Sozialhilfe in Oberbayern

Hi,

in Oberbayern habe ich mir bei einer Baugenossenschaft eine billige Drittwohnung gemietet. Ich reise gerne, Hotels sind mir aber auf Dauer zu teuer. Als halbwegs höflicher Mensch stellte ich mich den Nachbarn als Mitmieter vor. Da fand ich doch eine arbeitslose Nachbarin ohne Alles. Die Frau (eine ältere Dame) hat weder Möbel, Radio, TV oder sonstiges. Sie schläft seit Jahren auf einer Luftmatratze. Sonst ist nichts in ihrer Wohnung. Sie lebt von ungefähr 400 € Arbeitslosenhilfe, aber zu stolz um andere Leistungen zu fordern bzw. zu erbitten. Vermute ich mal.

Als „sozial“ denkender Mensch schleppte ich meine Nachbarin zum dörflichen Sozialamt. Nach dem „Antrag auf ergänzende Sozialhilfe“ musste Sie eine Vollmacht unterschreiben die der Behörde die Möglichkeit gibt ihr Konto zu überprüfen. Ich vermute mal, die bayerische Behörde vermutet, diese Antragsstellerin könnte eine brutale Sozialbetrügerin sein.
Nun ja, möglich ist vieles bis alles in Bayern. Hitler fing in Bayern an, die effektivsten Vernichtungs-KZ`s waren in Bayern.

Bayerische Sozialämter haben keinen Respekt vor der Menschenwürde, vor der Menschenwürde die diese C Parteien angeblich so hochhalten. Schande sage ich da.

In „normalen“ demokratischen Staaten gibt es die Unschuldsvermutung. In bayerischen Sozialämtern ist dies wohl nicht bekannt. Der bayerische Staat - Behörden - geht wohl von permanent kriminellen Bürgern im bayerischen Staatsgebiet aus.

Das ist schändlich und Menschenverachtend. So meine ich. Es zeigt aber auch das Vertrauen der bayerischen Politiker in den Bürger. Das C haben sich die bayerischen Parteien echt verdient.

In diesem Sinne - primitivste Menschenrechte missachtend - müsste sich Bayern ja prima mit der Türkei verstehen. Die Einstellung zu Menschenrechten ist sehr ähnlich :frowning:(((

Gruß Nickolas

Hallo Nick,

ich bin nun kein Spezialist in Sachen Sozialhilfe, ich glaube aber, dass man in anderen Bundesländern genauso behandelt wird. Dass sie dass Vermögen prüfen wollen, um zu gucken, ob Anspruch besteht, gehört dazu.

Ich bin als Arbeitsloser von NRW nach Bayern gezogen (nach dem Studium, d.h. nur arbeitssuchend, ohne Ansprüche) und ich muss sagen, in Bayern hat man mich wenigstens als Menschen behandelt und versucht, mir zu helfen. In NRW war das nicht der Fall. Im Gegenteil.

Ich denke, da liegt auch einiges daran, wieviel Bedürftige ein entsprechendes Amt zu verkraften hat und an wen man gerade gerät.

Gruß,
foo

Ich denke, da liegt auch einiges daran, wieviel Bedürftige ein
entsprechendes Amt zu verkraften hat und an wen man gerade
gerät.

Das wird es wohl sein foo. So hoffe ich.

Gruß

Tach,

in Oberbayern habe ich mir bei einer Baugenossenschaft eine
billige Drittwohnung gemietet. Ich reise gerne, Hotels sind
mir aber auf Dauer zu teuer. Als halbwegs höflicher Mensch
stellte ich mich den Nachbarn als Mitmieter vor. Da fand ich
doch eine arbeitslose Nachbarin ohne Alles. Die Frau (eine
ältere Dame) hat weder Möbel, Radio, TV oder sonstiges. Sie
schläft seit Jahren auf einer Luftmatratze. Sonst ist nichts
in ihrer Wohnung. Sie lebt von ungefähr 400 €
Arbeitslosenhilfe, aber zu stolz um andere Leistungen zu
fordern bzw. zu erbitten. Vermute ich mal.

Als „sozial“ denkender Mensch schleppte ich meine Nachbarin
zum dörflichen Sozialamt. Nach dem „Antrag auf ergänzende
Sozialhilfe“ musste Sie eine Vollmacht unterschreiben die der
Behörde die Möglichkeit gibt ihr Konto zu überprüfen. Ich
vermute mal, die bayerische Behörde vermutet, diese
Antragsstellerin könnte eine brutale Sozialbetrügerin sein.
Nun ja, möglich ist vieles bis alles in Bayern. Hitler fing in
Bayern an, die effektivsten Vernichtungs-KZ`s waren in Bayern.

Geht´s noch?

