Sind bei Selbstständigkeit die Ausgaben für die Sozialversicherungen gewinnmindernd oder fallen diese Ausgaben erst nach der Gewinnermittlung an?
Bsp.:
Als Selbstständiger (Einzelunternehmen, keine Angestellten) erwirtschaftet jemand auf Jahresbasis 75.000 Euro.
Die Ausgaben für das Unternehmen (Material, AfA, Kommunikation, Werbung) belaufen sich auf 15.000 Euro.
Für die Sozialversicherungen gibt es folgende Jahreszahlen:
Private Kranken- und Pflegeversicherung ca. 6.000 Euro
Gesetzliche Rentenversicherung ca. 8.500 Euro
Arbeitslosenversicherung ca. 3.000 Euro
(Summen nach Online-Lohnsteuertabelle für 2004,
Basis 3.500 Euro Monatseinkommen, AG- plus AN.Anteil)
Macht in Summe 17.500 Euro für die Sozialversicherungen.
Auf welchen Betrag wird die Steuer für den Selbstständigen angesetzt?
75.000 Euro minus 15.000 Euro Betriebsausgaben ist klar.
Bleiben also 60.000 Euro.
Davon noch die 17.500 Euro für Sozialversicherung abziehen (macht 42.500 Euro zu versteuerndes Einkommen)?
Oder wird nur die Hälfte der Sozialversicherungsbeträge in Anrechnung gebracht (bei der monatlichen Abrechnung eines Arbeitnehmers wird der Eigenanteil ja auch nicht vom zu versteuernden Brutto abgezogen)?
die Ausgaben für die Sozialversicherung sind als Sonderausgaben abzugsfähig.
SOnderausgaben werden nicht in der Gewinnermittlung sondern nach der Berechnung des zu versteuernden Einkommens abgezogen.
Der max. abziehbare Betrag beträgt für ledige in 2004 5.069 €, dieser dürfte bei den von die getragenen Aufwendungen auch erreicht werden.
Sind bei Selbstständigkeit die Ausgaben für die
Sozialversicherungen gewinnmindernd oder fallen diese Ausgaben
erst nach der Gewinnermittlung an?
sind sonderausgaben - werden im rahmen der einkommensteuererklärung bis zu bestimmten höchstbeträgen berücksichtigt
Bsp.:
Als Selbstständiger (Einzelunternehmen, keine Angestellten)
erwirtschaftet jemand auf Jahresbasis 75.000 Euro.
Die Ausgaben für das Unternehmen (Material, AfA,
Kommunikation, Werbung) belaufen sich auf 15.000 Euro.
Für die Sozialversicherungen gibt es folgende Jahreszahlen:
Private Kranken- und Pflegeversicherung ca. 6.000 Euro
Gesetzliche Rentenversicherung ca. 8.500 Euro
gesetzlich - da gibt es sicher lukrativere formen der altersversorgung
Arbeitslosenversicherung ca. 3.000 Euro
wo kann man sich da als selbständiger gegen arbeitslosigkeit versichern ?
(Summen nach Online-Lohnsteuertabelle für 2004,
Basis 3.500 Euro Monatseinkommen, AG- plus AN.Anteil)
versteh ich nicht - was hat das mit den selbständigen einkünften zu tun ?
Macht in Summe 17.500 Euro für die Sozialversicherungen.
Auf welchen Betrag wird die Steuer für den Selbstständigen
angesetzt?
75.000 Euro minus 15.000 Euro Betriebsausgaben ist klar.
Bleiben also 60.000 Euro.
Davon noch die 17.500 Euro für Sozialversicherung abziehen
(macht 42.500 Euro zu versteuerndes Einkommen)?
nein s.o. - nur bis zu bestimmten höchstbeträgen
Oder wird nur die Hälfte der Sozialversicherungsbeträge in
Anrechnung gebracht (bei der monatlichen Abrechnung eines
Arbeitnehmers wird der Eigenanteil ja auch nicht vom zu
versteuernden Brutto abgezogen)?
die berücksichtigung der vorsorgeaufwendungen ist bei selbständigen anders geregelt - wird dir der steuerberater erklären, den du hoffentlich bei diesem gewinn zu rate ziehst…
Bsp.:
Als Selbstständiger (Einzelunternehmen, keine Angestellten)
erwirtschaftet jemand auf Jahresbasis 75.000 Euro.
