Spätfolgen Burn-Out?

Liebe WWW-Gemeinde,

kann es nach einem diagnostizierten kurzen Burn-Out, der als hyperreagibles Herzsyndrom in die Akten einging, (Mai 2010) dazu führen, dass man

  • Black-Outs (man weiss partiel am Ende eines Satzes nicht mehr, was man sagen wollte)
  • Vergesslichkeiten des Langzeitgedächtnisses (war das vor 3 oder 5 Jahren, ist Norwegen eine Insel?)
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen (vor 2 Uhr geht nichts und dann verschläft man täglich)
  • Brustschmerzen (eine hat die doppelte Größe der anderen)
  • Herzstechen

hat?

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass das Hirn nicht mehr funktioniert (Vergesslichkeit, keine Konzentration mehr, alles landet maximal im Kurzzeitgedächtnis)

Vielen Dank für Eure Meinungen!

Mela

Liebe WWW-Gemeinde,

Als ehemaliger Betroffener im Frühjahr 2004 , schreibe ich dir mal in die Zeilen deine Fragen wie es mir kurz danach und heute , ca 7 Jahre später ergeht .

kann es nach einem diagnostizierten kurzen Burn-Out, der als
hyperreagibles Herzsyndrom in die Akten einging, (Mai 2010)
dazu führen, dass man

  • Black-Outs (man weiss partiel am Ende eines Satzes nicht
    mehr, was man sagen wollte)

Ja , kommt in der ersten Phase der regeneration vor , so die ersten 4 - 6 Monate , wenn es wieder langsam bergauf geht

  • Vergesslichkeiten des Langzeitgedächtnisses (war das vor 3
    oder 5 Jahren, ist Norwegen eine Insel?)

Ja , mir fehlen auch erinnerungen , allerdings liegt der atwa im Abriss um meine Jugend ca alles was geschehen ist , unter 13 Jahren .
sonstige „Aussetzer“ so Kleindeteils sagen wir das man vergessen hat , das die Hauptstadt von England = London ist , die kommen mit der Zeit wieder .

  • Konzentrationsstörungen

Ja , eine gewisse Zeit lang ( bei mir waren es fast 4 Jahre ) konnte ich mich nicht auf komplizierte zusammenhänge konzentrieren , wo ich gedanklich mehreres zusammenfügen musste ,
sagen wir als simpler Vergleich : Schachspielen , wi mehrere Züge überdacht werden müssen .
es ging nicht , habe hingeworfen , war nicht mein Ding . auch das kommt nach Jahren wieder

  • Schlafstörungen (vor 2 Uhr geht nichts und dann verschläft
    man täglich)

Mit Einschlafproblemen habe ich gelegentlich etwas zu tun , heute noch , da habe ich aber ein Mittelchen gefunden ( bitte PN , das schreibe ich nicht in die Öffentlichkeit ) .
Die ersten 1 - 2 Jahre konnte ich nicht vor 7.30 Uhr aufstehen , es ging nicht , der Kreislauf spielte da nicht mit . Der Wecker konnte randalieren so laut und lange wie er wollte , entweder hörte ich ihn nicht , oder es ging einfach nicht .
auch das dauerte fast 2 Jahre bis ich wieder auf 6 Uhr war , nach 7 Jahren macht mir 4 Uhr nichts mehr aus .

  • Brustschmerzen (eine hat die doppelte Größe der anderen)
  • Herzstechen

in der ersten Zeit danach trat das auf , wenn ich versuchte an meine ehemalige Leistung als Wettkampfsportler anzuknüpfen und meinte ich hätte die Kraft und die Kondition wie zuvor , maximal ein drittel der möglichkeit war verfügbar .
das gibt sich aber auch mit der Zeit ( ab ca 2 Jahren wird das merklich besser , ich bin heute abzüglich der 7 Jahre altersunterschiedes wieder auf dem selben Level )

Am schlimmsten ist das Gefühl, dass das Hirn nicht mehr
funktioniert (Vergesslichkeit, keine Konzentration mehr, alles
landet maximal im Kurzzeitgedächtnis)

Damit wirst du so 1 - 2 Jahre leben müssen , das gibt sich , ist im Anfangstadion der Nachbehandlung normal

gruss

Toni

Diese Erfahrung hab ich auch gemacht. Man hat mir aber gleich gesagt daß es bis zu 5 Jahren dauern kann bis man sich wieder komplett erholt. vorrausgesetzt es passieren nicht nochmal einige katastrophen.

Mir hat nach der Behandlung und Kur Autogenes Training, Meditation und Schwimmen geholfen. Man könnte auch noch eine Psychotherapie machen, allerdings kann es dabei passieren das noch viel mehr wieder in Erinnerung kommt als man eigentlich beabsichtigt.:confused: Hat man mir aber auch gleich gesagt.

Es gibt ein mittelchen in der Apotheke als nahrungsergänzung mit kalium, Magnesium, q10, folsäure also als complex. Einfach mal nachfragen.

Diese Erfahrung hab ich auch gemacht. Man hat mir aber gleich
gesagt daß es bis zu 5 Jahren dauern kann bis man sich wieder
komplett erholt. vorrausgesetzt es passieren nicht nochmal
einige katastrophen.

Mir hat nach der Behandlung und Kur Autogenes Training,
Meditation und Schwimmen geholfen. Man könnte auch noch eine
Psychotherapie machen, allerdings kann es dabei passieren das
noch viel mehr wieder in Erinnerung kommt als man eigentlich
beabsichtigt.:confused: Hat man mir aber auch gleich gesagt.

Hallo
Man muss aber auch unterscheiden wo der Patient lebt , ob in einer Stadt , oder eher auf dem Lande .
Ich wohne ziemlich weit auf dem Lande , ca 25 km bis zur nächsten Stadt .
Bei mir wurde es Diagnostiziert , wurde zunächst 14 Tage krank geschrieben , dann nochmal eine Woche dran gehängt und dann hat man mit dem Arbeitgeber ein Gentleman Agreement getroffen , das ich nur halbtags arbeiten komme und ich sollte einige male zum Hausarzt kommen , aber Kur , Reha , Psychatriche/Psychologische Betreunung = Fehlanzeige , wegen Mangel an Ärzten und der Hausarzt war nicht ausreichend auf dem Gebiet involviert.
Anhand der Diagnose habe ich dann mit hilfe von Fachbüchern , InternetForen und einen befreundeten französischen Medizinstudend die Kurve bekommen .
Von Deutscher ärtztlicher Betreuung kann nicht die Rede sein .

Ich weiss nicht wie das ausgegangen wäre , wenn ich diesen Kumpel aus Metz nicht gekannt hätte , im nachhinein nochmals vielen Dank

Toni

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Au weia!

Man könnte auch noch eine
Psychotherapie machen, allerdings kann es dabei passieren das
noch viel mehr wieder in Erinnerung kommt als man eigentlich
beabsichtigt

Bloß nicht! Man könnte tiefer sitzende Probleme einer Lösung zuführen, aber das auf einem beschwerlichen Weg.

Dann lieber schön in der Verdrängung belassen und gucken, ob sie beim nächsten Burnout hochkommen. Wenn man Glück hat… ach, lassen wir das!

LiebeGrüßeFlaschenpost

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