Hallo,
ich hab eine kurze Frage, ich bin derzeit arbeitslos, ALG2 Antrag gerade abgegeben und habe nun aber evtl. Aussicht auf einen 400,- Job, den ich gerne nehmen würde, allein schon, um nix mehr mit der ARGE zu tun zu haben. Vermutlich wären die 400,- eh mehr, als ich dort bekäme. Die Frage ist nun, wer versichert mich bei der Krankenkasse etc.? Wer zahlt meine Sozialversicherungen? Der Arbeitgeber des 400,- Jobs oder etwa doch wieder die ARGE? Ich will von denen weg…
Viele Grüße,
Mela
wer versichert mich bei der Krankenkasse etc.? Wer zahlt meine
Sozialversicherungen? Der Arbeitgeber des 400,- Jobs oder etwa
Der AG mit Sicherheit nicht. Der muß zwar pauschale Sozialversicherungsabgaben zahlen, daraus erwachsen Dir aber keine Ansprüche.
Also käme nur die ARGE in Frage, ob die Dich jedoch versichert, kann ich nicht beurteilen.
Also käme nur die ARGE in Frage, ob die Dich jedoch
versichert, kann ich nicht beurteilen.
Die versichert Dich, aber dann darfst Du von den 400,- EUR nur knappe 160,- EUR zusätzlich zu Deinem ALG-II-Anspruch behalten.
Nun musst Du rechnen, was besser ist:
1.) ALG II plus 160,- EUR
2.) 400,- EUR minus Sozialversicherungen
Nö
Hi!
2.) 400,- EUR minus Sozialversicherungen
Nö - die SV-Beiträge werden pauschal vom AG getragen - OHNE dass daraus Ansprüche entstehen!
LG
Guido
Andere Idee - 401 Euro
Hi!
Schon mal daran gedacht, den Arbeitgeber zu fragen, ob er Dich nicht für 40 1 Euro einstellt?
Dann fällst Du raus aus dem Minijob-Bereich und rein in die Gleitzone, wirst also SV-pflichtig.
Dann blieben Dir zwar nur ca. 350€ über, Du wärst aber sozial „abgesichert“.
LG
Guido
2.) 400,- EUR minus Sozialversicherungen
Nö - die SV-Beiträge werden pauschal vom AG getragen - OHNE
dass daraus Ansprüche entstehen!
Also bei meiner Freundin ist der geschilderte Fall eingetreten (400-Euro-Job ohne ARGE) und umgehend hat sich die Krankenkasse gemeldet und ihr mitgeteilt, sie müsse die KV-Beiträge (über 120 Euro) nun selber zahlen. Das ist der Grund, warum sie zur ARGE zurück ist.
Hi!
Also bei meiner Freundin ist der geschilderte Fall eingetreten
(400-Euro-Job ohne ARGE ) und umgehend hat sich die
Krankenkasse gemeldet und ihr mitgeteilt, sie müsse die
KV-Beiträge (über 120 Euro) nun selber zahlen. Das ist der
Grund, warum sie zur ARGE zurück ist.
Eben! OHNE die ARGE.
SV-pflichtig war der Job an sich aber nicht - das las sich in Deinem Posting so…
LG
Guido
Also bei meiner Freundin ist der geschilderte Fall eingetreten
(400-Euro-Job ohne ARGE) und umgehend hat sich die
Dann war sie wahrscheinlich gar nicht versichert und deswegen ist die KK an sie herangetreten wegen einer freiwiligen Mitgliedschaft. Seit 1.4. besteht Krankenversicherungspflicht !
Schon mal daran gedacht, den Arbeitgeber zu fragen, ob er Dich
nicht für 40 1 Euro einstellt?
Das machen viele AGs nicht mit, weil sie dann ihrer Vorteile des Minijobs verlustig gehen. Aber versuchen kann man es auf jeden Fall.
Hä?!
Hi!
Vorteilhafter für den AG ist ein 401€-Job auf jeden Fall!
Aber vielleicht irre ich mich ja, und Du nennst mir einen Vorteil des Minijobs.
LG
Guido
Aber vielleicht irre ich mich ja, und Du nennst mir einen
Vorteil des Minijobs.
Für den Arbeitgeber ? Kündigungsfristen ? Lohnfortzahlung ?
Der AG muß ja wohl auch Vorteile von der Minijobregelung haben, sonst würde er keine Mini-Jobber beschäftigen. Ich habe zwei Kundinnen, die 401-Euro Jobs haben wollten. Beide AGs haben abgelehnt, eine Begründung haben sie mir nicht geliefert.
Hi Guido,
Vorteilhafter für den AG ist ein 401€-Job auf jeden Fall!
warum?
Aber vielleicht irre ich mich ja, und Du nennst mir einen
Vorteil des Minijobs.
Wenn der AG NUR Minijobs hat, hat er damit eine ganz einfache Lohnbuchhaltung mit wenigen Ansprechpartnern. Sobald es 400,01 Euro sind, bricht der ganze Wust der deutschem Bürokratie auf ihn mit voller Wucht ein.
Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich erstmal die ganze Sozialabgaben- und Steuerbürokratie von den Schultern der AG nehmen, und schwupps, hätten wir massig neue Normalarbeitsplätze. (Auch wenn das kein Allheilmittel gegen Arbeitlosigkeit an sich ist.)
… Michael
Ich bleibe dabei: Hä?!
Hi!
Für den Arbeitgeber ? Kündigungsfristen ? Lohnfortzahlung ?
Gilt beides auch für Minijobber!
Der AG muß ja wohl auch Vorteile von der Minijobregelung
haben,
Wie gesagt: Nenne mir nur EINEN!
sonst würde er keine Mini-Jobber beschäftigen.
Als Nebenjob ist das für den AN nun mal die günstigste Variante!
Ich habe
zwei Kundinnen, die 401-Euro Jobs haben wollten. Beide AGs
haben abgelehnt, eine Begründung haben sie mir nicht
geliefert.
Oh, doch ganze ZWEI?!
Es mag aber einfach an der verbreiteten Ahnungslosigkeit einiger (ich weigere mich von vielen zu sprechen) Arbeitgeber liegen, dass sie Vorteile sehen, wo keine sind.
LG
Guido
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Das wäre fast ein Argument
Hi Michael!
Vorteilhafter für den AG ist ein 401€-Job auf jeden Fall!
warum?
Weil es preiswert günstiger ist.
Wenn der AG NUR Minijobs hat, hat er damit eine ganz einfache
Lohnbuchhaltung mit wenigen Ansprechpartnern. Sobald es 400,01
Euro sind, bricht der ganze Wust der deutschem Bürokratie auf
ihn mit voller Wucht ein.
Naja - das wäre fast ein Argument, was ich akzeptieren könnte.
NUR: In der Regel haben die „Nur-Minijob-Anbieter“ nicht so viel Personal, dass sich der Mehraufwand (den schon recht günstige Programme von Lexware recht gut vorbereiten) nicht mit der finanziellen Ersparnis aufrechnen lässt.
Klar, wenn ich mir für zu Hause eine Putzhilfe einstelle, würde ich auch nur einen Minijob anbieten…
Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich erstmal die
ganze Sozialabgaben- und Steuerbürokratie von den Schultern
der AG nehmen, und schwupps, hätten wir massig neue
Normalarbeitsplätze.
…die dann die ganzen arbeitslosen Finanzbeamten und Sozialversicherungsfachangestellten besetzen könnten? 
LG
Guido
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