sind sie schwach in ihrer Leistung oder schwach in ihrer Persönlichkeit. - Oder beides.
Dann gibt es noch die, die zwar durch ihre Leistungen glänzen, aber durch irgendwelche Umstände Defizite oder Störungen in ihrer Persönlichkeit haben, die sie gern an anderen Menschen auslassen, um sich selbst besser zu fühlen.
Liebe Grüße
Ina
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Und wie nennst du es, wenn ein „kleiner“ Vorgesetzter (also
einer, der dir eigentlich nix zu sagen hat, aber wenn er
wollte, schon…) herum schleimt bei Personen, bei denen ganz
klar zu merken ist, dass sie ihn nicht besonders mögen?
Bei solchen Persönlichkeitstypen kommt womöglich eine Menge zusammen: Eine Prise gestörtes Selsbtwertgefühl, ein Schuss Masochismus, eine (sexuell?) unterwürfige Haltung etc.
Oder will dieser Mensch ernsthaft „gut Freund“ werden und
„bemüht“ sich (etwas penetrant) um so mehr…?
Auch das kann man nicht ausschließen. Und es widerspricht auch nicht dem masochistischen Aspekt; sondern es passt gut zu demselben.
Gruß,
Branden
kann man in fortgeschrittenem Alter noch soziale Kompetenzen
erlangen?
Kennst du den Spruch: „Was Hänsschen nicht lernt lernt Hans nimmer mehr“ ? Wer von Natur aus anderen gegenüber freundlich und nett gesinnt ist der wird es auch weiterhin bleiben. Egal was da kommen mag. Griesgräme hingegen können sich noch so anstellen, ihre unfreundliche und missgünstige Ausstrahlung wird sie überall begleiten.
Bzw. ein Verhalten lernen, das einige Führungskräfte
für eben dieses halten, nämlich mit anderen "scheiß"freundlich
umgehen, obwohl man sie für völlig inkompetent hält, nicht
sonderlich mag und max. Sachlichkeit bewahren kann?
Die obere Schicht des Belags, genannt gespielte-Diplomatie, kann man erlernen. Immer ein freundliches, verständliches Lächeln auf den Lippen haben, für alles verbal offen sein und/oder für all die neuen (dummen) Ideen ein „oh ist das toll“ Blick/Lächeln parat haben usw. Das ist selbstverständlich erlernbar. Aber wirklich durchblicken, im gegenüber einen empfindlichen und zerbrechlichen Menschen sehen, dessen Gedanken nachvollziehen usw., das ist leider unbezahlbar. Sich selbst als das Mass aller Dinge nehmen kostet jedem Unternehmen nicht nur viele Teuros, manchmal auch die Existenz.
Wenn es dafür Literatur gibt, würde ich mich über Hinweise
freuen.
Literatur gibt es über alles. Ob sie denn wirklich hilfreich sein mag steht auf einem anderen Blatt. Was einen Menschen wirklichn ausmacht sind die Erfahrungen und die Bilanzen die er aus seinem Leben zieht.
Selbst wenn es tausende von Büchern zu diesem Thema geben sollte, was nützt es dem der sich für etwas besseres hält?
Und wie nennst du es, wenn ein „kleiner“ Vorgesetzter (also
einer, der dir eigentlich nix zu sagen hat, aber wenn er
wollte, schon…) herum schleimt bei Personen, bei denen ganz
klar zu merken ist, dass sie ihn nicht besonders mögen?
Bei solchen Persönlichkeitstypen kommt womöglich eine Menge
zusammen: Eine Prise gestörtes Selsbtwertgefühl, ein Schuss
Masochismus, eine (sexuell?) unterwürfige Haltung etc.
Nachdem du schon womöglich sagst: Es könnte natürlich auch sein, daß der „kleine“ Vorgesetzte einen Mitarbeiter hat, der ein ihm gegenüber ausgeprägteres Selbstbewußtsein und gleichzeitig renitentes Verhalten aufweist. Ob berechtigt oder nicht, sei dahingestellt.
