Hallo Sebastian,
ich habe eine dringliche Frage bezüglich Sozialhilfe und
Nebenjob.
„Jedes Nebeneinkommen bleibt bis zu 25% des Regelsatzes eines Haushaltsvorstands frei. Der beträgt zz. 293 €; daher gilt für alle Sozialhilfebeziehenden ein Freibetrag von 73,25 €. Dieser Betrag kann dazuverdient werden, ohne daß etwas abgezogen wird. Alles, was über diesen Freibetrag hinausgeht, wird zu 85% vom Sozialamt angerechnet, also abgezogen! Umgekehrt bedeutet das: Alle Sozialhilfebeziehenden dürfen 15% von dem Einkommen, das 73,25 € übersteigt, behalten. Der Freibetrag insgesamt darf jedoch 50% des Regelsatzes eines Haushaltsvorstands nicht überschreiten, also liegt die Obergrenze z.Zt. bei 146,50 €.“
Gefunden auf folgender Homepage: http://www.also-zentrum.de/berat/info/sozi_erw.htm
Nun noch mein persönlicher Beitrag:
Person A bekommt Sozialhilfe und versucht freiberurlich
weiterhin Chancen wahrzunehmen und zwar in dem Bereich in dem
A kompetent ist.
Person A sollte seine Ansprüche vielleicht mal ein bisschen herunterschrauben!
Dazu benötigt A einen Internetanschluss zu hause.
Der kostet nicht die Welt. Auch nicht für einen Sozialhilfeempfänger.
Damit A dies Finanzieren kann (und zusätzliche Schulden
abbezahlen kann) braucht A mehr Geld als der Sozialhilfesatz
zut Verfügung stellt
??? Um Schulden abzubauen sollte sich Person A zügigst an die Schuldnerberatungsstelle wenden. Die Wartezeiten da sind lang. Aber vielleicht ergibt sich die Möglichkeit einer privaten Insolvenz.
um überleben zu können (Es reichen im weniger als 7 EUR pro
Tag für Nahrung, Kleidung, Bürobedarf etc.).
Es gibt Kleiderzuschüsse vom Sozialamt.
A bewirbt sich viele Mal in der Woche für ein
Anstellungsverhältnis, welches seiner letzten Anstellung
ähnelt bzw. seinem Kompetenzprofil entspricht, mit wenig
Erfolg.
Siehe oben. Ansprüche zurückschrauben. Oder mal im Nachhinein anrufen und fragen, woran es eigentlich gelegen hat. Telefonisch sind viele Personalangestellte dazu bereit, allgemeine Tipps zu geben. Es gibt Leute, die bewerben sich für einen Bürojob und bringen es nicht fertig, auch nur das Bewerbungsschreiben fehlerfrei zu tippen…
A hätte Möglichkeiten Nebenjobs ( ca. 100 - 300 EUR im Monat)
zu bekommen.
Auch siehe oben. Und mal auf dem Sozialamt ein Merkblatt aushändigen lassen, was er dazu verdienen darf. Bei Nebenjobs greift u. U. die Steuer. Auch versicherungstechnisch manchmal eine heikle Sache.
Damit wäre das nötigste bezahlt, wenn es zusätzlich zur
Sozialhilfe gerechnet und nicht von derer abgezogen würde.
A hat jetzt einige Wochen Schwarzarbeit in der Küche eines
Restaurants geleistet, für wenig Geld, und trotz seiner
Innenminiskusschäden (also unter Schmerzen).
Der Ärmste… Nee-nee kein Verständnis von mir für Schwarzarbeit!
Wie gesagt A hätte einige Möglichkeiten (kleine Jobs), kann
diese jedoch nicht wahrnehmen, wie er glaubt, da diese im von
der „Stütze“ abgezogen werden würden und er ja etwas mehr
braucht.
Fragen - fragen - fragen
Rechnen - rechnen - rechnen
Viele Grüße
Jana