Die Ausgaben für das Unternehmen (Material, AfA,
Kommunikation, Werbung) belaufen sich auf 15.000 Euro.
Für die Sozialversicherungen gibt es folgende Jahreszahlen:
Private Kranken- und Pflegeversicherung ca. 6.000 Euro
Gesetzliche Rentenversicherung ca. 8.500 Euro
gesetzlich - da gibt es sicher lukrativere formen der
altersversorgung
Welche?
Voraussetzungen:
Selbstständiger ist 48 Jahre alt, hat seit 27 Jahren als abhängig Beschäftigter in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt.
Jetzt also diese Zahlungen einstellen und in eine private Rentenversicherung wechseln?
(Summen nach Online-Lohnsteuertabelle für 2004,
Basis 3.500 Euro Monatseinkommen, AG- plus AN.Anteil)
versteh ich nicht - was hat das mit den selbständigen
einkünften zu tun ?
Nicht mit den Einkünften aus Selbstständigkeit, sondern als Vergleichsgrundlage für RV / KV / PV gegenüber einer Tätigkeit als Angestellter. Oder mit anderen Worten: Wenn ich die gleiche Leistung aus RV / KV / PV haben will wie ein Angestellter, welche Summe muss ich als Selbstständiger an die Sozialsysteme abführen?
Gehe ich von einem Bruttogehalt von 3.500 Euro aus, so sind das etwa 14% für KV und PV (ca. 500 Euro) und etwa 20% für RV (ca. 700 Euro). Um auf gleicher Ebene zu stehen wie dieser Angestellte muss ein Selbstständiger pro Monat 1.200 Euro auf den Tisch legen.
Ich bin einfach davon ausgegangen, dass neben den direkten Ausgaben für die Betriebsführung (angesetzt mit 15.000 Euro) auch die Sozialversicherungen berücksichtigt werden müssen (nochmal etwa 15.000 Euro). Macht schon mal 30.000 Euro Ausgaben. Will man vernünftig leben, kommen weitere - sagen wir - 18.000 Euro dazu. Diese 18.000 Euro sowie etwa 10.000 Euro der Sozialversicherungsbeiträge müssen versteuert werden. Für diese 28.000 Euro fallen etwa 4.500 Euro Steuern an, die ja auch bezahlt werden müssen.
Folglich brauche ich Einnahmen aus Selbstständigkeit in Höhe von etwa 55.000 Euro.
Einnahme: 55.000 Euro
Ausgaben für Betriebskosten = 15.000 Euro => bleiben 40.000 Euro
Ausgaben für Sozialversicherung = 15.000 Euro => bleiben 25.000 Euro
Privatentnahme für Lebensunterhalt = 18.000 Euro => bleiben 7.000 Euro
Steuern auf 35.000 Euro Verdienst = 7000 Euro => bleiben ±0 Euro
Für die Sozialversicherungen gibt es folgende Jahreszahlen:
Private Kranken- und Pflegeversicherung ca. 6.000 Euro
Gesetzliche Rentenversicherung ca. 8.500 Euro
gesetzlich - da gibt es sicher lukrativere formen der
altersversorgung
Welche?
Voraussetzungen:
Selbstständiger ist 48 Jahre alt, hat seit 27 Jahren als
abhängig Beschäftigter in die Gesetzliche Rentenversicherung
eingezahlt.
Jetzt also diese Zahlungen einstellen und in eine private
Rentenversicherung wechseln?
hallo nochmal,
wäre m.e. möglich die zahlungen für die gesetzliche auf das minimum runterzufahren oder einzufrieren und dann eher in eine lv zu investieren - frag danach mal im versicherungsbrett nach…
(Summen nach Online-Lohnsteuertabelle für 2004,
Basis 3.500 Euro Monatseinkommen, AG- plus AN.Anteil)
versteh ich nicht - was hat das mit den selbständigen
einkünften zu tun ?