Und: Der Mitarbeiter bringt gute Leistungen, die dem Vorgesetzte wegen des Drucks von oben (noch) die Hände binden.
Oder will dieser Mensch ernsthaft „gut Freund“ werden und
„bemüht“ sich (etwas penetrant) um so mehr…?
Das halte ich für einen guten Ansatz, soziale Kompetenz (auch im fortgeschritternen Alter) zu erlernen: Weshalb verhält sich der Kollege (im Unternehmen) so ? Möchte er mich motivieren ? Und weiss nicht wie ? Sind seine Vorgesetzten nicht zufrieden und er „schleimt“, damit seine Mitarbeiter bessere Ergebnisse erzielen ? Könnte ich als Mitarbeiter ihm helfen, entgegenkommen, unterstützen ? Wie ?
@ Demenzia:
Ich lerne in meinem fortgeschrittenen Alter soziale Kompetenz täglich durch Erleben, Beobachten. Und ich lerne aus meinen Fehlern, die immer wieder mal im Umgang mit anderen im privaten und geschäftlichen Bereich vorkommen.
Literatur ?
Wie bei Seminaren: Tipps und Anregungen, das eigene Erleben und die zukünftige Verhaltensweise daraus zu verbessern. Den Rest muss ich alleine vorantreiben.
Grüße
BW
Ist mir, insgesamt betrachtet, alles…
…ein bißchen zu positiv formuliert, Bullwinkel.
„Man erkennt die (gute?) Absicht und ist (trotzdem) verstimmt.“
Es erinnert mich ein wenig an die Rhetorik von Manager-Coaches und gewissen Pastoren…
Nichts für ungut & Gruß,
Branden
„Man erkennt die (gute?) Absicht und ist (trotzdem)
verstimmt.“
genauso geht es mir halt auch immer wieder…
Dieses Verhalten hinterlässt immer so eine leichte Schleimspur… und der Beschleimte sitzt da und fragt sich ‚rafft der gute Mann es einfach nicht, dass ich auf seine schleimigen Komplimente nicht stehe?‘
Ich frage mich eigentlich jedes Mal schon während ein Lob oder Kompliment ausgesprochen wird: ‚na, mal abwarten, was jetzt hinterher kommt, welchen Arbeitsauftrag/etc. pp will man mir denn nun schon wieder aufdrücken…‘.
Letztlich ist das alles so durchschaubar, dass ich mich frage, ob man das überhaupt „soziale Kompetenz“ nennen kann. Ich will’s jedenfalls nicht mehr lernen, glaub ich
‚Soziale Kompetenz‘ als Euphemismus für…
…Speichelleckerei, Arschkriecherei und Schleimscheißerei ist in der Tat überdenkungswürdig …
Aber so sind halt die Begriffsveränderungen und Wörter-Inflationen im Neokapitalismus, liebe Gerry.
Man sagt ja auch „Verteidigungsminister“ statt „Kriegsminister“ und man spricht von „Restrisiko“ und so weiter.
Es grüßt Dich
Branden
kann man in fortgeschrittenem Alter noch soziale Kompetenzen
erlangen?
Um das was Paula geschrieben hat noch zu unterstreichen: Demenzia, man kann soziale Kompetenz auch nicht als eine neue Erfindung sehen die man sich antrainieren kann. Das Wort steht für Fähigkeiten die seit es soziale Interaktion gibt zum Tragen kommen. Meine These: „Wer Menschen mag, wird mit ihnen klar kommen.“ Weiterhin leben die Fähigkeiten hinter dem Unwort (SozKom) von einer genuinen Autentizität. Somit bringt es nichts sich zu verstellen. Gerade nicht gegenüber Vorgesetzten. Meine Erfahrung ist, dass Vorgesetzte kein „Schleimer“ mögen, sondern, wenn in in Ton- und Wortwahl passend, den EHRLICHEN Mitarbeiter. Also: VERSTELL DICH NICHT
Kennst du den Spruch: „Was Hänsschen nicht lernt lernt Hans
nimmer mehr“ ? Wer von Natur aus anderen gegenüber freundlich
und nett gesinnt ist der wird es auch weiterhin bleiben. Egal
was da kommen mag. Griesgräme hingegen können sich noch so
anstellen, ihre unfreundliche und missgünstige Ausstrahlung
wird sie überall begleiten.