Bayerische Sozialämter haben keinen Respekt vor der
Menschenwürde, vor der Menschenwürde die diese C Parteien
angeblich so hochhalten. Schande sage ich da.

Es ist durchaus nicht sozial, undifferenziert mit Geld um sich zu werfen, das andere verdienen.
Somit ist es vollkommen legitim, zunächst die Verhältnisse des Antragstellers zu durchleuchten. Wie gesagt, es geht hier um das Geld der Arbeitnehmer und Unternehmer.

In „normalen“ demokratischen Staaten gibt es die
Unschuldsvermutung. In bayerischen Sozialämtern ist dies wohl
nicht bekannt. Der bayerische Staat - Behörden - geht wohl von
permanent kriminellen Bürgern im bayerischen Staatsgebiet aus.

Hier wird keineswegs Schuld impliziert, sondern überprüft, ob ein Antragsteller wirklich bedürftig ist.

Das ist schändlich und Menschenverachtend. So meine ich. Es
zeigt aber auch das Vertrauen der bayerischen Politiker in den
Bürger. Das C haben sich die bayerischen Parteien echt
verdient.

Mit Bayern hat das nichts zu tun.
Frage doch lieber mal nach, weshalb der örtliche Pfarrer bislang bei Deiner Nachbarin nicht vorstellig wurde.

In diesem Sinne - primitivste Menschenrechte missachtend -
müsste sich Bayern ja prima mit der Türkei verstehen. Die
Einstellung zu Menschenrechten ist sehr ähnlich :frowning:(((

Das sehe ich anders.
Ich fürchte, Dui bist hier etwas zu weit gegangen.

Ich als gebürtiger Bayer lehne es kategorisch ab, mich von Dir als Nazi bezeichnen zu lassen.

Grüße,

Mathias

Lange unnütze Rede, kurzer unnützer Sinn…

Du möchtest also, dass die Ämter demnächst nicht erst einmal die Bedürftigkeit der Antragssteller überprüfen, sondern einfach zahlen.

Das wird unserem Land bestimmt weiterhelfen.

Phoebe

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selten so einen Dünnschiss gelesen…

Woh,

na, mit dem falschen Bein aus dem Bett aufgestanden, sexuell frustriert oder einfach nur mal wieder den Grundhass gegen Behörden ausgelebt?

Ich neige ja sonst eher selten zu solchen Sprüchen, aber bei dem Kübel Mist, den Du da vollkommen unsinnig über Leuten ausgekippt hast, die einfach nur versuchen, ihre Arbeit ordentlich zu machen, kommt mir die Galle hoch.

Ja, es gibt in unserem Land Vorschriften für den Beamtenapparat, die eine Gleichbehandlung und einen sinnvollen und zurückhaltenden Umgang mit unser aller Steuergeldern sichern (sollen). Dadurch soll verhindert werden, dass öffentliche Kassen all zu einfach von Leuten mit größerem schauspielerischen Talent geplündert werden, und man auch unsere sauer verdienten Steuergroschen nicht gerade unnötigerweise verqueren Typen in den Hals wirft, die trotz dicker Bankkonten wie die letzten Bettler leben (ist alles schon vorgekommen). Und ja, diese Vorschriften heben uns von Bananenrepubliken ab, in denen es nur darauf ankommt, ob dem Mann hinter dem Schreibtisch die Nase der Frau vor dem Schreibtisch gefällt, ob staatliche Leistungen gezahlt werden (und um gleich Einwendungen zuvor zu kommen, dass es solche Fälle doch gibt: Diese Vorschriften eröffnen zumindest einen Rechtsweg, was in Bananenrepubliken nicht der Fall ist). Das ganze nennt sich Gleichbehandlungsgrundsatz und hat in diesem unserem Lande sogar Verfassungsrang.

Ja, ich bin wirklich dankbar dafür, dass bei dir vor Ort diese Sache so funktioniert, wie es der brave Steuerbürger erwarten darf, wenn sein Geld verteilt wird. Nicht geizig oder erniedrigend, sondern einfach nur korrekt! Leider ist dies nicht die Regel und wenn ich mir die Sache aus eigener Anschauung so betrachte, kommen auf einen zu zurückhaltend bearbeiteten Fall sicher fünf bis zehn Fällen, in denen unser Steuergeld unnötigerweise Leuten zugute kommt, die streng genommen eben nicht bedürftig sind. Das sehe ich bei diversen PKH-Anträgen in der Kanzlei genau so wie bei den Geschichten, die meine Frau so aus dem Rathaus mitbringt. Natürlich ist es schade, dass die Behörden somit leider gezwungen sind, Antragstellern ein gewisses Grundmisstrauen entgegen zu bringen, aber ihnen hierfür angesichts der deutlichen Zahl an Missbrauchsfällen den schwarzen Peter zuzuschieben, verkehrt ja wohl Ursache und Wirkung. Gäbe es nicht so viel Betrug, wären z.B. die Mitarbeiter im Außendienst nicht ein echtes Profitcenter in der Sozialverwaltung.

