Sozivalversicherung

Mahlzeit!

Mein eigentliches Anliegen umfasst wahrscheinlich mehrere Themengebiete, aber da es im Kern die SozialVERSICHERUNG betrifft, wende ich mich an dieser Stelle einfach mal vertrauensvoll an Euch, werte Fachleute!

Momentan befinde ich mich in der Berufsausbildung, die ich mit -hoffentlich- bestander Prüfung in Jan.2007 abschließen werde. Anschließend möchte ich:

  1. in einem Unternehmen auf monatl. 500,- brutto angestellt sein (Teilzeit/Gleitzone)
  2. ein Gewerbe betreiben
  3. ein Abendstudium an einer FH absolvieren, bzw zumindest aufnehmen :smile:

Was bin ich nun sozialversicherungsrechtlich? Arbeitnehmer, Selbständiger oder Student? Je nach Entwicklung wird sich erst Ende 2007 entscheiden, ob ich eher angestellt oder selbständig tätig sein werde.

Anregungen, Informationen, Hinweise, Störgefühle?!

Hallo,
grundsätzlich bei 500,00 € in einer unbefristeten Beschäftgung
betsht Sozialversicherungspflicht als Arbeitnehmer.
Ob eine hauptberufliche Selbständigkeit vorliegt entscheidet die
Krankenkasse individuell - dort wird z.B. geprüft, ob die selbständige
Tätigkeit für Dich von wirtschaftlicher Bedeutung ist, also wie hoch
dein Einkommen aus dieser Selbständigen Tätigkeit ist - wieviel
Stunden Du für diese Tätigkeit aufwendest ist nicht mehr primär von
Bedeutung - Mein Tip _ An die Krankenkasse wenden, wenn das mit
der selbständige Tätigkeit spruchreif ist.
Gruss
Czauderna

Hallo Czauderna,

erstmal einen recht herzlichen Dank für diese hilfreichen Infos. Nehmen wir einmal an, ich würde hauptberuflich als Selbständiger eingestuft werden, wie sichere ich mich denn am besten für das Alter und gegen gesundheitliche Risiken ab? Grundsätzlich bin ich (meines Wissens) nicht verpflichtet Beiträge in eine Versicherung zu zahlen und habe dementsprechend auch keinen Anspruch auf entsprechende Leistungen. Jetzt habe ich erfahren, dass es neben der privaten RV/KV auch die Möglichkeit gibt, sich freiwillig gesetzlich zu versichern.
Wo liegt das Pro und wo liegt das Kontra? Außerdem habe ich mal gehört, dass wer aus der gesetzlichen in die private KV gewechselt ist, es später schwer hat wieder in die gesetzliche zu kommen (beispielsweise als Arbeitnehmer).
Was ist dran? Wie und wo erfahre ich, wie ich mich - bei anfänglich geringem - Einkommen möglichst effektiv absichere?

Hallo,
als Serlbständiger ist man nicht verpflichtet, sich überhaupt gegen
Krankhheitzu versichern, das stimmt, ist aber nicht ratsam, es sei
denn, man hätte keinerlei finanzielle Probleme eine längere
Erkrankung durchzustehen.
Es bietet sich also entweder die dreiwillige Weiterversicherung in
der (bisherigen) gesetzlichen Krankenkasse oder eine Mitgliedschaft in einer Privatkrankenkasse an.
Die gesetzliche Krankenkasse bemisst ihre Beiträge immer nach dem Einkommen, und kämen wir in Ihrem Falle auf einen Haken.
Der Gesetzgeber legt fest, dass Selbstänge nach einem monatlichen
Mindesteinkommen von 1837,50 € ihre Beiträge zahlen müssen.
Dies ergibt (je nach Kasse und incl. der Pflegeversicherung)
zwischen 250,00 und 300,00 € Mindestbeitrag - und das auch dann, wenn
das Einkommmen gleich 0,00 € sein sollte.
In der Privatkrankenkasse dagegen interessiert das Einkommen nicht,
da geht es ausschliesslich nach Alter, Geschlecht
und Gesundheitszustand.
Was den Wechsel von der PKV zur GKV betrifft, so ist dies nach der
momentanen gesetzlichen Regelung für Selbständige nicht möglich, aber
die Gesundheitsreform soll da eine Änderung bringen (heisst es jedenfalls). Das ich Ihnen zur GKV Versicherung rate, liegt wohl auf der Hand - wenn die Tätigkeit nicht die Beiträge für die Krankenversicherung und die Altersvorsorge erbringt (in der Planung),
dann sollte man das Ganze ohnehin lassen.
Was die Rentenversicherung betrifft, bin ich nicht so der Fachmann um
einen Rat erteilen zu können in Ihrem Fall.
Gruss
Czauderna