Und ds ist auch gut so, da man somit gleich weis um wen man einen Bogen machen sollte, da dieser Typus Mensch gerne andere mit „runterziehen“
Bzw. ein Verhalten lernen, das einige Führungskräfte
für eben dieses halten, nämlich mit anderen "scheiß"freundlich
umgehen, obwohl man sie für völlig inkompetent hält, nicht
sonderlich mag und max. Sachlichkeit bewahren kann?
Meiner Erfahrung nach wollen Mitarbeiter des unterstellten Bereichs keine so wie Du sagst „scheiß-freundlichen“ Führungskräfte, sondern berechenbare, faire und menschliche. Das bedeutet nicht das man keine Anforderungen stellen darf, sondern das klare Vorgaben, Termine, Ziele und Richlinien existieren die für ALLE, inkl. dem Vorgestzten, gelten. Adäquates Lob und Tadelprinzip runden das ganze ab, wobei die Kritik zwingend konstruktiv zu äußern ist. (
„Man erkennt die (gute?) Absicht und ist (trotzdem)
verstimmt.“
genauso geht es mir halt auch immer wieder…
Dieses Verhalten hinterlässt immer so eine leichte
Schleimspur… und der Beschleimte sitzt da und fragt sich
‚rafft der gute Mann es einfach nicht, dass ich auf seine
schleimigen Komplimente nicht stehe?‘
Die Frage wäre wäre was erwartest du? Eine direkte unverblümte Ansage in der Form das das gegenüber auch seine intentionen preisgibt, z,bsp was er/sie wirklich mit der von dir empfundenen „schleimerei“ bewirken will - wenn ja was tust du dann, lässt du dich auf Grund der gezeigten Ehrlichkeit darauf ein oder versuchst du dann das gegenüber davon zu überzeugen, dass das was gewollt ist eigentlisch blödsinn etc ist, weil…?
grüße
miss
Ich frage mich eigentlich jedes Mal schon während ein Lob oder
Kompliment ausgesprochen wird: ‚na, mal abwarten, was jetzt
hinterher kommt, welchen Arbeitsauftrag/etc. pp will man mir
denn nun schon wieder aufdrücken…‘.
Letztlich ist das alles so durchschaubar, dass ich mich frage,
ob man das überhaupt „soziale Kompetenz“ nennen kann. Ich
will’s jedenfalls nicht mehr lernen, glaub ich
…ein bißchen zu positiv formuliert, Bullwinkel.
„Man erkennt die (gute?) Absicht und ist (trotzdem)
verstimmt.“
Würde sich an der Einstellung von z.B. Demenzia etwas ändern, wenn der Vorgesetzte rücksichtslos seine Interessen und seine Macht durchsetzt, ohne den Versuch auf seine Mitarbeiter einzugehen ? Diese mit einzubeziehen ? Ich denke nicht.
Er kann nicht allen alles recht machen.
Es erinnert mich ein wenig an die Rhetorik von Manager-Coaches
und gewissen Pastoren…
Bin weder der eine noch der andere. Aus meiner Sicht wäre es vernünftig, wenn Demenzia die Situation positiv angehen würde. Ihre Aversion gegenüber dem Vorgesetzten möglichst in den Hintergrund stellt. Und daran denkt, daß der Gegenüber auch seine Macken hat, wie jeder andere.