Ich kümmere mich übrigens so nebenbei und ohne Bezahlung um einige Sozialfälle im Mandantenstamm, die auch zu stolz oder einfach auch aus Alters- oder Behinderungsgründen nicht in der Lage sind, selbst die ihnen zustehenden Ansprüche geltend zu machen. Dabei habe ich bislang in keinem Fall größere Schwierigkeiten gehabt, für die Leute die ihnen zustehenden Leistungen zu bekommen. Üblicherweise erlebe ich sogar eine große Hilfsbereitschaft bei den Behörden, wenn man einen dramatischen Fall schildert, und mehrfach habe ich in zunächst aussichtslos erscheinenden Situationen erlebt, wie man gemeinsam intelligente und pfiffige Lösungen gefunden hat, ohne dass ich damit übermäßig viel Arbeit gehabt hätte. Ein paar Telefonate mit der Diakonie, Lebensberatungsstelle, Sozialamt, … und im Gespräch Mensch zu Mensch findet sich ein Weg. Wenn man den Gespächspartner auf der anderen Seite aber gleich zum Teil des Problems abstempelt, statt ihn zum Teil der Lösung werden zu lassen, braucht man sich nicht wundern, wenn man auf Granit beisst.

Kopfschüttelnder Gruß vom Wiz

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Hallo Nick,

in Oberbayern habe ich mir bei einer Baugenossenschaft eine
billige Drittwohnung gemietet. Ich reise gerne, Hotels sind
mir aber auf Dauer zu teuer. Als halbwegs höflicher Mensch
stellte ich mich den Nachbarn als Mitmieter vor. Da fand ich
doch eine arbeitslose Nachbarin ohne Alles. Die Frau (eine
ältere Dame) hat weder Möbel, Radio, TV oder sonstiges. Sie
schläft seit Jahren auf einer Luftmatratze. Sonst ist nichts
in ihrer Wohnung. Sie lebt von ungefähr 400 €
Arbeitslosenhilfe, aber zu stolz um andere Leistungen zu
fordern bzw. zu erbitten. Vermute ich mal.

Als „sozial“ denkender Mensch schleppte ich meine Nachbarin
zum dörflichen Sozialamt. Nach dem „Antrag auf ergänzende
Sozialhilfe“ musste Sie eine Vollmacht unterschreiben die der
Behörde die Möglichkeit gibt ihr Konto zu überprüfen. Ich
vermute mal, die bayerische Behörde vermutet, diese
Antragsstellerin könnte eine brutale Sozialbetrügerin sein.
Nun ja, möglich ist vieles bis alles in Bayern. Hitler fing in
Bayern an, die effektivsten Vernichtungs-KZ`s waren in Bayern.

Bayerische Sozialämter haben keinen Respekt vor der
Menschenwürde, vor der Menschenwürde die diese C Parteien
angeblich so hochhalten. Schande sage ich da.

In „normalen“ demokratischen Staaten gibt es die
Unschuldsvermutung. In bayerischen Sozialämtern ist dies wohl
nicht bekannt. Der bayerische Staat - Behörden - geht wohl von
permanent kriminellen Bürgern im bayerischen Staatsgebiet aus.

Das ist schändlich und Menschenverachtend. So meine ich. Es
zeigt aber auch das Vertrauen der bayerischen Politiker in den
Bürger. Das C haben sich die bayerischen Parteien echt
verdient.

In diesem Sinne - primitivste Menschenrechte missachtend -
müsste sich Bayern ja prima mit der Türkei verstehen. Die
Einstellung zu Menschenrechten ist sehr ähnlich :frowning:(((

Hier hat die Behörde nichst anderes getan als die Aufgaben erfüllt, die der Gesetzgeber vorschreibt, wenn jemand Sozialhilfe, ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere soziale Leistungen möchte. Die Bayern haben nicht mehr und nicht weniger Respekt vor dem Antragsteller.

Wieso gerade jemand aus dem Bereich Hechingen sich derart äussert,
wo doch das „Hohenzollerische Landrecht“ regiert und kaum eine Behörde in der Umgebung Südwürttemberg - Hohenzollern mehr Zweifel an an der Verfassungstreue und an den Menschenrechte erkennen lässt, ist und wird mir schleierhaft bleiben. Räumt zuerst im Landkreis Balingen und Sigmaringen auf, bringt die Behörden auf den rechtstaatlichen Weg, dann meckert über die Bayern. Ich kenne aus meiner politischen Tätigkeit keine Landkreise in denen Korruption mehr geduldet und mehr gegen die Rechte der Bürger verstossen.

Gruss Günter