Nicht mit den Einkünften aus Selbstständigkeit, sondern als
Vergleichsgrundlage für RV / KV / PV gegenüber einer Tätigkeit
als Angestellter. Oder mit anderen Worten: Wenn ich die
gleiche Leistung aus RV / KV / PV haben will wie ein
Angestellter, welche Summe muss ich als Selbstständiger an die
Sozialsysteme abführen?
kommt drauf an - wechselst du in eine private kv wird der beitrag bei besseren leistungen wahrscheinlich erheblich geringer sein als in der gesetzlichen - der pferdefuss bei den privaten ist der anstieg im alter - würde ich auch mal im versicherungsbrett nachfragen - da sitzen viele experten, die dir helfen können bei dem wechsel vom angestelltenverhältnis in die selbständigkeit…
Gehe ich von einem Bruttogehalt von 3.500 Euro aus, so sind
das etwa 14% für KV und PV (ca. 500 Euro) und etwa 20% für RV
(ca. 700 Euro). Um auf gleicher Ebene zu stehen wie dieser
Angestellte muss ein Selbstständiger pro Monat 1.200 Euro auf
den Tisch legen.
kann man so nicht ganz vergleichen, da man sich seine vorsorge selbst zusammenstellen kann und die anbieter frei wählen - s.o.
Ich bin einfach davon ausgegangen, dass neben den direkten
Ausgaben für die Betriebsführung (angesetzt mit 15.000 Euro)
auch die Sozialversicherungen berücksichtigt werden müssen
(nochmal etwa 15.000 Euro). Macht schon mal 30.000 Euro
Ausgaben. Will man vernünftig leben, kommen weitere - sagen
wir - 18.000 Euro dazu. Diese 18.000 Euro sowie etwa 10.000
Euro der Sozialversicherungsbeiträge müssen versteuert werden.
Für diese 28.000 Euro fallen etwa 4.500 Euro Steuern an, die
ja auch bezahlt werden müssen.
Folglich brauche ich Einnahmen aus Selbstständigkeit in Höhe
von etwa 55.000 Euro.
Einnahme: 55.000 Euro
Ausgaben für Betriebskosten = 15.000 Euro => bleiben 40.000
Euro
Ausgaben für Sozialversicherung = 15.000 Euro => bleiben
25.000 Euro
Privatentnahme für Lebensunterhalt = 18.000 Euro => bleiben
7.000 Euro
Steuern auf 35.000 Euro Verdienst = 7000 Euro => bleiben
±0 Euro
Ist die Rechnung so total daneben?
die ausgaben für sozialversicherung erscheinen mir etwas hoch - aber ansonsten müsste es hinkommen…
gesetzlich - da gibt es sicher lukrativere formen der
altersversorgung
Welche?
Voraussetzungen:
Selbstständiger ist 48 Jahre alt, hat seit 27 Jahren als
abhängig Beschäftigter in die Gesetzliche Rentenversicherung
eingezahlt.
Jetzt also diese Zahlungen einstellen und in eine private
Rentenversicherung wechseln?
wäre m.e. möglich die zahlungen für die gesetzliche auf das
minimum runterzufahren oder einzufrieren und dann eher in eine
lv zu investieren - frag danach mal im versicherungsbrett
nach…
Eine Kapital-LV, an der die Verssicherungsgesellschaft verdient?
Lieber das Ganze selbst und als 2 getrennte Aufgaben in die Hand nehmen.
a) mit einer Risiko-LV diejenigen absichern, die nach meinem Ableben Unterhalt brauchen,
b) mit einem Fondssparplan regelmäßig in einen oder 2-3 verschiedene gute Aktionfonds einzahlen.
Mit 48 ist der Anlage(zeit)horizont für Aktienfonds lang genug (>= 7 Jahre) aber eigentlich schon zu kurz für eine Kapital-LV.
Die Kapital-LV liefert wenig Zinsen, legt aber selbst das Geld in Fonds an, und von der Differenz lebt die Versicherungsgesellschaft gut.