Hallo Desperado,
interessant, dass deine Frage zu relativ scharfen Tönen hier im Forum führt.
Lachen ist linguistisch gesehen viel interessanter und vielschichter, als wir oft denken und erfüllt im Kommunikationsprozess bestimmte Funktionen. Ich glaube, man hat das noch kaum erforscht. Überspielen von Unsicherheit, Signalisieren, dass man „friedliche Absichten“ hat, den Gesprächspartner überreden, ihn versuchen zu verwirren, ihn zu verunsichern, klein zu machen, Verachtung auszudrücken…
vermutlich sind das vielen verschiedene Aspekte, die keinesfalls nur bei Älteren auftreten und keinesfalls nur bei Unsicherheit. Allerdings bedeutet Lachen keinesfalls immer, dass jemand fröhlich ist. Schüler lachen z.B. im Unterricht öfter, weil es eines von wenigen Mitteln ist, sich im Machtkampf mit dem Lehrer zu behaupten. Es kommt eben immer auf das Lachen an…
Natürlich kann Lachen sehr gezielt eingestzt werden, oder - dann ist es bestimmt am Schönsten - ganz frei und ehrlich ertönen. Es kann auch unterdrückt werden…
Fragen über Fragen. Gibt es ein Buch, dass „Versuch einer lingustischen Typologie des Lachens“ heißt?
Gruß!
Christian
mir ist öfters folgendes Phänomen aufgefallen: Wenn sich
ältere Personen unterhalten lachen diese oft nachdem sie etwas
gesagt haben das als normaler Smalltalk aber nicht als lustig
zu erkennen ist.
(Z.B.: Das Wetter ist heute wieder schön, hahaha…)
Ist Unsicherheit die Ursache?
Wollen diese Personen einfach als fröhliche Menschen gesehen
werden?
Wollen sie etwas überspielen?
Das Phänomen fiel mir in dieser Form noch nicht bei jüngeren
Erwachsenen auf - liegt dies am Alter oder an den Normen einer
Generation?
Gruss und Danke für Antworten
Desperado