Hallo,
ich höre gerade von einem Bekannten, dessen Freunde auf mich zu kamen, weil sie nicht an ihn rankommen.
Er ist wohl mittlerweile nicht mehr mit Wohnsitz gemeldet, kümmert sich nicht um Bewerbungen o. Pflichten des Arbeitsamtes und hat damit sogar Anspruch auf HarzIV verloren.
Er wohnt nur bei Bekannten und hat nun absolut 0 Geld.
Isst dort mit, spielt den lieben langen Tag im Internet und ist mit HSchul Abschluss und zarten 23 auch schon an einem meines Erachtens sehr Kritischen Punkt angelangt.
Er ist intelligent, beherrscht gutes deutsch, hat sehr guten sozialen Umgang (aber wohl leider nur im Spiel) und besitzt soweit ich das einschätzen kann alles, außer der Motivation sich aus diesem Tief herauszukämpfen.
Könntet ihr mir - als unwissendem - vielleicht kurz seine Möglichkeiten nennen?
Müsste er zum Arbeitsamt und dort eine gewisse Anzsahl Bewerbungen nachweisen oder wie würde er wieder zurück zu einem „lebenswerten“ Punkt finden, von wo aus man ihm dann Richtung Ausbildung/Festanstellung längerfristig helfen könnte?
Was sind seine Pflichten um wieder Bezüge zu erhalten, sich nen eigenen Wohnsitz zu besorgen und wieder wenigstens selbst einkaufen zu können, ohne auf der Straße zu landen?
Danke für jeden Rat
ps: mein erster Beitrag auf dieser Seite. Ich hoffe ich habe mich an die Konventionen gehalten
Psychische Hilfe
Könntet ihr mir - als unwissendem - vielleicht kurz seine
Möglichkeiten nennen?
Der Mensch braucht primär psychische Hilfe. Alles andere lässt sich dann klären. Aber ohne EIGENE Aktion passiert nichts. Sonst ergeht es ihm wie diesem Menschen:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/03…
ps: mein erster Beitrag auf dieser Seite. Ich hoffe ich habe
mich an die Konventionen gehalten
Nicht ganz. Und falls ich auch danebengelangt habe wird dir die E-Mail des Moderators das mitteilen.
Gruß
Stefan
vielen Dank
das heißt für mich beim ersten Lesen des Artikels auch unter anderen Umständen, dass bei nicht Einhalten der Bestimmungen für einen weiteren Bezug von Sozialleistungen diese Stück für Stück um 10% je gekürzt werden könnten, aber sein Anspruch darauf niemals versiegen kann?
Ich werd dann wohl mal das persönliche Gespräch suchen, voller Hoffnung dass er nicht verschreckt abblockt
Todesspirale
Müsste er zum Arbeitsamt und dort eine gewisse Anzsahl
Bewerbungen nachweisen oder wie würde er wieder zurück zu
einem „lebenswerten“ Punkt finden, von wo aus man ihm dann
Richtung Ausbildung/Festanstellung längerfristig helfen
könnte?
Er braucht sich „nur“ bei der ARGE anmelden, wenn er arbeitsfähig ist. Letzteres unterstellen wir mal. Das reicht dann schon, dass die ARGE als Fürsorgebehörde dann handeln muss! Er bekommt eine Wohnmöglichkeit und dann auch sein ALG2 und ist wieder ganz „normaler“ ALG2-Empfänger.
Was die Psyche anbelangt, ist anders zu sehen. Ob er z.B. in einem Sozialprojekt „Wohnen und Therapie“ besser aufgehoben wäre. Hier müsste der ärztliche Dienst der ARGE eingeschaltet werden.
Was sind seine Pflichten um wieder Bezüge zu erhalten, sich
nen eigenen Wohnsitz zu besorgen und wieder wenigstens selbst
einkaufen zu können, ohne auf der Straße zu landen?
Sie oben.
In diesem unserem Land …
… aber sein Anspruch darauf niemals versiegen kann?
… lässt man niemanden verhungern. Außer er kümmert sich um nichts, oder es gibt ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände wie in Speyer.
Manche lernen jedoch erst wenn es weh tut (psychisch). Wie Suchtkranke oft auch.
Gruß
Stefan