Hallo zusammen,
Viele von Euch haben sich bestimmt schon mal mit dem Begriff der Einstellung auseinander gesetzt: Es gibt viele unterschiedliche Auffassungen darüber, wie sich die drei Einstellungskomponenten (affektive- kognitive- und verhaltensbasierte Komponente) zueinander verhalten.
Ich suche konkret nach einem Einstellungsmodell, welches explizit davon ausgeht, dass eine Kausale Beziehung existiert, dahingehend dass die verhaltensbasierte Ebene durch die kognitive und die affektive Ebene determiniert wird.
Einfach ausgedrückt: Gedanken und Gefühle beeinflussen Verhaltensabsichten.
Falls jemand ein (möglichst einfaches) theoretisches Modell kennt, welches auf meine Annahme zutrifft, wäre ich dankbar für eine Antwort!
Grundlegend wird dabei von den drei verschiedenen Ichs ausgegangen.
Eltern-ich, Kind-ich und das Erwachsenen-ich, die Zeitlebens miteinander konfrontiert werden.
Psychologen sind Menschen, die Dinge, die jeder weiß, mit Worten erklären, die keiner versteht.
Wir gehen doch eigentlich alle davon aus, das unser Verhalten immer von unseren Gedanken und Gefühlen gesteuert wird, denn wir gehen ja auch davon aus, unser Leben unter Kontrolle zu haben und selbstbestimmt zu leben.
Dagegen steht die jedoch die Beobachtung, das es eigentlich gar nicht so ist. Meiner Vermutung nach wird unser Verhalten überwiegend unterbewußt oder unbewußt determiniert. Dazu hat S. Freud auch schon mal was geschrieben. Ich glaube gelesen zu haben, das auch in aktueller Zeit festgestellt wurde, das unser Verhalten unbewußt ausgelöst wird und wir nur ein paar zehntel Sekunden Zeit haben, bewußt zu intervenieren. (Interessant sind hier auch die Ergebnisse aus der Streßforschung.)
Daraus schlußfolgere ich, das, wenn wir uns selbstbestimmt verhalten wollen, es immer einen hohen Grad an Bewußtheit und/oder Gegenwärtigkeit voraussetzt und Gedanken und Gefühle bewußte Vorgänge sein sollten.
Das bedeutet, die Modelle, nach denen du suchst, schließen alle unbewußten (z.B. instinktiven) Vorgänge aus. Somit wären z.B. alle Entscheidungen, die wir (hoffentlich immer bewußt!) treffen, geeignet, als theoretisches Modell herzuhalten.
Gruß Ralf
(Falls ich total daneben liege, dann bitte nicht mit endlosen Zitaten antworten.)